Buch
Taschenbuch (378 Seiten)
Sprache: Deutsch
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Romane mit »Biss« liegen voll im Trend!
Bride McTierney hat nach dem letzten Liebesflop erst einmal genug von Männern. Doch dann tritt Vane in ihr Leben. Solch einem umwerfenden Mann ist sie noch nie begegnet. Was sie nicht ahnt: Vane ist nicht direkt menschlich - Vane ist ein Werwolf! Doch beide sind voneinander angezogen, verbringen eine leidenschaftliche Nacht miteinander. Allerdings muss Vane Bride erst noch beibringen, was er wirklich ist. Und dafür hat er nur drei Wochen Zeit, sonst muss er sein restliches unsterbliches Leben abstinent bleiben. Doch wie soll ein Werwolf eine Menschenfrau dazu bringen, ihm zu vertrauen?
Pressestimmen:
"Sherrilyn Kenyons Dark-Hunter-Reihe verändert den Vampirroman komplett. Viel düsterer, jünger, trendiger und besser als alles je Dagewesene!" PUBLISHERS WEEKLY
| Verkaufsrang: | 16.421 |
|---|---|
| ISBN-10: | 3-442-37230-5 |
| EAN: | 9783442372300 |
| Originaltitel: | Night Play (06 Dark Hunter) |
| Erschienen: | 07.12.2009 |
| Verlag: | Blanvalet |
| Einband: | Taschenbuch |
| Sprache(n): | Deutsch |
| Seitenzahl: | 378 |
| Länge/Breite: | 183mm/125mm |
| Gewicht: | 330 g |
| Übersetzer: | Eva Malsch |
| Reihe: | Blanvalet Taschenbücher |
Sherrilyn Kenyon is the NEW YORK TIMES bestselling and award-winning author of several series. She lives with her husband and three sons in Nashville, Tennessee.
von einer Kundin/einem Kunden, am 05.07.2010
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von Blacky, am 11.03.2010
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von Ulrike, am 06.01.2010
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von einer Kundin/einem Kunden, am 17.08.2009
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New Orleans,
in der Nacht des Mardi Gras, 2003
"Tut mir leid, Vane. Dass wir auf diese Weise getötet werden, wollte ich nicht, das schwöre ich."
Als Vane Kattalakis sich aufzurichten versuchte und wieder nach unten fiel, knirschte er mit den Zähnen. Seine Arme schmerzten vom Gewicht zweihundert Pfund schwerer sehniger Muskeln, das nur an seinen Handgelenken hing.
Jedes Mal, wenn er nahe daran war, seinen Körper über seinen Kopf emporzuschwingen, fing sein Bruder zu reden an, störte ihn in seiner Konzentration, und er sank wieder hinab. Er holte tief Luft und ignorierte die Qualen in seinen Handgelenken. "Keine Bange, Fang, ich hole uns hier raus."
Zumindest hoffte er das.
Fang hörte nicht zu. Stattdessen entschuldigte er sich in einem fort für die Todesursache.
Erneut stemmte Vane sich gegen das schneidende Seil, das seine Hände über dem Kopf zusammenband. Bedrohlich hing er an einem dünnen Zypressenast, über dem dunkelsten, grausigsten Sumpf, den er je gesehen hatte. Was am schlimmsten sein mochte, wusste er nicht, der Verlust seiner Hände oder seines Lebens oder ein Sturz in dieses widerwärtige, von Alligatoren bevölkerte Schlammloch.
Also wirklich, dachte er, lieber sterbe ich, ehe ich in diesem stinkenden Schleim untergehe. Sogar in der Finsternis des Louisiana-Bayous erkannte er, wie eklig das wäre. Wenn jemand hier draußen im Sumpf leben wollte, konnte irgendwas nicht mit ihm stimmen. Wenigstens fand er jetzt bestätigt, dass Talon von den Morrigantes ein Volltrottel war.
Auf der anderen Seite des Baums hing sein Bruder Fang an einem ebenso dünnen Ast, sie baumelten beide gespenstisch inmitten des Sumpfgases, über Schlangen, Insekten und Krokodilen.
Bei jeder Bewegung schnitt das metallene Seil schmerzhafter in das Fleisch seiner Handgelenke. Wenn er Fang und sich selbst nicht bald befreite, würde es seine Sehnen und Knochen durchtrennen, die Hände abschneiden.
Dies war die Timoria, die Strafe, weil Vane die Frau Talons beschützt hatte. Wegen seines Wagnisses, den Dark Huntern zu helfen, waren die seelenlosen Daimons über sein Katagaria-Wolfsrudel hergefallen und hatten seine geliebte Schwester niedergemetzelt.
Da die Katagaria Tiere waren, folgten sie - obwohl sie menschliche Gestalt annehmen konnten - einem grundlegenden Naturgesetz: Sie töteten oder sie wurden getötet. Wer das Rudel bedrohte, musste sterben.
Dann war Vane, der die Daimon-Attacke heraufbeschworen hatte, zur Strafe zusammengeschlagen, für tot gehalten und im Sumpf zurückgelassen worden. Fang leistete ihm nur Gesellschaft, weil der Vater beide Söhne seit ihrer Geburt gehasst und den Tag gefürchtet hatte, an dem die pubertären Hormone ihre übernatürlichen Kräfte freisetzen würden. Noch intensiver hasste er sie wegen der Tat, die er ihrer Mutter verübelte.
Nun hatte er beglückt die einzigartige Gelegenheit genutzt, seine Söhne loszuwerden, ohne dass ihn das Rudel zum Tod verurteilen würde. Dies sollte sein letzter Fehler gewesen sein. Zumindest, wenn es Vane gelang, Fangs Arsch und seinen eigenen unbeschadet aus dem verdammten Sumpf zu retten.
Beide zeigten sich in menschlicher Gestalt, gefangen von dünnen silbernen Metriazo-Halsbändern, die ionische Impulse in ihre Körper sandten. Infolge dieser Halsbänder behielten sie die Menschengestalt bei. Aus irgendwelchen Gründen glaubten ihre Gegner, dadurch würden sie geschwächt. Auf Fang traf das zu. Auf Vane nicht.
Trotzdem beeinträchtigte das Halsband seine magische Macht, seine Fähigkeit, die Natur zu manipulieren. Und das ärgerte ihn ganz gewaltig.
Genau wie Fang trug er nur blutbefleckte Jeans. Sein Hemd war vor der Prügelstrafe zerfetzt worden, die Stiefel hatte die Mörderbande aus reiner Bosheit von seinen Beinen gezerrt. Natürlich erwartete niemand, dass die Brüder am Leben bleiben würden. Die Halsbänder ließen sich nur mittels magischer Effekte entfernen, die sie nicht nutzen konnten, solange sie die Dinger trugen. Selbst wenn sie durch irgendein Wunder noch von der Zypresse herunterkamen, wurden sie bereits von mehreren Alligatoren erwartet, die Blut rochen und sich auf eine schmackhafte Wolfsmahlzeit freuten.
"O Mann", jammerte Fang irritiert, "Fury hatte recht. Niemals dürfte man jemandem trauen, der fünf Tage lang blutet und nicht stirbt. Hätte ich bloß auf dich gehört! Du hast mir erklärt, Petra sei ein Biest, das sich von allen Wölfen bespringen lässt. Aber habe ich drauf gehört? Nein. Jetzt schau uns an. Wenn ich hier rauskomme, ich schwöre dir, dann bringe ich sie um."
"Fang!", fauchte Vane, während er versuchte, ein paar Kräfte an den qualvollen Elektroschocks des Halsbands vorbeizuschmuggeln. "Würdest du deinen Rachefeldzug verschieben, damit ich mich konzentrieren kann? Sonst hängen wir für die restliche Ewigkeit an diesem verdammten Baum."
"Nicht für alle Ewigkeit. Nur mehr eine halbe Stunde, bis die Seile unsere Hände abschneiden. Da wir gerade davon reden - meine Handgelenke tun ziemlich weh. Wie ist's mit deinen?" Fang wartete, während Vane tief Atem holte und eine Lockerung der Fessel spürte.
Dann hörte er den Ast knacken. Klopfenden Herzens spähte er nach unten und sah einen riesigen Alligator, der ihn aus düsteren Tiefen anstarrte. Wenn er wenigstens für drei Sekunden seine Macht besäße, um das gierige Monster zu verbrennen ...
Von dieser Gefahr schien Fang nichts zu merken. "Ich schwöre, nie wieder werde ich sagen, du sollst mich in den Arsch beißen. Wenn du mir nächstes Mal was erklärst, werde ich auf dich hören, besonders, wenn's um eine Frau geht."
"Würdest du auf mich hören, wenn ich dir befehle, die Klappe zu halten?", knurrte Vane.
"Ja, ja, ich bin ja schon still. Oh, ich hasse diese Menschengestalt. Die nervt! Keine Ahnung, wie du das erträgst."
"Fang!"
"Was?"
Vane verdrehte die Augen. Völlig sinnlos. Wenn sein Bruder menschliche Gestalt annahm, war sein Mund der einzige Körperteil, der sich bewegte. Hätte das Rudel ihn bloß geknebelt, bevor er aufgeknüpft worden war.
"Weißt du, in Wolfsgestalt könnten wir einfach unsere Pfoten abnagen. Aber dann würden wir keine Halsbänder tragen und ."
"Halt den Rand!", zischte Vane.
"Kriegt man jemals wieder ein Gefühl in die Hände, wenn sie abgestorben sind? Den Wölfen passiert so was nicht. Nur den Menschen, nicht wahr?"
Resigniert senkte Vane die Lider. Also würde sein Leben in dieser Weise enden. Nicht in einem glorreichen Kampf gegen einen Feind oder seinen Vater. Nicht im friedlichen Schlaf. Nein, das Letzte, was er auf dieser Welt hören würde, war Fangs Genörgel.