Die Jagd

Roman. Deutsche Erstausgabe

von Richard Laymon

Buch

Taschenbuch (527 Seiten)

Sprache: Deutsch

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Weitere Artikelinformationen

Jody ist ziemlich clever für eine Sechzehnjährige. Nur deshalb ist sie noch am Leben - bis jetzt. Sie war zu Besuch im Haus ihrer Freundin Evelyn, als eine Bande junger Killer sie überfiel. Sie sah ihre Freundin aufgespießt auf einem Speer, aber es gelang ihr zu fliehen, zusammen mit Evelyns jüngerem Bruder Andy. Doch einer der Mörder hat sie gesehen und ist jetzt auf der Jagd nach ihr.


Pressestimmen:

Alex Dengler, Deutschlands führender Buchkritiker, denglers-buchkritik.de: Richard Laymon - das ist der Namen, der für Horror in seiner reinsten Form steht! Laute Schreie, literweise Blut und drastische Exzesse, bei Laymon gehört das zur Tagesordnung. Nehmen Sie an der Jagd teil?

Produktdetails

ISBN-10: 3-453-67542-8
EAN: 9783453675421
Originaltitel: The Endless Night
Erschienen: 02.02.2009
Verlag: Heyne Taschenbuch
Einband: Taschenbuch
Sprache(n): Deutsch
Seitenzahl: 527
Länge/Breite: 188mm/118mm
Gewicht: 428 g
Übersetzer: Kristof Kurz
Reihe: Heyne-Bücher Allgemeine Reihe
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Richard Laymon

Richard Laymon wurde am 14. Januar 1947 in Chicago geboren. Er machte den BA in Englischer Literatur an der Willamette Universität in Oregon und einen MA an der Loyola Universtät in Los Angeles. Seinen Lebensunterhalt verdiente er sich zunächst als Lehrer, Bibliothekar und Gutachter für ein Anwaltsbüro. Sein Ruf in der Szene wuchs beständig, als er am Valentinstag, den 14. Februar 2001, völlig unerwartet an einem Herzanfall starb.

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Buchhändlertipps

  • Die Jagd beginnt.... Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv

    von Michaela Graf, am 17.09.2010 aus der Thalia-Buchhandlung in Wels

    1A Thriller von Richard Laymon! Dieses Buch ist Spannung pur. Wird aus der Sicht des Mörders geschrieben.
    Laymon sorgt mit diesem Buch für schlaflose Nächte!!
  • Spannend!!!!! Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv

    von Jennifer Schaub, am 19.09.2009 aus der Thalia-Buchhandlung in Wien

    Diesmal wird die spannende Geschichte aus der sicht des Täters erzählt und nicht die Opferrolle dargestellt. Sehr mitreisend! Ich wollte das Buch nicht mehr aus der Hand legen.

Kundenrezensionen

  • Nervenkitzel pur Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv

    von Butterblume89, am 28.06.2012

    0 von 0 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.

    Jody ist ziemlich clever für eine Sechzehnjährige. Nur deshalb ist sie noch am Leben – bis jetzt. Sie war zu Besuch im Haus ihrer Freundin Evelyn, als eine Bande junger Killer sie überfiel. Sie sah ihre Freundin aufgespießt auf einem Speer, aber es gelang ihr zu fliehen, zusammen mit Evelyns jüngerem Bruder Andy. Doch einer der Mörder hat sie gesehen und ist jetzt auf der Jagd nach ihr.

    Das war mein erstes Buch von ihm und seitdem bin ich Richard Laymon süchtig!!
    Dieses Buch ist absolut spannend und wird ni cht langweilig.
    Die Katz und Maus Jagd ist nervenkitzelpur und lässt dem Leser den Puls schneller schlagen.
    Oft hab ich laut gesagt:"Dreh dch um hinter dir!" oder:"Pass auf!!" ich war so mittendrin!Auch der Ekelfaktor ist sehr hoch gerade weil man sich die Morde dank Richard Laymon richtig bildlich vorstellen konnte.
    Interessant fand ich auch das die Kapitel gesprungen sind von aus der Sicht der KInder und aus der Sicht des Killers.Was dem ganzen gleich noch mehr Spannung verlieh!

    Alles in allem ein suuuuper spannendes Buch ich bin begeistert!

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  • Laufen Sie! Laufen Sie schneller! Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv

    von Elke Wolf, am 20.06.2012

    0 von 0 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.

    Dieses Buch macht süchtig!
    In einer Kleinstadt werden bestialische Morde begangen und die Opfer werden gehäutet aufgefunden. Als durch Zufall ein junges Mädchen den Mördern entkommt, geht sie los. DIE JAGD!
    Nehmen Sie sich die Zeit und kontrollieren alle Fenster und Türen bevor Sie loslesen. Sie werden sonst nicht zur Ruhe kommen.
    Ein wirklich guter Thriller von Richard Laymon.
    Auch für die Leser von Jack Ketchum!

    Viel Spaß mit diesem Buch... und... LAUF!

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  • Einer der besten Autoren im Horrorgenre! Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv

    von Désirée Hasler, am 16.10.2011

    0 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.

    Jody ist ziemlich clever für eine Sechzehnjährige. Nur deshalb ist sie noch am Leben - bis jetzt. Sie war zu Besuch im Haus ihrer Freundin Evelyn, als eine Bande junger Killer sie überfiel. Sie sah ihre Freundin aufgespießt auf einem Speer, aber es gelang ihr zu fliehen, zusammen mit Evelyns jüngerem Bruder Andy. Doch einer der Mörder hat sie gesehen und ist jetzt auf der Jagd nach ihr.

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  • Ein Outfit aus Menschenhaut gefällig? Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv

    von Christopher Rebmann, am 14.05.2011

    1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.

    Die Jagd ist ein sehr sehr spannender und fesselnder Thriller von Richard Laymon. Wenn man mit Laymon einmal angefangen hat, lässt er Sie nicht mehr so schnell los.

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  • Spannung Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv

    von einer Kundin/einem Kunden, am 29.09.2010

    1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.

    Ich habe unter anderem auch dieses Buch von Richard Laymon gelesen, nachdem mein Bruder mich an diesen Autor herangeführt hat.
    Das Buch ist unvorstellbar spanned, es geht im ersten Kapitel los und wenn man denkt am Schluss sei alles vorbei, fängt es erst nocheinmal richtig an. Ich kann es jedem empfehlen, denn Richard Laymon stellt nicht nur die Opfer dar, sondern lässt auch aus Sicht der Täter blicken. Das Buch ist spannend bis zum letzten Wort ich kann gar nicht genug von ihm haben =)
    Viel Spass beim lesen

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  • Spannend von Anfang bis zum Schluss!!! Jedoch nicht für schwachen Magen ;-)! Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv

    von einer Kundin/einem Kunden, am 24.04.2010

    3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.

    Das Buch war von Anfang an bis zum Schluss einfach nur SUPER spannend. Eins muss man allerdings auch dazu sagen - man muss Richard Laymons Schreibstill jedoch "vertragen". In diesem Buch werden manche Szenen beschrieben - also die waren wirklich arg. Und dann wie er das aus der Sicht von Simon schreibt... uuuuiii - bitte NICHT zeitgleich was essen - könnte daneben gehen!!!! Wer sich jedoch richtig schocken lassen will und auf echten Horror steht - EIN MUSS!!!! Empfehlenswert!!!

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  • Mit einigen "längen" Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern inaktiv Bewertungsstern inaktiv

    von einer Kundin/einem Kunden, am 10.03.2010

    0 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.

    Eigentlich gefallen mir die Bücher von Richard Laymon sehr gut weil sie so spannend geschrieben sind.Natürlich sind alle Bücher total an den Haaren herbei gezogen. Dieses war mein drittes Buch von R. Laymon und hat mich leider etwas enttäuscht. Die Jagd konnte mich von anfang an nicht fesseln und mir kam die ganze Story wie in einem schlechten Horror-Film vor. Aus:erdem gab es am Ende einige längen. Die Schies:übungen z.b hab ich komplett übersprungen. Trotzdem 3 Sterne weil ich durchaus schon viel schlechtere Bücher gelesen habe

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  • Nervenkitzel pur Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv

    von Andrea Pletschke, am 27.02.2010

    2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.

    nach dem ich "Das Spiel" von Richard Laymon gelesen habe, war "Die Jagd" mein zweites Buch von ihm. Auch dieses fand ich super spannend bis zum Schluß. Diesmal aus der Sicht des Täters geschrieben war es ein lesenwertes Werk. Nach nur zwei Büchern kann ich sagen ein Fan von Richard Laymon geworden zu sein. Habe gerade ein weiteres von ihm angefangen, "Der Regen".....mal sehen ob es mich auch so vereinnahmt wie die anderen beiden.

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  • GENIAL nur schade das man bei RL bücher nicht gleichzeitig essen kann ;) Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv

    von einer Kundin/einem Kunden, am 01.10.2009

    1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.

    Ich habe alle Bücher von richard laymon und nachdem mich "das Spiel" und "Rache" sehr enttäuscht haben legte ich mir dieses buch zu.
    Ich las es innerhalb von 24 stunden. Oft wird Laymon vorgeworfen seine Bücher und die Personen würden unrealistisch handeln. Stimmt auch meistens. Jedoch finde ich die Story bei "der Jagd" nicht allzu unrealistisch. nicht nur der ungewöhnliche Schreibstil (Täter/Opfer) macht es lesenswert sondern auch das spannende Ende!
    ich würde es weiterempfehlen auch als ERSTLESER.

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  • Hat mich ganz gut unterhalten. Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern inaktiv

    von Meike, am 25.06.2009

    0 von 0 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.

    Ich bin ein großer Richard Laymon Fan und habe bisher alles von ihm gelesen. Deshalb hatte ich in dieses Buch sehr große Erwartungen gesteckt. Die Erwartungen wurden allerdings nur teilweise erfüllt.
    Das Buch lässt sich gut und schnell lesen, dient auch der Unterhaltung, aber weiterempfehlen würde ich dieses Buch nicht (vor allem nicht den Leuten die noch nie ein Buch von Richard Laymon gelesen haben). Der Schreibstiel, der zur Hälfte aus wörtlicher Rede besteht war mir dann doch zu einfach und ungenau. Außerdem war die Story extrem platt und anspruchslos. Der Ekel-und Horrorfaktor ist dafür in diesem Buch vorhanden.

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  • Hat mir gut gefallen! Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern inaktiv

    von Ramona, am 28.03.2009

    1 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.

    Diese Buch hat mir sehr gut gefallen, zwar muss ich meinem Vorschreiber recht geben, Laymon hat schon bessere Bücher geschrieben, für mich war das u.a. "Die Insel", "Das Spiel", "Die Show" (ja, dieses Buch hat mir auch gefallen*g*) etc., aber was mir nach ein paar von seinem Büchern aufgefallen ist, dass sie abgesehen vom Ort, immer sehr ähnlich aufgebaut waren, ähnliche Handlungsabläufe, ähnliche Charactere, welche z.B. dieselben kranken Characterzüge bzw. Vorlieben hatten.
    In diesen Buch hatte man zwar auch wieder kranke Elemente, aber man hatte zwischendurch auch ruhige Momente, in denen man seiner Phantasie mal eine Pause gönnen konnte und ich persönlich hatte das Gefühl, das Laymon seine Geschichte etwas mehr Story verleihen wollte und das gefiel mir sehr gut, wenn mir auch der Schluss etwas seltsam vorkam.... aber lest selbst und bildet euch einen Meinung. Diese Buch kommt allerdings, was kranke Elemente angeht nicht ganz an "Die Insel" und "Das Spiel" ran. ;)

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  • SUPER SPANNEND Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern inaktiv

    von einer Kundin/einem Kunden, am 02.03.2009

    0 von 0 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.

    Wieder mal ein super spannendes Buch von Richard Laymon! Nach der Enttäuschung von "der Keller" und "die Show" ist das Buch ein Knaller! Gibt aber bessere Bücher von R. Laymon z. B. "das Spiel"...
    für R. Laymon-Fans ein muss!

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  • ...Spannung und Nervenkitzel pur! Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv

    von Edytka Trebicki, am 25.02.2009

    0 von 0 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.

    Dieses Buch ist super spannend und blutrünstig geschrieben -
    was braucht man mehr für einen guten Thriller?!
    Das Buch konnte ich kaum weglegen...die ganze Handlung ist super nervenraubend und der Schluss ist unfassbar spannend!

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Jody wurde aus dem Schlaf gerissen.
»Wach auf«, ertönte ein dringliches Flüstern. »Wach auf, Jody! Bitte!«
Die Stimme gehörte Evelyn - wie höchstwahrscheinlich auch die Hand, die an Jodys Schulter rüttelte.
Ach ja, fiel ihr ein, ich bin über Nacht bei Evelyn. Und versuche zu schlafen. Erfolglos, wie es aussieht.
Sie öffnete die Augen, rieb sich über das Gesicht und gähnte. Das Zimmer war dunkel, aber sie konnte trotzdem Evelyn erkennen, die vom Bett auf sie heruntersah. Das Gesicht des Mädchens war nicht mehr als ein fahler, von Schatten verwischter Schemen. Der Arm, den sie nach Jodys Schlafsack ausgestreckt hatte, war etwas dunkler als die weißen Bettlaken. Ihre Hand hielt Jodys Schulter fest umklammert.
Jody stöhnte auf. »Was ist denn jetzt wieder?«
»Ich hab was gehört.«
»Jetzt mach mal einen Punkt«, murmelte sie. »Ich hab gerade so schön geträumt. Und das würde ich jetzt gern wieder tun, wenn es dir nichts ausmacht. Mann.« Sie gähnte, und Evelyn schüttelte wieder ihre Schulter.
»Das ist mein Ernst. Ich mach keine Witze. Ich habe wirklich etwas gehört.«
»Und?«
»Ich hab Angst.«
Das wäre ja nichts Neues, dachte Jody, hielt aber den Mund. Evelyn hatte die Angewohnheit, sich ständig und über alles aufzuregen - trotzdem war sie seit Kindergartenzeiten Jodys beste Freundin. Jody hatte also über zehn Jahre Erfahrung im Umgang mit ihrer übertriebenen Vorsicht.
»Da ist bestimmt nichts. Schlaf weiter.«
»Jemand hat unten ein Fenster eingeschlagen.«
»Aha.« Jody gähnte noch einmal. Jetzt war sie endgültig wach. Im Schlafsack war es viel zu heiß. Hatte Evelyns Vater vor dem Zubettgehen die Klimaanlage ausgeschaltet? »Ein Klirren?«, fragte sie. »Vielleicht ist deine Mutter oder dein Vater aufgestanden und hat was fallen lassen. Wie spät ist es eigentlich?«
»Viertel nach eins.«
»Himmel.« Sie tastete nach dem Reißverschluss des Schlafsacks und fand ihn neben ihrer linken Schulter. Die Hand auf ihrer Schulter zuckte, als Jody den Reißverschluss öffnete. »Das bin nur ich«, sagte sie.
»Was machst du denn da?«
»Ich sterbe vor Hitze.«
»Wir müssen doch irgendwas unternehmen.«
»Stimmt. Nämlich weiterschlafen.« Sie schlug den unangenehm dicken Schlafsack zurück, bis er nur noch ihre Knie bedeckte. Dann strampelte sie sich frei und streckte sich. Das war viel besser. Nur ihr Nachthemd umhüllte sie noch und hielt die angenehm kühle Luft ab. Zu Hause hätte sie es einfach ausziehen können. Hier ging das nicht. »Schaltet dein Dad eigentlich nachts die Klimaanlage aus?«
»Oh Mann, Jody.«
»Können wir nicht das Fenster aufmachen oder so?«
»Die kann man nicht aufmachen.«
Das hat man nun von diesen hochmodernen Häusern, dachte sie. »Deshalb haben sie es wahrscheinlich eingeschlagen.«
»Ich finde das überhaupt nicht witzig.«
Jody spürte, wie das Nachthemd ihren Körper hinaufglitt, als sie die Arme hob und hinter dem Kopf verschränkte. Jetzt konnte sie die kühle Luft auf ihren Schenkeln spüren. Sie ließ ein Bein zur Seite fallen.
Viel besser.
Ich muss nur vor morgen früh wieder in den Schlafsack schlüpfen. Evelyns Vater und ihr Bruder dürfen mich auf keinen Fall so sehen. Mann, das wäre peinlich. Ich könnte ja Mr Clark - Charles - nie wieder in die Augen sehen. Und bei Andy wäre es noch schlimmer. Sehr viel schlimmer. Er ist sowieso schon bis über beide Ohren in mich verschossen. Der kleine Rotzlöffel würde bestimmt einen Herzinfarkt bekommen - der erste Zwölfjährige in der Menschheitsgeschichte, der vor Aufregung einen Herzanfall bekommt.
»Sollten wir nicht mal nachsehen?«, fragte Evelyn.
»Du hast nur ein leises Klirren gehört? Glas?«
»Ja.«
»Das kann doch alles Mögliche gewesen sein. Vielleicht kam es von draußen. Jemand hat eine Flasche fallen lassen.«
»Und wenn es ein Einbrecher ist?«
»Wenn es ein Einbrecher ist, dann wäre er bestimmt nicht besonders begeistert, wenn wir ihn bei der Arbeit stören.«
»Haha.«
»Außerdem wäre dann doch die Alarmanlage losgegangen.«
»Und wenn nicht?«
»Dein Dad schaltet sie doch immer ein, bevor er ins Bett geht.« »Keine Ahnung.«
»Mein Gott, Ev. Jedes Mal, wenn deine Eltern vor uns ins Bett gehen, warnt mich dein Dad, ja nicht die Haustür anzufassen. Oder traut er mir nicht? Vielleicht glaubt er, ich übe einen schlechten Einfluss auf dich aus und will dich dazu überreden, aus dem Haus zu schleichen und wilde Partys zu feiern.«
»Nein. Er findet dich toll.«
»Der Mann hat eine ausgezeichnete Menschenkenntnis.«
»Aber die Alarmanlage muss doch nicht unbedingt losgehen. Nicht mal dann, wenn sie eingeschaltet ist. Diese Kriminellen haben Mittel und Wege, um ...«
»Stimmt. Echte Profis schon. Aber Profis brechen nicht in Häuser ein, solange jemand daheim ist. Sie schlagen zu, wenn niemand da ist, um unnötige Scherereien zu vermeiden. Außerdem fällt die Strafe dann viel geringer aus, wenn man sie doch erwischen sollte. Wenn niemand zu Hause ist, ist es nur ein einfacher Einbruch. Und das ist was ganz anderes als ein Raubüberfall. Es könnte sogar ein bewaffneter Raubüberfall sein - wenn die Bösewichte Waffen dabeihaben. Das sagt jedenfalls mein
Dad.«
»Er trägt immer eine Waffe, stimmt's?«
»Meistens, ja.«
»Ich wünschte, er wäre hier.«
»Verdammt noch mal, Ev. Wenn du dir wirklich solche Sorgen machst, dann sollten wir uns wohl doch mal umsehen. Oder wir rufen sofort die Polizei an.«
»Keine schlechte Idee.«
»Deinen Eltern würde das wahrscheinlich nicht so gut gefallen. Hör mal, wieso wecken wir nicht einfach deinen
Dad?«
»Klar. Der würde mich umbringen.« »Nicht, wenn ein Einbrecher im Haus ist.« »Und wenn nicht? Was, wenn ich ihn aufwecke, und alles war nur falscher Alarm?« »Du hast mich aufgeweckt.« »Das ist was anderes.«
»Verstehe. Mich aufzuwecken ist also in Ordnung.« Evelyn schwieg für einen Augenblick. »Vielleicht sollte ich es doch tun.« »Was?«
»Dad aufwecken.«
Jetzt überkam Jody zum ersten Mal ein Anflug von Besorgnis. Obwohl Evelyns Vater ein echt netter Kerl war, hatte das arme Mädchen immer große Angst davor, ihn zu stören. Wenn sie jetzt bereit war, ihn sogar aufzuwecken, musste sie dieses Geräusch wirklich zutiefst erschreckt haben.
Evelyn schwang ihre Beine aus dem Bett, stand auf und stieg mit einem großen Schritt über Jody hinweg.
»Du willst ihn wirklich wecken?«, fragte Jody. »Ich komme mit«, fügte sie hinzu, ohne eine Antwort abzuwarten. Sobald ihr Evelyn nicht mehr im Weg war, richtete sie sich auf. Evelyn ging weiter. »Warte doch. Mann.«
Sie blieb stehen.
Jody stand auf. »Hast du einen Morgenmantel für mich?«
»Ich dachte, dir ist so warm?«
»Ist mir auch. Aber was, wenn Andy auch aufgewacht ist und hier irgendwo rumschwirrt?«
»Keine Angst, der schläft tief und fest. So leicht wacht der nicht auf.«
Evelyn lehnte sich mit der Schulter gegen die Zimmertür und drückte die Klinke herunter. Als sie zurücktrat, um die Tür zu öffnen, musste Jody einen Schritt zur Seite gehen, um nicht mit ihr zusammenzustoßen.
Evelyn riss die Tür weit auf.
Und grunzte.

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