Der Übergang

Roman

von Justin Cronin

Buch

gebunden (1019 Seiten)

2. Auflage

Sprache: Deutsch

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Weitere Artikelinformationen

Die Welt, wie Sie sie kennen, wird es nicht mehr geben! Bevor sie das Mädchen von Nirgendwo wurde - das Mädchen, das plötzlich auftauchte, die Erste und Letzte und Einzige, die tausend Jahre lebte - war sie nur ein kleines Mädchen aus Iowa und hieß Amy. Amy Harper Bellafonte. Das Mädchen Amy ist gerade einmal sechs Jahre alt, als es von zwei FBI-Agenten entführt und auf ein geheimes medizinisches Versuchsgelände verschleppt wird. Man hat lange nach Amy gesucht: der optimalen Versuchsperson für ein mysteriöses Experiment, das nichts Geringeres zum Ziel hat, als Menschen unsterblich zu machen. Doch dann geht irgendetwas schief - völlig schief. Von einem Tag auf den anderen rast die Welt dem Untergang entgegen. Und nur eine kann die Menschheit vielleicht noch retten: Amy Harper Bellafonte.

Produktdetails

ISBN-10: 3-442-31170-5
EAN: 9783442311705
Originaltitel: The Passage
Erschienen: 09.08.2010
Verlag: Goldmann
Einband: gebunden
Sprache(n): Deutsch
Auflage: 2. Auflage
Seitenzahl: 1019
Gewicht: 1170 g
Übersetzer: Rainer Schmidt
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Justin Cronin

Justin Cronin stammt aus New England und studierte in Harvard. Er besuchte den berühmten Iowa Writers Workshop und lebt heute mit seiner Frau und seinen Kindern in Houston, Texas, wo er an der Rice University Englische Literatur unterrichtet. Er veröffentlichte zwei Romane, für die er mehrfach ausgezeichnet wurde. Die Übersetzungsrechte an seinem jüngsten Roman "Der Übergang", an dem er über vier Jahre arbeitete, wurden innerhalb kürzester Zeit in 23 Länder verkauft.

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Buchhändlertipps

  • Allein das Cover macht mir Angst!

    von Regina Nikolic, am 02.04.2011 aus der Thalia-Buchhandlung in Wagnersche, Innsbruck

    Der Übergang ist einfach gut, hat genau den richtigen Nervenkitzel und drückt einem auf das Gewissen. Ja wirklich! Es ist einfach schräg.
    Obwohl ich lang gebraucht habe, mich an seine Wortwahl und seinen Schreibstil zu gewöhnen, hat es mich umgehauen!
  • Gänsehaut garantiert!

    von Ursula Schwarz, am 12.03.2011 aus der Thalia-Buchhandlung in max-center

    Ein amerikanisches Experiment geht schief. Statt Unsterblichkeit zu erlangen kommt der schnelle und grausame Tod in Form von "Virals" ( Mischung aus Zombie und Vampir ). Nur die kleine Amy ist immun und soll die Menschheit retten.
    Kein Buch zum Lesen im Bett bei offenem Fenster! Extrem spannend, ein außergewöhnliches Buch. Trotz über 1000 Seiten flott zu lesen.
  • Rette sich, wer kann

    von Jana Wottawa, am 12.03.2011 aus der Thalia-Buchhandlung in Linz

    Amy Harper Bellafonte ist sechs Jahre alt als sie vom FBI entführt wird. Sie und zwölf Todeskandidaten werden als Versuchspersonen für das Projekt NOAH missbraucht, einem Projekt das einen Virus erschaffen soll, mit dem man 1000 Jahre leben kann. Doch dann passiert etwas Schreckliches und es liegt nun an Amy, die Welt zu retten…

    ‚Der Übergang’ ist eines der besten Bücher dass ich seit langem gelesen habe. Die Geschichte der kleinen Amy fesselt einen geradezu, und ich bin schon auf die Fortsetzung gespannt!
  • Spannend

    von Martina Hofmarcher, am 15.02.2011 aus der Thalia-Buchhandlung in Amstetten

    Dieses Buch ist fesselnd von der Ersten bis zur letzten Seite! Die tausend Seiten sind vielleicht anfangs etwas abschreckend aber bei der Letzten fragt man sich: Schon vorbei!? Die Geschichte zieht einen einfach in ihren Bann man kann das Buch wirklich nicht mehr zur Seite legen!!!
    Freue mich schon auf die nächsten Teile und die Verfilmung!
  • Übergang in ein Schreckensszenario

    von Andrea Baumgartner, am 07.02.2011 aus der Thalia-Buchhandlung in Krems

    12 Todeskanditaten, aus den Zellen der verschiedensten Gefängnisse geholt, werden von der US - Army als "Versuchskaninchen" verwendet. In einem eigens dafür eingerichteten Forschungslabor wird den Männern ein Virus eingepflanzt, dass sie unsterblich machen soll. Auch die sechsjährige Amy wird entführt und für das medizinische Projekt missbraucht. Bei ihr hat das Virus aber nicht die gleiche Wirkung wie bei den anderen Probanden. Als das Experiment jedoch ausser Kontrolle und die "Objekte" in Freiheit geraten,ist das Überleben der Menschheit gefährdet. Eine kleine Anzahl Menschen, die es geschafft hat in einer Kolonie zu überleben und nicht infiziert zu werden, macht sich auf um mithilfe von Amy die Welt zu retten.


    Man muss sich wirklich zwingen dieses Buch zur Seite zu legen. Teilweise meint man, selbst mitten im Geschehen involviert zu sein. In den Lesepausen ist man eigentlich nur gespannt, wie das Abenteuer weitergeht. Ist man am Ende angelangt wünscht man sich, sofort beim 2. Teil weiterzulesen. Einfach grossartig!
  • Ein Leseerlebnis

    von Doris Oberauer, am 28.11.2010 aus der Thalia-Buchhandlung in Grieskirchen

    Die kleine Amy wird von FBI Agenten entführt und auf ein Versuchsgelände gebracht. Sie soll die optimale Versuchsperson für ein Experiment sein, das Menschen unsterblich machen soll. Doch dann geht dieses Experiment gewaltig schief…
    Eine Mischung aus Horror und Mystery. Für Fans von Stephen King!
  • Bitte Amy rette uns!

    von Bettina Berger, am 19.09.2010 aus der Thalia-Buchhandlung in Linz

    Amy Harper Bellafonte ist ein ganz normales sechsjähriges Mädchen, bis sie vom Militär als Versuchsobjekt missbraucht wird um einen Virus zu optimieren der der Menschheit Unsterblichkeit bringen soll. Das Experiment gerät aber ausser Kontolle und blutrünstige Vampire läuten den Untergang der Welt ein, nur ein Mädchen ist vielleicht in der Lage die Apokalypse aufzuhalten, Amy!

    Das erste Drittel dieses Schmökers hat mich in den Bahn gezogen, die anderen zwei hätte man ruhig ein bisschen kürzen können. Die Geschichte hat mich an vielen Stellen sehr an Resident Evil erinnert, blutig, grauslig, gruslig, beklemend und währe da nicht Amy gewesen und teilweise auch andere Personen, deren Geschichte ich unbedingt erfahren wollte, hätte ich das Buch wahrscheinlich weggelegt zeitweise hat der Autor einfach zu viel des Guten gewollt.
    Mein Fazit: Wer einmal anfängt legt dieses Buch auch nicht mehr weg und da "Der Übergang" der erste Teil einer Triologie ist wird man sich auch die zwei anderen zulegen müssen!
  • Das beste Buch seit Jahren

    von Regina Götzendorfer, am 10.09.2010 aus der Thalia-Buchhandlung in der Plus City

    Dieses Buch ist wuchtig, genial durchdacht und extrem spannend. Es erinnert mich sehr oft an die besten und frühen Werke von Stephen King (von dem ich ein Riesenfan bin). Die Geschichte endet nach gut 1000 Seiten und könnte locker das doppelte noch vertragen. Ich bin gespannt auf eine Fortsetzung.Und die muss es geben nach diesem offenen Schluß.
    Nicht lange überlegen, lasst euch auf dieses Abenteuer sofort ein!!!!
  • Spannend und durchdacht von Anfang bis zum Ende

    von Helga Herzog, am 27.08.2010 aus der Thalia-Buchhandlung in Steyr

    Man kann dieses Buch absolut empfehlen. Es beinhaltet verschiedene Genres. Horror, Spannung, Mystik,Fantasy, Vampire, Thriller.
    Stephen King würde sich meiner Meinung nach vor diesem Autor hochachtungsvoll verneigen.
    Ein Experiment, dass außer Kontrolle gerät und ein Mädchen dass die einzige Hoffnung für die Welt ist....Amy Harper Bellafonte!
    Man findet sich immer wieder in neuen spannenden Situationen und gleitet auch sofort hinein. Dieses Buch hat über 1000 Seiten und ist durchzogen von verschiedenen Handlungssträngen die bis zum Schluss fesseln. Spannung pur!

Kundenrezensionen

  • Spannender Thriller Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv

    von Lesefreund, am 07.01.2012

    0 von 0 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.

    Der Übergang ist ein spannendes und oft nicht vorhersehbares Buch. Der Roman besteht zum Teil aus realistischen (eher weniger) und fiktiven Zukunftsvisionen. Teilweise hat mich die Geschichte so gefesselt, dass ich auf dem Weg von und zur Arbeit mit der Bahn versehentlich am Zielbahnhof vorbeigefahren bin. Sollte es zu diesem Roman einen zweiten Teil geben, greife ich auf jeden Fall wieder zu.

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  • Sehr gut durchdacht Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv

    von einer Kundin/einem Kunden, am 06.09.2011

    0 von 0 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.

    Ein sehr gut durchdachter und schlüssiger SF-Roman. Endzeitszenario mit Hoffnungsschimmer. Hervorragend beschriebene Charaktere. Ich freue mich auf den nächsten Teil, der wohl 2012 erscheinen soll.

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  • langatmiger Auftakt Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern inaktiv Bewertungsstern inaktiv

    von einer Kundin/einem Kunden, am 02.08.2011

    0 von 0 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.

    „Der Übergang“ ist der Beginn einer Trilogie.
    INHALT
    Die Geschichte beginnt zwischen den Jahren 2015 und 2020. Der FBI Agent Wolgast hat den Auftrag zum Tode verurteilte Verbrecher für ein Experiment zu „überreden“. Eines Tages soll er aber für dieses Experiment ein sechs jähriges Mädchen (Amy) entführen. Er hat fürchterliche Gewissensbisse und befreit das Mädchen wieder. Aber bei diesem Experiment gerät außer Kontrolle. Das Virus, das der Menschheit helfen soll länger zu Leben, gelangt nach draußen. Fast die gesamte Menschheit stirbt. Es vergehen ca. 100 Jahre. Amy lebt, und ist kaum gealtert. Sie ist es, die die Menschen retten kann.
    KRITIK
    Das Buch hat eine super Leistung. Es besitzt ein Bändchen und hat ein Schutzumschlag. Außerdem hat dieses Buch etwas mehr als 1000 Seiten zum lesen.
    Das Buch fängt mit dem Teil „Wolgast“ gut und spannend an. Alles ist geheimnisvoll, die Handlung ist logisch. Woher stammt das Virus? Wie konnte es solange unentdeckt bleiben? Wie kann es so eine Art Virus überhaupt geben? Was für ein Mädchen ist Amy? Warum klappt das Experiment bei ihr? Diese Fragen werden kaum bis gar nicht beantwortet. Das hat damit zu tun, dass dieses Buch als Trilogie angelegt ist. Es ist aber sehr frustrierend nur wage Antworten bis gar keine Antworten zu den Fragen zu bekommen (minus 1 Stern). Als weiteren Kritikpunkt, wäre der zweite Teil der Geschichte. Viele Charaktere werden vorgestellt (ausführlich)(Minus 1 Stern). Amy dagegen ist eher eine Randfigur, die man zeitweise auch vergessen könnte. Dazu kommt, dass kaum etwas im zweiten Teil passiert (Schuld: die viele Personen), es kommt kaum Spannung auf. Langatmig geschrieben. Dafür schreibt der Autor sehr flüssig und kann gut beschreiben. Insgesamt gebe ich 3 Sterne, weil es der Auftakt einer Trilogie ist, die Idee gut ist und der Schreibstil passt.

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  • Ein hartes Stück Arbeit - das am Ende belohnt wird Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern inaktiv

    von horrorbiene, am 17.05.2011

    1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.

    Dieses Buch ist ein wirklicher Wälzer: Über tausend Seiten und eine Seite ist eng beschrieben. Es zu lesen kam mir gerade zu Beginn vor, wie ein richtiges Stück Arbeit. Das mag vielleicht auch daran liegen, dass die Inhalte, die im Klappentext angekündigt werden relativ lange auf sich warten lassen. Daran Aufbau kann man erkennen, dass die Gesamthandlung auf mehr als ein Buch aufgeteilt werden soll und dieser Band den Einstieg in diese Trilogie markiert. Ich lese eigentlich wirklich gern ausführlich ausgearbeitete und ausformulierte Plots, doch hier dachte ich zwischendurch zwar nicht ans Aufgeben, aber daran, die Trilogie sicher nicht zu Ende zu lesen. Dabei schreibt Cronin gar nicht so ausführlich, er hat nur sehr viel zu erzählen und lässt Details dabei nicht unter den Tisch fallen. Sein Schreibstil ist flüssig und wirklich gut lesbar, weshalb Der Übergang mich dann doch zum Durchhalten bewegt hat. Und siehe da: Gegen Ende wird das Buch wirklich spannend und ich konnte es nicht mehr aus der Hand legen. Meine Meinung bezüglich des Weiterlesens der Trilogie hat sich auch geändert, denn ich möchte nun doch wissen, wie es weitergeht mit den Helden der Geschichte. Doch bis man zu den Protagonisten eine Beziehung aufgebaut hatte, dauerte es leider zu lang und man wusste lange Zeit auch gar nicht, wer – außer Amy – ist einer der Hauptprotagonisten um die es gehen soll. Und genauer betrachtet ist Amy keine Hauptperson. Sicher, es dreht sich alles um sie und ihre Ankunft im Lager soll einiges ins Rollen bringen, doch meistens bleibt sie passiv und wird seitenweise kaum erwähnt, obwohl sie bei den Aktivitäten mit von der Partie ist. Im weiteren Verlauf ändert sich dies, da Amy sich verändert und das gibt Hoffnung für einen transparenteren zweiten Teil.
    Die Handlung ist gut ausgearbeitet und detailverliebt und definitiv auf etwas Großes ausgelegt. Praktisch erst im Finale wird dem Leser klar, worum es in den Fortsetzungen gehen wird. Dies war der Spannung etwas undienlich, da man das Gefühl hatte, das Licht am Ende des Tunnels würde niemals kommen und dementsprechend ist die Stimmung beim Lesen: Man hat das Gefühl man beobachtet eine Gruppe Ameisen und sieht ihnen beim Sterben zu, während sie weiter ihrer Arbeit nachgehen.
    Was mich auch etwas störte war der Titel. Sicher kam der Begriff Übergang mindestens zwei Mal in Verbindung einer Wandlungsphase der vom Virusbefallenen vor, doch dies stand in keiner Weise im Fokus des Geschehens oder markierte einen zentralen Wendepunkt. Die Frage wer von welchem Zustand in welchen anderen Übergeht ist nicht geklärt. Ich kann mir jedoch nicht vorstellen, dass der Übergang räumlich zu verstehen ist.

    Fazit: Das Buch ist dick, der Text ist lang und bis die Hauptstory beginnt muss man viele Seiten lesen, die die Trilogie vorbereiten. Das Buch ist kein Vampir-Thriller, sondern eine Dystopie mit viel Endzeitstimmung und wenig Hoffnung. Wenn man dies weiß und sich dennoch auf Der Übergang einlassen mag, der bekommt ein wirklich gut geschriebenes Werk, das am Ende auf jeden Fall Lust macht, die Fortsetzung zu lesen.

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  • Spannend Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv

    von Bianca Hahn, am 09.05.2011

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    Ich wollte das Buch erst schon wieder aus der Hand legen, als mir klar wurde, das es mal wieder eine Art Vampirroman ist und dann auch noch der 1. von 3 Bänden.
    Habe ich aber zum Glück nicht gemacht, denn es ist ein wunderschönes, spannendes Buch, in das man sich aber erstmal ein bißchen reinlesen muß und die Protagonisten kennenlernen muß.
    Dann kann man es nicht mehr aus der Hand legen!
    Toll!!!

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  • Apokalyptisches Endzeitwerk Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern inaktiv

    von Vito Corleone, am 11.04.2011

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    Inhalt : Amy ist 6 Jahre alt als sie aus dem Nonnenkloster, indem sie ihre Mutter zurückgelassen hat, herausgerissen wird. Denn Amy wird von zwei Männern entführt, die, wie es sich rausstellt, dem FBI angehören.
    Schon lange war das Federal Bureau of Investigation auf der Suche nach Amy, denn sie scheint ideal geeignet zu sein um auch an ihr einen neuartigen Virus, welcher Menschen unsterblich machen soll, zu testen, der bereits 12 Männer, die eigentlich auf ihre Todesstrafe warteten, in ihr Unglück getrieben hat.
    Doch im Gegensatz zu den bisherigen Testpersonen zeigt der Virus bei Amy die gewünschte Wirkung und die verantwortlichen Wissenschaftler sind sich schon gewiss eine neue Stufe der Evolution erklommen zu haben, bis durch einen unglücklichen Zwischenfall die 12 zuvor Infizierten ausbrechen können und die Menschheit bedrohen.
    Der einzige Hoffnungsschimmer, der noch bleibt heißt Amy....

    Fazit : Mehr als 1000 Seiten Lesevergnügen, extrem spannend, viele Wendungen und niemals langweilig...Eine Katastrophe die Wirklichkeit werden kann...von mir 4 Sterne....


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  • IRRE!!!! Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv

    von Christoph K., am 13.02.2011

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    ein echt spannendes und toll geschriebenes buch! alleine die lang gehaltenen kapitel, sowie die tatsache, dass "szenenwechsel" knapp gehalten werden ist positiv, da man den faden nicht verliert! mit über tausend seiten sicher keine leichte lektüre, aber herr cronin: gas geben beim schreiben! ich freue mich auf die weiteren 2 teile!

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  • gut Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern inaktiv

    von einer Kundin/einem Kunden, am 05.02.2011

    1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.

    Das erste Buch von Cronin und das erste Buch über 1000 Seiten dass ich gelesen habe.

    Die ersten ca. 400 Seiten sind super spannend geschrieben.

    Als der Teil der ersten Kolonie anfängt, war ich erst etwas enttäuscht. Die Spannung war erstmal raus. Es war als würde man ein neues Buch anfangen zu lesen.

    Aber wenn man dann erstmal wieder drin ist, dann geht es wieder weiter mit Spannung.

    Ich bin durch Zufall auf dieses Buch gekommen und ich muss sagen, ich habe es nicht bereut es gekauft oder gelesen zu haben.

    Das Ende ist offen und ich bin gespannt auf die Fortsetzung...

    Lohnt sich auf jedenfall zu lesen.


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  • Großartig!!! Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv

    von Thomas Meyer, am 29.01.2011

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    Dieses Buch ist einfach in jeder Hinsicht Großartig!
    War erst ein wenig skeptisch bei einem Buch über tausend Seiten kann aber sagen das es sich von der ersten bis zur letzten Seite sehr fließend und spannend liest.
    Die Story ist fesselnd und prima durchdacht, außerdem ist mir Amy Harper Bellafonte ans Herz gewachsen.
    Freue mich riesig auf eine Fortsetzung.

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  • Endzeit Thriller mit Hoffnung Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern inaktiv

    von Philip, am 25.01.2011

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    Gleich vorweg, wenn jemand leichte Bettlektüre die schnell und einfach zu lesen ist sucht, ist mit "Der Übergang" falsch beraten. 1000 Seiten stark - und das war erst der Anfang, es kommen ja noch 2 Teile.

    Zum Buch selber, relativ übersichtlich geschrieben mit wenigen zeitlichen und örtlichen Schwankungen, sodass der "Rote Faden" eigentlich nicht verloren werden kann.

    Amerikanische, zum Tode verurteilte, Häftlinge werden von der US Army mit einem neuartigen Virus infiziert, unter Ihnen auch ein kleines, 6-jähriges Mädchen. Bei allen wirkt sich der Virus fatal aus, außer bei der Kleinen.

    Die Menschheit wird nahezu vernichtet, außer kleine Gruppen, die es schaffen über Jahrzehnte der Infizierung zu entgehen. Und hier setzt die Kernthematik des Buches ein, der Versuch weiterhin am Leben zu bleiben und mithilfe der Kleinen Amy den Virus zu vernichten.

    Sehr spannend, interessant und bildlich geschrieben, sodass es einem nicht schwer fallen sollte, sich in die ganze Situation hineinzuleben. Es lohnt sich auf jeden Fall diese Trilogie zu beginnen, auch wenn Teil 2 und 3 erst in einem bzw. 2 Jahren auf den Markt kommen wird. 4x Daumen hoch!

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  • Das Mädchen von Nirgendwo. Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern inaktiv

    von David Siegenthaler, am 15.01.2011

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    Das Mädchen von nirgendwo hat mich in ihren Bann gerissen.

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  • Genial! Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv

    von einer Kundin/einem Kunden, am 06.01.2011

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    Ein tolles Buch!!!Sehr gut geschrieben!Bin total gespannt wies weiter geht!!!Freu mich sehr auf die Fortsetzung!Sehr spannent,habs in 1 Woche verschlungen!

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  • Sehr gut! Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv

    von einer Kundin/einem Kunden, am 01.01.2011

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    Eines der besten Bücher die ich, von Schreibstil, bis über die Geschichte, sowie Aufmachung (Email- Auszüge, Zeitungsauschnitte, Tagebucheinträge etc.), bisher gelsen habe... Ich lese seit 3 Tagen dran bin auf seite 886.. Ich kann es nicht mehr aus der Hand legen! Wenn ein Buch so spannend ist das man denkt man ist mittendrin, dann war es genau das richtige!!!

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  • Hoffentlich gibt es bald Band 2! Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern inaktiv

    von einer Kundin/einem Kunden, am 31.12.2010

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    Wenn man mit dem Lesen beginnt, hat man keine Ahnung worauf man sich einlässt. Es geht recht gemächlich los und man stellt sich auf eines dieser Horror/Zukunfts-Bücher nach bekanntem Schema F ein. Nur dass dann alles ganz anders weitergeht...

    Das Buch war ein Zufallskauf, der sich als Glücksgriff herausgestellt hat. Die Mischung aus ruhigeren Passagen und Hochspannung ist sehr gut gelungen und zwingt selbst dann noch zum Weiterlesen, wenn man eigentlich schon lange das Licht hätte ausmachen müssen.

    Wenn man am Ende angelangt ist, mag man das gar nicht akzeptieren. Hoffentlich kommt der nächsten Band bald!

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  • Unterhaltsam Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern inaktiv

    von USa, am 03.12.2010

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    Die lakonische Schlagzeile deutet schon an, dass ich nicht restlos begeistert bin. Dass es dennoch zu vier Sternen gereicht hat, liegt daran, dass die Geschichte nach gut 350 Seiten doch noch Fahrt aufnimmt. Während des ersten Drittels scheint der Autor (und der soll Literatur unterrichten?) erst mal an seiner sprachlichen Ausbildung zu arbeiten. Er kommt von Hölzchen auf Stöckchen und scheint kaum in der Lage zu sein, einen Handlungsfaden zu Ende zu bringen, bevor er den nächsten beginnt.


    Dies kennt man so von Endlos-Fernsehserien wie "Kampfstern Galactica" oder "Lost", die den Eindruck machen, dass sie keine Geschichte erzählen, sondern einfach noch ein wenig Einschaltquote mitnehmen wollen, bevor sie freiwillig abtreten. Das setzt sich so auch durch den gesamten Roman fort: Ständig erscheinen und verschwinden Figuren auf unerwartete Weise, sodass ich mir bisweilen dachte: "Aha, da hat der Darsteller zu viel Gage verlangt — ach nee, ist ja ein Buch!"


    Am Ende könnte man auf die Idee kommen, das der Autor nicht so recht wusste, ob die Erzählung nun zu Ende sein soll oder nicht. Keine Bange: Er hat die Fortsetzung bereits angekündigt und, falls hier ein anderer Eindruck entstanden sein sollte, ich möchte diese auf keinen Fall verpassen, denn unterm Strich bleibt eine spannende und lesenswerte Geschichte.

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  • Endzeitstimmung mit Niveau Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern inaktiv

    von Florian Kuhrt, am 08.11.2010

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    Menschen spielen Gott, Menschen verlieren Kontrolle, Menschen werden ausgelöscht.
    Haben Sie schon hundert mal gelesen oder gesehen? Nicht so.
    Versprochen.
    Selten ist ein Endzeitszenario so konsequent durchdacht, so stimmig konstruiert worden.
    Dieser finstere Schmöker um eine Handvoll Menschen, die entschlossen ums Überleben kämpfen, ist DAS Winterlesebuch schlechthin.
    Sozusagen die Stephen King(wie er früher schrieb)-Version von McCarthys "The Road", nur dass Sie anschließend nicht depressiv sind, sondern Ihren Buchhändler nach dem Erscheinungstermin des Folgebands löchern werden.


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  • echt klasse!!! Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv

    von einer Kundin/einem Kunden, am 06.11.2010

    1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.


    Als ich mit dem Lesen des Buches anfing, dachte ich, es wäre das typische was man schon von den Filmen kennt. Die Welt geht wegen einem Virus unter... Doch zu meiner Überraschung hat sich meine Meinung geändert.
    ja, es liegt an einem Virus, doch das Buch ist denoch ganz anders. Ich kenne noch kein Buch und Film dass ich mit dem "Der Übergang" vergleichen kann. Es ist sehr spannend und gleichzeitig sehr emotional.

    Die Charaktere weden so gut beschrieben, so dass man sich praktisch in das Buch hineinversetzten kann und wenn man erst angefangen hat, dann kriegt man einfach nicht hin das Buch wieder wegzulegen.

    Das Buch hat zwar so um die 1000 Sieten doch schon jetzt finde ich schade, dass es zuende geht. Um so mehr freue ich mich auf die Fortsetzung die es hoffentlich bald geben wird.

    Kann das Buch sehr empfehlen. Man muss es gelesen haben...

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  • Wer Stephen King, Koontz, Saul ect. mag, wird dieses Buch lieben Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv

    von einer Kundin/einem Kunden, am 25.10.2010

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    Ich verschlinge Bücher, wie andere Süßigkeiten, so dass ich mir auch sofort dieses Buch kaufen musste. Und ich wurde nicht enttäuscht, es hat mich total gefesselt. Es ist spannend, blutig, traurig, eben alles, was ein Buch ausmacht.
    Wer die üblichen Spitzenautoren mag, wird auch dieses Buch verschlingen. Ich kann es nur jedem empfehlen.Viel Spaß damit.

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  • Perfekt konstruiert und gnadenlos spannend Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv

    von Mirko Röhm, am 19.10.2010

    0 von 0 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.

    Mit "Der Übergang" gelingt Justin Cronin das Kunststück mit einem frühen Stephen King mithalten zu können. Man fühlt sich unweigerlich an die frischen Romanideen der 80er erinnert, wo alles noch neu und so genial durchkonstruiert war.
    Auf über 1000 Seiten kommt nicht eine Sekunde Langeweile auf und die Story bietet abseits ihres Endzeit-Themas viele neue Ideen und ist für mich bereits jetzt unter den Top 3 der Neuerscheinungen des Jahres 2010 zu finden.
    Großartig!

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  • Erinnert an Stephen Kings "Das letzte Gefecht" Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv

    von Michaela Korinth, am 06.10.2010

    0 von 0 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.

    Dieses Buch hat mich sehr überrascht. Die Story ist wirklich fesselnd. Bei einem Experiment der US-Army an 12 menschlichen Probanden, passiert ein Unglück, welches fatale Folgen hat. Es bleibt nur noch Amy, ein kleines Mädchen, welche als 13. Versuchsperson auch mit dem Virus infiziert wurde, jedoch resistent dagegen ist. Das Schicksal der Menschheit liegt in ihren Händen. Über 1000 Seiten spannender Lesestoff, der sich lohnt.

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Bevor sie „Das Mädchen Von Nirgendwo“ wurde - das Mädchen, das plötzlich auftauchte, Die Erste Und Letzte Und Einzige, die tausend Jahre lebte -, war sie nur ein kleines Mädchen aus Iowa und hieß Amy. Amy Harper Bellafonte.
Als Amy geboren wurde, war ihre Mutter Jeanette neunzehn. Jeanette taufte das Baby Amy nach ihrer eigenen Mutter, die schon lange tot war, und den zweiten Vornamen, Harper, gab sie ihr nach Harper Lee, der Frau, die Wer die Nachtigall stört geschrieben hatte, Jeanettes Lieblingsbuch - und obendrein das einzige Buch, das sie auf der Highschool von Anfang bis Ende gelesen hatte. Sie hätte sie vielleicht auch Scout genannt, nach dem kleinen Mädchen in dem Buch, denn sie wollte, dass ihr kleines Mädchen genauso wurde, zäh und komisch und klug - so, wie sie selbst, Jeanette, nie hatte werden können. Aber Scout war ein Jungenname, und sie wollte nicht, dass ihre Tochter ihr Leben lang erklären musste, warum sie so hieß.
Amys Vater war ein Mann, der eines Tages in das Lokal hereingeschneit kam, in dem Jeanette schon seit ihrem sechzehnten Lebensjahr bediente; ein Diner, der bei allen nur The Box hieß, weil er genauso aussah: wie ein großer, verchromter Schuhkarton neben der Landstraße. Rechts und links nur Mais- und Bohnenfelder, und meilenweit sonst gar nichts außer einer Autowaschanlage mit Selbstbedienung, so einer, wo man Münzen einwerfen und dann die ganze Arbeit selbst tun musste. Der Mann, der Bill Reynolds hieß, verkaufte große Landmaschinen,
Mähdrescher und solche Sachen, und er war ein Schmeichler und erzählte Jeanette, als sie ihm seinen Kaffee einschenkte und danach immer wieder, wie hübsch sie doch sei und wie gut ihm ihr kohlrabenschwarzes Haar und ihre nussbraunen Augen und ihre schlanken Handgelenke gefielen. Und es klang so, als meinte er es wirklich ernst, nicht wie die Jungs in der Schule, die so etwas nur sagten, um sie rumzukriegen. Er hatte ein großes Auto, einen neuen Pontiac mit einem Armaturenbrett, das glänzte wie ein Raumschiff, und mit Ledersitzen, so weich wie Butter. Sie hätte diesen Mann lieben können, dachte sie, ihn wirklich und wahrhaftig lieben können. Aber er blieb nur ein paar Tage in der Stadt und fuhr dann weiter. Als sie ihrem Vater erzählte, was passiert war, wollte er sich den Kerl schnappen und dafür sorgen, dass er für alles geradestand. Aber was Jeanette wusste und nicht sagte, war dies: Bill Reynolds war ein verheirateter Mann. Er hatte eine Familie in Lincoln, weit weg in Nebraska. Er hatte ihr sogar die Fotos seiner Kinder in seiner Brieftasche gezeigt, zwei kleine Jungs in Baseball-Trikots, Bobby und Billy. Und deshalb sagte sie ihrem Vater nicht, wer der Mann war, der ihr das angetan hatte, auch wenn er sie noch so oft fragte. Sie verriet ihm nicht einmal seinen Namen.
Und um ehrlich zu sein, machte ihr das alles nichts aus: nicht die Schwangerschaft, die bis zum Schluss problemlos verlief, nicht die Entbindung, die kurz, aber schwer war, und schon gar nicht das Baby, ihre kleine Amy. Um Jeanette zu zeigen, dass er ihr verziehen hatte, hatte ihr Vater das alte Zimmer ihres Bruders als Kinderzimmer hergerichtet, sogar das alte Kinderbett hatte er vom Speicher geholt, in dem Jeanette vor Jahren selbst noch geschlafen hatte. Gegen Ende der Schwangerschaft war er mit ihr zu Wal-Mart gefahren, um ein paar Sachen zu holen, die sie brauchen würde - Strampelanzüge und eine kleine Plastikwanne und ein Mobile zum Aufziehen, das über dem Bettchen hängen sollte. Er hatte in einem Buch gelesen, dass Babys solche Sachen bräuchten, Sachen zum Anschauen, damit ihr kleines Gehirn in Gang kam und anfing, ordentlich zu arbeiten. Von Anfang an dachte Jeanette bei dem Baby immer an »sie«, denn im Grunde ihres Herzens wünschte sie sich ein Mädchen, aber sie wusste, dass man so etwas niemandem sagen durfte, nicht einmal sich selbst durfte man das eingestehen. Im Krankenhaus drüben in Cedar Falls hatte sie eine Ultraschalluntersuchung machen lassen. Als die Frau in dem geblümten Kittel mit dem kleinen Plastikpaddel über ihren Bauch strich, hatte sie sie gefragt, ob sie sehen könne, was es war. Aber die Frau hatte nur gelacht, auf den Monitor mit Jeanettes vor sich hinträumendem Baby geschaut und gemeint: Honey, dieses Baby ist schüchtern. Bei manchen kann man es sehen, bei andern wieder nicht, und das hier ist eins von den Letzteren. Deshalb wusste Jeanette es nicht, und es war ihr auch recht. Nachdem sie und ihr Vater das Zimmer ihres Bruders ausgeräumt und seine alten Wimpel und Poster von den Wänden genommen hatten - José Canseco, eine Band namens Killer Picnic, die Bud Girls -, sahen sie, wie verschossen und verschrammt die Wände waren, und sie strichen sie mit einer Farbe, die »Dreamtime« hieß und die irgendwie eine Mischung aus Rosa und Blau war - passend für Babys beiderlei Geschlechts. Ihr Vater klebte eine Tapetenbordüre oben an die Wand, ein gleichförmiges Muster aus Enten, die in einem Tümpel plantschten, und polierte den alten Schaukelstuhl aus Ahorn, den er bei einer Versteigerung ergattert hatte. Jeanette sollte schließlich auch etwas haben, wo sie sitzen und die Kleine im Arm halten konnte.
Das Baby kam im Sommer; es war ein Mädchen, wie sie es sich gewünscht hatte, und wurde Amy Harper Bellafonte genannt. Reynolds stand als Name nicht zur Debatte - der Nachname eines Mannes, den Jeanette vermutlich nie wiedersehen würde und den sie jetzt, da Amy da war, auch gar nicht mehr wiedersehen wollte. Und Bellafonte - einen besseren Namen konnte man gar nicht haben. Es bedeutete »schöne Quelle«, und genau das war Amy auch. Jeanette fütterte und wiegte sie und wechselte ihre Windeln, und wenn Amy mitten in der Nacht weinte, weil sie nass oder hungrig war oder Angst vor der Dunkelheit hatte, dann stolperte Jeanette durch den Flur zum Kinderzimmer, ganz gleich, wie spät es war oder wie müde sie nach der Arbeit im Diner war. Und sie nahm die Kleine auf und sagte, sie sei da und sie werde immer für sie da sein: Wenn du weinst, komme ich gerannt, das ist der Deal zwischen uns beiden, zwischen dir und mir, für immer und ewig, meine kleine Amy Harper Bellafonte. Dann hielt sie sie auf dem Arm und wiegte sie, bis die Jalousien in der Morgendämmerung fahl wurden und sie in den Ästen der Bäume draußen die Vögel singen hörte.
Mit einem Mal war Amy drei, und Jeanette allein. Ihr Vater war gestorben, an einem Herzinfarkt, sagte man ihr, oder vielleicht an einem Schlaganfall. Niemand nahm das so genau. Was immer es war, es traf ihn eines Wintermorgens in aller Früh, als er zu seinem Truck ging, um zur Arbeit im Silo zu fahren; er hatte gerade noch Zeit, seinen Kaffee auf den Kotflügel zu stellen, bevor er tot umfiel. Er verschüttete keinen Tropfen. Sie arbeitete immer noch im Diner, aber plötzlich reichte das Geld nicht mehr, nicht für Amy und sie zusammen, und ihr Bruder, der irgendwo bei der Navy war, beantwortete ihre Briefe nicht. Gott hat den Staat Iowa geschaffen, hatte er immer gesagt, damit man wieder von dort abhauen kann. Sie wusste nicht, was sie tun sollte.
Da kam eines Tages ein Mann in das Lokal. Es war Bill Reynolds. Er war irgendwie verändert, aber nicht zum Besseren. Der Bill Reynolds, an den sie sich erinnerte - und sie musste zugeben, dass sie von Zeit zu Zeit immer noch an ihn dachte, an Kleinigkeiten hauptsächlich: wie sein aschblondes Haar beim Sprechen in die Stirn fiel, oder wie er über seinen Kaffee blies, bevor er einen Schluck trank, selbst wenn er gar nicht mehr heiß war -, dieser Bill Reynolds hatte etwas an sich, so etwas wie ein warmes Licht von innen heraus, in dessen Nähe man gern sein wollte. Es erinnerte sie an diese kleinen Plastikstäbe, die man knicken musste, damit die Flüssigkeit darin anfing zu leuchten. Dies war noch derselbe Mann, aber das Leuchten war nicht mehr da. Er sah älter aus, dünner. Sie sah, dass er unrasiert war, und sein Haar war nicht gekämmt; es war fettig und stand wirr vom Kopf ab, und er trug kein gebügeltes Poloshirt, sondern nur ein gewöhnliches kariertes Arbeitshemd, wie ihr Vater eins getragen hatte, und es hing aus der Hose und hatte Schweißflecken unter den Armen. Er sah aus, als habe er die Nacht im Freien verbracht oder irgendwo im Auto geschlafen. In der Tür suchte er ihren Blick, und sie folgte ihm nach hinten zu einem Tisch.
- Was machst du hier?
- Ich habe sie verlassen, sagte er, und als er sie ansah, wie sie vor seinem Tisch stand, roch sie Bierdunst in seinem Atem, und sie roch Schweiß und schmutzige Kleider. Ich hab's getan, Jeanette. Ich habe meine Frau verlassen. Ich bin ein freier Mann.
- Du bist den ganzen Weg hierhergefahren, um mir das zu sagen?
- Ich habe an dich gedacht. Er räusperte sich. Oft. Ich habe an uns gedacht.
- Wie, an uns? Uns gibt es nicht. Du kannst hier nicht einfach so aufkreuzen und sagen, du hast an uns gedacht.
Er richtete sich auf. - Es ist aber so.
- Hier ist viel Betrieb. Siehst du das nicht? Ich kann mich nicht ein - fach so mit dir unterhalten. Du musst etwas bestellen.
- Okay, antwortete er, aber er schaute nicht zur Speisentafel an der Wand hinüber. Er wandte den Blick nicht von ihr. Ich nehme einen Cheeseburger. Einen Cheeseburger und eine Coke.
Als sie seine Bestellung notierte und die Worte vor ihren Augen verschwammen, begriff sie, dass sie angefangen hatte zu weinen. Ihr war, als habe sie einen ganzen Monat nicht geschlafen, ein ganzes Jahr nicht. Mit allerletzter Willenskraft stemmte sie sich gegen die Last der Erschöpfung. Es hatte eine Zeit gegeben, da hatte sie mit ihrem Leben etwas anfangen wollen: Haareschneiden vielleicht, einen Gewerbeschein beantragen, einen kleinen Frisörsalon aufmachen, in eine richtige Stadt ziehen, nach Chicago oder Des Moines, ein Apartment mieten, Freunde haben. Aus irgendeinem Grund hatte sie immer ein ganz bestimmtes Bild von sich selbst im Kopf gehabt: Sie saß in einem Restaurant, einem Coffeeshop eigentlich, aber hübsch; es war Herbst und kalt draußen, und sie saß allein an einem kleinen Tisch am Fenster und las ein Buch. Vor ihr auf dem Tisch stand ein dampfender Becher Tee. Dann schaute sie aus dem Fenster auf die Straße der Stadt, in der sie war, und sah die Leute draußen vorbeihasten, in dicken Mänteln und Mützen, und sie sah auch ihr eigenes Gesicht, das sich in der Scheibe spiegelte, vor all den Leuten draußen. Aber als sie jetzt dastand, war es, als gehörten alle diese Gedanken zu einer ganz anderen Person. Jetzt war da Amy, die halbe Zeit krank - erkältet oder mit einem verdorbenen Magen, den sie sich in der miesen Tagesstätte geholt hatte, in die Jeanette sie brachte, wenn sie zur Arbeit musste. Ihr Vater war gestorben, so plötzlich, als sei er durch eine Falltür verschwunden, und Bill Reynolds saß hier am Tisch, als wäre er nur mal kurz hinausgegangen, nicht vier Jahre weggewesen.
- Warum tust du mir das an?
Er schaute ihr eine ganze Weile in die Augen und berührte ihren Handrücken. - Lass uns später reden. Bitte.
Am Ende zog er bei ihr und Amy ein. Sie hätte nicht mehr sagen können, ob sie es ihm angeboten hatte oder ob es einfach irgendwie passiert war. So oder so bereute sie es auf der Stelle. Dieser Bill Reynolds - wer war er wirklich? Er hatte seine Frau und seine Jungs, Bobby und Billy in ihren Baseball-Trikots, verlassen, hatte alles in Nebraska zurückgelassen. Der Pontiac war weg, und mit seinem Job war es auch vorbei. Angesichts der wirtschaftlichen Lage, erklärte er, kaufe kein Mensch irgendetwas. Er habe einen Plan, sagte er, aber der einzige Plan, den sie sehen konnte, bestand offenbar darin, zu Hause rumzusitzen. Er tat nichts, nicht mal das Frühstücksgeschirr räumte er ab, während Jeanette den ganzen Tag im Diner arbeitete.
Er schlug sie zum ersten Mal, als er drei Monate bei ihr wohnte; er war betrunken, und danach brach er sofort in Tränen aus und sagte immer wieder, es tue ihm so leid. Er lag auf den Knien und heulte, als wäre sie diejenige, die ihm etwas getan hätte. Sie müsse verstehen, sagte er, wie schwer das alles sei, all die Veränderungen in seinem Leben - das sei mehr, als ein Mann, jeder Mann, ertragen könne. Er liebe sie, es tue ihm leid, und so etwas werde nie wieder passieren, nie wieder. Er schwor es. Und am Ende hörte sie sich selbst sagen, dass es auch ihr leidtue.
Es war um Geld gegangen, als er sie geschlagen hatte. Als der Winter kam und sie nicht genug Geld auf dem Konto hatte, um den Heizöllieferanten zu bezahlen, schlug er sie wieder.
- Verdammt noch mal, Frau, sieht du denn nicht, dass ich fürchterlich in der Scheiße stecke?
Sie lag auf dem Boden in der Küche und hielt sich den Kopf. Er hatte sie so hart geschlagen, dass sie hingefallen war. Komisch - jetzt, als sie dalag, sah sie, wie schmutzig der Boden war, dreckig und fleckig, mit Staubflocken und Gott weiß, was da noch alles unten an den Schränken klebte, wo man es normalerweise nicht sehen konnte. Mit der einen Hälfte ihres Verstandes registrierte sie den Schmutz, während die andere Hälfte sagte, du tickst nicht mehr richtig, Jeanette: Bill hat dich geschlagen und dabei eine Schraube gelockert, und jetzt machst du dir Gedanken über den Staub. Irgendwie passierte in dem Moment auch etwas Komisches mit den Geräuschen. Amy saß oben vor dem kleinen Fernseher in ihrem Zimmer, aber Jeanette konnte alles ganz laut und deutlich hören, als liefe der Apparat in ihrem Kopf - Barney, den lila Dinosaurier, und ein Lied über das Zähneputzen. Und dann hörte sie, wie aus weiter Ferne, den Heizöllaster wegfahren; er bog aus der Einfahrt, und das Motorgeräusch verklang auf der Landstraße.
- Du hast hier nichts zu suchen, sagte sie.
- Da hast du recht. Bill nahm eine Flasche Old Crow von dem Bord über der Spüle und goss sich etwas in ein Marmeladenglas, obwohl es erst zehn Uhr morgens war. Er setzte sich an den Tisch, aber er schlug die Beine nicht übereinander wie einer, der es sich bequem machen will. Und das Heizöl geht mich auch nichts an.
Jeanette versuchte aufzustehen, aber sie konnte es nicht.
- Mach, dass du wegkommst.
Er lachte, schüttelte den Kopf und nahm einen Schluck Whiskey.
- Das ist witzig, sagte er. Das sagst du mir von dort unten.
- Ich mein's ernst. Mach, dass du wegkommst.
Amy kam herein. Sie hielt den Stoffhasen im Arm, den sie überallhin mitschleppte, und trug eine Latzhose - die gute, die Jeanette im outlet Center für sie gekauft hatte, bei OshKosh B'Gosh, mit den gestickten Erdbeeren auf dem Latz. Ein Träger baumelte an Amys Hüfte. Jeanette begriff, dass Amy wahrscheinlich selbst den Träger aufgemacht hatte, weil sie aufs Klo musste.
- Du liegst ja auf dem Boden, Mama.
- Alles okay, Süße. Jeanette stand auf, um es ihr zu beweisen. In ihrem linken Ohr war ein leises Pfeifen, wie in einem Zeichentrickfilm, als ob Vögel in ihrem Kopf herumschwirrten. Sie sah auch ein bisschen Blut an ihrer Hand; sie wusste aber nicht, woher es kam. Sie nahm Amy auf den Arm und lächelte, so gut es ging. Siehst du? Mama ist nur hingefallen, mehr nicht. Musst du mal, Süße? Musst du aufs Töpfchen?
- Sieh dich bloß an, sagte Bill. Sieh dich doch selber an! Wieder schüttelte er den Kopf und trank. Blöde Fotze. Wahrscheinlich ist das Kind nicht mal von mir.
- Mama, sagte die Kleine und streckte den Zeigefinger aus, du hast dir wehgetan. An der Nase.
Ob es daran lag oder an dem, was sie gehört hatte, jedenfalls fing das kleine Mädchen an zu weinen.
- Siehst du, was du angerichtet hast?, sagte Bill. Jetzt komm, sagte er zu Amy. Ist halb so schlimm. Manchmal streiten sich die Leute. Das ist einfach so.
- Ich sag's dir noch einmal: Verschwinde.
- Was willst du denn tun? Sag's mir. Du kannst ja nicht mal den Öltank füllen lassen.
- Glaubst du, das weiß ich nicht? Das brauchst du mir weiß Gott nicht zu sagen. Amy hatte angefangen zu heulen. Jeanette hielt sie auf dem Arm und fühlte die warme Feuchtigkeit durch die Hose, als das Mädchen seine Blase entleerte.
- Himmel noch mal, bring das Gör zum Schweigen.
Sie drückte Amy fest an die Brust. - Du hast recht. Sie ist nicht dein Kind. Sie ist es nicht, und sie wird's auch nie sein. Jetzt verschwinde, oder ich rufe den Sheriff.
Tu mir das nicht an, Jean. Im Ernst.
Doch. Genau das tu ich.
Da war er auf den Beinen und polterte durch das Haus, raffte seine Sachen zusammen und warf sie in die Pappkartons, in denen er sie vor ein paar Monaten erst hereingeschleppt hatte. Warum hatte sie nicht sofort gesehen, wie merkwürdig es war, dass er nicht mal einen richtigen Koffer hatte? Sie saß am Küchentisch mit Amy auf dem Schoß, beobachtete die Uhr über dem Herd und zählte die Minuten, bis er in die Küche zurückkam und sie noch einmal schlug.
Aber dann hörte sie, wie die Haustür aufschwang. Seine schweren Schritte dröhnten auf der Veranda. Er ging ein paarmal ein und aus und trug die Kartons nach draußen und ließ dabei die Haustür offen, sodass kalte Luft ins Haus wehte.
Schließlich kam er wieder in die Küche und brachte eine Schneespur mit herein. Die Sohlen seiner Stiefel hinterließen kleine, waffelförmige Fladen.
- Schön. Schön. Ich soll also gehen? Pass nur auf. Er nahm die Flasche Old Crow vom Tisch. Deine letzte Chance, sagte er.
Jeanette sagte nichts, sah ihn nicht einmal an.
Das wär's wohl. Schön. Was dagegen, wenn ich noch einen Schluck zum Abschied nehme?
Da holte Jeanette aus und schlug das Glas mit der flachen Hand quer durch die Küche, wie man mit dem Schläger gegen einen Pingpongball klatscht. Sie wusste ungefähr eine halbe Sekunde, bevor sie es tat, dass sie es tun würde, und sie wusste auch, dass es nicht die beste Idee war, die sie je gehabt hatte, aber da war es zu spät. Das Glas prallte mit dumpfem Knall gegen die Wand und fiel auf den Boden, ohne zu zerbrechen. Sie schloss die Augen und drückte Amy fest an sich, und sie wusste, was kommen würde. Einen Augenblick lang war das Geräusch des rollenden Glases auf dem Boden das einzige in der Küche. Sie spürte Bills Wut wie heiße Wellen, die von ihm ausgingen.
- Du wirst schon sehen, was die Welt für dich in petto hat, Jeanette. Denk an meine Worte.
Dann verließen seine Schritte den Raum, und er war weg.
Sie gab dem Heizölmann das Geld, das sie noch hatte, und drehte den Thermostat auf zehn Grad herunter. Weißt du, Amy, wir tun einfach so, als wären wir auf einem großen Camping-Ausflug, sagte sie, während sie die Hände des kleinen Mädchens in Fausthandschuhe stopfte und ihr eine Mütze auf den Kopf zog. Siehst du, es ist eigentlich gar nicht so kalt. Es ist wie ein Abenteuer. Sie schliefen zusammen unter einem Berg von alten Steppdecken, und es war so eiskalt im Zimmer, dass ihr Atem die Luft über ihren Gesichtern vernebelte. Jeanette nahm einen Zusatzjob an und putzte abends in der Highschool. Amy ließ sie in dieser Zeit bei einer Nachbarin, aber als die Frau krank wurde und ins Krankenhaus musste, blieb ihr nichts anderes übrig, als die Kleine allein zu lassen. Sie erklärte ihr, was sie tun musste: Bleib im Bett, mach niemandem auf, mach einfach die Augen zu, und ich bin wieder da, ehe du dich versiehst. Sie achtete darauf, dass das Kind schlief, bevor sie sich zur Tür hinausschlich, und dann ging sie mit schnellen Schritten durch die Einfahrt hinunter zu ihrem Auto, das sie ein Stück weit vom Haus entfernt geparkt hatte, damit Amy den Motor nicht hörte.
Aber dann beging sie eines Abends den Fehler, jemandem davon zu erzählen, einer anderen Frau in der Putzkolonne, mit der sie kurz hinausgegangen war, um eine Zigarette zu rauchen. Jeanette hatte nie gern geraucht und wollte auch kein Geld dafür ausgeben, aber die Zigaretten halfen ihr, wach zu bleiben, und ohne eine Zigarettenpause gab es nichts, worauf man sich freuen konnte - nur noch mehr Toiletten schrubben und Flure wischen. Sie bat die Frau, die Alice hieß, es niemandem zu erzählen, denn sie wusste, sie konnte Ärger bekommen, wenn sie Amy so allein ließ, aber genau das tat Alice: Sie lief geradewegs zum Hausmeister, und der entließ Jeanette auf der Stelle. Ein Kind so allein zu lassen ist nicht in Ordnung, erläuterte er ihr in seinem Büro neben der Heizungsanlage, in einem Raum, nicht größer als drei Meter im Quadrat, mit einem verbeulten Metallschreibtisch, einem alten Sessel, aus dem die Polsterung hervorquoll, und einem Kalender an der Wand, der nicht mal aus diesem Jahr war. Die Luft dort drinnen war immer so heiß und stickig, dass Jeanette kaum atmen konnte. Er sagte: Sie können von Glück reden, dass ich die Behörden nicht informiere. Sie fragte sich, wann sie jemand geworden war, zu dem man so etwas mit Fug und Recht sagen konnte. Bis dahin war er durchaus nett zu ihr gewesen, und vielleicht hätte sie ihm die Situation begreiflich machen können - dass sie ohne das Geld, das sie mit dem Putzen verdiente, nicht wusste, was sie tun sollte, aber sie war zu müde, um die richtigen Worte zu finden. Sie nahm ihren letzten Scheck in Empfang und fuhr mit ihrem klapprigen alten Auto nach Hause, mit dem KIA, den sie noch auf der Highschool gekauft hatte. Der Wagen war damals schon sechs Jahre alt gewesen, und zwischenzeitlich konnte man im Rückspiegel die Schrauben und Nieten über den Asphalt kullern sehen.
Als sie wenige Tage später am Quick Mart anhielt, um eine Packung Capri zu kaufen, sprang der Motor nicht mehr an, und sie fing an zu weinen. Eine halbe Stunde lang saß sie da und weinte und konnte nicht mehr aufhören.
Das Problem war die Batterie. Eine neue kostete dreiundachtzig Dollar bei Sears. Inzwischen hatte sie eine Woche nicht gearbeitet und außerdem ihren Job im Diner verloren. Sie hatte gerade noch genug Geld, um ihre Sachen in ein paar Einkaufstüten und die Kartons zu packen, die Bill zurückgelassen hatte, und zu verschwinden.
Niemand erfuhr je, was aus ihnen geworden war. Das Haus stand leer; die Leitungen froren zu und platzten wie überreifes Obst. Als der Frühling kam, lief tagelang das Wasser heraus, bis die Wasserwerke merkten, dass niemand die Rechnung bezahlte, und zwei Männer schickten, die es abdrehten. Die Mäuse zogen ein, und als bei einem Sommergewitter ein Fenster im oberen Stockwerk zerbrach, auch die Schwalben. Sie bauten ihre Nester in dem Zimmer, in dem Jeanette und Amy in der Kälte geschlafen hatten, und bald war das Haus erfüllt vom Lärm und Geruch der Vögel.
In Dubuque arbeitete Jeanette in der Nachtschicht an einer Tankstelle. Amy schlief auf einem Sofa im Hinterzimmer, bis der Eigentümer es herausbekam und sie rauswarf. Es war Sommer; sie schliefen im KIA und wuschen sich in der Toilette hinter der Tankstelle, und so brauchten sie nur wegzufahren. Eine Zeitlang kamen sie bei einer Freundin in Rochester unter, die Jeanette aus der Schule kannte; sie war dort hinaufgezogen, um Krankenschwester zu werden. Jeanette bekam einen Job als Putzfrau in dem Krankenhaus, in dem die Freundin arbeitete, aber nur zum Mindestlohn, und das Apartment der Freundin war zu klein für sie alle. Sie zog in ein Motel, doch dort gab es niemanden, der sich um Amy kümmern konnte, und so schliefen sie schließlich wieder in dem KIA. Es war September, und es wurde kühl. Im Radio war die ganze Zeit die Rede vom Krieg. Sie fuhr nach Süden und kam bis Memphis, als der KIA endgültig den Geist aufgab.
Der Mann, der sie mit seinem Mercedes auflas, sagte, sein Name sei John, und die Art, wie er es sagte, ließ sie vermuten, dass er log wie ein Kind, das nicht zugeben wollte, wer die Lampe kaputt gemacht hatte - er taxierte sie einen Augenblick lang, bevor er sie ansprach. Ich heiße ^ John. Sie schätzte ihn auf fünfzig, aber sie hatte keinen guten Blick für so was. Er hatte einen sauber gestutzten Bart und trug einen dunklen Anzug, wie ein Bestattungsunternehmer. Beim Fahren warf er immer wieder einen Blick auf Amy im Rückspiegel, schob sich auf seinem Sitz zurecht und stellte Jeanette Fragen: wohin sie wolle, was sie gern tue, und was sie ins herrliche Tennessee geführt habe. Der Wagen erinnerte sie an Bill Reynolds' Pontiac Grand Prix; er war nur noch schöner: Bei geschlossenen Fenstern hörte man kaum etwas von draußen, und die
Sitze waren so weich, dass es sich anfühlte, als säße sie in einer Schale Eiscreme. Am liebsten wäre sie eingeschlafen. Als sie vor dem Motel hielten, kümmerte es sie kaum noch, was passieren würde. Es erschien unausweichlich. Sie waren in der Nähe des Flughafens; das Land war flach wie in Iowa, und in der Dämmerung sah sie die Lichter der Flugzeuge, die in langsamen, verschlafenen Bögen darüber kreisten.
Amy, Süße, Mama wird mit diesem netten Mann kurz da hineingehen, okay? Schau dir doch so lange dein Bilderbuch an, Schätzchen.
Er war höflich, nannte sie Baby und so weiter, und bevor er ging, legte er fünfzig Dollar auf den Nachttisch - genug für Jeanette, um die Übernachtung für sie und Amy zu bezahlen.
Aber andere waren weniger nett.
Abends schloss sie Amy im Zimmer ein und ließ den Fernseher als Geräuschkulisse laufen, und dann stellte sie sich draußen vor dem Motel an den Highway, stand da einfach irgendwie herum, und es dauerte nie lange, bis jemand anhielt, immer ein Mann, und sobald sie sich geeinigt hatten, nahm sie ihn mit ins Motel. Bevor sie ihn ins Zimmer ließ, trug sie Amy schnell ins Bad, wo sie ihr aus ein paar Extradecken und Kissen ein Bett in der Badewanne gemacht hatte.
Amy war sechs. Sie war still und redete die meiste Zeit kaum ein Wort, aber sie hatte sich lesen selbst beigebracht, indem sie immer wieder dieselben Bücher angeschaut hatte, und sie konnte auch rechnen. Einmal schauten sie »Glücksrad«, und als es so weit war, dass die Frau das Geld ausgeben durfte, das sie gewonnen hatte, wusste das Kind genau, was damit zu haben war: Den Urlaub in Cancun konnte sie sich nicht leisten, aber wenn sie die Wohnzimmergarnitur nähme, hätte sie noch genug übrig für die Golfschläger. Jeanette nahm an, dass Amy wohl ziemlich gescheit war, wenn sie so etwas ausrechnen konnte, und vermutlich sollte sie zur Schule gehen, aber sie wusste nicht, wo es hier eine gab. Überall waren nur Karosseriewerkstätten und Pfandleihen und Motels wie das, in dem sie wohnten, das SuperSix. Der Eigentümer hatte große Ähnlichkeit mit Elvis Presley, aber nicht mit dem hübschen jungen, sondern mit dem fetten alten mit den verschwitzten Haaren und der klobigen Goldbrille, hinter der seine Augen aussahen wie Fische in einem Aquarium. Er trug eine Satinjacke mit einem Blitz auf dem Rücken, genau wie Elvis. Meistens saß er einfach an seinem Schreibtisch hinter der Rezeption, spielte Solitaire und rauchte eine dünne Zigarre mit einem Plastikmundstück. Jeanette bezahlte die Zimmermiete wöchentlich in bar, und wenn sie einen Fünfziger drauflegte, ließ er sie in Ruhe. Eines Tages fragte er sie, ob sie vielleicht eine Waffe von ihm kaufen wolle, zu ihrer eigenen Sicherheit. Klar, sagte sie, was kostet so was, und er sagte: noch mal hundert. Er zeigte ihr einen rostig aussehenden kleinen Revolver, einen .22er. Als sie ihn da im Büro in die Hand nahm, sah er ziemlich mickrig aus, nicht wie etwas, womit man jemanden erschießen konnte. Aber er passte in die Handtasche, die sie mitnahm, wenn sie sich draußen an den Highway stellte, und vielleicht wäre es ja gar nicht so schlecht, ihn dabeizuhaben. Passen Sie auf, wohin Sie damit zielen, sagte der Manager, und Jeanette meinte: Okay, wenn Sie Angst davor haben, muss er ja funktionieren. Ich kauf Ihnen den Revolver ab.
Und sie war froh, dass sie ihn hatte. Jetzt erst erkannte sie, dass sie vorher Angst gehabt hatte und jetzt nicht mehr, jedenfalls nicht mehr so viel. Der Revolver war wie ein Geheimnis, das ihr ganz allein gehörte, das Geheimnis nämlich, wer sie war. Als trage sie das letzte Überbleibsel ihrer selbst in der Handtasche. Die andere Jeanette, die jetzt im Rock und engen Top am Highway stand, die Hüfte vorstreckte und lächelte und fragte: Was möchtest du, Baby? Kann ich heute Abend was für dich tun? -, diese Jeanette war eine erfundene Person, eine Frau in einer Geschichte, deren Ende sie vielleicht gar nicht erfahren wollte.
Der Mann, der an dem Abend, als es passierte, bei ihr anhielt, war nicht das, was sie erwartet hätte. Die Üblen erkannte sie meist auf den ersten Blick, und manchmal sagte sie, nein danke, und ging einfach weiter. Aber der hier sah nett aus, ein College-Boy vermutlich, zumindest noch jung genug für das College, und er war gut angezogen - eine frische, saubere Khakihose und eins von diesen Hemden mit dem kleinen hammerschwingenden Mann auf dem Pferd. Er sah aus wie jemand, der zu einem Date unterwegs war, und darüber musste sie innerlich lachen, als sie in den Wagen stieg, einen großen Ford Expo mit einem Gestell auf dem Dach, für ein Fahrrad oder so was.

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