Die Weichmacher

Das süße Gift der Harmoniekultur

von Thomas Vasek

Buch

gebunden (250 Seiten)

Sprache: Deutsch

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Weitere Artikelinformationen

Sie sind einfach nett. Sie wollen kommunizieren und andere einbinden. Sie suchen Harmonie und Konsens. Und sie sind eine Bedrohung fr jedes Unternehmen. Die "Weichmacher" verschleppen Entscheidungen, sie schdigen das Betriebsklima, verhindern Innovation und blockieren Vernderungsprozesse. Weichmacher vertreten keine Argumente oder Standpunkte, sondern Befindlichkeiten. Sie lassen sich nicht festnageln, sie stehen fr nichts. Ihr typisches Aktionsfeld ist das mglichst ergebnislose Meeting, in dem zwar viel kommuniziert, aber kein wirklicher sachbezogener Dialog gefhrt wird. Das Buch setzt sich kritisch mit den Gefahren von Harmoniekulturen und Konsenssucht auseinander. Es zeigt, wie Weichmacher-Kulturen entstehen, woran man sie erkennt, wie sie funktionieren, warum sie fr Unternehmen gefhrlich sein knnen - und wie man erfolgreich dagegen vorgeht. Nominiert fr den getAbstract International Book Award 2011!

Pressestimmen:

"Selbst zu denken ist immer anstrengender und unbequemer, als der Masse zu folgen. All jenen, die diese Anstrengung nicht scheuen, ist 'Die Weichmacher' dringend zur Lektüre empfohlen." Hamburger Abendblatt, 14./15. Mai 2011

"Journalist Vasek richtet ein Vergrößerungsglas auf deutsche Büros und stellt fest: Harmonie führt zur Verblödung, Dissens hingegen hilft. Eine geistige Provokation; scharf beobachtet und sehr unterhaltsam." Harvard Business Manager, März 2011

"Anhand von anschaulichen Beispielen verdeutlicht der Autor, warum Kuschelteams langfristig scheitern und Chefs deutliche Worte einfordern müssen." WirtschaftsWoche, 11. April 2011

"Vasek plädiert für den Konflikt.[...] Vasek schreibt, wie ein Boxer boxt: Mal die krachende Rechte - eine harte aufrüttelnde These. Dann wieder technisch anspruchsvolle Beinarbeit - wie zum Beispiel ein Ausflug in die Wissenschaft (Funktionsweise des Gehirns), Philosophie (Hobbes, Rousseau) und Psychologie (Freud)." Thorsten Giersch, www.handelsblatt.com, 31. März 2011

Produktdetails

ISBN-10: 3-446-42353-2
EAN: 9783446423534
Erschienen: 03.03.2011
Verlag: Hanser Fachbuchverlag
Einband: gebunden
Sprache(n): Deutsch
Seitenzahl: 250
Länge/Breite: 211mm/132mm
Gewicht: 330 g
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Thomas Vasek

Thomas Vasek, geboren 1968 in Wien, arbeitete als Journalist für Magazine in Österreich und Deutschland. Unter anderem war er Chefredakteur der deutschen Ausgabe von Technology Review, dem Magazin des "Massachusetts Institute of Technology". Zuletzt war er Chefredakteur des P.M. Magazins. Derzeit ist Thomas Vasek selbstständig als Journalist sowie als Buchautor tätig. Thomas Vasek lebt in München.

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Kundenrezensionen

  • Konflikte versus Harmonie Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv

    von Karl-Heinz List, am 24.03.2011

    0 von 0 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.

    Der Autor verwendet das Wort als Metapher, vermutlich bewusst gewählt wegen der Verwandtschaft mit dem Wort >Weichei.<

    Der Autor will provozieren: "Weichmacher" finde man in den Führungsetagen der Wirtschaft. Sie suchen Harmonie und Konsens. Weichmacher, so der Autor, haben keine Eigenschaften, keine Überzeugungen, kein Gesicht.
    Thomas Vasek übertreibt bewusst. Denn er gesteht: Der Weichmacher steckt in jedem von uns.

    Die wichtigste Aussagen Vaseks möchte ich in drei Thesen zusammenfassen:

    These Nr. 1: Weichmacher erkennt man an der Sprache: Sie reden Bullshit

    Für Weichmacher ist die Sprache ein Mittel, ihre wahren Motive zu verschleiern und Konflikte zu vermeiden. Es geht ihnen nur um „Beziehungsmanagement“. Das Bauchgefühl sei „Gefühls-Bullshit“ und deshalb gefährlich, weil jede rationale Diskussion abgewürgt werde.
    Vasek ist von den „Nerds“, den Querdenkern, fasziniert. Nerds sind Rationalisten im Gegensatz zu den Weichmachern mit ihrer emotionalen Intelligenz, die er für eine subtile Form von Manipulation hält.

    Kritik:
    Der Autor unterstellt, dass man Entscheidungen in Unternehmen nur mit Argumenten, also rational fällen sollte. Was für ein Irrtum. Die moderne Hirnforschung ist schon weiter als Vasek. Der amerikanische Neurologe Antonio Damasio ist davon überzeugt, dass jede Entscheidung einen „emotionalen Anstoß“ brauche, weil aus purem Verstand heraus ein Mensch nicht handeln könne.

    These Nr. 2: Autorität statt Macht

    Der Autor spricht von „demokratischen Unternehmen“ Weichmacher unterlaufen die Idee eines „modernen demokratischen Führungsstils“. Man ahnt, was er meint. Er meint Mitarbeiter und Führungskräfte, die eine eigene Meinung vertreten, Verantwortung übernehmen und auch mit anderen zusammen arbeiten können.

    Kritik:
    Entscheidungen im Unternehmen können nicht demokratisch sein. Macht ausüben heißt, so Max Weber, seinen Willen auch gegen Widerstand durchzusetzen.

    These Nr. 3: Teams sind Kuschelgruppen – Sie funktionieren nicht

    Weichmacher sind Kollektivisten. Sie sind überzeugt, dass Teams mehr wissen: Die Weisheit der Gruppe. Das Feinbild der Weichmacher, so der Autor, ist das Individuum, ihr Ziel die Diktatur des Teams.
    Besprechungen erinnern an Kaffeekränzchen. Man ist sich schnell einig in der Gruppe, man denkt positiv, ist authentisch und geht nett miteinander um. Wenn ein Team einen Fehler macht, neigen andere dazu, den gleichen Fehler zu begehen.
    Die Konfliktscheu und das Streben nach Konsens sind inzwischen auch in der Gesellschaft angekommen. Das könnte sich nach dem GAU in Fukushima ändern.

    Kommentar:
    Der Umgangston im Betrieb ist freundlicher geworden, die Chefs werden nicht mehr als Despoten wahrgenommen, die Mitarbeiter fühlen sich ernst genommen.

    Fazit

    Am Schluss des Buches fasst der Autor zusammen, worum es ihm geht. Er schreibt:
    >Im Grunde streben wir nach dem langweiligsten aller Ziele – nach Glück und Zufriedenheit. Viel spannender ist es, uns selbst und die Welt zu verändern.<

    Thomas Vasek hat ein anregendes, lesenswertes Buch geschrieben, mit Thesen, die Widerspruch herausfordern, aber auch nachdenklich machen. Ich kann es vor allem Beratern, Trainern und Führungskräften empfehlen, die nicht alles beim Alten belassen wollen.

    Karl-Heinz List, Berater in Personalfragen

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