Das Testament
Leseprobe

Das Testament

Roman. Aus d. Amerikan. v. K. Schatzhauser

von John Grisham

Buch

Taschenbuch (492 Seiten)

15. Auflage

Sprache: Deutsch

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Weitere Artikelinformationen

Der milliardenschwere Exzentriker Troy Phelan ist lebensmüde. Doch bevor er sich aus dem 13. Stock stürzt, verfasst er ein Testament, in dem er sein gesamtes Vermögen seiner der Familie bis dahin völlig unbekannten, unehelichen Tochter Rachel vermacht. Während die aufgebrachte Verwandtschaft das Testament anficht, versucht der Staranwalt Nate O'Riley die Erbin aufzuspüren. Doch wie eine Person finden, die als Missionarin im unzugänglichen brasilianischen Regenwald arbeitet?

Produktdetails

ISBN-10: 3-453-19002-5
EAN: 9783453190023
Originaltitel: The Testament
Erschienen: 01.09.2001
Verlag: Heyne Taschenbuch
Einband: Taschenbuch
Sprache(n): Deutsch
Auflage: 15. Auflage
Seitenzahl: 492
Länge/Breite: 187mm/118mm
Gewicht: 414 g
Übersetzer: K. Schatzhauser
Reihe: Heyne-Bücher Allgemeine Reihe
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John Grisham

Damals dachte noch niemand daran, dass John Grisham einmal Amerikas Bestsellerautor wird mit seinen Justizthrillern und damit Millionen verdient. Am 8.Februar 1955 in Jonesboro, Arkansas geboren, wuchs er zusammen mit seinen vier Geschwistern in einfachen Verhältnissen auf. Sein Vater war Konstrukteur und seine Mutter Hausfrau, deswegen mussten sie für die Aufträge des Vaters oft umziehen. Sein eigentlicher Traum war Baseballspieler zu werden, doch früh erkannte John Grisham sein fehlendes Talent hierfür und begann stattdessen mit dem Studium der Rechtswissenschaft an der Universität von Mississippi. Nachdem sein Jurastudium erfolgreich abgeschlossen war, praktizierte er lange Zeit als Anwalt für Strafverteidigung und Körperverletzung. Als Kandidat der Demokratischen Partei wurde John Grisham 1983 in das Parlament des Staates Mississippi gewählt. "Die Jury", die er 1988 fertig stellte, ist einer seiner Romane, die ihn zum Durchbruch führten, auch wenn damals zahlreiche Verlage seine Manuskripte ablehnten. Basierend für die Geschichte ist die Vorlage einer seiner Fälle. Schnell kam John Grisham mit seinen weiteren Romanen auf die Plätze der Bestsellerlisten und hat sie seitdem auch nicht mehr verlassen. Das ist ein Grund weswegen er 1991 seinen Beruf und seine politischen Ämter niederlegte, um sich nur noch dem Schreiben zu widmen. Bisher nahm die Erfolgskette auch kein Ende, so veröffentlicht John Grisham jährlich einen neuen Roman. Neben Justizthrillern versuchte John Grisham sich auch an Sachbüchern, Jugendromanen und weiteren Geschichten. Seiner Leidenschaft dem Baseballspielen frönt er heute in Form von Unterstützung der Baseballnachwuchsliga nach. Seine Anwesen in Oxford und Charlottesville sind mit Trainingsgeländen ausgestattet, auf denen Kinder und Nachwuchsteams spielen dürfen. Als strenggläubiger Baptist lebt John Grisham mit seiner Frau Renee und den Kindern Ty und Shea zurückgezogen abwechselnd auf der Farm in Oxford oder der Plantage in Charlottesville. Von Medienrummel hält er nicht viel und genießt viel lieber ein Baseballspiel seines Sohnes. John Grisham Bücher feiern die Erfolge durch ihre Qualität der Erzählform wie Stephen King Bücher.

Meinung der Redaktion
Grisham ist die oberste Instanz des Thrillers.

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Kundenrezensionen

  • Ein Buch zum Geniessen Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv

    von Daniel Bloch, am 13.11.2012

    0 von 0 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.

    Über die Handlung wurde ja schon einiges geschrieben, das lasse ich nun aussen vor.

    Für mich ist es ein wunderbares Buch, welche ich gerne immer wieder lesen. Ähnlich wie Gotthelf in seinen beinahe endlosen Beschreibungen des Emmentals entführt uns John Grisham in die Welt des Dschungels und lässt einen an diesem bezaubernden und gleichzeitig so gefährlichen Stück Natur teilhaben.

    Die Geschichte selbst ist wunderbar vielschichtig und zeigt das menschliche Sein in präzis gezeichneten Charakteren, die unterschiedlicher nicht sein können und oft genug aufeinanderprallen.

    Daneben verpackt er eine der wichtigsten Botschaften dieser Welt ganz beiläufig in nächtliche Gespräche.

    Sehr zu empfehlen.

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  • Flüssig und spannend Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern inaktiv

    von einer Kundin/einem Kunden, am 11.04.2012

    0 von 0 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.

    Ein exzellentes Werk von Grisham. Zusammen mit Google Earth und Wikipedia gewinnt man Einblicke in eine faszinierende Welt.
    Ein Stern jedoch kostet das Ende. Aber hier will ich nicht zuviel verraten.

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  • Mein Lieblings-Grisham Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern inaktiv

    von Verena Hoffmeister, am 10.05.2010

    0 von 0 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.

    Der 78-jährige Troy Phelan springt aus dem Fenster, hinterlässt sein enormes Vermögen einer bis dahin unbekannten und unehelichen Tochter und lässt seine habgierigen Ex-Frauen und Kinder leer ausgehen.
    Der ehemalige Staranwalt Nate O'Riley soll nun die Erbin ausfindig machen, was sich als äußerst schwierig erweist, da diese seit Jahren als Missionarin im brasilianischen Regenwald arbeitet. Während die Hinterbliebenen ihre Anwälte mobilisieren um das Testament anzufechten, begibt sich Nate auf die beschwerliche und gefährliche Suche.
    Nate O'Riley ist der typische Grisham-Anwalt: sympathisch, geschieden, Ex-Alkoholiker, aber mit dem Herz auf dem rechten Fleck. Ein Schmöcker, den man im Urlaub ruck-zuck verschlungen hat...

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  • Fesselnd - überraschend Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern inaktiv

    von Lesmare, am 30.04.2010

    0 von 0 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.

    "Das Testament" liest sich sehr fesselnd, macht einfach neugierig, wie es ausgeht.

    Außerdem ist es ein wunderbares Portrait des Hauptdarstellers, zu sehen und verfolgen wie sich der Protagonist im Laufe der Geschichte verändert und entwickelt.

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  • faszinierend Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern inaktiv

    von Blacky, am 09.12.2009

    1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.

    Beschreibung:
    Der milliardenschwere Exzentriker Troy Phelan ist lebensmüde. Doch bevor er sich aus dem 13. Stock stürzt, verfasst er ein Testament, in dem er sein gesamtes Vermögen seiner der Familie bis dahin völlig unbekannten, unehelichen Tochter Rachel vermacht. Während die aufgebrachte Verwandtschaft das Testament anficht, versucht der Staranwalt Nate O'Riley die Erbin aufzuspüren. Doch wie eine Person finden, die als Missionarin im unzugänglichen brasilianischen Regenwald arbeitet?

    Ein sehr interresssantes und einfühlsames Buch.
    Es geht zwar in erster Linie darum, die Wünsche des Erblassers zu erfüllen, doch - ganz nebenbei - wird man mit den "Qualen"
    eines Alkoholikers (der versucht trocken zu bleiben) konfrontiert.
    Auch die Frage nach dem Sinn und auch Glück des Lebens wird hier auf unterschiedliche Weise beantwortet.
    Ich fand das Bucg sehr faszinierend, auch wenn das Ende nicht unbedingt das ist, was der Leser erwartet.

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  • Leider nur mittelmäßig. Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern inaktiv Bewertungsstern inaktiv

    von TOKIRO, am 16.06.2005

    1 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.

    Der Beginn ist hoch interessant und verspricht reichhaltig Spannung.
    Troy Phelan, 78jähriger Milliardär will seinen Nachlaß regeln. Er ist müde geworden und läßt sein Leben Revue passieren. Er wird drei Ex-Frauen und einige habgierige Kinder hinterlassen, die nur auf seinen Tod warten, um endlich an das ganz große Geld zu kommen. Grisham beschreibt zunächst in anschaulichen Details die Charaktere und das bisherige unnütze Leben von Phelans Kindern und deren Mütter.
    Es folgt die Unterzeichnung seines letzten Testamentes. Zuvor muß sich Phelan von drei Psychiatern auf seinen Geisteszustand prüfen lassen. Er inszeniert eine hervorragende Show und besteht den Test mit Bravour.
    Doch der Alte schlägt allen ein Schnippchen. Er will sie hereinlegen. Niemand soll etwas von seinem großen Vermögen erben. Nur eine, seine uneheliche Tochter Rachel Lane, von der bisher niemand etwas wußte. Sie wird in dem Testament als Alleinerbin eingesetzt.
    Dieses Testament unterschreibt er vor den Augen einer Menge von Anwälten und den drei Psychiatern, steht wie ein Wunder aus seinem Rollstuhl auf, sprintet zum Fenster des Hochhauses und springt aus dem obersten Stock in die Tiefe. Troy Phelan ist tot. Großes Entsetzen auf allen Seiten.

    Während die Schlacht um das Testament losbricht, macht sich der ehemalige Staranwalt Nate O´Riley auf die Suche nach der offiziellen Erbin Rachel Lane, die sich als Missionarin im Urwald von Brasilien aufhält. Wird Nate sie finden? Wird sie das Erbe annehmen? Werden die Geschwister und deren Mütter das Testament anfechten? Für ausreichend Spannung wäre eigentlich gesorgt.

    Leider verliert sich jetzt der große Mittelteil des Romans auf mehr als 200 Seiten in teilweise langweiligen und endlosen Erzählungen über die Suche nach der Erbin im brasilianischen Dschungel. Hier war ich oft geneigt, das Buch zur Seite zu legen oder einfach weiter zu blättern. Man verliert trotzdem nicht den Faden. Schade um die Zeit. Erst der Schluß wird wieder etwas interessanter.
    Für ein viertel des Buches 5 Sterne, für den Rest nur 1.

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  • Chris Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv

    von Chris, am 02.12.2003

    0 von 0 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.

    Absolut eines seiner besten bücher.
    bis zum ende spannend

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  • Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern inaktiv Bewertungsstern inaktiv

    von einer Kundin/einem Kunden

    1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.

    Leider kann ich mich den vorherigen Meinungen nicht anschliessen. Das Buch zieht sich teilweise sehr in die Länge und ich habe schon durchaus bessere Titel von Grisham gelesen. Es ist eine nette Lektüre , mehr aber auch nicht .

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  • der best Grisham Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv

    von einer Kundin/einem Kunden

    0 von 0 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.

    dieses Buch ist mit Abstand der beste Roman des Autors. Packend bis zum Schluß. wie immer. Der brasilianische Regenwald ist sagenhaft umschrieben.

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  • Super Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern inaktiv

    von einer Kundin/einem Kunden

    0 von 0 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.

    Es lohnt sich richtig dieses Buch zu lesen.Man hat ein Gefühl von Freiheit bei diesem super spannendem Buch!

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  • Fesselnd Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv

    von einer Kundin/einem Kunden

    0 von 0 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.

    Dieses Buch ist super geschrieben. Wenn man einmal anfängt zu lesen, kann man gar nicht mehr aufhören. Es fesselnd den Leser in der Geschichte!
    Es ist das beste Buch, welches ich je von John Grisham gelesen habe!

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  • Sehr enttäuscht Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern inaktiv Bewertungsstern inaktiv Bewertungsstern inaktiv

    von einer Kundin/einem Kunden

    0 von 0 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.

    Leider war ich von diesem Buch sehr enttäuscht. Ich habe alle Grisham-Bücher gelesen und fand sie alle suppppper. Aber bei diesem kam ich noch nicht mal bis zum Schluss. Es zieht sich wahnsinnig in die länge. Alle Spannung ist dadurch im Eimer. Für alle die das hier lesen: Grisham ist der beste Thriller-Autor den ich kenne, aber ihr solltet lieber die anderen Bücher von ihm lesen.

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  • Genial Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv

    von einer Kundin/einem Kunden

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    Ich fand, wie jedes seiner Bücher, auch dieses Buch genial! Ich kann es schon kaum erwarten das die Brüderschaft als Taschenbuch erscheint!

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EINS Das dürfte der letzte Tag sein, und wohl auch die letzte Stunde. Niemand liebt mich, ich bin alt, einsam und krank, habe Schmerzen und bin des Lebens müde. Ich bin für das Jenseits bereit. Dort kann es nur besser sein als hier. Mir gehören neben dem gläsernen Verwaltungshochhaus, in dem ich sitze, auch 97 Prozent des Unternehmens in den Stockwerken weiter unten, außer den zweitausend Menschen, die hier arbeiten, auch die zwanzigtausend, die es nicht tun, sowie aller Grund und Boden fast einen Kilometer weit in drei Himmelsrichtungen um das Gebäude herum mitsamt der darunter verlaufenden Rohrleitung, durch die mein Erdgas aus Texas hierher gepumpt wird, nicht zu vergessen die Freileitung, die den Strom liefert. Der Satellit viele Kilometer über mir, mit dessen Hilfe ich früher Befehle in mein die Welt umspannendes Reich gebellt habe, ist geleast. Mein Vermögen beläuft sich auf mehr als elf Milliarden Dollar. Ich besitze nicht nur Silberbergwerke in Nevada und Kupferbergwerke in Montana, sondern auch Kohlezechen in Angola, Kaffeepflanzungen in Kenia, Kautschukplantagenin Malaysia, Erdgas-Lagerstätten in Texas, Ölfelder in Indonesien und Stahlwerke in China. Mein Firmenimperium umfaßt Kraftwerke, Unternehmen, die Computer produzieren, Staudämme bauen, Taschenbücher drucken und Signale an meinen Satelliten schicken, und es verfügt über Tochterunternehmen mit Geschäftsbereichen in mehr Ländern, als irgendein Mensch aufzuspüren vermag. Früher einmal besaß ich alles an Spielzeug, was das Leben schöner macht: Jachten, Privatjets, Blondinen, Wohnsitze in Europa, große Güter in Argentinien, eine Insel im Pazifik, reinrassige Rennpferde, Vollblüter, und sogar eine Eishockeymannschaft. Aber ich bin inzwischen zu alt für Spielzeug. Die Wurzel meines Elends ist das Geld. Dreimal habe ich eine Familie gegründet. Meine drei Ehefrauen haben mir sieben Kinder geboren, von denen sechs noch leben und tun, was sie nur können, um mich zu quälen. Soweit ich weiß, habe ich sie alle sieben selbst gezeugt, und einen Sohn habe ich beerdigt. Eigentlich müßte ich sagen, daß ihn seine Mutter beerdigt hat. Ich war damals nicht im Lande. Ich habe mich mit meinen drei ehemaligen Frauen und sämtlichen Kindern auseinandergelebt. Sie alle sind heute hier zusammengekommen, weil ich bald sterben werde und es an der Zeit ist, das Geld zu verteilen. Ich habe diesen Tag lange im voraus geplant. Gleich einem großen Hufeisen umschließen die drei langgezogenen und tiefen Gebäudeflügel meiner vierzehnstöckigen Firmenzentrale einen schattigen, nach hinten offenen Hof, auf dem ich einst im Sonnenschein Mittagsgesellschaften gegeben habe. Ich wohne und arbeite im Dachgeschoß auf gut tausend Quadratmetern, deren üppige Ausstattung manch einer obszön findet, was mich aber nicht im mindesten stört. Ich habe mein gesamtes Vermögen mit meinem Schweiß, meinem Verstand und mit Glück selbst erarbeitet, und das gibt mir das Recht, das Geld so auszugeben, wie ich es für richtig halte. Es ist mein gutes Recht, es zu verschenken, und trotzdem werde ich vonallen Seiten bedrängt. Warum sollte ich mir den Kopf darüber zerbrechen, wer es bekommt? Ich habe alles Erdenkliche mit dem Geld getan. Während ich hier allein in meinem Rollstuhl sitze und warte, kann ich mir nichts vorstellen, was ich kaufen oder sehen möchte. Mir fällt kein einziger Ort ein, an den ich reisen, und kein weiteres Abenteuer, das ich bestehen möchte.

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