Dämliche Dämonen

Roman. Deutsche Erstausgabe

von Royce Buckingham

Buch

Taschenbuch (255 Seiten)

Sprache: Deutsch

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Der SPIEGEL-Bestseller erstmals im Taschenbuch!


Nathan Grimlock hat von seinem Pflegevater eine undankbare Aufgabe geerbt: Er muss ein Haus voller Dämonen hüten und verhindern, dass seine nervtötenden Schützlinge überall Chaos verbreiten - vor allem das TIER, das tief unten im Keller haust, darf auf gar keinen Fall entkommen! Eines Tages jedoch geschieht die Katastrophe: Das TIER bricht aus. Und es hat großen Hunger auf Menschenfleisch. Doch als ob das nicht schon schlimm genug wäre, halten es ein paar der Dämonen für Ehrensache, Nathan zu helfen, das Monster wieder einzufangen - ob ihr Hüter es nun will oder nicht ...


Pressestimmen:

Alex Dengler, Deutschlands führender Buchkritiker, denglers-buchkritik.de: Schmunzel-Fantasy - mit pfiffigen und frischen Ideen für das Genre.

Produktdetails

ISBN-10: 3-442-26574-6
EAN: 9783442265749
Originaltitel: Demonkeeper
Erschienen: 12.10.2009
Verlag: Blanvalet
Einband: Taschenbuch
Sprache(n): Deutsch
Seitenzahl: 255
Länge/Breite: 182mm/126mm
Gewicht: 222 g
Übersetzer: Joannis Stefanidis
Reihe: Blanvalet Taschenbücher
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Royce Buckingham

Royce Buckingham, geboren 1966, begann während seines Jurastudiums an der University of Oregon mit dem Verfassen von Fantasy-Kurzgeschichten. Gemeinsam mit seiner Frau und seinen beiden Söhnen lebt Royce Buckingham in Bellingham, Washington, wo er derzeit an seinem zweiten Roman arbeitet. Sein Debütroman Dämliche Dämonen" wird demnächst von der 20th Century Fox aufwändig verfilmt!

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Kundenrezensionen

  • super Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern inaktiv

    von einer Kundin/einem Kunden, am 30.10.2012

    0 von 0 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.

    Der erste Teil hat mir sogar noch besser gefallen als der erste. Lustig super schnell durchgelesen. Konnte das Buch kaum weglegen. Wirklich gelungen und schön für zwischendurch.

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  • Urkomisch! Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern inaktiv

    von A. Adams, am 06.08.2012

    0 von 0 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.

    Sei nicht überrascht, wenn rasiermesserscharfe Klauen dir beim Umblättern der Seiten dieses fantastischen Buches helfen!
    Denn dem Autor zufolge befinden sich Dämonen überall, mitten unter uns, doch sie ziehen es vor, unentdeckt zu bleiben und uns Menschen harmlose Streiche zu spielen.
    Unglücklicherweise gibt es auch noch andere Dämonen, auf die man aufpassen muss, damit sie keinen Schaden anrichten, und dafür braucht es einen fähigen Dämonenhüter.

    Nach dem Tod von Nat´s Eltern gibt der Dämonenhüter Dhaliwahl dem verwaisten Jungen ein neues Zuhause und nimmt ihn als Lehrling zu sich. Er bringt ihm bei, wie man die Dämonen ordentlich versorgt und wie man sie füttert.
    Doch Dhaliwahl ist schon sehr alt und nach seinem viel zu frühen Tod ist Nat nun ganz auf sich alleine gestellt und muss die täglichen Aufgaben eines Hüters ohne Beistand erledigen. Schade nur, dass die Dämonen noch nciht mitgekreigt haben, dass sie nun eine neue Autoritätsperson haben.
    Schnell wird Nat klar, dass er nun alle Hände voll zu tun hat, doch ein Moment der Unaufmerksamkeit genügt, um das Chaos ausbrechen zu lassen. Das Biest, das im entwischt ist, treibt nun sein Unwesen auf den Straßen und es will ihm nicht gelingen es wieder einzufangen...

    Voller Action stürzt sich diese witzige und wortgewaltige Geschichte geradezu ins Geschehen, ausgestattet mit gewaltigem Wortwitz und urkomisch und skurril gezeichneten Charakteren.

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  • Unterhaltsamer Dämonen-Spaß Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern inaktiv

    von einer Kundin/einem Kunden, am 05.07.2011

    0 von 0 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.

    Nathan Grimlock lebt zusammen mit vielen Dämonen - lebenden Manifestationen des Chaos - in einem Haus in Seattle. Unter diesen Dämonen befindet sich auch das sehr gefährliche TIER, das Ausreißer, Ausgestoßene und Waisenkinder frisst.
    Eines Tages bricht das TIER aus und Nate und die Dämonen müssen es wieder einfangen - und dabei auch noch gegen den Dürren Mann kämpfen, der der Herr über diese Dämonen werden will...
    Dieser Roman ist ein gelungenes Debüt für den Autor Royce Buckingham. Kurzweilig, temporeich und sehr witzig erzählt er eine interessante Geschichte mit vielen fantasievollen Ideen und dem natürlich obligatorischen Happy End, die sich flüssig und leicht lesen lässt, aber zu kurz und nicht sehr anspruchsvoll ist.

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  • leichte Kost... Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern inaktiv

    von Peter, am 07.07.2010

    1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.

    Der Inhalt auf der Buchrückseite ist etwas oberflächlich gehalten. Es geht nicht nur um Dämonen, auch um Kobolde und eine jugendliche Liebelei zweier Aussenseiter.
    Das schreckliche, ausgebrochene, besser gesagt ungewollt freigelassene Tier, mit ungestilltem Hunger auf Menschenfleisch, wobei hier nicht die gesammte Menschheit gemeint ist, sondern nur eine kleine Randgruppe von Weisenkindern, Streunern und heimatlosen, also kein human Brunch.
    Hauptthema ist jugendlicher Leichtsinn mit Besserwisserei, etwas Liebe und vor allem Lernfähigkeit der jugendlichen Helden auf dem Weg zum Erwachsen werden.
    Ein Roman wie aus dem richtigen Leben gekreuzt mit einem Hauch Fantasie und einem zu einfachen happyend.
    Nichts bahnbrechendes, für jedes Alter, leicht zu lesen, genau das richtige für den Strand.

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  • Gar nicht so dämlich :) Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern inaktiv

    von Susanne Krüger, am 26.06.2010

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    Als Nachfolger seiner Familie hat es Nathan schon nicht leicht ein Dämonenhüter zu sein.
    Ein Haus voller chaotischer Dämonen in den Griff zu bekommen und den gefährlichsten seiner Truppe im Keller eingesperrt zu verwahren. Als wäre diese Aufgabe nicht schon schwierig genug, taucht aus vergangener Zeit jemand auf, der das Buch der Dämonen an sich reissen und die Welt ins Chaos stürtzen will.
    Jedoch wird Nathan mit diesem Abenteuer nicht allein gelassen.
    Ein witziger, spannender und unterhaltsamer all age Roman.

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  • Dämliche Dämonen??? Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv

    von René Herrmann-Zielonka, am 27.03.2010

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    Die Moral von der Geschichte, höre auf deinen Meister und lasse dich nicht mit Mädchen ein. Das bringt nur Unglück... Aber nein, Nathan weiß es natürlich besser, missachtet den Rat seines verstorbenen Meisters und hat ein Date. Und dann muß ja was schiefgehen. Das "Tier" bricht aus seinem Kerker im Keller des Dämonenhauses aus und Nathan muß es wieder einfangen.
    Ein wunderbares Buch für jung und alt. Es lässt sich sehr flüssig lesen und wird nie langweilig, also alles in allem eine spannende Lektüre.

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  • Dämonischer Spaß! Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern inaktiv

    von Markus Kowal, am 08.02.2010

    0 von 0 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.

    Ein ganzes Haus voller Dämonen und sie sollen darauf aufpassen? Klingt nach keiner leichten Aufgabe. Nathan Grimlock hat es auch wirklich nicht leicht. Als schließlich das furchtbare "Tier" entkommen kann und die anderen Dämonen ihm beim einfangen behilflich sein wollen, kann es ja schon fast nicht mehr schlimmer kommen. Aber dann ist er auch noch in ein nettes Mädchen verliebt, die nichts von seiner Aufgabe ahnt. Ein monstermäßiger Spaß, nicht nur für Jugendliche.

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  • Dämonen können manchmal echt lästig sein ... Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern inaktiv

    von D. Knichel, am 11.11.2009

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    Stellen Sie sich vor, sie sind Teenager und wachsen bei einem Pflegevater auf. So weit nichts ungewöhnliches. Nathans Pflegevater jedoch hütet ein Haus voller Dämonen und als der Pflegevater stirbt, muss Nathan seine Aufgabe übernehmen und hat fortan ein Haus voller Dämonen am Hals. Die Dämonen sind zwar alle hyperaktiv und leicht nervtötend, aber nicht alle böse. Vor dem TIER im Keller haben jedoch alle Angst ... eines Tages geschieht bei der Fütterung allerdings die größte denkbare Katastrophe: Das TIER bricht aus - und hat fatalerweise unbändigen Hunger auf Menschenfleisch. Eine wilde Jagd durch die ganze Stadt beginnt, bei der Nathan so manch ungeahnte Unterstützung erhält. Ein witziger All-Age-Fantasy-Titel für alle Leser ab 12 Jahren!

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  • Rasantes Dämonenvergnügen Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv

    von Nicolai Walter Wolf, am 07.11.2009

    0 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.

    Inhalt:
    Der Junge Nate hat eine besondere Aufgabe; ein Haus voller Dämonen sämtlicher Art hüten, denn er ist einer der nachfolgenden Dämonenhüter. Doch dies erweist sich als eine nicht-leichte Aufgabe - besonders das TIER hat es auf ihn abgesehen und wie es der Zufall, bekommt das TIER die ultimative Chance und bricht aus. Ein rasantes Abenteuer beginnt.

    Rezension:
    Spannend, gruselig, aufregend und viel zu schnell zu Ende! Dieses Buch hat alles, was ein gutes Buch braucht. Der Spannungsbogen bleibt über die ca. 25 Kapitel (Kapitel variieren von 2-3, 3-5 Seiten) erhalten und findet auf den letzten Seiten den absoluten Höhepunkt einer atemberaubenden Geschichte, von der es nicht viele gibt.
    Die Charaktere werden nicht ins Übertriebene beschrieben, wie man es vielleicht aus Bücher-Trilogien kennt, aber das macht dem Buch überhaupt nichts aus. Auch die Umgebung wird eher sperrlich beschrieben. Da das Buch (Büchlein) flinke ca. 220 Seiten fasst, kann man dies auch nicht verlangen.

    Fazit:
    Dennoch ist diese Geschichte gelungen und wenn man ein Leseabenteuer der anderen Art haben möchte, ohne viel Schnick-schnack, ist man mit "Dämliche Dämonen" sehr gut bedient.

    Gute 5 Sterne

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  • Witzige Dämonenjagd Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern inaktiv

    von Thomas Breuer, am 23.10.2009

    3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.

    Der Teenager Nathan muss nach dem Tod seines Pflegevaters die Rolle als Dämonenhüter übernehmen. Keine leichte Aufgabe für den unerfahrenen Jungen. Einige Hilfsdämonen stehen ihm zwar zur Verfügung, aber außer Unfug haben Dämonen nichts im Sinn. Da entkommt Nathan das TIER, der gefährlichste Dämon im Haus. Auf diesen Fehler hat ein finsterer Feind nur gewartet. Dämonenjagd kann auch Spass machen. Das TIER wütet immerhin sehr brutal und Nathan muss einige Misserfolge einstecken, aber die Hilfsdämonen gleichen das Pech mit Humor wieder aus. Einen rein phantastischen Roman hat man hier nicht vorliegen, denn Buckingham hat in seinem Roman auch einige problematische Themen verpackt. Erste Liebe, das Leben auf der Straße und der Weg in die Erwachsenenwelt sprechen sowohl jüngere als auch ältere Leser an. Royce Buckingham liefert mit diesem Roman eine irrwitzige, teils tragische Erzählung für Leser ab 12 Jahren.

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Das TIER streckte die dicken Pranken von sich und fuhr wie eine große Katze die Krallen aus, als es sich vom knochenübersäten Boden erhob. Der Magen knurrte ihm entsetzlich. Aber das tat er eigentlich immer - trotz der blutigen Fischreste, die es jeden Tag eimerweise zu fressen bekam. Es lechzte nach lebendiger Nahrung, doch im Laufe der Zeit hatte es begriffen, dass es kein frisches Fleisch geben würde, solange es in diesem Keller gefangen war.
Selbst mit seinem schlichten Verstand entsann sich das TIER noch genau des alten Mannes, der es vor so vielen Jahren hier unten eingesperrt hatte. Der Mann war schlau gewesen und auf unbegreifliche Weise mächtig. Doch vor kurzem musste sich dort oben eine Veränderung zugetragen haben. Die schlurfenden Schritte des Alten auf dem Holzfußboden waren verstummt. Jetzt war dort nur noch ein einziges Paar Menschenfüße zu hören, jüngere, flinkere Füße. Ein unerfahrener Knabe hütete das riesige Haus.
Das TIER schlich zur Futterraufe. Mit dem neuen Aufseher könnte sich eine Gelegenheit ergeben, endlich in die Welt der Menschen auszubrechen. Der Geifer tropfte ihm vom Maul, als es die lange Blechrinne hinaufzuklettern begann. Da draußen gab es bestimmt viele alleingelassene Kinder, die es verschlingen konnte ...


Mutterseelenallein
Ich kenne keinen einzigen Menschen, dachte Nate. Seit fast einem Monat kümmerte er sich nun ganz allein um die Dämonen. Mit zwei schweren Eimern voller Glibberzeug durchquerte er die Eingangshalle des alten Fachwerkhauses. Futter für seine Schützlinge. Hauptsächlich waren es Fischinnereien, aber sie mochten auch die Köpfe. Augäpfel waren eine besondere Delikatesse.
Als er über den senffarbenen indischen Teppich wankte, schwappten ein paar Tropfen der blutigen Mixtur über und sickerten durch einen Riss im Holzboden in den Keller. Nate bemerkte es nicht. Er war so in Gedanken, dass er in dem düsteren Vorraum beinahe über ein großes pelziges Etwas gestolpert wäre.
"Hoppla!" Er konnte sich gerade noch auf den Beinen halten. "Guten Morgen, Bel."
Der riesige englische Schäferhund Belvedere stellte ein Ohr auf und schaute ihn unter seinen Zotteln hervor an.
"'tschuldigung", sagte Nate. "Ich bin heute ein bisschen durcheinander. Keine Sorge, du kriegst dein Frühstück, sobald ich die Radaubrüder versorgt habe."
Nate war froh, dass er wenigstens nicht ganz allein war. Dhaliwahl hatte ihm immerhin einen Freund hinterlassen, der nicht aus dem Dämonenreich stammte.
Der Flur, der von der Eingangshalle abging, war vollgestellt mit Antiquitäten. Nate näherte sich einer Holzbank, deren hohe Rückenlehne an den Ecken mit kunstvoll geschnitzten Köpfen verziert war. Als er daran vorbeiging, wurden sie lebendig und begrüßten den Jungen mit schaurigem Geleier.
"Naaathan."
"Naaaaathan."
"Naaaaaaathan."
"Morgen, ihr beiden", erwiderte Nate im Vorübergehen.
Das Nächste war eine leblose Pflanze auf einem reich verzierten Untersatz. Nate griff nach einer Sprühflasche, benetzte die braunen Blätter und setzte seinen Weg fort. Die Pflanze wurde leuchtend grün und quoll üppig über den Topfrand hinaus.
Nate war noch keine drei Schritte weitergegangen, als er ein gequältes Stöhnen vernahm.
"Oh-ah ..."
Er versuchte es zu überhören.
"Ohh-ahh!" Diesmal klang es noch eindringlicher. Er hatte die Masken fast hinter sich gelassen.
Das Stöhnen kam von der Eisenmaske an der linken
Wand. Die Holzmaske, die genau gegenüber hing, verzog das Gesicht. "Warum hältst du nicht einfach mal die Klappe?", schimpfte sie. "Jeden Tag das gleiche Gejammer: Oh-ah. Oh-ah."
"Hey, ich werde hier gefoltert, ja?", schimpfte die Eisenmaske zurück. "Weißt du, wie es sich anfühlt, wenn man langsam verrostet?"
Die Augen der Holzmaske drehten sich zu Nate. "Junge, häng mich bloß woandershin. Der Kerl macht mich wahnsinnig."
Nate nahm die Holzmaske von der Wand. Er konnte die beiden nicht voneinander trennen. Streitende Lärmdämonen musste man in Paaren halten, sonst gingen sie, statt sich gegenseitig in den Haaren zu liegen, nur ihrem Hüter auf die Nerven. So tauschte er die Masken einfach aus und hängte jede an den Wandnagel der anderen. Dann hob er die Eimer wieder an und ließ die beiden verdutzten Streithähne zurück.
Hinter Nates Rücken schwoll in Bels Fell eine Beule an. Zwei gelbe Augen hielten durch die Zotteln Ausschau nach dem davoneilenden Jungen. Bel kratzte sich gähnend. Von seinem mächtigen Hinterlauf löste sich ein kleines, knollenartiges Wesen und krabbelte Nate auf wieselflinken Stummelbeinchen hinterher, hielt sich aber im Schatten. Nate blieb stehen und blickte sich argwöhnisch um, sah aber nur den Hund. Achselzuckend ging er weiter.
Schließlich war er im Badezimmer angelangt, in dem es weder ein richtiges Waschbecken noch eine Toilette gab, sondern nur einen langen, gusseisernen Wassertrog. Dort hinein entleerte er jetzt den ersten Eimer mit Glibberzeug.
Eigentlich besaß Nate einen angeborenen Spürsinn für Dämonen. Für gewöhnlich kribbelten seine Nackenhärchen, wenn einer in der Nähe war, der etwas im Schilde führte. Aber der Dämon, der sich nun anschlich, überlistete ihn immer wieder aufs Neue. Der kleine Kerl lugte kurz um die Ecke und nahm dann seine wahre Gestalt an. Er reckte und streckte sich, bis er sich in einen grünen, schienbeinhohen Hauskobold mit Schnurrbart und schmalen, aufrechtstehenden Ohren verwandelt hatte, dessen Klauen so feingliedrig und beweglich waren wie die eines Waschbären. Zwischen seinen Lippen ragten zwei übergroße Fänge hervor wie ein Doppeldolch, und jetzt schnupperte er mit zuckender Nase in Nates Richtung.
Hungrig beäugte der Kobold Nates Beine, dann sprang er ihn an, krallte sich in die Hose und hangelte sich an ihr empor.
Nate jaulte auf und versuchte den Angreifer abzuschütteln. Er fuhr herum und schaute an sich hinab. Es war Pernikus, die dämonische Inkarnation unliebsamer Überraschungen.
Kopfschüttelnd holte Nate Luft. "Noch ein Mal, Pernikus, noch ein einziges Mal, dann exorziere ich deinen hässlichen kleinen Dämonenhintern in die Dimension zurück, die dich hervorgebracht hat!"
Pernikus grinste nur, denn er wusste nur zu genau, dass Nate so etwas niemals tun würde. Mit schrillem Kreischen stieß er sich von Nates Bein ab. "Krii-krii-krii-krii!" Er landete im Trog, tauchte den Kopf in die Fischreste und schlang sie gierig hinunter.
Nate schüttete den Rest des Glibberzeugs um Pernikus herum aus. "Du hast Glück, dass ich noch so unerfahren bin", sagte er. "Ein erfahrener Hüter hätte dich längst zur Räson gebracht."

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