Liebesnähe

Roman

von Hanns-Josef Ortheil

Buch

gebunden (393 Seiten)

Sprache: Deutsch

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Welche Sprache spricht die Liebe?


Ein Mann und eine Frau treffen in einem Hotel im Alpenvorland ein. Sie bemerken einander und tauschen von da an geheime Zeichen aus. Kleine Botschaften, Hinweise auf Lektüren und Musikstücke - und ohne dass sie auch nur ein einziges Wort miteinander wechseln, verwickeln sie sich in das Mysterium der Annäherung und einer ungewöhnlichen Liebe, für die nur die Liebe selber zählt.


»Liebesnähe« ist die Geschichte einer Frau und eines Mannes, die sich zufällig in einem einsam gelegenen Hotel treffen. Vom ersten Augenblick dieser Begegnung an erleben beide eine rasch wachsende Anziehung. Sie sind zu vorsichtig, miteinander zu sprechen und verlegen sich stattdessen auf ein virtuoses Spiel von Zeichen und Andeutungen. Im Hintergrund dieser Annäherung zieht die Besitzerin der Hotelbuchhandlung als geheime Mittlerin ihre eigenen Fäden: Sie »füttert« die beiden Liebenden mit Büchern, die - wie der Liebestrank in »Tristan und Isolde« - eine ganz eigene, magische Wirkung entfalten und aus dem Liebesspiel schließlich ein kaum noch durchschaubares Labyrinth aus Erlebtem, Geträumtem und Gelesenem machen.


»Liebesnähe« ist nach den Romanen »Die große Liebe« (2003) und »Das Verlangen nach Liebe« (2007) der dritte Band einer Trilogie von in sich abgeschlossenen Romanen, in denen es um das Geheimnis der Liebesverständigung geht. »Liebesnähe« greift aber auch die Themen von stummer und sprachlicher Kommunikation in Ortheils letztem Roman »Die Erfindung des Lebens« auf: Erst langsam entdecken die Liebenden die jeweils eigene Sprache der Liebe mit all ihrem unverwechselbarem Vokabular.



Pressestimmen:

"Ein Buch wie ein Traum. Entrückt vom Alltag und entschleunigt von dessen Hektik." Allgemeine Zeitung (Mainz)

Produktdetails

ISBN-10: 3-630-87303-0
EAN: 9783630873039
Erschienen: 12.09.2011
Verlag: Luchterhand Literaturverlag
Einband: gebunden
Sprache(n): Deutsch
Seitenzahl: 393
Länge/Breite: 221mm/147mm
Gewicht: 623 g
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Hanns-Josef Ortheil

Hanns-Josef Ortheil wurde 1951 in Köln geboren. Er ist Schriftsteller, Pianist und Professor für Kreatives Schreiben und Kulturjournalismus an der Universität Hildesheim. Seit vielen Jahren gehört er zu den bedeutendsten deutschen Autoren der Gegenwart. Sein Werk ist mit vielen Preisen ausgezeichnet worden, zuletzt mit dem "Brandenburger Literaturpreis", dem "Thomas-Mann-Preis", dem "Georg-K.-Glaser Preis", dem "Koblenzer Literaturpreis", dem "Nicolas Born-Preis" und jüngst dem "Elisabeth-Langgässer-Literaturpreis". Seine Romane wurden in über zwanzig Sprachen übersetzt.

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Buchhändlertipps

  • Schweigsame Liebe Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv

    von Ute Faserl, am 22.02.2012 aus der Thalia-Buchhandlung in Innsbruck, Wagnersche

    Es ist ein kurzer Weg von der Lektüre guter Bücher zu den Gefühlen und er Seele eines Menschen, wenn er es zulässt!
    Was bringt uns einander näher, wo ist Nähe möglich und wie kann sie entstehen? Wenn es sich dabei um „Liebesnähe“ zwischen einer Frau und einem Mann handelt, jeder mit seiner Vergangenheit ins Jetzt, zur gleichen Zeit am gleichen Ort, um sich vielleicht in einer gemeinsamen Zukunft wieder zu finden. Das Besondere dabei, ihre ersten Begegnungen kommen ohne gesprochene Worte aus, ein behutsames Annähern. Mit einer fast zärtlichen Sprache nimmt diese außergewöhnliche Liebesgeschichte ihren Lauf. Ein Lesen, fein und wohltuend für jeden Freund guter Sprache und menschlicher Nähe.

Kundenrezensionen

  • Eine sinnliche Liebesgeschichte entsteht auf rein nonverbaler Ebene! Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern inaktiv

    von Julia Hambel, am 05.02.2012

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    Hanns-Josef Ortheil entspinnt eine sinnliche Liebesgeschichte, die auf rein nonverbaler Ebene auskommt. Diese so gänzlich andere Art, die Geschichte eines „sich-näher-kommens“ zu erzählen spricht einfach an!
    Ein junger Mann ist auf dem Weg in ein Hotel. Dort möchte er eine gute Freundin besuchen, eine Buchhändlerin, die hier eine kleine Hotelbuchhandlung leitet. Diese Frau bildet den Dreh- und Angelpunkt. Denn auch eine junge Dame ist nur im Hotel, um sie zu besuchen. Dabei wissen die beiden aber nichts vom jeweils anderen. Schon bei der ersten Begegnung aus großer Distanz scheint eine immense Anziehung zwischen ihnen zu bestehen. Es entsteht ein Briefwechsel, später auch in Form von SMS. Obwohl sie sich auch physisch mehrfach treffen, kommen sie gänzlich ohne gesprochene Worte aus. Hinzu kommt der äußerst interessante, künstlerische Ansatz von Jule, der jungen Frau: Sie versucht, das „Kopfkissenbuch einer Hofdame“ in Szene zu setzen. Dies soll in Form von Bild- und Tonsequenzen und auch Fotos geschehen. Hierbei scheint Johannes genau zu verstehen, was sie sich denkt und was sie tun will. Er spielt ihr quasi perfekt zu.
    Sprachlich wundervoll verflochten entführt Ortheil uns in eine Geschichte des Annäherns. Er zeigt uns, wie wesentlich Nähe und wie unwesentlich dabei das gesprochene Wort ist. Seine Schriftsprache bezaubert dabei von Satz zu Satz aufs Neue!

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  • Liebesnähe Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv

    von Anke Hackler, am 27.11.2011

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    Eine etwas andere Liebesgeschichte. Ein Mann und eine Frau treffen sich zufällig in einem Hotel im Voralpenland, beide suchen Ruhe und Abgeschiedenheit. Beide umkreisen einander, senden sich Zeichen und signalisieren Interesse, ohne miteinander zu sprechen.
    Still, poetisch...einfach wunderbar!

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  • Ganz ohne Worte beginnt die Liebe zwischen Johannes und Jule, Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern inaktiv

    von Birgitt Schweren-Wolters, am 03.10.2011

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    obwohl die Sprache doch eigentlich die besondere Begabung des Autors ist. In einem Hotel in den Bergen lernen sie sich kennen, erst nach und nach erfährt der Leser etwas über das Leben der Beiden und über die geheimnisvollen Fäden und Verbindungen, die sie zueinander führen. Sehr spannend auch die Rolle der Buchhändlerin Katharina, die das Liebespaar mit dem berühmten "Kopfkissenbuch einer japanischen Hofdame aus dem 11. Jahrhundert" bekannt macht. All das erschließt sich am Ende meisterlich in einer sehr schönen, anmutigen Choreographie!
    Bravo!

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  • Liebe Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv

    von Ulrike Seine, am 15.09.2011

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    Hanns-Josef Ortheil gehört eindeutig zu meinen Lieblingsschriftstellern. Seine Romane -Die grosse Liebe- und -Das Verlangen nach Liebe- haben mich in der Vergangenheit regelrecht betört und so war ich gespannt auf seinen neuen Roman der Liebe.
    Der Beginn und die Entwicklung einer Beziehung welche völlig ohne Worte auszukommen scheint. Es zählen die kleinen Nuancen, das Spüren und Erspüren des anderen. Kein Buch das mit theatralischen Gefühlen daher kommt, dafür aber umso mehr das Wesentliche spüren und erahnen läßt. Einigen Lesern wird diese Liebesgeschichte merkwürdig erscheinen, sie sollten sich aber trotzdem darauf einlassen, wenn sie sich einmal von etwas Neuem einfangen lassen wollen.

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