Karte und Gebiet

Roman. Ausgezeichnet mit dem Prix Goncourt 2010

von Michel Houellebecq

Buch

Taschenbuch (416 Seiten)

Sprache: Deutsch

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Weitere Artikelinformationen

Michel Houellebecq, Enfant terrible der Literaturszene, hat das Buch geschrieben, das niemand erwartet hätte. ›Karte und Gebiet‹ ist ein großer Wurf: ein doppelbödiges, selbstironisches Vexierspiel, ein gewichtiger Roman, der zugleich wie schwerelos wirkt. Houellebecq erweist sich darin als begnadeter Erzähler, der alle Spekulationen ins Leere laufen lässt. Jed Martin ist Künstler. In seinen ersten Arbeiten stellt er Straßenkarten und Satellitenbilder gegenüber, zum Durchbruch verhelfen ihm jedoch Porträts. Einer der Porträtierten: »Michel Houellebecq, Schriftsteller«. Doch dann geschieht ein grausames Verbrechen: ein Doppelmord, verübt auf so bestialische Weise, dass selbst die hartgesottenen Einsatzkräfte schockiert sind. Die Kunst, das Geld, die Arbeit. Die Liebe, das Leben, der Tod: Davon handelt dieser altmeisterliche Roman, der auch hierzulande bereits als literarische Sensation gefeiert wird. Michel Houellebecqs neustes Werk ist ein vollendeter Geniestreich von überraschender Zartheit. Der einstige Agent provocateur erscheint darin gereift und auf so humorvolle Weise melancholisch wie nie. ›Karte und Gebiet‹ wird nicht nur die Freunde Houellebecqs begeistern, sondern auch manchen seiner Feinde.

Produktdetails

Verkaufsrang: 5.895
ISBN-10: 3-8321-6186-4
EAN: 9783832161866
Originaltitel: La carte et le territoire
Erschienen: 16.02.2012
Verlag: DuMont Buchverlag
Einband: Taschenbuch
Sprache(n): Deutsch
Seitenzahl: 416
Länge/Breite: 190mm/127mm
Gewicht: 407 g
Übersetzer: Uli Wittmann
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Michel Houellebecq

Michel Houellebecq, geb. 1958 in La Réunion, lebt in Irland. Er ist Preisträger des angesehenen Grand Prix des Lettres, des Prix Novembre, des Impac-Preises und des Prix de Flore.

Uli Wittmann

Uli Wittmann, geboren 1948, promovierte in Ethnologie und Literaturwissenschaften. Nach längerer Zeit als Universitätslektor in Paris und Nigeria lebt Uli Wittmann in Paris. Er übersetzte aus dem Englischen und Französischen u. a. Breyten Breytenbach, Ben Okri, Caryl Phillips, Maryse Conde, J. M. G. Le Clezio, Francoise Bouillot und Noelle Chatelet.

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Buchhändlertipps

  • unbedingt lesen Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv

    von Edith Berger, am 26.02.2012 aus der Thalia-Buchhandlung in Graz

    Jed Martin fotografiert Straßenkarten, Satellitenbilder - Landschaftsausschnitte und hat damit ganz passablen Erfolg. Er ist Künstler. Aus einer gutbürgerlichen Familie stammend - lebt er dennoch in einem heruntergekommenen Atelier. Einige Wochen ist er glücklich mit Olga liiert. Als sie ein Jobangebot erhält, das sie nicht ausschlagen kann - ersucht sie Jed mitzukommen. Unentschlossen läßt er sie alleine gehen, bleibt unglücklich in Paris zurück und zerstört in der Folge seine Fotoarbeiten. Er schlägt ein neues Kapitel auf und wendet sich der Malerei zu.
    Porträts genauer gesagt und damit gelingt ihm der Durchbruch.
    Eine Ausstellung seiner nun berühmten und beinahe unbezahlbar teuren Werke ist in Planung. Für ein Vorwort im Ausstellungskatalog versucht er Michel Houellebecq zu gewinnen, der sich überraschenderweise dazu bereit erklärt........
    Unbedingte Leseempfehlung

Kundenrezensionen

  • Leicht enttäuschend Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern inaktiv Bewertungsstern inaktiv

    von einer Kundin/einem Kunden, am 22.02.2013

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    Das Buch ist nicht annährend so packend und interessant wie des Autors bisherige Werke. Eher enttäuschend, aber immer noch ein Houellebecq!

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  • Geschnetzeltes Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern inaktiv

    von Marlene Frerichs, am 18.07.2012

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    Ein "Skandal-Autor" auf neuen Wegen?
    Man liebt ihn oder man hasst ihn, er lässt keinen unberührt.
    Mit dem vorliegenden Roman gibt es nun eine neue Variante Houellebecq: Todesopfer, dessen Ableben nicht natürlich begründet ist. Was mir an diesem Schriftsteller, Musiker etc. (und Agrar-Ingenieur) so gefällt, ist sein großer Wissenshorizont. Wie nebenbei fliessen - in diesem Fall kunsttechnische Vorgehensweisen - Erläuterungen und Informationen mit in eine Geschichte ein. Kenntnisse um die Zusammensetzung von Saharasand oder über die Lebensweise der Bakterien können der Allgemeinbildung durchaus förderlich sein. Als Journalist wäre er bestimmt sehr erfolgreich. Sein Essayband "Die Welt als Supermarkt" enthält viele unterschiedliche Denkanstösse. Vergessen Sie die Elementarteilchen und wagen Sie es !

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  • Peinlich und befremdlich Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern inaktiv Bewertungsstern inaktiv Bewertungsstern inaktiv Bewertungsstern inaktiv

    von Norbert Schelper, am 15.07.2012

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    Die hier geschriebenen Rezensionen befremden mich ("der beste H." ?!!).
    Ich habe mich durch dieses eher peinliche Buch gequält. Wenn wenigstens der Schreibstil für den obskuren Inhalt (und das Ende) entschädigen würde... Aber in diesem minimalistischen Stil könnte das Buch eher von einem Schüler geschrieben sein; andererseits nerven seitenlange Ausführungen über fiktive Künstler und Kunststile u.a. (eklige) Absonderlichkeiten, die immer wieder von der "Handlung" ablenken.
    Kein empfehlenswertes Buch - weder für Freunde guter Literatur und/oder Kunst noch für Frankreichfans. Das restliche "literarische Werk" des Herrn H. möchte ich lieber erst gar nicht kennenlernen. Kleiner Trost & Lesetipp: J. Eugenides: "Die Liebeshandlung".

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  • Houellebecq wie man Ihn liebt Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv

    von Kai Reinhard, am 06.06.2012

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    In dem neuesten Werk von Houellebecq geht es um den Künstler Jed Martin und sein gesamtes Leben. Angenehm überrascht hat es mich, dass auch der Autor selbst eine Rolle in dem Roman spielt. Wie weit dieser geschilderte "Houellebecq" dem Original entspricht, sollte jeder Leser selbst entscheiden. Sehr viel schildert Houellebecq hier Kunst, Architektur, Malerei und die Schriftstellerei aus einer technischen Betrachtungsweise und sein gewohntes doppelbödiges, selbstironisches Vexierspiel fehlt auch in diesem Roman nicht. Er seziert ein Land und dessen Bewohner und das Leben, die Kunst und der Tod werden kartografisch unglaublich gut geschildert. Jeder Houellebecq Fan dürfte an diesem Meisterwerk seine Freude haben.

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  • der beste Houellebecq Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv

    von einer Kundin/einem Kunden, am 03.03.2012

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    Ein wunderbarer Roman. Süffig zu lesen. Eine schöne ironische Geschichte über die Kunstszene und das Leben allgemein, mit schönen Selbstportraits des Autors als Mordopfer. Erstaunlich, dass Houellebeqe immer besser wird. Man darf sich auf seinen nächsten Roman schon freuen.

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  • Heute: Carpaccio à la Houellebecq Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv

    von Christian Oertel, am 18.02.2012

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    "Er brauchte eine Weile, ehe er wusste, was es war...: Er wirkte glücklich."

    Es ist schon schlicht und ergreifend genial! Dem dürftigen Geschmack einer Öffentlichkeit von Millionen zum Trotz, die noch nicht einmal weiß, dass ein Kunstbetrieb existiert, schreibt Michel Houellebecq einen Künstlerroman.

    Jed Martin widmet sein Leben der Kunst. Mit Fotografien von Michelin-Karten gerät er in den Fokus der Feuilletons und Sammler. Nach und nach bringt er es, ohne es wirklich geplant zu haben, zu komfortablem Wohlstand. Eine Ausstellung ist in Vorbereitung. Das Vorwort zum Katalog soll kein geringerer verfassen als Michel Houellebecq.

    Houellebecq zeichnet in KARTE UND GEBIET mit einer breiten Palette von Farben, unter dem Deckmantel des Kunstmarktes, in plastischer Eleganz und absoluter Klarheit einen Gesellschaftsroman. Mit elementarem Sinn für Ästhetik beschreibt er die Welt als eine von gemäßigter Schönheit; ohne jede Magie und von besonderem Interesse. In resignierter, hellsichtiger Melancholie schildert Houellebecq das Leben als eine Folge steiler Abgründe voneinander getrennter Stufen. (So zum Beispiel in den herzergreifenden Gesprächen zwischen Jed Martin und seines, im Sterben begriffenen, Vaters.).
    Im Kontrast zu Houellebecqs bisherigen Romanen, hat Leid und Tod einen höheren Marktwert als Vergnügen und Sex. Und ja, Houellebecq lässt seiner Figur Jed Martin das aufrichtige, gepflegte Glück der Liebe zuteil werden (OHNE einen Escort-Service in Anspruch zu nehmen!).


    Nie, noch nie, war ein Houellebecq so zugänglich, so versöhnlich, so friedlich und so unterhaltsam!

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