Einfache Gewitter

Einfache Gewitter

Roman

von William Boyd

Buch

Taschenbuch (444 Seiten)

Sprache: Deutsch

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Weitere Artikelinformationen

Eine scheinbar unbedeutende Entscheidung, und nichts ist mehr, wie es einmal war - in einer Millisekunde entgleitet ein ganzes Leben. Virtuos erzählt William Boyd davon, was es heißt, alles zu verlieren - und neue Wege zu beschreiten. Ein Roman so packend und so mitreißend wie Ruhelos, mit dem Boyd vor drei Jahren das deutsche Lesepublikum eroberte (über 100 000 verkaufte Exemplare). Ein Mann. Eine Zufallsbekanntschaft. Ein Aktenordner. Ein Toter. Von einer Sekunde auf die andere muss Adam Kindred, angesehener Klimatologe auf Durchreise in London, untertauchen. Jeder Weg zu seinem früheren Leben ist versperrt. Kontakt zur Familie nicht möglich, Kreditkarte und Mobiltelefon nicht zu benutzen, das Hotelzimmer außer Reichweite. Nur Stunden zuvor hatte er in einem kleinen italienischen Restaurant in Chelsea Philip Wang kennengelernt, Chef-Entwickler des Pharmakonzerns Calenture-Deutz. Als er ihn wenig später in seinem Apartment aufsucht, um einen vergessenen Ordner vorbeizubringen, findet er einen sterbenden Mann vor. In Panik flieht Adam, alle Indizien weisen auf ihn. Er versteckt sich auf Brachland nahe der Themse und muss nun, wie tausend andere in London, im Untergrund, im Verborgenen leben. Schnell hofft er, seine Unschuld zu beweisen, doch ahnt er nicht, welchen Mächten er gegenübersteht. William Boyd erzählt die Geschichte eines Mannes, dem der Boden unter den Füßen weggezogen wird. Er erzählt, welche Kräfte jemand entwickelt, dem alles genommen ist, und welch unerwartete Wege sich in düsterer Stunde auftun. Ein Roman über die Zerbrechlichkeit unserer Identität, in dem Boyd einmal mehr sein großes Können entfaltet. Und wie bei Ruhelos fasziniert er auch hier durch glänzend recherchierte Hintergründe, Glaubwürdigkeit und ein hohes Maß an Authentizität.

Produktdetails

Verkaufsrang: 20.427
ISBN-10: 3-8333-0701-3
EAN: 9783833307010
Originaltitel: Ordinary Thunderstorms
Erschienen: Oktober 2010
Verlag: Berliner Taschenbuch Verlag
Einband: Taschenbuch
Sprache(n): Deutsch
Seitenzahl: 444
Gewicht: 310 g
Übersetzer: Chris Hirte
Reihe: Berliner Taschenbuch
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William Boyd

William Boyd, 1952 in Ghana geboren, gehört zu den über - ragenden europäischen Erzählern der Gegenwart. Er schreibt Romane, Kurz - geschichten und Drehbücher und wurde vielfach ausge - zeichnet, zuletzt für seinen Roman Ruhelos (BV 2007, BvT 2008) mit dem Costa Novel Award. Außerdem erschienen im Berlin Verlag Das Schick sal der Nathalie X (2007, BvT 2009) sowie Brazzaville Beach (BvT 2007), Unser Mann in Afrika (BvT 2008), Eines Menschen Herz (BvT 2008) und Die blaue Stunde (BvT 2009). William Boyd lebt mit seiner Frau in London und Südfrankreich.

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Buchhändlertipps

  • stormy weather

    von Petra Brandl, am 29.10.2010 aus der Thalia-Buchhandlung in Wien

    Wer die ersten Seiten dieses Buch liest und mit Entsetzen zur Kenntnis nehmen muss, welche unverzeihlichen Fehler der Protagonist Adam Kindred in einer sehr prekären Situation in seinem Leben begeht, weiß mit Sicherheit, dass er auch zur letzten Seite des Buches gelangen wird.
    Ian McEwan Fans aufgepasst: Das Motto des Starautors „Ein Tag, der ihr Leben verändern wird“ hat William Boyd auf meisterhafte Art und Weise umgesetzt und in einen brillant und mitreißend geschriebenen Thriller verpackt.
    Der Wissenschafter Kindred wird Zeuge eines Mordes und macht sich durch seine ungeschickte Art auch selbst verdächtig. Von der Polizei und dem tatsächlichen Mörder gejagt, muss Kindred in die „soziale Unterwelt“ von London abtauchen.
    Er erlebt einen Neubeginn ganz unten, eine Neu-Orientierung in der Welt der Zu-Kurz-Gekommenen, der sozialen Randfiguren in der reichen Finanzmetropole.
    Kindred kann und wird sich auch in dieser Welt behaupten; wie ihm dies gelingt und welche Menschen seinen Weg in ein neues Leben kreuzen, all dies bedeutet reines und ungetrübtes Lesevergnügen!

Kundenrezensionen

  • Sozialkritisch und spannend Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern inaktiv Bewertungsstern inaktiv

    von einer Kundin/einem Kunden, am 29.04.2012

    0 von 0 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.

    Für mich ist es ein Gesellschaftsroman mit Kriminalmotiv. Gleich am Anfang des Buches wird ein Wissenschaftler ermordet und ein unschuldiger Klimatologe des Mordes beschuldigt. Adam Kindred muß sich verstecken und wie ein Höllenmensch leben. Boyd thematisiert das anonyme Leben in einer Großstadt, Obdachlosigkeit, Migrantenleben und Sekten. Seine Figuren repräsentieren mehrere Gesellschaftsschichten von einem Pharmakonzerninhaber über ehemalige Soldaten, bis zur Migranten, die illegal in einem Land leben.
    Das Buch hat offenes Ende, was mich bißchen enttäuschte, denn ich hoffte auf genauere Klärung der Vorfälle.

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  • Großartig Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv

    von Christian Schumacher, am 18.03.2012

    0 von 0 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.

    Einfache Gewitter gehört zu den besten und spannendsten Roman die ich bisher gelesen habe. Nach 10 Seiten war ich als Leser so sehr mit der Geschichte von Adam Kindred - der fälschlicher Weise unter Mordverdacht gerät und eine neue Identität annehmen muss - verbunden, dass ich nicht mehr aufhören konnte zu lesen.

    Ein literarischer Krimi der Extraklasse!

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  • Guter Krimi mit kleinen Schwächen Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern inaktiv

    von J.G., am 23.01.2011

    0 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.

    Ähnlich zu „Ruhelos“ von William Boyd geht es auch in diesem Roman um die bewusste, wenn auch nicht gewollte, Identitätsaufgabe einer Romanfigur.
    Adam Kindred, Klimatologe, zieht aufgrund seiner geänderten Lebensbedingungen nach London. Am Tag eines Vorstellungsgespräches trifft er in einem italienischen Restaurant auf den Immunologen, Phillip Wang, der wichtige Unterlagen bei Adam lässt. Der pflichtbewusste Adam will Phillip Wang die Unterlagen in seine Wohnung bringen und findet diesen erstochen vor. Zu allem Unglück sind nun Adams Fingerabdrücke in Wangs Wohnung zu finden. Als Adam den Mörder von Wang in dessen Wohnung eintreten hört, beginnt die Flucht in den Untergrund. Denn nicht nur die Polizei ist hinter Adam her, sondern auch der Mörder von Wang. Von ganz „unten“ schafft es Adam sich eine neue Identität aufzubauen, mit neuem Namen, neuen Personalausweis, Kreditkarte, Wohnung. Nach und nach beschäftigt er sich mit den Unterlagen von Wang und findet Unglaubliches heraus und versucht so seine neue Identität zu sichern.

    Der Roman ist in kürzeren Kapiteln aufgebaut, die das Geschehen aus verschiedenen Perspektiven erzählt. Da sind Adam, sein Verfolger, eine Polizistin, eine Prostituierte und der Vorstandsvorsitzende eines Pharmaunternehmens. So springt Boyd relativ schnell von einer Perspektive zur anderen und baut damit gute Spannung auf, auch wenn manche Passagen für meinen Geschmack zu sehr konstruiert sind. Boyd hat in seinem Roman keine unfehlbaren Helden gezeichnet, sondern Menschen mit Stärken und Schwächen. Allerdings empfand ich Adam als Romanfigur in seinem Handeln manchmal etwas unrealistisch. Und: Ich hätte mir mehr psychologische Tiefe der Hauptfiguren gewünscht.
    Aber alles in allem ein guter Krimi, der ein „anderes“ London aufzeigt.

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  • Großartig Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv

    von Martin, am 22.01.2011

    0 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.

    Ein weiteres großartiges Buch von W. Boyd! Unbedingt lesenswert! Immer spannend und sehr unterhaltsam und dabei toll geschrieben (wie alles, was ich bisher von ihm gelesen habe)

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  • Mehr als ein Krimi! Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv

    von Saidjah Hauck, am 23.11.2010

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    Zwei junge Männer begegnen sich in einem Restaurant in London. Nachdem einer gegangen ist, stellt der Andere fest, dass eine Akte liegengeblieben ist. Nach einem Telefonat beschließt er die Akte vorbei zu bringen. In der Zwischenzeit ist der Besitzer der Akte erstochen worden und bittet darum, das Messer aus dem Bauch zu nehmen. Das Unheil nimmt seinen Lauf. Wie überlebt man ohne elektronische Identität und ohne Geld in einer Großstadt wie London? Wie kann man sich verstecken? Was stand in der Akte... Viele Fragen die nach und nach beantwortet werden. Sehr spannend!



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  • Spannend Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern inaktiv

    von Antje Diesing, am 17.10.2010

    0 von 0 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.

    Wie handelt ein Mensch, der plötzlich fälschlicherweise unter Mordverdacht gerät? So ergeht es William Boyds Protagonisten Adam Kindred, einem jungen Klimatologen, der nach einer kurzen Zufallsbekanntschaft mit dem Wissenschaftler Philip Wang diesen tot in seiner Wohnung auffindet, als er ihm einen vergessenen Aktenordner wiedergeben will. Kindred entscheidet sich in dieser Situation für die Flucht in den anonymen Londoner Untergrund. Er gibt seine Identität auf, um sein Leben zu retten und um aus eben jener Anonymität heraus eine neue Existenz aufzubauen – und um die wahren Mörder Wangs und den Hintergrund dieses Mordes zu ermitteln. Dabei stößt er auf skrupellose Machenschaften in der Pharmaindustrie.

    Boyd gelingt mit seinem Roman ein literarischer Krimi, der nicht nur mit einer spannenden Handlung aufwarten kann, sondern zugleich in die Psyche einer Figur eintaucht, die plötzlich alles verliert und schildert überzeugend und authentisch den Kampf eines Menschen um seine Identität. Dabei gelingt es dem Autor, die Handlung aus unterschiedlichen Perspektiven zu verfolgen, so dass die Darstellung zusätzlich an Komplexität gewinnt. Ein spannender Roman, hervorragend erzählt und überzeugend dargestellt.

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