Hitzewelle

Roman

von Anne B. Ragde

Buch

Taschenbuch (317 Seiten)

Sprache: Deutsch

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Weitere Artikelinformationen

Nachdem die junge Torunn ihren Vater Tor tot im Schweinestall gefunden hat, plagen sie schreckliche Schuldgefühle. Denn Tors Selbstmord war ein heftiger Streit vorausgegangen, bei dem sich Torunn geweigert hatte zu versprechen, später einmal Hof Byneset zu übernehmen. Wie konnte ihr Vater das nur von ihr einfordern? Sie hatte ihn doch erst vor kurzem kennengelernt und lebte eigentlich in Oslo. Torunns Onkel bekommen gar nicht mit, wie es ihr geht: Erlend und sein Lebensgefährte Krumme sind voll und ganz von ihrem bevorstehenden Familienglück eingenommen die Schwangerschaft ihrer beiden lesbischen Freundinnen ist geglückt. Und Margido, der eigenwillige Bestattungsunternehmer, der alles für seinen Beruf tun würde, schwebt auf Wolke sieben. Er profitiert von der Hitzewelle die schwer auf dem Land lastet und alte Menschen in Scharen sterben lässt. Zwischen all diesen Ereignissen und den Selbstvorwürfen, die Torunn quälen, distanziert sie sich immer mehr von ihrer Familie und dem Hof. Sie muss endlich eine Entscheidung treffen eine Entscheidung, die nicht nur ihr Leben, sondern das Leben aller Familienmitglieder verändert Das furiose Finale der erfolgreichen Familiensaga.

Produktdetails

Verkaufsrang: 26.388
ISBN-10: 3-442-74161-0
EAN: 9783442741618
Originaltitel: Hvile i gronne enger
Erschienen: 11.10.2010
Verlag: Btb Taschenbuch
Einband: Taschenbuch
Sprache(n): Deutsch
Seitenzahl: 317
Länge/Breite: 187mm/120mm
Gewicht: 300 g
Übersetzer: Gabriele Haefs
Reihe: btb
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Gabriele Haefs

Dr. Gabriele Haefs studierte in Bonn und Hamburg Sprachwissenschaft. Seit 25 Jahren übersetzt sie u.a. aus dem Dänischen, Englischen, Niederländischen und Walisischen. Sie wurde dafür u.a. mit dem Gustav- Heinemann-Friedenspreis und dem Deutschen Jugendliteraturpreis ausgezeichnet, 2008 mit dem Sonderpreis für ihr übersetzerisches Gesamtwerk. 2011 wurde Gabriele Haefs als Königlich Norwegische Ritterin des St.Olavs Ordens in der Norwegischen Botschaft in Berlin ausgezeichnet u.a. für ihre Übersetzungen, für die Vermittlung von norwegischen Büchern nach Deutschland sowie für das Knüpfen von Kontakten im Kulturbereich ganz allgemein.

Anne B. Ragde

Anne B. Ragde, geboren 1957 im westnorwegischen Hardanger, wohnt noch heute in dieser Stadt. Die erfolgreiche und beliebte Kinder- und Jugendbuchautorin legte 1992 in ihrer Heimat einen ersten Band mit Kriminalerzählungen vor, der von der norwegischen Kritik enthusiastisch gefeiert wurde.

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Buchhändlertipps

  • Super Abschluss der Neshov-Saga Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv

    von Nina Oberngruber, am 30.04.2013 aus der Thalia-Buchhandlung in Linz

    Richtig traurig war ich als ich mich endlich dem dritten Teil der Neshov-Familiensaga widmen konnte. Denn dies ist der letzte Band über diese eigenartige Familie, die ich beim Lesen der ersten beiden Romane so ins Herz geschlossen habe. Und weil "Hitzewelle" genauso fesselt wie die Vorgänger, war das Lesevergnügen zwar groß, aber viel zu schnell vorbei. Das Ende ist vielleicht nicht nach jedermanns Geschmack, meinen hat es aber ziemlich gut getroffen. Von solchen Geschichten möchte ich noch viel mehr lesen!
  • Der letze Band Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern inaktiv Bewertungsstern inaktiv

    von Martina Peturnig, am 09.01.2011 aus der Thalia-Buchhandlung in Vöcklabruck

    Nach Tors Selbstmord führt nun Torunn die sich für den Tod des Vaters verantworlich fühlt den Schweinezüchterhof. Magido organisiert Ihr einen Betriebshelfer der versucht sich Ihr ein wenig zu nähern. Das ignoriert Sie aber. Die Onkel merken nicht daß Ihr die ganze Situation über den Kopf wächst. Torunn verschwindet und kehrt in Ihr altes Leben zurück. Mit dem Schluß bin ich nicht zufrieden, leider kein Happy End!!!
  • Teil 3 Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern inaktiv

    von Doris Oberauer, am 11.12.2010 aus der Thalia-Buchhandlung in Grieskirchen

    Nach "Das Lügenhaus" und "Einsiedlerkrebse" der dritte Teil der skurillen Familiensaga.
    Im Vodergrund steht Tors Tochter.Sie findet ihren Vater tot im Schweinestall. Ein Selbstmord mit Folgen...
    Unbedingt die vorigen Bände lesen!
  • "Große norwegische Erzählerin" Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv

    von Helene Oberleitner, am 25.10.2010 aus der Thalia-Buchhandlung in Wels

    Die Freude über Band drei ist groß, nach "Lügenhaus" und "Einsiedlerkrebse" nun endlich das Finale der norwegischen Familiensaga. Torunn arbeitet am Bauernhof ihres Vaters, fühlt sich immer noch für dessen Tod verantwortlich und kann sich nicht entscheiden, wie es mit dem Hof weitergehen soll. Ihr Onkel Erlund schwelgt in väterlichen Vorfreuden und Margido, der Bestattungsunternehmer wird vom Eremiten fast zum Menschenfreund. Wunderbar erzählt, viel Witz und Charme machen diese Trilogie zu einem wahren Lesefest.

  • Der dritte Teil von Familie Neshov!!! Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv

    von Nicole Thannesberger, am 23.10.2010 aus der Thalia-Buchhandlung in Wels, max.center

    Ich bin ein Fan von der Familie Neshov und konnte bei den voherigen zwei Romanen nicht zu lesen aufhören und beim letzten genauso wenig. Nach Tors Selbstmord übernimmt Torunn als Anerbin den Hof. Erlet und Krumme planen die Silos als Ferienhaus umzubauen und Margido hat endlich seine Sauna. Wieder einfach toll zum lesen und immer noch hoffe ich auf eine Fortsetzung!!

Kundenrezensionen

  • Und nun soll alles schon zu Ende sein? Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv

    von MissRichardParker, am 10.12.2012

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    Das habe ich mich gefragt nachdem ich alle 3 Romane der Familientriologie gelesen habe.
    Denn man möchte immer weiterlesen und wissen wie es weitergeht.
    Von dieser unterhaltsamen, spannenden und sehr gut geschriebenen Familiengeschichte konnte ich nicht genug bekommen und bin sehr angetan vom Schreibstil der ganzen Reihe!
    Lassen Sie sich dieses Lesevergnügen nicht entgehen!

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  • Leider geht alles mal zu Ende ... Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv

    von Maja Günther, am 31.10.2011

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    Nachdem die größten Erschütterungen vorbei zu sein scheinen, kehren die Brüder Neshov in ihre Leben zurück, bringen Veränderungen hervor, finden neue Haltepunkte - merken jedoch nicht, dass sie wieder in alte Verhaltensmuster abgleiten... Bis zum finalen Ausbruch der Nichte, deren Leben in dieser "merkwürdigen" Familie einen extrem gefangennimmt - und man sich das Beste für sie erhofft...
    Ich hoffe ja immer noch, dass es einen vierten Teil irgendwann einmal geben wird - denn die Figuren sind mir so ans Herz gewachsen, ich mochte sie schütteln, mit ihnen lachen, weinen, schreien und träumen.

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  • Super Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern inaktiv

    von einer Kundin/einem Kunden, am 16.07.2011

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    Und noch ein tolles Buch über das Leben und Leiden auf dem Hof Byneset - und es gibt wirklich keinen
    vierten Band?! Schade!

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  • Schade Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv

    von Brigitte Bouman-Mengering, am 25.01.2011

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    Die Ereignisse auf dem Hof spitzen sich zu. Alle möchten ihre Idee von Leben verwirklichen,ohne auf das große Netzwerk zu achten,das sich in der Zeit nach dem Tod der Mutter aufgetan hat.Während Erlend und sein Partner Krumme,Margido und selbst der Großvater eigene Wege gehen und ihrem Leben eine Wende geben können,muss Torunn eine schwere Entscheidung treffen.Ob es die richtige ist,bleibt abzuwarten.Möglicherweise gibt es doch noch einen vierten Teil??? Ein kleiner Tipp zum Schluss noch:Bitte unbedingt alle drei Teile gleichzeitig besitzen.Denn man kann nur sehr schwer aufhören,in diese Geschichte einzutauchen.

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  • Ende einer Trilogie Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern inaktiv Bewertungsstern inaktiv

    von Maria Leisibach-Schmid, am 19.10.2010

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    Ich hatte mich sehr auf das Erscheinen des Endbandes der Trilogie gefreut. Nun muss ich sagen, dass mich Hitzewelle (der Band spielt in einem extrem heissen Sommer) nicht vollständig überzeugt hat.

    Ragde schreibt süffig im altbekannten Stil. Angenehme Sommergefühle werden geschildert und nicht zu sehr breit getreten. Neues wird eingeführt und das was wir als Leser schon wissen nur kurz angeschnitten.

    Allen, die unbedingt wissen möchten wie es mit Torunn, Kai Roger, Margido, Erlend und Co. weiter geht, denen sei das Buch empfohlen, denn die Schreibe bleibt dieselbe. Nur das Ende ist mein Problem. Ansonsten würde ich den "erst-Lügenhaus-gelesen-habenden" empfehlen, an dieser Stelle aufzuhören und im Kopf die Gedanken weiterspinnen zu lassen.

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  • Leider das Ende der fantastischen Trondheim-Trilogie Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv

    von Monika Fuchs, am 13.10.2010

    1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.

    Alle Leser, die die Familie Neshov so richtig ins Herz geschlossen haben, müssen jetzt ganz tapfer sein, denn mit diesem Band endet die Trondheim-Trilogie. Nachdem im ersten Band „Das Lügenhaus“ die 80jährige Mutter von Tor (Schweinebauer), Margido (Bestattungsunternehmer) und Erlend (Schaufensterdekorateur) gestorben ist und im zweiten Teil (Einsiedlerkrebse) auch noch Tor durch Selbstmord weggefallen ist, lastet nun im dritten Band der heruntergekommene Hof Byneset auf Torunns (Tochter von Tor) Schultern.

    Eigentlich hatte die siebenunddreißigjährige Torunn sich ihr Leben ganz anders vorgestellt. Ihren Vater hat sie erst spät im Leben kennengelernt, eine tiefe emotionale Beziehung konnte daraus nicht mehr erwachsen. Als er nun Selbstmord begangen hat, geht die ganze Familie Neshov davon aus, dass sie den Hof weiterführen wird. Dies ist für sie die einfachste und praktischste Lösung. Da Torunn unter extremen Schuldgefühlen wegen des Selbstmordes leidet, übernimmt sie diese Aufgabe erst Mal. Nach ihren Plänen und Wünschen wird sie gar nicht erst gefragt, dabei hat sie eine Teilhaberschaft an einer Tierarztpraxis in Oslo. Während Margido sich weiterhin um sein Unternehmen kümmert, hilft er seiner Nichte nicht wirklich bei ihren Problemen, schließt sie aber immerhin in seine Gebete ein. Auch der schwule Erlend widmet sich mit seinem Lebensgefährten Krumme lieber weiterhin dem süßen Leben in Kopenhagen und plant die Zukunft der kleinen entstehenden Familie, statt seiner Nichte wirklich und nicht nur materiell zur Seite zu stehen. Aber die Vogel-Strauß-Politik der Brüder rächt sich, denn auch Torunn erreicht irgendwann ihre Leidensgrenze.

    Der dritte und abschließende Band dieser Trilogie von Anne B. Ragde hat es wieder in sich. Diese Familie ist wirklich außergewöhnlich. Eigentlich können einem die einzelnen Mitglieder nur leidtun, denn sie sind nicht wirklich überlebensfähig. Die verstorbene Mutter hat eine ganze Menge zu verantworten, denn sowohl Tor als auch Margido sind völlig einsame, in sich selbst gefangene Menschen, die es einfach nicht gelernt haben mit Emotionen umzugehen. Tor hat sich zu seinen Schweinen geflüchtet und Margido in den Glauben. Erlend, da er anders ist, hat sich für einen anderen aber ebenso egoistischen Weg entschieden. Er versucht nichts an sich herankommen zu lassen und will nur die schönen Seiten des Lebens genießen. Leider geht ihr Lebenskonzept aber nicht auf. Vielleicht schiebt die Autorin ja noch irgendwann einen Folgeband nach, in dem sie uns mitteilt, wie das Leben dieser Familie weitergeht. Mich würde es auf jeden Fall interessieren, für welche Zukunftsperspektive sich Torunn entscheidet und ob die moderne Familie um Erlend und Krumme dem Alltag Stand hält. Ich könnte noch ewig über diese Familie weiterlesen, denn trotz all ihrer Macken habe ich sie wirklich ins Herz geschlossen und mit ihnen mitgelitten.

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  • Dritter Band von "Das Lügenhaus" und "Einsiedlerkrebse" Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv

    von Rosemarie Hausenblas, am 08.09.2010

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    Wie soll es weitergehen auf dem Hof der Familie Neshow?

    Torunn hat sich der Versorgung des Hofes angenommen, nachdem sie ihren Vater tot im Stall aufgefunden hat. Verzweiflung hatte ihn in den Selbstmord getrieben.
    Nun macht sie sich schwere Selbstvorwürfe, denn sie haben sich vorher über die
    Zukunft des Anwesens heftig gestritten.
    Mittlerweile ist es Sommer und eine Hitzewelle liegt über dem Land.
    Ihre Onkels Margido und Erlend sind zunehmend mit ihren eigenen Angelegenheiten beschäftigt, und ihr keine große Hilfe.
    Selbst Ihre Mutter geht ihr auch nur noch auf die Nerven.
    Die Situation verlangt aber unbedingt eine Entscheidung von ihr.
    Und so geht Torunn zunehmend auf Distanz zu einer Familie, die sie vor kurzem erst kennen gelernt hat.

    Die Geschichte ist so realistisch erzählt, ohne jeden klischeehaften Schnickschnack
    und hat mich gefesselt wie ein Krimi.

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Sie stand mitten auf dem Hofplatz, als er angefahren kam. Mit hängenden Armen stand sie dort und sah, wie er an der üblichen Stelle hielt, zwischen Scheune und Holzschuppen. Schon während er ausstieg, rief er: "Sorry, hab mich ein bisschen verspätet. Gestern Abend war wirklich nett!" Sie lauschte seinen Worten, sah die Umrisse seines Körpers, seine Bewegungen in dem schmutzig grauen Morgenlicht. Aber vor allem sah sie, dass er auf sie zukam, und das war gut so, denn sie fiel, es ging um Sekunden. "Kai ..." "Bin unterwegs!", rief er. "Kai Roger." Plötzlich hatte er in ihrer Stimme etwas gehört, vielleicht ein Schluchzen, die Art, wie sie atmete, er wusste es nicht, aber er erstarrte für einen kurzen Moment, dann war er bei ihr, mit einem Sprung. "Was ist los?" "Mein Vater. Er .... "ich habe ihn in den Mittelgang gezogen und in einen Koben geschlossen, weg von Siri." "Aber was hat ..." "Er hat es selbst getan. Seine Tabletten lagen da. Die Tabletten, die er für sein Bein bekommen hatte. Und einige Bierflaschen, glaube ich. Ich konnte nicht richtig ... Er ist jedenfalls tot. Und Siri hat .... "Ich weiß nicht .... "Seine Nase und einige Finger ..." Er nahm sie in den Arm. "Ach herrje!, Torunn." Sie spürte das Gewicht seiner Arme, schloss die Augen und dachte daran, wie schwer die Knöchel ihres Vaters in ihren Händen gewesen waren, wie der eine Stiefel auf den Boden geglitten war, als sie ihn an den Füßen gezogen hatte - und Siris erregter Blick, das um ihre Schnauze erstarrte Blut, das Geschrei der übrigen Schweine. "Es ist meine Schuld", sagte sie. "Torunn!" "Er hat sich selbst aufgegeben. Und das ist meine Schuld." Kai Roger löste seine Umarmung, festigte aber gleichzeitig seinen Griff um ihre Schultern und schob sie von sich fort. "Sieh mich an." "Nein." "Dann hör mir wenigstens zu. Ich gehe jetzt in den Stall und bringe ihn in die Waschküche." Weinte sie? Torunn wusste es selbst nicht. Sie stand da und versuchte festzustellen, ob sie ihre eigenen Tränen spürte, aber sie spürte nichts. Eigene Tränen haben einen ganz besonderen Geruch. Doch sie konnte nur Bilder wahrnehmen - dunkles Blut vor baumelnden Riesenohren, der verschlissene Kragen seines Flanellhemdes, aus dem kleine zottige Fäden heraushingen, seine graue, von einer Wollsocke bedeckte Ferse, die auf uringetränktes Stroh fiel, als der Stiefel von seinem Fuß glitt, an dem sie gezogen hatte, seine blutunterlaufenen Augenhöhlen, sein Nasenrücken ... und dort das Loch. "Lauf in die Küche und ruf Margido an, ich kümmere mich um den Stall." "Das kann ich nicht." "Du musst. Du rufst Margido an, und ich übernehme den Stall." "Du übernimmst den Stall?", fragte sie. Den Stall übernehmen. Das klang seltsam. "Ja, jemand muss den Stall übernehmen. Egal wie. Die Schweine müssen gefüttert werden, die kapieren doch nichts. Sie müssen auf jeden Fall versorgt werden." "Ich kann das nicht", flüsterte sie. Wieder legte er seine Arme um sie, zog sie bestimmt zu sich heran und hauchte in ihre Haare. "Ich kann das nicht." "Doch", sagte er. "Und ich helfe dir dabei. Ich helfe dir, Torunn." Über seine Schulter hinweg sah sie zum Küchenfenster hinüber, dem Küchenfenster auf Neshov. Hier stand sie nun, und er war tot. "Geh jetzt ins Haus. Ruf an. Und koch Kaffee. Den werde ich danach brauchen, wir werden beide danach einen brauchen." "Siri muss geschlachtet werden. Noch heute", sagte sie. "Es ist nicht die Schuld der Sau. Schweine, die ." "Sie wird geschlachtet. UND ES IST MEINE SCHULD!" Kai Roger schob sie mit ausgestreckten Armen von sich weg und packte sie abermals kräftig an den Schultern. "So darfst du nicht denken." "ABER ES IST SO!" Torunn fühlte, wie einfach alles in ihr zusammenbrach, sie verspürte ein so gewaltiges Weinen, dass sie glaubte, sich übergeben zu müssen.

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