Buch
Taschenbuch (640 Seiten)
4. Auflage
Sprache: Deutsch
Sofort lieferbar
€ 10,30
Verfügbarkeit in Ihrer Thalia- Buchhandlung prüfen
Ein verwunschener Garten, eine adlige Familie, ein dunkles Geheimnis
Als die junge Australierin Cassandra von ihrer Großmutter ein kleines Cottage an der Küste Cornwalls erbt, ahnt sie nichts von dem unheilvollen Versprechen, das zwei Freundinnen ein Jahrhundert zuvor an jenem Ort einlösten. Auf den Spuren der Vergangenheit entdeckt Cassandra ein Geheimnis, das seinen Anfang in den Gärten von Blackhurst Manor nahm und seit Generationen das Schicksal ihrer Familie bestimmt.
Blackhurst Manor, Cornwall, Anfang des 20. Jahrhunderts: Nach dem Tod ihrer Eltern wächst Eliza bei ihrem Onkel auf Blackhurst Manor, dem Familienbesitz der Mountrachets, auf. Sie und ihre Cousine Rose werden schnell unzertrennlich. Um der Welt der Erwachsenen zu entfliehen, erkunden sie das geheimnisvolle Anwesen und entdecken einen verborgenen Garten mit einem Cottage - ein Ort, an den sich die fantasievolle Eliza immer wieder zurückziehen kann. Doch als die Mädchen erwachsen werden, zerbricht ihre einstige Freundschaft. Rose verliebt sich in Nathaniel, und als die beiden heiraten, zieht sich Eliza in das Cottage zurück, um sich ganz dem Schreiben von Geschichten zu widmen. So ahnt sie nicht, dass Rose zutiefst unglücklich ist, weil ihre Ehe kinderlos bleibt. In ihrer Verzweiflung bittet sie Eliza um Hilfe. Ein unheilvoller Plan wird in die Tat umgesetzt und bestimmt fortan das Schicksal der nachfolgenden Generationen...
Pressestimmen:
"Ein glänzender Unterhaltungs-Mix aus Familiensaga, Krimi und Liebesgeschichte." Brigitte
| Verkaufsrang: | 2.949 |
|---|---|
| ISBN-10: | 3-453-35476-1 |
| EAN: | 9783453354760 |
| Originaltitel: | The Forgotten Garden |
| Erschienen: | 06.04.2010 |
| Verlag: | Diana Taschenbuch |
| Einband: | Taschenbuch |
| Sprache(n): | Deutsch |
| Auflage: | 4. Auflage |
| Seitenzahl: | 640 |
| Länge/Breite: | 189mm/120mm |
| Gewicht: | 524 g |
| Übersetzer: | Norbert Möllemann, Charlotte Breuer |
| Reihe: | Diana Taschenbücher |
Kate Morton, geboren 1976, wuchs in den Bergen im Südosten von Queensland, Australien, auf. Sie hat Theaterwissenschaften und Englische Literatur studiert. Ihr Debütroman wurde in 13 Länder verkauft und eroberte mittlerweile ein Millionenpublikum. Kate Morton lebt mit ihrem Mann und ihren beiden Söhnen in Brisbane, Australien.
von Martina Binter, am 18.11.2010 aus der Thalia-Buchhandlung in Villach
von Kerstin Stutzke, am 26.01.2013
0 von 0 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
von Florence B., am 08.01.2013
0 von 0 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
von Cora Lein, am 10.12.2012
0 von 0 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
von Antje Christel, am 09.11.2012
0 von 0 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
von A. Adams, am 30.07.2012
0 von 0 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
von Linda, am 13.04.2012
0 von 0 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
von Isabel Ketter, am 20.03.2012
0 von 0 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
von Ramona L., am 29.02.2012
0 von 0 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
von NK, am 06.12.2011
0 von 0 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
von Bani, am 30.09.2011
0 von 0 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
von Gudrun Krull, am 20.09.2011
0 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
von Alike Hinsenkamp, am 20.09.2011
0 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
von Die Nachteule, am 15.09.2011
0 von 0 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
von Ulrike Neidhardt, am 12.09.2011
0 von 0 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
von einer Kundin/einem Kunden, am 09.09.2011
0 von 0 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
von Kristin Brelage, am 11.08.2011
0 von 0 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
von LilaMaus, am 15.07.2011
0 von 0 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
von einer Kundin/einem Kunden, am 04.07.2011
0 von 0 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
von Helen Wirth, am 28.06.2011
0 von 0 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
von Ellen Gerdes, am 10.06.2011
0 von 0 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
London England, 1913
Es war dunkel in der Ecke, aber das kleine Mädchen tat, was man ihm befohlen hatte, und blieb in seinem Versteck hocken. Die Dame hatte gesagt, sie müssten noch warten, es sei noch gefährlich, und sie müssten sich so still verhalten wie Mäuse in der Speisekammer. Es war ein Spiel, das wusste das kleine Mädchen. Wie Verstecken oder Rundball oder Schweinchen in der Mitte.
Das kleine Mädchen kauerte hinter den Holzfässern und lauschte. Machte sich ein Bild, wie sein Papa es ihm beigebracht hatte. Männer, wahrscheinlich Matrosen, riefen sich Dinge zu. Raue, laute Stimmen, die nach Meer und Salz klangen. Worte, die das kleine Mädchen nicht verstand, die ihm jedoch keine Angst machten. In der Ferne das anschwellende Geräusch von Schiffssirenen, Trillerpfeifen, ins Wasser klatschenden Rudern und von hoch oben das Kreischen von Möwen, die die Flügel ausbreiteten, um das wärmende Licht der Abendsonne aufzufangen.
Die Dame würde zurückkommen, das hatte sie versprochen, und das kleine Mädchen hoffte, dass es nicht mehr lange dauern würde. Es wartete schon lange, so lange, dass die Sonne bereits über den ganzen Himmel gewandert war und jetzt so tief stand, dass sie die Knie unter seinem neuen Kleid wärmte. Das kleine Mädchen spitzte die Ohren, wartete darauf zu hören, wie die Röcke der Dame über die hölzernen Planken des Decks raschelten, lauschte auf das Klappern ihrer Absätze, die immer hierhin und dorthin eilten, ganz anders als die seiner Mama. Auf die beiläufige, unbesorgte Weise, die innig geliebten Kindern eigen ist, fragte sich das kleine Mädchen, wo seine Mama sein mochte. Wann sie kommen würde. Und es machte sich Gedanken über die Dame. Es wusste, wer die Dame war, es hatte Großmama von ihr sprechen hören. Sie wurde die Autorin genannt und wohnte in dem kleinen Haus am hinteren Ende des Anwesens, hinter dem Labyrinth. Das sollte das kleine Mädchen eigentlich gar nicht wissen. Man hatte ihm verboten, in der Nähe des Labyrinths aus Dornensträuchern zu spielen. Mama und Großmama hatten ihm eingeschärft, es sei gefährlich auf der Klippe. Aber manchmal, wenn niemand hinsah, tat das kleine Mädchen gern verbotene Dinge.
Unzählige Staubpartikel tanzten in einem Streifen Sonnenlicht, der zwischen zwei Fässern hindurchfiel. Das kleine Mädchen lächelte, und die Autorin, die Klippe, das Labyrinth und seine Mama, all das war mit einem Mal vergessen. Es streckte einen Finger aus, versuchte, ein Staubkorn zu erwischen. Lachte darüber, wie nah die Körnchen dem Finger kamen, bevor sie davonschwebten.
Die Geräusche in der Umgebung änderten sich. Das kleine Mädchen hörte Fußgetrappel, aufgeregtes Stimmengewirr. Es beugte sich in den Lichtschleier vor und legte die Wange an das kühle Holz des Fasses. Spähte mit einem Auge auf das Deck.
Beine und Schuhe und Rocksäume. Bunte Luftschlangen, die im Wind flatterten. Gewitzte Möwen, die das Deck nach Krumen absuchten.
Das riesige Schiff schlingerte, und tief aus seinem Bauch ertönte ein lang gezogenes Stöhnen. Die Deckplanken vibrierten, dass das kleine Mädchen es bis in die Fingerspitzen spürte. Ein kurzer Augenblick der Ungewissheit, das Mädchen hielt den Atem an, stützte sich mit den Handflächen am Boden ab, dann hob und senkte sich das Schiff und entfernte sich langsam vom Kai. Die Schiffssirene heulte auf, großer Jubel und "Bon Vo-yage!"-Rufe erklangen, und sie waren unterwegs. Nach Amerika, zu einem Ort namens New York, wo Papa geboren war. Das kleine Mädchen hatte hin und wieder gehört, wie die Erwachsenen davon geflüstert hatten, wie Mama gesagt hatte, sie sollten so bald wie möglich aufbrechen, sie könnten nicht länger warten. Wahrscheinlich waren Mama und Papa schon vorausgefahren, dachte das Mädchen. Das machten sie manchmal. Gingen fort und ließen es in der Obhut von Großmama und Großpapa zurück.
Wieder musste das kleine Mädchen lachen. Das Schiff glitt durch die Wellen wie ein riesiger Wal, wie Moby Dick in der Geschichte, die Papa ihm so oft vorgelesen hatte. Mama mochte es nicht, wenn er solche Geschichten vorlas. Mama fand, sie würden ihrer Tochter nur Angst machen und ihr Flausen in den Kopf setzen. Papa gab Mama immer einen Kuss auf die Stirn, wenn sie solche Bedenken äußerte, sagte ihr, sie habe recht und er werde in Zukunft besser achtgeben. Aber das hinderte ihn nicht daran, dem Mädchen weiterhin Geschichten von dem großen Wal zu erzählen. Und er las ihm aus dem Märchenbuch vor, das das kleine Mädchen so sehr liebte, Märchen von blinden alten Weiblein und Waisenkindern und von langen Reisen über das Meer. Und er achtete immer darauf, dass es ihr Geheimnis blieb und Mama nichts davon erfuhr.
Das Mädchen verstand, dass sie Geheimnisse vor Mama haben mussten. Mama ging es nicht gut, sie war schon kränklich gewesen, bevor das Mädchen geboren wurde. Großmama ermahnte es stets, brav zu sein, denn, so betonte sie immer wieder, wenn Mama sich aufregte, könne etwas Schlimmes passieren, und dann sei es seine Schuld. Das Mädchen hatte seine Mutter lieb, und da es sie nicht traurig machen wollte und auch nicht wollte, dass ihr etwas zustieß, wahrte es seine Geheimnisse. Es erzählte nichts von den Märchen, verschwieg, dass es manchmal in der Nähe des Labyrinths spielte und dass Papa es hin und wieder zu einem Besuch bei der Autorin in dem kleinen Haus am Ende des Anwesens mitnahm.
"Aha!" Eine Stimme ertönte ganz in der Nähe. "Hab ich dich gefunden!" Das Fass wurde zur Seite geschoben, und das kleine Mädchen blinzelte in die Sonne, bis der Besitzer der Stimme sich ins Licht stellte. Es war ein großer Junge von acht oder neun Jahren. "Du bist nicht Sally", sagte er.
Das Mädchen schüttelte den Kopf.
"Wer bist du?"
Das kleine Mädchen zögerte. Es durfte niemandem seinen Namen nennen. Das war ein Spiel, das die Dame erfunden hatte. "Nun?"
"Das ist ein Geheimnis."
Er zog die Nase kraus, sodass seine Sommersprossen dichter zusammenrückten. "Wieso?"
Das kleine Mädchen zuckte mit den Schultern. Es durfte die Dame nicht erwähnen, das hatte Papa ihr oft genug eingeschärft.
"Wo ist Sally dann?" Der Junge verlor die Geduld. Er schaute nach rechts und links.