Buch
Taschenbuch (122 Seiten)
Sprache: Deutsch
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Der Welterfolg endlich im Taschenbuch!
Als die Zwillinge Jared und Simon mit ihrer Schwester Mallory in das alte, verwinkelte Haus ihrer Tante einziehen, haben sie bald das Gefühl, dass sie hier nicht allein sind. Sie wollen dem Geheimnis auf den Grund gehen, aber das kleine Volk der Kobolde, Trolle, Feen und Elfen tut alles, um das zu verhindern ...
Mit einer verschlüsselten Landkarte machen die Kinder sich auf die Suche nach dem gestohlenen Handbuch und gelangen in das Reich der Elfen. Als Jared dort gefangen genommen wird, müssen sie sich entscheiden: Jareds Freiheit oder das Handbuch ...
Fantastische Kinderunterhaltung vom Feinsten.
Pressestimmen:
"Pure Lesefreude!" (buchwurm.info)
"Ein packender Gänsehaut-Grusel-Genuss!" (TV Spielfilm)
"Herrlich spannende Jugend-Fantasy-Literatur, die auch Erwachsenenherzen erobern wird, mit packenden Charakteren und tolldreisten Abenteuern." (Bild am Sonntag)
| Verkaufsrang: | 7.057 |
|---|---|
| ISBN-10: | 3-570-22145-8 |
| EAN: | 9783570221457 |
| Originaltitel: | Im Bann der Elfen |
| Erschienen: | 09.11.2009 |
| Verlag: | Cbj |
| Einband: | Taschenbuch |
| Sprache(n): | Deutsch |
| Seitenzahl: | 122 |
| Länge/Breite: | 187mm/140mm |
| Gewicht: | 152 g |
| Altersempfehlung: | 8 - 99 |
| Übersetzer: | Anne Brauner |
| Illustrator: | Tony DiTerlizzi |
| Reihe: | cbj Taschenbücher |
Anne Brauner ist Übersetzerin mit dem Schwerpunkt Kinder- und Jugendliteratur sowie Autorin mit zahlreichen Publikationen auf dem Gebiet der Reiseliteratur.
Tony DiTerlizzi lebt als freier Autor, Illustrator und Filmemacher in Massachusetts. Seine fantastischen Bilder zieren unter anderem die Werke J. R. R. Tolkiens und Peter S. Beagles.
Holly Black lebt mit ihrer Familie und vielen Tieren in New Jersey. Seit sie 2002 den Roman "Die Zehnte" veröffentlichte, der von der American Library Association als "Best Book for Young Adults" ausgezeichnet wurde, lebt sie als freischaffende Autorin und hat mit ihren Romanen aus der Zauberwelt ihr Publikum und die Presse in Bann geschlagen. Zusammen mit dem Illustrator Tony DiTerlizzi schreibt und gestaltet sie die fantastische Kinderbuchreihe "Die Spiderwick Geheimnisse".
von Martina, am 17.06.2011
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Liebe Leser,
in all den Jahren unserer Freundschaft empfanden Tony und ich eine gemeinsame, aus der Kindheit herrührende Begeisterung für Elfen. Wir wussten aber noch nicht, wie wichtig diese Verbindung einmal sein und wie sehr sie auf dem Prüfstand stehen würde.
Eines Tages nahmen Tony und ich - mit einigen anderen Autoren - an einer Signierstunde in einer großen Buchhandlung teil. Als wir alle Bücher signiert hatten, blieben wir noch ein bisschen, halfen beim Wegräumen der Bücher und unterhielten uns, bis plötzlich ein Buchhändler auf uns zukam. Er sagte, für uns sei ein Brief hinterlassen worden. Als ich nachfragte, für wen von uns beiden, antwortete er zu unserer Überraschung: »Für Sie beide.«
Der Brief sah genauso aus wie auf der Abbildung auf der nächsten Seite. Lange Zeit starrte Tony nur auf die Kopie, die dem Brief beilag. Dann stellte er mit gepresster Stimme Überlegungen an, wo der Rest des Manuskripts geblieben sein könnte. In aller Eile schrieben wir eine Nachricht, steckten sie in den Briefumschlag und baten den Buchhändler, ihn den Grace-Kindern zukommen zu lassen.
Kurz darauf lag ein mit rotem Band verschnürtes Paket vor meiner Tür. Wenige Tage danach klingelten die drei Kinder und erzählten mir ihre Geschichte.
Es ist kaum zu beschreiben, was seitdem geschehen ist. Tony und ich mussten in eine Welt eintauchen, an die wir nie wirklich geglaubt hatten. Inzwischen haben wir verstanden, dass Elfen wesentlich vielschichtiger sind als in den Geschichten unserer Kindheit. Um uns herum gibt es eine unsichtbare Welt, und wir hoffen, dass ihr, liebe Leser, einen Blick dafür bekommen werdet.
HOLLI BLACK
Liebe Mrs Black, lieber Mr DiTerl
ich weiß, dass Viele Leute nicht an Elfen glauben. Ich glaube aber daran und Sie doch auch, oder? Nachdem ich Ihre Bücher gelesen habe, habe ich meinen Brüdern von Ihnen erzählt, und dann haben wir beschlossen, Ihnen zu schreiben.
Wir wissen etwas über echte Elfen. Genau genommen wissen wir sogar eine ganze Menge darüber.
Das beiliegende Blatt ist die Kopie einer Seite aus einem alten Buch, das wir auf unserem Speicher gefunden haben. Die Kopie ist nicht besonders gut, weil wir Schwierigkeiten mit dem Kopierer hatten. In dem Buch steht, wie man Elfen erkennen kann und wie man sich am besten vor ihnen schützt.
Wären Sie bereit, dieses Buch Ihrem Verleger zu übergeben? Wenn ja, dann stecken Sie diesen Brief in den Briefumschlag und geben ihn im Laden zurück. Wir werden einen Weg finden, Ihnen das Buch zukommen zu lassen. Es wäre zu gefährlich, es mit der Post zu schicken.
Wir möchten gerne, dass die Leute davon erfahren.
Was uns passiert ist, kann auch jedem anderen passieren.
Mit freundlichen Grüßen Mallory, Jared und Simon Grace
KAPITEL EINS
In dem vieles verdreht wird
Jared Grace nahm ein rotes Hemd aus dem Schrank, drehte es von rechts auf links und zog es verkehrt herum an. Dasselbe versuchte er auch mit der Jeans, jedoch vergeblich.
Auf seinem Kopfkissen lag Arthur Spiderwicks Handbuch für die fantastische Welt um dich herum, aufgeschlagen auf der Seite mit den Schutzmaßnahmen. Jared hatte das Buch genau studiert, aber er zweifelte daran, ob die hilfreichen Hinweise etwas nützen würden.
Seit dem Morgen, an dem die Gracekinder mit dem Greif zurückgekommen waren, hatte Thimbletack es auf Jared abgesehen. Dauernd hörte er das kleine Wichtelmännchen in der Wand herumgeistern, und manchmal glaubte er, es aus dem Augenwinkel zu sehen. Aber meistens wurde Jared einfach nur das Opfer eines neuen Streichs. Bisher waren seine Wimpern abgeschnitten und seine Schuhe mit Schlamm gefüllt worden - außerdem hatte jemand sein Kopfkissen voll gepinkelt. Mom gab Simons jungem Kätzchen die Schuld, aber Jared wusste es besser.
Mallory hatte kein Mitleid mit ihm. »Jetzt weißt du endlich, wie sich das anfühlt«, sagte sie ständig.
Nur Simon wirkte betroffen, und er hatte allen Grund dazu: Wenn Jared Thimbletack den Sehenden Stein nicht abgeluchst hätte, wäre Simon vielleicht als Spießbraten über dem Feuer der Kobolde geendet.
Jared band die Schnürsenkel seines schlammverkrusteten Schuhs über der verkehrt herum angezogenen Socke zusammen. Wenn er doch einen Weg fände, sich bei Thimbletack zu entschuldigen! Er hatte versucht, den Stein zurückzugeben, aber das Wichtelmännchen wollte ihn nicht haben. Entscheidend war wohl, dass er rückblickend immer wieder das Gleiche tun würde. Allein der Gedanke, dass Simon in der Gewalt der Kobolde war, während Thimbletack ihm Rätsel aufgab, machte Jared so wütend, dass er beinahe seine Schnürsenkel zerriss, so heftig zerrte er an dem Knoten.
»Jared«, rief Mallory von unten. »Jared, komm mal eben.«
Er stand auf, klemmte das Handbuch unter den Arm und wollte zur Treppe gehen. Doch nach einem Schritt fiel er hin und schlug mit Händen und Knien auf den harten Holzboden auf. Jemand hatte seine Schnürsenkel zusammengebunden.
Im Erdgeschoss hielt Mallory ein Wasserglas ins Licht, bis ein Sonnenstrahl auf die Flüssigkeit traf und einen Regenbogen an die Wand warf. Simon saß neben ihr. Die beiden konzentrierten sich voll auf das Glas.
»Was?«, fragte Jared. Er war schlecht gelaunt und seine Knie taten weh. Wenn das alles war, was sie ihm zeigen wollten, hätte er sich die Mühe sparen können.
»Nimm einen Schluck.« Mallory reichte ihm das Glas.
Jared beäugte es misstrauisch. Hatten sie reingespuckt? Warum wollte Mallory ihn dazu bringen, Wasser zu trinken?
»Mach schon, Jared«, sagte Simon. »Wir haben es auch schon probiert.«
Die Mikrowelle piepte, Simon sprang auf und holte einen Berg klein geschnittenen Fleisches heraus. Die Oberfläche schimmerte widerlich grau, aber der Rest schien noch gefroren zu sein.
»Was ist das?«, fragte Jared nach einem Blick auf das Fleisch.
»Das ist für Byron«, sagte Simon, gab das Fleisch in eine große Schüssel und streute Cornflakes darüber. »Es scheint ihm besser zu gehen. Er hat ständig Hunger.«
Jared grinste. Die meisten Menschen hätten sich vor einem halb verhungerten, genesenden Greif in ihrer Garage gefürchtet, aber Simon nicht.
»Los«, sagte Mallory. »Trink.«
Jared nahm einen Schluck Wasser und würgte. Die Flüssigkeit verbrannte ihm den Mund und er spuckte die Hälfte auf den Fliesenboden. Der Rest glitt wie Feuer seine Kehle hinab.