Buch
Taschenbuch (477 Seiten)
Sprache: Deutsch
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Keine hat es ihm je so angetan wie diese sinnliche Frau, in deren Armen er schwer verletzt erwacht. Und Talon von den Morriganten, einst heißblütiger Keltenkrieger und heute Beschützer der Schwachen und Unschuldigen, weiß, wovon er spricht! Auch Sunshine Runningwolf ist fasziniert von dem Mann mit den verschlungenen Symbolen auf dem muskulösen Körper. Bald entbrennt eine heiße Leidenschaft zwischen ihnen. Doch auf Talon liegt ein alter Fluch ...
Pressestimmen:
"Spannend, sexy, aufregend! Heiße Serie! Bitte mehr davon!" (Romantic Times)
"Die Leserinnen werden diesen wunderbaren Roman lieben!" (The Best Reviews)
"Sherrilyn Kenyon beglückt uns mit einem feurigen, Herzrasen verursachenden, wahrhaft männlichen Helden!" (Sensual Romance)
| Verkaufsrang: | 7.335 |
|---|---|
| ISBN-10: | 3-442-36688-7 |
| EAN: | 9783442366880 |
| Originaltitel: | Night Embrace (03 Dark Hunter) |
| Erschienen: | 07.04.2008 |
| Verlag: | Blanvalet |
| Einband: | Taschenbuch |
| Sprache(n): | Deutsch |
| Seitenzahl: | 477 |
| Länge/Breite: | 183mm/125mm |
| Gewicht: | 411 g |
| Übersetzer: | Eva Malsch |
| Reihe: | Blanvalet Taschenbücher |
Sherrilyn Kenyon is the NEW YORK TIMES bestselling and award-winning author of several series. She lives with her husband and three sons in Nashville, Tennessee.
von einer Kundin/einem Kunden, am 14.07.2009
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von Blacky, am 13.04.2009
3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
von Ulrike, am 13.03.2009
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von einer Kundin/einem Kunden, am 26.04.2008
2 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
A. D. 558, Glionnan
Immer höher schlugen die Flammen aus dem Dorf empor. Wie gleißende Schlangenzungen leckten sie am samtschwarzen Himmel. Durch das neblige Dunkel wehten Rauchschwaden, die nach Tod und Rache rochen. Dieser Anblick müsste Talon erfreuen. Doch so war es nicht. Nie wieder würde er Freude empfinden. Der bittere Schmerz, der in ihm aufstieg, lastete beklemmend auf seiner Seele und schwächte ihn. Welch ein unerträgliches Leid! Bei diesem Gedanken musste er beinahe lachen ... oder fluchen.
Aye, er verfluchte die überwältigende Qual. Alle Menschen, die ihm auf dieser Welt etwas bedeuteten, hatte er verloren, einen nach dem anderen.
Mit sieben Jahren war er ein Waisenkind geworden, für seine jüngere Schwester verantwortlich. Unfähig, die kleine Ceara und sich selbst zu versorgen, wusste er nicht, wohin er sich wenden sollte. Schließlich kehrte er zu dem Clan zurück, den seine Mutter einst befehligt hatte.
Noch vor seiner Geburt hatte dieser Clan seine Eltern verbannt. Sein Onkel Idiag war erst vor wenigen Monaten zum König gekrönt worden, als Talon sich einen Weg in die große Halle bahnte. Nur widerstrebend nahm der Herrscher die beiden Kinder auf. Doch der Clan akzeptierte sie nicht.
Erst als Talon die Leute dazu zwang. Mochten sie seine Herkunft auch missachten, seine Fechtkunst und sein Temperament rangen ihnen einen gewissen Respekt ab. Sie fürchteten, er würde jeden töten, der ihn beleidigte. Nachdem er zum Mann herangewachsen war, wagte niemand, seine Herkunft zu verspotten und das Andenken oder die Ehre seiner Mutter zu beschmutzen.
Erstaunlich schnell stieg er in der Kriegerhierarchie empor und lernte alles, was er über Waffen, Kampfhandlungen und die Befehlsgewalt wissen musste. Letzten Endes wurde er einstimmig zu Idiags Nachfolger gewählt, und zwar von den Menschen, die ihn einst verhöhnt hatten.
Als designierter Erbe stand Talon an der Seite seines Onkels und schützte ihn, bis sie von einem feindlichen Hinterhalt überrascht wurden.
Selbst verwundet und zutiefst verzweifelt, hielt Talon den sterbenden König im Arm.
»Beschütze meine Gemahlin und Ceara, mein Junge«, flüsterte Idiag vor seinem letzten Atemzug, »damit ich nicht bereuen muss, dass ich dich aufnahm.«
Talon versprach, diesen Wunsch zu erfüllen. Wenige Monate später wurde seine Tante von den Feinden vergewaltigt, ermordet und die geschändete Leiche wilden Tieren zum Fraß vorgeworfen. Ein knappes Jahr danach presste er seine vergötterte Frau Nynia an seine Brust. Auch sie hauchte ihr Leben aus, ließ ihn allein, beraubte ihn ihrer Liebe, ihrer Zärtlichkeit. Sie war seine Welt gewesen, sein Herz, seine Seele. Ohne sie sah er keinen Sinn mehr in seinem Dasein. Ein gebrochener Mann, legte er den tot geborenen Sohn in ihre leblosen Arme und begrub die beiden am Ufer des Lochs, wo er in seiner Kindheit mit Nynia gespielt hatte.
Dann tat er, was seine Mutter und sein Onkel ihn gelehrt hatten. Er war am Leben geblieben, um den Clan zu befehligen.
So gut er es vermochte bezwang er seine Trauer und dachte nur noch an das Wohl des Clans. Zahllose Wunden erduldete er und vergoss genug Blut, um ein tosendes Meer zu füllen. Doch er verteidigte seine Untertanen gegen die Widersacher vom Festland und die nördlichen Sippen, die sein Gebiet zu erobern suchten, und führte sein Volk zu höchstem Ruhm. Nachdem ein Großteil seiner Familie verschieden war, gab er dem Clan alles, was er besaß. Seine Treue, seine Fürsorge. Sogar sein Leben wollte er opfern, um diese Menschen vor den Göttern zu schützen. Doch sie nahmen ihm das Letzte, das er noch liebte. Ceara. Seine kostbare kleine Schwester. Seinen Eltern und seinem Onkel hatte er geschworen, sie zu behüten, um jeden Preis. Ceara mit ihrem goldblonden Haar und den lachenden Bernsteinaugen. So jung, so warmherzig und gütig.
Da seine Clanbrüder die selbstsüchtigen Ambitionen eines gewissen Mannes befriedigen wollten, töteten sie Ceara vor den Augen Talons, der gefesselt am Boden lag, unfähig, die grausige Tat zu verhindern. Bevor sie starb, hörte er, wie sie ihn um Hilfe anflehte. Ihr schriller Schrei gellte noch lange in seinen Ohren.
Sobald die Männer seine Schwester hingerichtet hatten, wandten sie sich zu ihm und beendeten auch sein Leben. Doch der Tod schenkte ihm keine Ruhe, qualvolle Schuldgefühle trieben ihn an, das Unrecht zu rächen, das seine Familie erlitten hatte.
Dieser Rachedurst übertrumpfte alles, sogar den Tod.
»Mögen die Götter euch alle verdammen!«, rief er dem brennenden Dorf zu.
»Die Götter verdammen uns nicht. Mit unseren Worten und Taten verdammen wir uns selbst.«
Verwundert drehte er sich zu der Stimme um, die hinter ihm erklungen war, und sah einen schwarz gekleideten Mann den Hang heraufsteigen - einen Mann, wie er ihn nie zuvor erblickt hatte. Der Nachtwind umwehte den Fremden und blähte seinen langen, fein gesponnenen Umhang. In der linken Hand hielt er einen gebogenen Kriegerstab aus altem, dunklem Eichenholz mit eingeritzten Symbolen und schmückenden Federn an der Spitze, von einer Lederschnur festgebunden.
Mondstrahlen tanzten über sein pechschwarzes, zu drei langen Zöpfen geflochtenes Haar. In den silbrig schimmernden Augen schienen geisterhafte Nebelschleier zu wallen.
Was für unheimliche, beängstigende Augen ...
Nie zuvor hatte Talon, hochgewachsen wie ein Riese, zu jemandem aufschauen müssen. Aber dieser Mann überragte ihn mindestens um Haupteslänge. Erst als er näher kam, stellte sich heraus, dass er nur um wenige Zentimeter größer war und nicht so alt, wie er zunächst gewirkt hatte. Das Gesicht gehörte einem Jüngling auf der Schwelle männlicher Reife.
Dann schaute Talon genauer hin und las in den dunklen Augen die Weisheit aller Zeitalter. Nein, das war kein Jüngling, sondern ein Krieger, der hart gekämpft und viel gesehen hatte.
»Wer bist du?«, fragte Talon.
»Ich bin Acheron Parthenopaeus«, erwiderte der Fremde, »Artemis hat mich zu dir geschickt, um dich auf ein neues Leben vorzubereiten.« Obwohl er Talons keltische Muttersprache fließend beherrschte, schwang ein seltsamer Akzent in seinen Worten mit.
Wie Talon von der griechischen Göttin erfahren hatte, sollte er diesen Mann erwarten, der seit Urzeiten über die Erde wanderte. »Was wirst du mich lehren, Zauberer?«
»Wie du die Daimons besiegen kannst, die unschuldige Menschen angreifen. Wie du dich tagsüber verstecken musst, damit die Sonnenstrahlen dich nicht töten. Wie du sprechen sollst, ohne den Menschen deine Fangzähne zu zeigen. Und alles andere, was du zum Überleben brauchst.«
Von neuem, wildem Schmerz erfasst, lachte Talon bitter, übermäßiges Leid nahm ihm den Atem. Alles, was er ersehnte, war ewige Ruhe. Und seine Familie, die er für immer verloren hatte. Ohne sie wollte er nicht überleben, konnte nicht leben mit dieser Last auf seiner Seele. »Sag mir, Zauberer, kennst du ein Mittel, das mich von meinem Kummer erlösen kann?«
»Aye, Kelte«, antwortete Acheron und starrte ihn durchdringend an. »Ich kann die Qualen so tief in deinem Inneren vergraben, dass sie dich nicht mehr peinigen. Aber lass dich warnen - nichts wird jemals umsonst gewährt, nichts ist von endloser Dauer. Eines Tages wird etwas geschehen, das deine Gefühle und den Schmerz der Vergangenheit wachruft. Alles, was in dir verschüttet war, taucht wieder auf und vernichtet dich - und alle in deiner Nähe.«
Auf diese letzten Worte achtete Talon nicht. Nur eins wünschte er sich: sein gebrochenes Herz nicht mehr zu spüren, mochte es kosten, was es wollte. »Wirst du mich von allen Gefühlen befreien, Zauberer?«
Acheron nickte. »Wenn du meine Anweisungen befolgst.«
»Das werde ich tun. Hoffentlich bist du ein guter Lehrer.«
In der Gegenwart, New Orleans
»Glaub mir, Talon, einen Seelensauger-Daimon kampflos zu töten ist wie Sex ohne Vorspiel. Reine Zeitverschwendung. Langweilig.«
Seufzend hielt Talon das Handy an sein Ohr. Er saß an einem Ecktisch des Café du Monde und wartete auf die Kellnerin, die ihm einen Zichorienkaffee und Beignets bringen würde.