Rosenträume am Bodensee

Momente der Harmonie und Melancholie

von Hermann Löns, Christian Morgenstern, Eduard Friedrich Mörike

Buch

gebunden (118 Seiten)

1. Auflage

Sprache: Deutsch

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Bodensee alleine dieses Wort weckt bereits warme, wohlige Assoziationen: sanftes, weiches Wasser, reiche und blühende Gärten, schneebedeckte Gipfel und romantische Sonnenuntergänge. Die Landschaften und Orte um den Bodensee zählen daher zu den Sehnsuchtsgebieten für Erholungssuchende und Naturliebhaber, die es in die üppige Natur und verträumte Städte zieht. Und nicht zuletzt sind es die vielfältigen romantischen Landschaftsbilder, die sich entlang des Ufers immer wiede neu gestalten und sich aus dem Schöpfungsbaukasten der Gegensätze bedienen: Eine weite, stille Seefläche, saftig-grüne Hügelzüge und dazu die hochaufragenden Felsen der Alpengipfel. Als Dreingabe noch das milde Klima des Wärmespeichers Bodensee diese Fülle an Anziehungspunkten ist einzigartig. Die sonnenverwöhnte Lage begünstigen seit jeher den Land- und Gartenbau und eine Reise entlang des Ufers macht schnell deutlich, dass es vor allem eine Schmuckpflanze ist, die sich der besonderen Liebe der Menschen hier am See erfreut die Rose. So kommt auch der Titel dieses Buches Rosenträume am Bodensee nicht von ungefähr kommt. Schließlich kann die Region am See doch auf eine über tausend Jahre währende Garten- und Rosenkultur zurückblicken. Es waren die mittelalterlichen Geisteszentren um den Bodensee, die Klöster St. Gallen und Reichenau, in denen die wegweisenden Konzepte einer modernen Gartenkultur entstanden, die entscheidend waren für die wirtschaftliche Entwicklung Mitteleuropas und die bis in unsere Zeit hinein Wirkung und Einfluss haben. Neben den ökonomischen Aspekten betrachteten die Schöpfer dieser Pläne im gleichen Maße die spirituelle Bedeutung des Gartens, und insbesondere die fühlbare Wirkung von Blumen auf die Seele des Menschen betrachtete. Und im Mittelpunkt dieser Betrachtungen stand die Rose.

Produktdetails

ISBN-10: 3-9814643-0-3
EAN: 9783981464306
Erschienen: 14.02.2012
Verlag: Edition hochfeld
Einband: gebunden
Sprache(n): Deutsch
Auflage: 1. Auflage
Seitenzahl: 118
Länge/Breite: 249mm/174mm
Gewicht: 468 g
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Hermann Löns

Hermann Löns lebte von 1866 bis 1914 und war Journalist, Buchautor, Dichter, Zeichner und Maler. Er gilt als einer der bedeutendsten Heimatdichter und wichtiger Pionier der Landschafts-, Tier- und Jagdprosa. Löns verankerte die Pflicht zur Hege des Wildes im Selbstverständnis von Jagd und Jägern.

Jakob M. Soedher

Jakob M. Soedher, geb. 1963 in Unterfranken, lebt und arbeitet in Augsburg und Lindau. Seine Kriminalromane um den Bodenseekommissar Schielin zählen zu den literarisch anspruchsvollen Reihen der deutschsprachigen Literatur. Mit Schielins treuem Esel Ronsard hat er zudem einen echten Publikumsliebling erschaffen. J. M. Soedher ist Mitglied der Autorengruppe 'Das Syndicat'.

Christian Morgenstern

Christian Morgenstern, geb. 1871 in München , arbeitete nach dem Studium der Nationalökonomie als freier Schriftsteller, Journalist, Lektor und Übersetzer. Berühmt wurde er vor allem durch seine skurrilen 'Galgenlieder'. Nach intensiver Beschäftigung mit dem Buddhismus wandte er sich ab 1909 der Anthroposophie zu. 1914 starb er in Meran.

Eduard Friedrich Mörike

Eduard Mörike (1804-75) ist der Hauptvertreter des Biedermeier, der Epoche zwischen Romantik und Realismus. Seine Novellen und Gedichte zählen zu den berühmtesten der deutschsprachigen Literatur.

Nikolaus Lenau

Nikolaus Lenau (d. i. Nikolaus Franz Niembsch, seit 1821 Edler von Strehlenau), 13. 8. 1802 Csastád (heute: Lenauheim) bei Temesvár (Banat; bis zum Ende des Ersten Weltkriegs Teil Ungarns) - 22. 8. 1850 Oberdöbling bei Wien. Der Sohn einer verarmten Offiziersfamilie verbrachte Kindheit und Jugend in Pest, Tokaj, Wien und Stockerau bei Wien, wo die wohlhabenden Großeltern wohnten, die dann auch sein Studium finanzierten. Sein Großvater erhielt Ende 1820 die beantragte Anerkennung des urkundlich nicht mehr nachweisbaren Adelstitels der Familie, den L. wenig später erbte und daraus sein Pseudonym als Dichter bildete. Er studierte, mehrfach Studienort (Preßburg, Wien, Ungarisch-Altenburg, Wien, Heidelberg) und Studienfach (Jura, Philosophie, Landwirtschaft, Medizin) wechselnd, von 1822 bis 1832, ohne zu einem Abschluss zu kommen. 1831 reiste er nach Württemberg und nahm Beziehungen zu den Autoren des Schwäbischen Dichterkreises auf; G. Schwab vermittelte ihm erste Veröffentlichungen bei Cotta. Der Versuch, 1832-33 in Amerika einen neuen Anfang zu machen, scheiterte; seine Erfahrungen gingen u. a. in F. Kürnbergers Roman 'Der Amerika-Müde' (1855) ein. L. führte in den nächsten Jahren ein unstetes Leben zwischen Württemberg und Wien, löste mehrere Verlobungen nacheinander und erlitt schließlich 1844 einen Schlaganfall, zeigte Symptome des Wahnsinns und lebte danach in Heilanstalten in Stuttgart und schließlich Oberdöbling.

Theodor Storm

Theodor Storm, geb. am 14. September 1817 in Husum. Der Rechtsanwalt wurde 1852 von den Dänen wegen politischer Opposition ausgewiesen und kehrte 1864 als Landvogt in seine nun deutsch gewordene Heimatstadt zurück. Ab 1879 war Storm Amtsgerichtsrat. Er starb am 4. Juli 1888 in Hademarschen. Storm gilt als einer der wichtigsten Vertreter des poetischen Realismus. In seinem Werk ist Storm thematisch den Menschen und der Landschaft seiner Heimat zugewandt und als Künstler der Spätromantik verpflichtet, besonders in seiner liedhaft-innigen, formstrengen Natur- und Bekenntnislyrik. Seine Hauptleistung aber liegt in der Novelle. 58 solcher Novellen umfasst sein Werk, das von lyrisch gestimmten und wehmütig verklärenden Texten bis zu realistischen, stark handlungsbetonten Schicksals- und Chroniknovellen reicht. Immer wieder stellt Storm dabei die menschlichen Leidenschaften und den Kampf des einzelnen gegen überlegene Mächte mit herber, oft tragischer Gefasstheit dar.

Annette von Droste-Hülshoff

Annette von Droste-Hülshoff wurde am 10., 12. oder 14. Januar 1797 auf Schloss Hülshoff bei Münster geboren. Ab 1804 verfasste sie lyrische Texte, sie stand in Kontakt zu Friedrich Leopold zu Stolberg und Wilhelm Grimm und beteiligte sich an der Sammlung von Märchen und Volksliedern. Sie unterhielt engen Kontakt zu dem blinden katholischen Theologen Christoph Bernhard Schlüter, der 1838 ihre erste Gedichtsammlung herausgab. 1841 erschien die Novelle Die Judenbuche. Annette von Droste Hülshoff, die als eine der bedeutendsten deutschen Autorinnen des 19. Jahrhunderts gilt, starb am 24. Mai 1848 in Meersburg am Bodensee.§Abseits des literarischen Lebens und so auch der literarischen Modeströmungen ihrer Zeit schuf sie ein schmales Werk zwischen Biedermeier und poetischem Realismus.

Rainer Maria Rilke

Rainer M. Rilke (1875-1926), der Prager Beamtensohn, wurde nach einer erzwungenen Militärerziehung 1896 Student, zuerst in Prag, dann in München und Berlin, weniger studierend als dichtend. Die kurze Ehe mit der Bildhauerin Clara Westhoff in Worpswede löste er 1902 auf. Er bereiste darauf Italien, Skandinavien und Frankreich. In Paris schloß er Bekanntschaft mit Rodin und wurde dessen Privatsekretär. Bereits nach acht Monaten kam es zum Bruch. Es folgten unstete Jahre des Reisens mit Stationen in verschiedenen Städten Europas. Nach seinem Entschluß zur Berufslosigkeit und zu einem reinen Dichterdasein war Rilke zu jedem Verzicht bereit, wenn es dem Werk galt. Er opferte sein Leben seiner Kunst und gewann Unsterblichkeit, indem er unerreichte Sprach- und Kunstwerke schuf.§Im Ersten Weltkrieg war er zur österreichischen Armee eingezogen, wurde aber aufgrund seiner kränklichen Konstitution in das Wiener Kriegsarchiv versetzt. Rilke starb nach langer Krankheit in Val Mont bei Montreux.

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