Hier wird tolle Hausmannskost aus saisonalem Gemüse gezaubert
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Katja Kaygin, am 03.08.2008
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Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
Wer statt raffinierter Rezepte oder Haute-Cuisine mal wieder richtig gute Hausmannskost essen möchte, sollte ruhig nach diesem Buch greifen. Zunächst stellen sich Bäuerinnen aus den neuen österreichischen Regionen kurz mit Bild vor und dann folgen ihre Gemüserezepte.
Auch für Nicht-Österreicher ist das Buch gut verständlich und am Ende des Buches findet man ein kleines Glossar für die wenigen nicht erläuterten Begriffe, wie z.B. Fisolen, Karfiol, Ronen und Melanzani. Wer Gemüsesuppen liebt, wird hier einige Rezepte finden, wobei sich manche, wie bei der Kürbissuppe, wiederholen. Aber Suppen wie Ronen-, Gurken-, Paprika-, Burgenländische Kraut- oder Bärlauchsuppe habe ich bisher noch nie ausprobiert und somit habe ich ein paar neue Ideen gefunden. Ganz zu Beginn ist auch ein Rezept für einen Strudelteig, sowie diverse Füllungen angegeben.
Auf die Kürbiszeit im Herbst freue ich mich schon sehr, denn neben den üblichen Kürbissuppen, habe ich neue spannende Rezepte in diesem Buch entdeckt, wie: Kürbistopf mit Fleischknöderln (Vegetarier finden auch alternativ verwendbare Knödelarten), Kürbisstrudel, Pastinakenrösti mit Kürbiskraut, Kürbisparfait, Kürbisauflauf mit Faschiertem, Kürbistorte, Kürbisrisotto, Kürbisgugelhupf, Kürbis im Käsemantel, Kürbis-Erdäpfel-Gulasch und Kürbislasagne. Für mich persönlich ist es immer noch ungewöhnlich Erdäpfel (also Kartoffeln) oder anderes Gemüse in Kuchen zu verwenden, aber ich werde mich da wohl demnächst mal rantrauen. Die Ostertorte auf S. 99 ist durch den verwendeten Spinat so wunderbar grün und auffällig, dass ich auch diese Torte gerne mal austesten würde. Auch für einen Rhabarber Nachtisch gab es auf S. 30 ein tolles Rezept, dass mir nie so in den Sinn gekommen wäre.
Die Ipftaler Artischocken waren eine Bereicherung, denn so weiß ich jetzt auch endlich, wie man diese richtig zubereitet, was insbesondere mit den entsprechenden Fotos unterstützt wurde. Unbedingt ausprobieren werde ich auch das gebackene Gemüse mit Blauschimmelkäsesauce, die Gemüsetascherl, die Gemüse-Dinkel-Laibchen und die Sellerieschnitzel mit Schnittlauchsauce. Manche Rezepte fand ich auch ziemlich einfach, wie z.B. die Zucchini mit Paprika, schnelle gebratene Zucchini oder Tomate mit Frischkäse, so dass ich mich gefragt habe, ob diese wirklich in ein Kochbuch gehören. Aber dabei vergesse ich immer, dass nicht jeder sich gut in der Küche auskennt und bei manchen Menschen auch die Ideen fehlen. Die Zucchinipuffer auf S. 88 habe ich gestern schon mal ausprobiert und mit einem Erdapfel und ein paar Gewürzen verändert. Was soll ich sagen: Es roch plötzlich in der Küche, wie früher bei meiner Omi, wenn Sie Puffer gemacht hat und als ich den ersten probiert habe, entfuhr mir ein Hm göttlich und das Ganze war noch relativ schnell und leicht gemacht. Ich empfehle dazu übrigens noch ein paar Scheiben geräucherten Lachs. Von meiner Lieblingsbeilage Knödel habe ich auch zwei neue spannende Rezepte entdeckt, nämlich die Kräuter- und Spinatknödel.
Am Ende des Buches gibt es auch ein Register, unterteilt nach Suppen, Salaten, Haupt- und Nachspeisen, sowie Beilagen, Kuchen und Aufstrichen. Super finde ich auch, dass es in diesem Buch doch relativ viele Fotos gibt, was ich immer als Bereicherung eines Kochbuches empfinde. Alles in allem ein tolles traditionelles österreichisches Kochbuch mit vielen schmackhaften Gemüserezepten.