Mit Blick aufs Meer

Roman. Ausgezeichnet mit dem Pulitzer Prize 2009

von Elizabeth Strout

Buch

gebunden (351 Seiten)

Sprache: Deutsch

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Ausgezeichnet mit dem Pulitzerpreis


Crosby, eine kleine Stadt an der Küste von Maine. Hier ist nicht gerade sehr viel los. Doch sieht man einmal genauer hin, ist jeder Mensch eine Geschichte und Crosby die ganze Welt. Elizabeth Strout fügt diese Geschichten mit liebevoller Ironie und feinem Gespür für Zwischenmenschliches zu einem unvergesslichen Roman.


Sie kann manchmal eine rechte Nervensäge sein: Olive Kitteridge, die pensionierte Lehrerin. Weil sie zu allem, was in dem Städtchen Crosby geschieht, eine dezidierte Meinung hat, halten sie einige für überkritisch. Dann wieder überrascht sie durch Selbstlosigkeit und Mitgefühl. Sie mischt sich ein und macht sich ihre Gedanken über ihre Mitmenschen: die schrille Barpianistin, die insgeheim einer verlorenen Liebe nachtrauert, einen ehemaligen Schüler, der keinen Sinn mehr im Leben sieht, ihren eigenen Sohn, der sich von ihren Empfindlichkeiten bevormundet fühlt, ihren Mann Henry, der die Ehe mit ihr nicht nur als Segen, sondern manchmal auch als Fluch empfindet. Und während sich die Menschen in Crosby mit ihrem ganz normalen Leben herumschlagen, den Problemen wie den Freuden, lernt Olive auf ihre alten Tage, das Leben zu lieben.


Elizabeth Strouts Roman erzählt von Liebe und Kummer, von Toleranz und Aufbegehren. »Mit Blick aufs Meer« ist ein weises und anrührendes Buch über die Natur des Menschen in all seiner Verletzlichkeit und Stärke, erfrischend ehrlich und unglaublich schön.






Pressestimmen:

"Ich habe dieses Buch zufällig am Flughafen gekauft - und innerhalb von acht Stunden Rückflug verschlungen. Um die Wette mit der Müdigkeit, und obwohl ich die Hauptperson, die ehemalige Mathe-Lehrerin Olive Kitteridge, anfangs nicht mal besonders leiden konnte: zu störrisch, zu mürrisch, zu wenig Leben in ihr. Dachte ich. Und wurde dann immer mehr hineingezogen in diese geschickte - Pulitzer-Preis-gekrönte! - Verknüpfung kleiner Porträts und Miniaturgeschichten aus einem Fischerdorf an der Küste Maines, die unter dem Titel 'Mit Blick aufs Meer' versammelt sind. Naturbeschreibungen, die einen den Atem des Meeres spüren lassen, kleine Details, die innerhalb weniger Sätze Lebensdramen enthüllen. Am Ende habe ich die Menschen aus Crosby wie ein paar lieb gewonnene alte Freunde vermisst." (Angela Wittmann, "Brigitte")

"Mit Blick aufs Meer' ist ein Sommerroman, der auch dann noch hält, wenn der Herbst und Winter kommen." (Basler Zeitung)

Produktdetails

ISBN-10: 3-630-87330-8
EAN: 9783630873305
Originaltitel: Olive Kitteridge
Erschienen: 24.05.2010
Verlag: Luchterhand Literaturverlag
Einband: gebunden
Sprache(n): Deutsch
Seitenzahl: 351
Länge/Breite: 222mm/125mm
Gewicht: 580 g
Übersetzer: Sabine Roth
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Elizabeth Strout

Elizabeth Strout's tenure as a lawyer (six months) was slightly longer than her career as a stand-up comedian (one night). She has also worked as a bartender, waitress and piano player at bars across the USA. She now teaches literature in New York.

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Kundenrezensionen

  • Wunderbare Erzählweise Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern inaktiv

    von einer Kundin/einem Kunden, am 15.11.2011

    0 von 0 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.

    Elizabeth Strout erzählt von einem kleinen Ort an der Küste Maines. Man könnte meinen, es wäre ein eher langweiliges Städtchen, in dem nicht viel passiert. Doch auch hier leben Menschen, Menschen mit ihren eigenen Geschichten, Gefühlen, dem eigenen Unglück auch im Kleinen und dem Finden von ein klein wenig Glück.
    Olive Kitteridge lebt schon lange in Crosby, hier zog sie ihren Sohn groß und war Lehrerin an der Schule. Sie ist eine facettenreiche Person, die auch reichlich unbequem sein kann, ihre eigene Meinung hat und auch mal aneckt.
    Um Olive herum werden ihre Geschichten, die ihrer Familie und anderer Bewohner des Ortes erzählt. Dieses macht die Autorin in einer sehr schönen Erzählform. Es sind keine großartigen, außergewöhnlichen Dinge, eher die alltäglichen, die hier auf irgendwie fesselnde Art und Weise geschildert werden.
    Ich musste diesen Roman zügig durchlesen, hier wurde man durch die Sprache der Autorin an die Geschichten gefesselt und fand Großartigkeiten im Alltag, und das auch das Alltägliche ein gro-ßer Kampf ist, der den Menschen immer wieder neu fordert und formt.

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  • Kleiner Ort mit Geschichten Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern inaktiv

    von Everett, am 15.11.2011

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    Elizabeth Strout erzählt von einem kleinen Ort an der Küste Maines. Man könnte meinen, es wäre ein eher langweiliges Städtchen, in dem nicht viel passiert. Doch auch hier leben Menschen, Menschen mit ihren eigenen Geschichten, Gefühlen, dem eigenen Unglück auch im Kleinen und dem Finden von ein klein wenig Glück.
    Olive Kitteridge lebt schon lange in Crosby, hier zog sie ihren Sohn groß und war Lehrerin an der Schule. Sie ist eine facettenreiche Person, die auch reichlich unbequem sein kann, ihre eigene Meinung hat und auch mal aneckt.
    Um Olive herum werden ihre Geschichten, die ihrer Familie und anderer Bewohner des Ortes erzählt. Dieses macht die Autorin in einer sehr schönen Erzählform. Es sind keine großartigen, außergewöhnlichen Dinge, eher die alltäglichen, die hier auf irgendwie fesselnde Art und Weise geschildert werden.
    Ich musste diesen Roman zügig durchlesen, hier wurde man durch die Sprache der Autorin an die Geschichten gefesselt und fand Großartigkeiten im Alltag, und das auch das Alltägliche ein gro-ßer Kampf ist, der den Menschen immer wieder neu fordert und formt.

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  • Eine Kleinstadtgeschichte Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern inaktiv

    von einer Kundin/einem Kunden, am 27.03.2011

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    Kein Roman im eigentlichen Sinn, sondern eher eine Sammlung von Geschichten rund um die scharfzüngige Mathematiklehrerin Olive Kitteridge, die mit ihrer Familie in einem idyllischen Küstenstädtchen in Maine lebt.

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  • Ein Roman wie das Leben Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv

    von Anna Wieland, am 09.02.2011

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    Wie Perlen an einer Kette reihen sich die Geschichten in Elizabeth Strouts Buch aneinander und ergeben so einen Roman. Dieser enthält einen Kosmos, der die kleine Stadt Crosby und deren Bewohner ist, aber gleichzeitig auch das ganze Leben und die ganze Welt. Warmherzig und mit genauem Blick auf die Menschen und deren Beziehungen zueinander erzählt uns Elizabeth Strout über Jahre hinweg ihre Geschichten, und es mag pathetisch klingen, aber es sind ganz einfach Geschichten über das Leben.
    Die Naturbeschreibungen sind wunderschön und man kann das Meer förmlich riechen und den Regen auf der Haut spüren. Manche Sätze möchte man sich einrahmen, es steckt viel Weisheit drin.
    Ein großes Buch, für das die Autorin zu Recht den Pulitzerpreis bekommen hat. Uneingeschränkte Lese- und Verschenkempfehlung!

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  • Ein Kaleidoskop menschlichen Lebens Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv

    von Uta Iwan, am 14.11.2010

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    Klug und witzig erzählt Elizabeth Strout über die Menschen in der Kleinstadt Crosby/Maine. Vordergründig passiert hier nicht viel, aber in den Herzen der Bewohner spielen sich grosse Dramen ab: Liebe, Trauer, Einsamkeit, das Älterwerden...

    Die ehemalige Mathematiklehrerin Olive Kitteridge taucht in fast jeder der Episoden auf und wächst einem trotz Ihres aufbrausenden Temperaments sehr an's Herz.

    Für mich gab es in diesem Buch ganz viele kluge Sätze über das Leben, die ich am liebsten in Grossbuchstaben über mein Bett hängen würde. Und so endet dieses Buch mit dem Satz: "Ein Rätsel,diese Welt. Noch war sie nicht fertig mit ihr".

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  • Klarheit Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern inaktiv

    von Susanne Pichler, am 05.11.2010

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    Crosby ist eine typisch neuenglische Kleinstadt in Maine, geprägt von seiner Lage an der Küste und natürlich den Menschen, die dort leben.
    In lose miteinander verknüpften Kapiteln erzählt Elizabeth Strout vom Leben dieser Menschen. Über einige Jahrzehnte begleitet man Crosby und seine Bewohner. Der rote Faden, der durch alle Geschichten führt, mal im Vordergrund, mal im Hintergrund, ist Olive Kitteridge, eine pensionierte Lehrerin. In ihr Leben, das ihrer Familie, Freunde und Nachbarn erhält man kurze Einblicke, oft vergehen Jahre bis ein Handlungsfaden wieder aufgenommen wird, oder die Handlung springt zu einem anderen Bewohner, der durch ein bestimmtes Ereignis ebenso aber dennoch ganz anders beeinflusst wurde.

    Durch diesen Erzählstil entsteht eine ungeheuer reale Welt. Mehr als einmal ertappt man sich bei dem Gedanken: "Das ist wie im richtigen Leben." Man hört dieses und jenes, verliert das Interesse, zeigt Mitgefühl und führt doch unbeirrt sein eigenes Leben weiter.
    Elizabeth Strout skizziert den fliegenden Wechsel der Jahreszeiten, die den Rahmen für Geburt und Tod, Krankheit, Hochzeiten, Scheidungen, Wahnsinn, Hoffnung und der Kraft des Lebens bieten. Jedes einzelne Kapitel, selbst das dunkelste, ist ein Plädoyer doch öfter bewusst zuzuhören, bewusst hinzusehen und bewusst innezuhalten.

    Für "Mit Blick aufs Meer" wurde Elizabeth Strout mit dem Pulitzerpreis ausgezeichnet.

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  • Ergreifend und sensibel Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv

    von Barbara Plagge, am 21.10.2010

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    Lernen Sie Olive Kitteridge und Ihre Nachbarn in Crosby/Maine kennen. Lieben und leiden Sie mit und lassen Sie sich bewegen von den einzelnen, sensibel und einfühlsam portraitierten Schicksalen der dort lebenden Menschen, die genauso gut unsere Nachbarn sein könnten.
    Absolut lesenswert!

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  • Wunderbare Urlaubslektüre Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv

    von Heike Echternkamp, am 15.08.2010

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    "Wenn ich jetzt schon mal vorsichtig mit einer Liste für die schönsten Urlaubsbücher anfangen sollte, dann würde dieses Buch an erster Stelle stehen". So Christine Westermanns Bewertung zu diesem Buch. Nach eigener Lektüre kann ich das nur bestätigen.
    Elizabeth Strout erzählt vom Auf und Ab im Leben der Bewohner einer kleinen Küstenstadt im US Bundesstaat Maine.
    Im Mittelpunkt steht Olive Knitteridge, eine pensionierte Mathelehererin, resolut, sehr direkt, nicht immer einfach, aber mit dem Herzen auf dem rechten Fleck. Auch wenn sie nicht immer die Hauptperson in den einzelnen Episoden ist, taucht sie doch immer wieder auf und hat auch immer eine Meinung zu den einzelnen Schicksalen. Durch sie finden die einzelnen Geschichten ihren Zusammenhang.
    Elizabeth Strout, die für dieses Buch mit dem Pulitzer Preis ausgezeichnet wurde, kann wirklich wunderbar erzählen.
    "Mit Blick aufs Meer" ist ein wahres Lesevergnügen!

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  • Von den Schrägheiten und Abgründen in der Kleinstadt Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern inaktiv

    von Marcus Butscheid, am 30.07.2010

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    Elisabeth Strout erzählt in ihrem Buch von den heimlichen Schrägheiten und Abgründen der Nachbarschaft aus Crosby in Maine, allen voran die eigensinnige und als Lehrerin gefürchtete Olive Kitterridge, die es Ihren Mitmenschen oft nicht gerade einfach macht. Gerade vom Lehrerjob in den Ruhestand gewechselt, fällt sie meist mit der Tür ins Haus, „knallt“ ihre Meinung den anderen ungefragt vor den Kopf, jedoch sitzt bei ihr das Herz am richtigen Fleck. Sie tröstet auf ihre eigene Art den Kummer der anderen und wird in einigen Situationen Retterin in der Not. Mit der Zeit gewinnt Olive mit ihrer doch menschlichen Art den Leser für sich. In den vorgestellten scheinbar geordneten Familienportraits Crosbys begegnen wir schnell auch deren "Leichen", die sie in ihren Kellern lagern und ihnen meist selbst gar nicht bewusst sind. Wir lernen Olives Mann, den Apotheker und Gutmensch Henry kennen und ihren Sohn Christopher, der seiner Mutter endgültig das Herz bricht, als er heiratet und überrascht nach Californien zieht.
    „Mit Blick aufs Meer“ spielt viele Töne des gemeinschaftlichen Miteinanders an, ohne unglaubwürdig zu werden und es gelingt Strout jedes mal perfekt von melancholischen in fröhliche Momente zu schwenken. Das Älter werden, die Akzeptanz anders zu sein und verschiedenartig miteinander zu leben sind die großen Themen in diesem Buch.

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  • Überwältigend schön!!! Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv

    von Annegrit Fehringer, am 25.07.2010

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    Olive Kitteridge, pensionierte Mathelehrerin, nebenbei Hausfrau und Mutter und ihr Mann Henry, Apotheker leben mit ihrem Sohn Christopher in dem kleinen amerikanischen Städtchen Crosby im wunderschönen Bundestaat Maine in einem Haus an der Küste. Dort kennt jeder irgendwie jeden. Olive ist getragen von einer Schonungslosigkeit sich und anderen gegenüber,dass es nicht immer leicht ist mit ihr auszukommen. Elizabeth Strout gelingt es, diese vielfältigen Einzelschicksale mit ihren Lebensgeschichten zu einem großen Ganzen zusammenzufügen. Sie ist eine ganz große Erzählkünstlerin. Lesen Sie unbedingt diesen wunderbaren Roman! Beste Unterhaltung ist garantiert!Ich jedenfalls bin total begeistert!

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  • Ein "großer" Roman über eine kleine Stadt! Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv

    von Karin Schliermann, am 21.07.2010

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    Die Episoden, die Elizabeth Strout in Crosby (Maine) ansiedelt könnten sich so - oder sehr ähnlich - in jeder anderen Kleinstadt zutragen. Diese "kleine" Welt steckt voller Geheimnisse, Verflechtungen und "alter" Geschichten. Im Mittelpunkt stehen der Apotheker Henry Kitteridge und seine Frau Olive, eine sehr resolute Mathematiklehrerin. Alle weiteren Personen stehen in irgendeinem Verhältnis zu diesen beiden und miteinander. Sehr warm und realistisch werden die Bewohner dieses Mikrokosmos beschrieben und wachsen so dem Leser sehr schnell ans Herz.

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  • Endlich mal wieder ein guter Roman Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv

    von Jasmin Jungiereck, am 20.07.2010

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    Strout beschreibt in wundervoller Sprache ganz verschiedene Charaktere, die alle in der Nähe von Maine, USA leben. Alle stehen irgendwie mit einander in Verbindung und haben ganz unterschiedliche Schicksale zu tragen. Mein Roman-Tip für den Sommer!

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  • Erfrischende Sommerlektüre Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern inaktiv

    von Michelle Rößner, am 19.07.2010

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    Strouts „Blick aufs Meer“ ist eigentlich ein Blick auf den Mikrokosmos einer amerikanischen Kleinstadt mitten im idyllischen Maine. Wie ein Kaleidoskop fügen sich hier Lebensgeschichten zusammen und erzählen davon, was einem im Laufe eines Lebens alles wiederfahren kann: mal Trauriges, mal Komisches, manch wundervolle Begegnung und vieles, dass uns nachdenklich werden lässt. Die liebevoll skurril gezeichneten Kleinstädter, allen voran der gutmütige Apotheker Henry und seine resolute Frau Olive, werden Ihnen garantiert ans Herz wachsen. Genau das richtige für leichte Sommertage.

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  • Amerikanischer Alltag als wunderbares Lesevergnügen Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv

    von Anne Urban, am 02.07.2010

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    Hier in Crosby, Maine, geht alles seinen gewohnten kleinstädtischen Gang, jeder trägt sein Päckchen Schicksal, jeder steht mit jedem irgendwie in Verbindung. Zentrale Figur ist die Mathematiklehrerin Olive Kitteridge, eine höchst polarisierende Persönlichkeit in der kleinen Küstenstadt. In einzelnen Kapiteln erzählt Elizabeth Strout von den großen und kleinen Leiden und Geheimnissen einzelner Bewohner, wunderbar mitfühlend und sehr genau beobachtet. Es macht großen Lesespaß, der Normalität wieder einmal genauer auf die Finger zu schauen!

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  • Unbedingt lesen!!! Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv

    von Heike Heinlein, am 24.06.2010

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    Der Roman besteht aus vielen einzelnen Geschichten, die alle in Crosby/Maine spielen. Erzählt wird, was sich hinter der bürgerlichen Fassade der Bewohner abspielt.
    Es geht um all die kleinen und großen Geheimnisse, die man höchstens seiner besten Freundin oder seinem besten Freund erzählt.
    Das Leben von Olive Kitteridge, einer Mathematiklehrerin, zieht sich wie ein roter Faden durch das Buch. Sie taucht in allen Geschichten irgendwann auf.
    Als Leser ist man einer wahren Achterbahnfahrt der Gefühle ausgesetzt. So viele unterschiedliche Charaktere durchleben die unterschiedlichsten Lebenswendungen und Schicksalsschläge.
    Sehr lebendig geschrieben.Unbedingt lesen!!!

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  • Mit Blick aufs Meer Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv

    von Kerstin Hirth, am 22.06.2010

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    Zunächst war ich erstaunt, dass es sich nicht um einen durchgehenden Roman handelt, sondern um mehrere Geschichten. Trotzdem gibt es eine Hauptperson: Olive Kitteridge, eine pensionierte Mathelehrerin. Es geht um Toleranz, um Liebe und um den Umgang mit all den täglichen Sorgen, die einem das Dasein gründlich versauern können. Doch trotz schwerer Schicksalsschläge - oder gerade deshalb? - verändern sich für Olive Sichtweisen und schließlich auch das Leben selbst. Erfrischende und sensible Geschichten über das Leben und die Menschen mit all ihren Stärken und Schwächen. Nicht zu Unrecht erhielt Elizabeth Strout für "Mit Blick aufs Meer" 2009 den Pulitzerpreis.

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  • Eine Brise voll Glück Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv

    von S. Oberle, am 13.06.2010

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    Selbst wenn man noch nicht in Maine am Meer weilte, man möchte sofort hin oder wenigstens so eine Person in seiner Nachbarschaft wie Olive Kitteridge haben! Manchmal sperrig bis verschroben, aber immer mit dem rechten Blick für Menschen und ihre Lebensumstände und mit einer starken positiven Einstellung gesegnet. Ein echtes Lesevergnügen für Menschen mit dem Gespür für die Fazination des Alltäglichen und den leisen Zwischentönen.

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  • Ein kleines Juwel Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv

    von Christine Fehlhaber, am 08.06.2010

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    Elizabeth Strout ist ein ganz wunderbares Buch über das Leben an sich gelungen. Es ist ein loser Reigen von Geschichten, die alle von der Heldin Olive Kitteridge zusammengehalten werden. Lassen Sie sich einfach auf dieses bezaubernde Buch ein und genießen Sie.

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  • Große Literatur Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv

    von Ulrike Seine, am 06.06.2010

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    Ein großartiges Buch über das Leben, das Lieben, die Hoffnung, den Kummer, die Enttäuschung und die Stärke. Schauplatz ist die Küste von Maine. Im Mittelpunkt die pensionierte Lehrerin Olive Kitteridge, eine schwierige aber trotzdem liebenswerte Persönlichkeit, die es sich und ihren Mitmenschen nicht immer leicht macht.
    Ein Buch für alle Leser, die das Leben lieben.

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  • Ein erfrischender und sensibler Roman Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv

    von Silke Schröder, am 25.05.2010

    2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.

    Elizabeth Strouts „Mit Blick aufs Meer“ ist ein beschaulicher Roman aus dem wunderschönen Maine an der nordöstlichen Atlantikküste. Es geht um Toleranz, um Liebe und um den Umgang mit all den täglichen Sorgen, die einem das Dasein gründlich versauern können. Doch trotz schwerer Schicksalsschläge - oder gerade deshalb? - verändern sich für die Protagonistin Sichtweisen und schließlich auch das Leben selbst. Ein erfrischender und sensibler Roman über das Leben und die Menschen mit all ihren Stärken und Schwächen. Nicht zu Unrecht erhielt Elizabeth Strout für „Mit Blick aufs Meer “ 2009 den Pulitzerpreis.

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Viele Jahre lang war Henry Kitteridge Apotheker in der nahegelegenen Stadt und fuhr die Strecke jeden Morgen, über verschneite Straßen oder regennasse Straßen oder sommerliche Straßen, deren Ränder bis zu den Ausläufern der Stadt zugewuchert waren von den neuen Trieben der wilden Himbeeren, ehe er in die breitere Straße zur Apotheke einbog. Jetzt, im Ruhestand, wacht er immer noch früh auf und erinnert sich, wie lieb ihm diese Morgen waren, wenn die Welt sich anfühlte wie sein Geheimnis: Die Reifen schnurrten so sanft unter ihm, und das Licht brach durch den Frühnebel, und zu seiner Rechten blitzte kurz die Bucht auf, dann die Kiefern, hoch und schlank, und fast immer hatte er das Fenster einen Spalt offen, weil er den Kiefernduft liebte und die schwere Salzluft, und im Winter liebte er den Geruch der Kälte.
Die Apotheke war ein kleiner zweigeschossiger Bau, Wand an Wand mit dem Nachbarhaus, in dem ein Heimwerkermarkt und ein kleines Lebensmittelgeschäft untergebracht waren. Jeden Morgen parkte Henry hinterm Haus bei den großen metallenen Müllcontainern, und dann betrat er die Apotheke durch die Hintertür und schaltete drinnen die Lichter an, drehte den Thermostat hoch oder setzte, wenn es Sommer war, den Ventilator in Gang. Er öffnete den Tresor, legte Geld in die Kasse, schloss die Ladentür auf, wusch sich die Hände, zog seinen weißen Kittel über. Das Ritual hatte etwas Wohltuendes, fast als wäre der alte Laden mit seinen Regalen voll Zahnpastatuben, Vitaminpräparaten, Kosmetikartikeln und Haarspangen, seinen Nähnadeln, Grußkarten, roten Gummiwärmflaschen und Einlaufpumpen ein Freund, ein in sich ruhender, verlässlicher Freund. Und alles Unerfreuliche, das zu Hause vorgefallen sein mochte, alle Beklommenheit, weil seine Frau wieder einmal mitten in der Nacht aus dem Bett aufgestanden und durch das dunkle Haus gewandert war - all das blieb zurück wie ein fernes Ufer, wenn er in der Sicherheit seiner Apotheke herumging. Hinter der Theke, bei seinen Schubladen und Pillenreihen, war Henry ein fröhlicher Mensch. Gut gelaunt ging er ans Telefon, gut gelaunt händigte er Mrs. Merriman ihr Blutdruckmittel aus und dem alten Cliff Mott sein Digitalis, gut gelaunt füllte er das Valium für Rachel Jones ab, die in der Nacht, in der ihr Kind zur Welt kam, von ihrem Mann verlassen worden war. Henry war einer, der zuhörte, und viele Male die Woche sagte er: »Ach je, das tut mir aber leid«, oder: »Ist denn das zu fassen?«
Insgeheim wirkten in ihm noch die Ängste nach, die er als Kind bei den beiden Nervenzusammenbrüchen seiner Mutter ausgestanden hatte - einer Mutter, von der er ansonsten furios umsorgt worden war. Wenn also, was selten vorkam, ein Kunde einen Preis überteuert oder die Qualität einer elastischen Binde oder eines Eisbeutels ungenügend fand, versuchte Henry möglichst rasch zu vermitteln. Viele Jahre hindurch arbeitete Mrs. Granger für ihn; ihr Mann war Hummerfischer, und sie hatte etwas von einer kalten Meeresbrise an sich. Beflissenheit gegenüber verstimmten Kunden war ihr fremd. Er musste, während er seine Rezepte bearbeitete, immer mit halbem Ohr lauschen, ob sie nicht gerade an der Kasse eine Beschwerde abwimmelte. Es war ein ganz ähnliches Gefühl, wie wenn er daheim achtzugeben versuchte, dass Olive, seine Frau, Christopher nicht zu hart anfasste, wenn er bei den Hausaufgaben geschlampt oder sonst eine Pflicht versäumt hatte - diese stetig angespannte Aufmerksamkeit, dieser Drang, alle zufrieden zu wissen. Sobald ihm Mrs. Grangers Stimme schroff vorkam, stieg er herab von seinem Podest an der Rückwand und ging nach vorn, um selbst mit dem Kunden zu reden. Davon abgesehen leistete Mrs. Granger gute Arbeit. Er schätzte an ihr, dass sie nicht geschwätzig war, fehlerfreie Bestandslisten führte und sich kaum krank meldete. Dass sie eines Nachts im Schlaf starb, überraschte ihn und erfüllte ihn mit leisem Schuldbewusstsein, als wäre ihm in all den Jahren Seite an Seite mit ihr das entscheidende Symptom entgangen, das er mit seinen Pillen und Säften und Spritzen vielleicht hätte heilen können.
»Ein Mäuschen«, sagte seine Frau, als er das neue Mädchen einstellte. »Eine richtig graue Maus.«
Denise Thibodeau hatte runde Backen und kleine Äuglein, die durch ihre braun eingefassten Brillengläser spitzten. »Aber eine nette graue Maus«, sagte Henry. »Eine niedliche Maus.«
»Niemand ist niedlich, der sich so miserabel hält«, sagte Olive. Es stimmte, Denises schmale Schultern hingen vornüber, als wollte sie Abbitte für etwas leisten. Sie war zweiundzwanzig und hatte gerade ihren Abschluss an der Staatlichen Universität in Vermont gemacht. Ihr Mann hieß auch Henry, und als Henry Kitteridge Henry Thibodeau kennenlernte, empfand er etwas Strahlendes an ihm, das ihn fesselte. Der junge Mann war kräftig, mit grobknochigem Gesicht und einem Leuchten in den Augen, das seine schlichte, anständige Erscheinung aus der Durchschnittlichkeit heraushob. Er war Klempner und arbeitete im Betrieb seines Onkels. Denise und er waren seit einem Jahr verheiratet.
»Sonst noch Wünsche«, sagte Olive, als er vorschlug, sie sollten das junge Paar zum Essen einladen. Henry ließ das Thema fallen. Dies war die Zeit, als sein Sohn, auch wenn man ihm die Pubertät äußerlich noch nicht ansah, in eine plötzliche, aggressive Muffigkeit verfiel, die die Stimmung im ganzen Haus vergiftete; Olive wirkte genauso verändert und unstet wie Christopher, und die beiden fochten schnelle, wilde Kämpfe aus, die ebenso schnell in eine stumme, enge Vertrautheit umschlagen konnten, während Henry, ratlos und verdutzt, dastand und nichts begriff.
Aber als er sich an einem Spätsommerabend, als die Sonne schon hinter den Fichten unterging, auf dem Parkplatz noch mit den Thibodeaus unterhielt, befiel Henry Kitteridge eine solche Sehnsucht nach der Gesellschaft dieser jungen Leute, die ihn mit einem so zurückhaltenden und doch eifrigen Interesse ansahen, während er von seiner eigenen fernen Studienzeit sprach, dass er sagte: »Ach, übrigens, Olive und ich würden euch demnächst gern zu uns zum Essen einladen.«
Er fuhr heim, vorbei an den hohen Kiefern und der aufblitzenden Bucht, und dachte an die Thibodeaus, die in die entgegengesetzte Richtung fuhren, zu ihrem Trailer am Stadtrand. Er stellte sich das Trailerinnere vor, gemütlich und aufgeräumt - denn Denise hatte eine reinliche Art -, stellte sich vor, wie sie einander von ihrem Tag erzählten.

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