Buch
gebunden (734 Seiten)
Sprache: Deutsch
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€ 28,70
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Salem's Lot ist eine ruhige Kleinstadt an der amerikanischen Ostküste, bis der Schriftsteller Ben Mears nach langen Jahren zurückkehrt. Er interessiert sich auffällig für das Marsten-Haus, das seit dem rätselhaften Tod seiner Bewohner 1939 leer steht. Eine unheimliche Kraft geht von ihm aus, und bald zeigt sich, wer in Salem's Lot sein Unwesen treibt: ein Vampir.
Mears nimmt den Kampf gegen die Macht des Bösen auf. Doch dieses Wagnis kostet furchtbare Opfer. Stephen Kings Klassiker der Horrorliteratur erscheint erstmals in einer Luxusausgabe, um Archivmaterial ergänzt, neu illustriert und mit zwei völlig neuen Erzählungen rund um Salem's Lot, die Stadt der Vampire.
| Verkaufsrang: | 13.912 |
|---|---|
| ISBN-10: | 3-552-05381-6 |
| EAN: | 9783552053816 |
| Originaltitel: | Salem's Lot |
| Erschienen: | 16.09.2006 |
| Verlag: | Zsolnay |
| Einband: | gebunden |
| Sprache(n): | Deutsch |
| Seitenzahl: | 734 |
| Gewicht: | 983 g |
| Übersetzer: | Silvia Morawetz, Peter Robert |
Stephen King wurde am 21.September 1947 in Portland, Maine geboren. Seine Eltern Donald Edwin King, seiner Zeit Seefahrer und Nelly Ruth Pillsbury haben 1939 geheiratet. Zwei Jahre vor der Geburt von Stephen King adoptierten sie einen Sohn namens David. 1949 verließ der Vater die Familie und fortan war die Mutter allein verantwortlich für die Familie. Aus finanziellen Gründen mussten sie oft umziehen, da ihre Mutter sich nur mit Gelegenheitsjobs weiterhelfen konnte. Schon im Alter von sieben Jahren schrieb Stephen King seine ersten Geschichten. Vorlage hierfür waren für ihn Science-Fiction und Fantasy Filme aus denen später die Vorliebe für Horrorgeschichten wuchs. Ab 1966 studierte er für vier Jahre an der Universität Maine und absolvierte seinen B.A. in Englisch. Danach war Stephen King qualifiziert an der High School zu unterrichten. Während seiner Studienzeit schrieb er eine wöchentliche Kolumne für die Universitätszeitung. Er engagierte sich im Studenten Senat für Politik und war Mitglied der Anti-Kriegs Bewegung. Zu der Zeit lernte Stephen King auch seine Frau Tabitha Spruce kennen, die er im Januar 1971 heiratete. Mit ihr bekam er seine drei Kinder Noami, Joe und Owen. Neben seinem Beruf als Lehrer blieb ihm nur wenig Zeit für seine Kurzgeschichten, von denen er zwar ein paar verkaufen, jedoch nicht vom Schreiben allein leben konnte. Das änderte sich erst mit seinem ersten Erfolgsroman "Carrie", der 1973 von einem Verlag akzeptiert wurde. Damals war es seine Frau, die Stephen King überreden musste das Manuskript einzureichen. Alles Folgende war und ist eine weltbekannte Erfolgsgeschichte. Stephen King gab seinen Beruf als Lehrer auf und verdient seitdem sein Geld mit all seinen bisher veröffentlichten Bestsellern. Sein eigentlich sorgloses Leben wurde jedoch schon früh durch seine Alkohol und Drogensucht beschattet. Anfang der 90er Jahre bekam er das mit Hilfe seiner Frau, Freunden und einer Therapie wieder in den Griff.
1992 war er Mitbegründer der Band "Rock Bottom Remainders", die nur aus Schriftstellern besteht und meist auf Benefizveranstaltungen auftritt. Stephen King nimmt hierbei die Rolle des Gitarristen ein. Auch die Rolle des Regisseurs und Drehbuchautors machte ihm Spaß und ließ ihn in den 80er Jahren glänzen. In Stephen King Büchern, die sich ausschließlich um Horror drehen, verbirgt er nicht nur Phantasien, sondern auch erlebtes, wie übergreifende, bedrohliche Fans oder auch einen schweren Autounfall. Frühere Werke und auch spätere Romane veröffentlichte Stephen King unter dem Pseudonym Richard Bachmann und eine Kurzgeschichte unter John Swithen. Als jedoch bekannt wurde wer hinter den Pseudonymen steckte, eroberten auch diese Romane den Markt und erhöhten auf einen Schlag die Auflage. Dabei war es sein Interesse herauszufinden, ob sich Stephen King Bücher wegen dem Inhalt oder dem Namen so gut verkaufen ließen. Seine Ehrungen und Preise sind im Laufe der Jahre kaum noch zu überblicken. Angefangen von der Auszeichnung des World Horror Grandmaster (1992) über World Fantasy Awards, Best American Short Story (1996) und Awards der Horror Writers Association hat Stephen King viele weitere Awards bisher erfolgreich gewinnen können. Mit seinen Horror Geschichten ist der US-amerikanische Schriftsteller einer der erfolgreichsten Autoren der Gegenwart. Seinen Wohnsitz hat Stephen King mit seiner Frau Tabitha in einem viktorianischen Haus in Bangor, Maine gefunden. Von seinen Kindern hat er mittlerweile schon drei Enkelkinder geschenkt bekommen. Zusammen mit seiner Frau wurde Stephen King für die Unterstützung kultureller Einrichtungen geehrt.
Silvia Morawetz, geb. 1954 in Gera, studierte Anglistik, Amerikanistik und Germanistik und ist die Übersetzerin von u.a. Janice Galloway, James Kelman, Hilary Mantel, Joyce Carol Oates und Anne Sexton. Sie erhielt Stipendien des Deutschen Übersetzerfonds, des Landes Baden-Württemberg und des Landes Niedersachsen.
von einer Kundin/einem Kunden, am 15.10.2007
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von DarkHeaven, am 29.08.2006
0 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
Sie fuhren auf der 295 von Portland zurück, und es war noch gar nicht spät – erst kurz nach elf. Nachdem sie die Vororte von Portland hinter sich gelassen hatten, betrug die Höchstgeschwindigkeit auf der Schnellstraße fünfundfünfzig Meilen, und Ben fuhr gut. Die Scheinwerfer des Citroën schnitten zügig durch die Dunkelheit.
Der Film hatte ihnen beiden gefallen, aber sie hatten sich zurückgehalten – wie man sich eben verhält, wenn man erst noch herausfinden muß, wo die Grenzen des anderen sind. Jetzt kam Susan die Frage ihrer Mutter in den Sinn, und sie erkundigte sich: »Wo wohnen Sie eigentlich? Haben Sie ein Haus gemietet?«
»Ich habe ein winziges Loch im zweiten Stock von Eva’s Pension in der Railroad Street.«
»Aber das ist ja schrecklich! Da oben muß es brütend heiß sein!«
»Ich mag die Hitze«, sagte er. »Ich kann dabei gut arbeiten. Ich ziehe mir das Hemd aus, drehe das Radio auf und trinke literweise Bier. Bis jetzt habe ich täglich zehn Seiten geschafft, in Reinschrift. Außerdem wohnen da ein paar interessante alte Käuze. Und wenn man hinterher auf die Veranda rausgeht und sich die Brise um die Nase wehen läßt … einfach himmlisch.«
»Trotzdem«, sagte sie zweifelnd.
»Ich hatte daran gedacht, das Marsten-Haus zu mieten«, sagte er beiläufig. »Ich habe mich sogar danach erkundigt. Aber es ist verkauft.«
»Das Marsten-Haus?« Sie lächelte. »Da müssen Sie sich irren.«
»Nein. Es liegt auf dem ersten Hügel im Nordwesten der Stadt. An der Brooks Road.«
»Verkauft? Wer, in Gottes Namen …?«
»Das habe ich mich auch gefragt. Hin und wieder behauptet mal jemand, ich hätte eine Schraube locker, aber selbst ich hätte es höchstens gemietet. Der Makler wollte es mir nicht sagen. Scheint ein tiefes, dunkles Geheimnis zu sein.«
»Vielleicht wollen es irgendwelche Leute von auswärts zu einer Sommerresidenz umwandeln«, sagte sie. »Wer immer die sein mögen, sie sind verrückt. Ein Haus zu renovieren ist eine Sache – ich würde es liebend gern einmal versuchen –, aber bei diesem Haus ist Hopfen und Malz verloren. Es war schon eine Ruine, als ich noch klein war. Weshalb, um alles in der Welt, möchten Sie denn da wohnen, Ben?«
»Waren Sie schon mal drin?«
»Nein, aber ich habe durchs Fenster hineingeschaut. Bei einer Mutprobe. Und Sie?«
»Ja. Einmal.«
»Ein unheimlicher Ort, nicht?«
Sie verstummten und dachten beide an das Marsten-Haus. Diesem Blick in die Vergangenheit fehlte die pastellfarbene Nostalgie anderer Erinnerungen. Zwar hatten sich der Skandal und die Gewalttaten, die mit dem Haus verbunden waren, vor ihrer Geburt ereignet, aber Kleinstädte haben ein langes Gedächtnis und geben ihre Horrorgeschichten feierlich von einer Generation zur nächsten weiter.
Die Geschichte von Hubert Marsten und seiner Frau Birdie war – wenn überhaupt – der einzige dunkle Punkt in der Geschichte der Stadt. Hubie hatte in den zwanziger Jahren ein großes Transportunternehmen in Neuengland geleitet – eine Firma, die ihre profitabelsten Geschäfte nach Mitternacht machte, wie manche behaupteten, indem sie kanadischen Whisky nach Massachusetts schmuggelte.
1928 hatte sich Hubie als reicher Mann mit seiner Frau in Salem’s Lot zur Ruhe gesetzt. Beim Börsenkrach von 1929 verlor er jedoch einen großen Teil seines Vermögens (niemand, nicht einmal Mabel Werts, wußte genau, wieviel es gewesen war).
In den zehn Jahren zwischen dem Börsenkrach und Hitlers Griff nach der Weltmacht lebten Marsten und seine Frau völlig abgeschieden in ihrem Haus. Sie ließen sich nur an Mittwochnachmittagen sehen, wenn sie in die Stadt kamen, um ihre Einkäufe zu erledigen. Larry McLeod, der in jenen Jahren Postbote gewesen war, erzählte, daß Marsten vier Tageszeitungen sowie die Saturday Evening Post, den New Yorker und ein Trivialmagazin mit dem Titel Amazing Stories abonniert hatte. Außerdem bekam er einen monatlichen Scheck von der Transportfirma, die ihren Sitz in Fall River, Massachusetts, hatte. Larry behauptete, er habe sehen können, daß es ein Scheck war, indem er den Umschlag bog und beim Sichtfenster hineinschaute.
Larry war auch derjenige, der die beiden im Sommer 1939 fand. Im Briefkasten hatten sich die Zeitungen und Magazine von fünf Tagen angehäuft, so daß sich schließlich nichts mehr hineinstecken ließ. Larry holte alles heraus und ging damit zum Haus, um es zwischen die Fliegentür und die eigentliche Tür zu legen.
Es war August und Hochsommer, der Beginn der Hundstage, und das grüne, verwilderte Gras im Garten der Marstens reichte ihm bis zu den Waden. Geißblatt rankte sich wild über das Spalier an der Westseite des Hauses, und dicke Bienen summten träge um die wachsweißen, duftenden Blüten. In jenen Tagen sah das Haus trotz des hohen Grases noch sehr gut aus, und alle waren der Meinung, daß Hubie das schönste Haus in Salem’s Lot gebaut hatte, bevor in seinem Oberstübchen irgend etwas durcheinandergeriet.
Mitten auf dem Weg zum Haus, so hieß es in der Geschichte, die jedem neuen Mitglied des weiblichen Wohltätigkeitskomitees später mit atemlosem Entsetzen erzählt wurde, war Larry ein übler Geruch wie von fauligem Fleisch in die Nase gestiegen. Er klopfte an die Tür, aber niemand machte auf. Er schaute durch die Scheibe, konnte in dem düsteren Halbdunkel jedoch nichts erkennen. Er ging hinten herum, statt hineinzugehen, und das war sein Glück. Hinten war der Gestank noch schlimmer. Larry rüttelte an der Hintertür, stellte fest, daß sie nicht verschlossen war, und trat in die Küche. Birdie Marsten lag barfuß und mit gespreizten Beinen in der Ecke. Ihr halber Kopf war von einem Schuß aus nächster Nähe zerschmettert worden.
(»Fliegen«, warf Audrey Hersey an dieser Stelle immer seelenruhig ein. Es klang, als wüßte sie, wovon sie redete. »Larry sagte, in der Küche hätte es nur so gewimmelt von Fliegen. Sie summten herum, setzten sich auf das … Sie wissen schon, und flogen wieder weg. Fliegen.«)
Larry McLeod machte auf dem Absatz kehrt und ging schnurstracks in die Stadt zurück. Er holte Norris Varney, den damaligen Ortspolizisten, und drei oder vier von denen, die ständig in Crossens Laden herumhingen – den damals noch Milts Vater führte –, darunter Audreys ältesten Bruder, Jackson. Sie fuhren in Norris’ Chevrolet und Larrys Postauto wieder hinauf.
Niemand aus der Stadt hatte jemals einen Fuß in das Haus gesetzt, und was sie dort nun vorfanden, war ein paar Tage lang eine echte Sensation. Nachdem sich die Aufregung gelegt hatte, brachte der Telegram aus Portland einen Artikel darüber. Hubert Marstens Haus war ein verstörendes Rattennest voller Ramsch und Plunder. Enge, gewundene Gänge führten zwischen vergilbenden Stapeln von Zeitungen und Zeitschriften sowie Haufen verschimmelnder alter Taschenbücher hindurch. Die kompletten Werke von Dickens, Scott und Mariatt, die Loretta Starchers Vorgängerin für die Bücherei von Jerusalem’s Lot beschafft hatte, lagen ebenfalls noch in den Haufen.
Jackson Hersey nahm eine Saturday Evening Post in die Hand, blätterte darin und staunte nicht schlecht: An jeder Seite war fein säuberlich eine Dollarnote befestigt.
Norris Varney stellte fest, was für ein Glück Larry gehabt hatte, als er zur Hintertür herumgegangen war. Die Mordwaffe war an einem Stuhl festgebunden worden, so daß der Lauf in Brusthöhe direkt auf die Eingangstür zeigte. Der Hahn war gespannt, und eine Schnur, die am Abzug befestigt war, führte durch die Halle zum Türknauf.
(»Die Knarre war geladen«, sagte Audrey an dieser Stelle. »Ein kleiner Ruck, und Larry McLeod wäre schnurstracks zum Himmel gefahren.«)
Es gab noch andere, weniger tödliche Fallen. Ein zwanzig Kilo schweres Zeitungsbündel war über der Tür zum Speisezimmer angebracht worden. Eine der Setzstufen in der Treppe zum ersten Stock war mit einem Scharnier versehen und hätte jemandem einen gebrochenen Knöchel einbringen können. Es stellte sich rasch heraus, daß Hubie Marsten nicht nur ein bißchen kauzig, sondern völlig wahnsinnig gewesen war.
Sie fanden ihn im Schlafzimmer am Ende des Flurs im ersten Stock. Er hing an einem Dachba
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