Die Ameisenzählung

Kommentare zum Alltag

von Daniel Glattauer

Buch

Taschenbuch (218 Seiten)

Sprache: Deutsch

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Ansichten und Einsichten von Daniel Glattauer


Daniel Glattauer schreibt für die Tageszeitung "Der Standard" regelmäßig Kolumnen über die unfreiwillige Komik des Lebens, 219 davon sind hier zusammengetragen. Darin reflektiert er z.B. über den Tourismus - "Das gute an der Halbpension ist jene Hälfte, die man sich spart" - oder nimmt sich aktueller Probleme wie der "Maul- und Clownseuche" an. Er erklärt uns den gastronomischen Konjunktiv, "Was hätten S' denn wollen?", und den Unterschied zwischen "heiter" und "wolkenlos". Kurzum, Glattauer gibt Antworten auf alle Fragen, die wir uns ohnehin nie gestellt hätten.


Produktdetails

Verkaufsrang: 28.715
ISBN-10: 3-442-46760-8
EAN: 9783442467600
Erschienen: 14.04.2009
Verlag: Goldmann Taschenbuch
Einband: Taschenbuch
Sprache(n): Deutsch
Seitenzahl: 218
Länge/Breite: 188mm/119mm
Gewicht: 190 g
Reihe: Goldmanns Taschenbücher
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Daniel Glattauer

Der Hobby-Liedermacher Daniel Glattauer wurde 1960 in Wien geboren und studierte Pädagogik und Kunstgeschichte. Seit 1985 arbeitete er für verschiedene Zeitungen, u.a. den "Standard". Dort fiel Daniel Glattauer besonders durch seine Kolumnen, in denen er sich humorvoll mit dem Alltäglichen auseinandersetzt, auf. Diese Kolumnen erschienen in seinen frühen Veröffentlichungen "Ameisenzählung", "Die Vögel brüllen" und "Schauma mal". Seine Romane "Gut gegen Nordwind" und der Nachfolger "Alle sieben Wellen" wurden für den Deutschen Buchpreis nominiert. Als moderne Form eines Briefromans verfolgt der Leser die Geschichte eines Single- Manns und einer verheirateten Frau. Durch eine fehlgeleitete E-Mail lernen sie sich kennen und verlieben sich. 2007 wurde "Gut gegen Nordwind" in Linz uraufgeführt, 2009 wurde auch "Alle sieben Wellen" im Theater gespielt. Daniel Glattauer ist verheiratet und wohnt mit seiner Frau und fünf indischen Laufenten in Niederösterreich.

Meinung der Redaktion

Ob Prosa oder Romane, die Werke von Daniel Glattauer sind einfach vielseitig! Amüsant, treffend, liebevoll und tiefsinnig. Ein Autor, den sie nicht aus den Augen lassen sollten.

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Buchhändlertipps

  • sehr gut..... Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern inaktiv

    von Marion Babler, am 10.05.2009 aus der Thalia-Buchhandlung in Krems

    In "Ameisenzählung" wird man mit dem Alltag konfrontiert über die man sich sonst kaum Gedanken macht bzw. machen würde.

    Hierzu einige Besipiele:
    vom Nasenbohren,
    vom Regenschirmeverlieren,
    von Abziehfolien,
    vom Umgang mit Wiener Rolltreppen,
    von den Tücken der computerisierten Arbeitswelt,
    vom Handymissbrauch
    und vielem vielem anderen mehr....

    Besonders gut gefallen und viel lachen musste ich bei den Kolumnen über "Hamma net"!

    Zum Schluss: Daniel Glattauers Theorie, dass die österreichische Fussballnational-Elf an der einschläfernden Wirkung der Nationalhymne scheitere, ist das Beste zum Thema "österreichischer Fußball", das ich je gelesen habe.




Kundenrezensionen

  • Daniel Glattauer trifft treffend Ankdoten zum Alltag Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv

    von Markus Neuner, am 25.08.2012

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    Der österreichische Schriftsteller und Autor Daniel Glattauer trifft mit seinem Buch "Ameisenzählung" die Anekdoten des Alltags und beschreibt sie. Er hat die verschiedensten Situationen genauestens beobachtet und genau formuliert. Es sind wahre Begebenheiten des Alltags die total unüblich aber für die heutige Zeit normal sind.
    Er fährt über keine Situation hinweg sondern beschreibt diese in Details und erzählt sie.

    Anekdoten die der Leser bestätigen wird. "Genau so ist es".

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  • wenn man nicht immer seinen standard zerschnitten hat Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern inaktiv

    von Bianca Dobler, am 03.12.2011

    0 von 0 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.

    hat man hier noch mal alle kolumnen gesammelt und herrlich komisch sind sie auch noch
    zum verschenken, zum selbst immer wieder lesen und besonderes leckerli: zur praktischen anwendung im alltag
    man lese nur einmal auf einer geburtstagsfeier zum 50er vor, woran man merkt, dass man alt wird - an der länge der schuhlöffel nämlich

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  • literarischer hochgenuss!!! Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern inaktiv

    von einer Kundin/einem Kunden, am 28.09.2010

    0 von 0 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.

    ein außergewöhnlich herausragendes buch intellektuellen wortwitzes und detailgetreuer alltagsbeobachtung!!
    selten ist ein buch in der lage dem leser so oft ein schmunzeln oder gar ein lautes auflachen zu bescheren!
    ein literarischer hochgenuss!!

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  • Daniel Glattauer - Die Ameisenzählung Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern inaktiv Bewertungsstern inaktiv

    von hasewue, am 03.08.2009

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    Seit mehr als zehn Jahren schreibt der Autor Daniel Glattauer Kolumnen unter dem Begriff „Kommentare zum Alltag“ für die österreichische Tageszeitung „Der Standard“. In „Die Ameisenerzählung“ werden dem Leser 219 dieser Kommentare aus der Zeit von 1995 – 2000 nähergebracht.
    So schreibt Glattauer über Österreich im Allgemeinen und dem Österreicher im Einzelnen; er schildert auf unterhaltsame und witzige Weise Alltagssituationen und die Probleme, die solche Situationen mit sich bringen.
    Glattauers Art zu schreiben ist an sich schon hervorragend. Charmant und stellenweise skurril berichtet er von ganz alltäglichen Geschehnissen und bringt den Leser dabei oft zum schmunzeln.
    Dennoch sind manche Abschnitte und Themen sehr zäh, was wohl daran liegt, dass jede Kolumne nicht länger als eine Seite ist. Deswegen ist es auch schwerer richtig in das Buch hineinzufinden.
    „Die Ameisenzählung“ ist kein Buch zum „sofort – in – einem – Rutsch“ – lesen. Im Gegenteil, man sollte sich nach einigen Kolumnen immer mal wieder eine kleine Pause gönnen.
    Trotzdem ist es Daniel Glattauers charmante Erzählweise, die seine Werke so lesenswert macht.

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Haben Sie schon einmal ein Vorwort geschrieben? -. Ich auch nicht. Ich lese nur öfters welche. Die meisten klingen wie Panikattacken der Bedeutsamkeit. Anbei lernt man oft Namen fremder Menschen kennen, ohne die das Buch nie zustande gekommen wäre, wofür sich der Autor interessanterweise immer bedankt. Nie beglückwünscht ein Autor eine Person, die versucht hat, ihm das Buch auszureden. Überhaupt werden Menschen, die schlechte Bücher verhindern, in der Literatur nicht ausreichend gewürdigt.
Manchmal, wenn die Autoren frisch verliebt sind (oder diesen Anschein erwecken wollen), knallen sie an den Rand einer zumeist leeren Seite ein sinnliches, oft in kursiver Schrift gesetztes "Für Mimi" hin. Der Leser hat dann bei der Lektüre stets das beklemmende Gefühl, Mimis Buch zu lesen.
Manche Autoren, denen vorwortmäßig so gar nichts einfällt, belehnen einen Wortkünstler, der einmal präventiv etwas sehr Passendes über das Buch gesagt hat. Da liest man dann: "Alle Schatten sind Lichter", oder Ähnliches. Im schlimmsten Fall steht "Saint-Exupery" darunter. Nie aber wird ein Vorwort (vor)wörtlich genommen und erschöpft sich in sich selbst: VORWORT. (Aus. Das war es schon. Kommen wir zur Sache.) Vermutlich schafft das einen zu hohen Erwartungsdruck auf das Nachfolgende. Egal, ich riskiere es: VORWORT!
Wenn man jemanden trifft, den man kennt, gibt es, je nach Grad der Freude über die Begegnung, vier Möglichkeiten: Entweder man grüßt nicht, indem man wegschaut. Oder man grüßt nicht, obwohl man hinschaut. Oder man grüßt. Oder man küsst.
Nun haben wir den Verdacht, dass heute mehr geküsst wird als früher. Wir halten das für einen Rückschritt zu mehr Feuchtigkeit in der Gesellschaft. Schuld sind Männer, die plötzlich beweisen wollen, wie zärtlich sie sein können - vor allem zueinander.
Das Unangenehme am Begrüßungskuss ist die geringe Trefferquote. Täglich spielen sich Hunderte Dramen der Begegnung ab, zum Teil auf offener Straße:
- Küsser eins (K1) peilt die linke Wange von Küsser zwei (K2) an. Der hält ihm die rechte entgegen. Es kommt zu einem unerwünschten Streifkuss.
- K1 und K2 jagen der je weggedrehten Wange des Gegenübers nach, küssen ins Leere und drohen das Gleichgewicht zu verlieren.
- K1 und K2 halten je eine Wange zum Kuss hin. Ein schmerzvoller Ohrenreiber ist die Folge.
- K1 will nur einmal, K2 rechnet mit Beidseitigkeit und donnert K1 den Kiefer gegen die Nase. Fürs Erste genug! Wir sind Verfechter des ehrlichen Händedrucks.
Wie gesagt, wendet sich die Gesellschaft bei Begrüßungen immer mehr vom warmen Händedruck ab und übt sich in der hochkomplizierten Form des gegenseitigen Doppelwangenkusses. Um ihn zu beherrschen, müssten die Partner Tag und Nacht trainieren. Ein derart eingespieltes Team frönt aber eher dem Zungenkuss. Oder gar keinem mehr.
Die klassischen kusstechnischen Pannen haben wir bereits beschrieben. Begrüßungsküsser wandern aber auch stets am Grat des erotischen Missverständnisses. Hier die wichtigsten Vorkehrungen:
- Lippen nach innen gewölbt und fest zusammengepresst halten, etwa so, wie man sich ein Lachen verbeißt. Zunge sicherheitshalber am hinteren Gaumen verstecken.
- Mund niemals wuchtig auf die Wange des Grußpartners klatschen lassen. Vorher abbremsen. Sollte es zu keiner Berührung kommen, nur ja keine weiteren Versuche starten. Man würde es Ihnen als Schmusereiversuch auslegen.
- Augen beim Küssen nicht schließen! Möglichst treuherzig dreinschauen.
- Zur Unterstreichung der Harmlosigkeit des Wangenkusses diesen mit einem liebevoll schmatzenden "Mmmpftsch" ausklingen lassen.

Woran erkennt man, dass man nicht mehr so jung ist wie früher? Wir sind uns hoffentlich einig: Banalitäten wie Jahreszahlen, Lachfalten ohne Lachen, Muskelkater ohne Muskeln und Schuppen ohne Haare sind keine Alterskriterien. Ein gutes Indiz fürs Älterwerden ist die Beobachtung, dass die Leute rundherum immer jünger werden. Alt ist man aber erst, wenn man niemanden mehr sieht, der älter sein könnte als man selbst.
Nicht mehr jung ist man, wenn man sich fragt, wann man das letzte Mal eine Nacht durchgemacht hat. Noch weniger jung ist man, wenn man sich nicht mehr fragt, wann man das letzte Mal eine Nacht durchgemacht hat. Schon recht deutlich alt ist man, wenn man fragt, was "durchmachen" heißt.
Jung ist man, wenn man statt eines Schuhlöffels die Finger verwendet ... Nicht mehr jung ist man, wenn man nie mehr ohne Schuhlöffel verreist. Gar nicht mehr jung ist man, wenn man nur deshalb nicht nie mehr ohne Schuhlöffel verreist, weil man nicht mehr verreist. Ganz und gar nicht mehr jung ist man, wenn man sich weigert, einen Schuhlöffel zu verwenden, der kürzer als fünfzig Zentimeter ist. Aber wirklich alt ist man erst, wenn man im Kreise jüngerer Verwandter die Formulierung: "Nimm gefälligst den Schuhlöffel!" verwendet.


Übersetzen ist menschlich. Hier einige Passagen der deutschen Gebrauchsanweisung für ein taiwanisches Radiogerät, welches Herr Rudolf in Wien erwarb:
Spezifizierungen. Das ist ein klein, das dünnest MW/ UKW Stereo Hi-Fi in der Welt, mit faltbar stereo Kopfphon. Ein stereo Kopfphon Wagenwinde wird versehen, Sie Können die Musik privat gemessen. Teile und Ihre Funktion.
1. Stereo Mini Wagenwinde: a) Verbinden Sie das Kopfphon zu Wagenwinde, um Musik zu geniessen b) Setzen Sie das stereo Kopfphon in Kopfphon Wagenwinde ein, die Macht ist an, sonst die Macht ist ab.
3. Für UKW Band, die Tafel wird angezündet, nur als den Laut des Radios wird erhalten.
4. Drehen Sie das Blatt, die Stellung des Zeigers wird drehen bis die richtige Stellung erreicht.
5. Stellung Zeiger: Es zeigt die Häufigkeit, die Sie vom Radio hören. 7) Wenn Sie kleinen Lärm wollen, als die Stereo Wirkung, setzen den Umschalter an "Mono". Machtquelle. 1) Öffnen Sie die Tür für Batterie des Abteils, schleifen Sie die Tür in der Richtung des Pfeils. 2) Setzen Sie zwei UM-4 Batterie in Abteil, die Polarität soll Zeichen im Abteil zusammentreffen. 3) Schließen Sie die Tür. Lieber Herr Rudolf, wir wünschen Ihnen guten Empfang.

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