Jeden Tag, jede Stunde

Roman

von Natasa Dragnic

Buch

gebunden (278 Seiten)

Sprache: Deutsch

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Die Geschichte zweier Liebender - feinsinnig, temperamentvoll, unvergesslich


Sechzehn Jahre haben Dora und Luka sich nicht mehr gesehen, obwohl sie einmal unzertrennlich waren: Wunderschöne Sommertage verbrachten sie als Kinder miteinander, am Felsenstrand des kleinen kroatischen Fischerdorfes, in dem sie aufwuchsen. Doch dann zogen Doras Eltern nach Frankreich, und Luka blieb allein zurück. Als Mittzwanziger treffen sie sich nun überraschend in Paris wieder, und es ist klar: Sie gehören einfach zusammen. Drei glückliche Monate folgen, aus denen ein gemeinsames Leben werden soll; nur kurz will Luka in die Heimat zurück, um ein paar Dinge in Ordnung zu bringen - und dann meldet er sich nicht mehr. Jeden Tag, jede Stunde ist eine jener außergewöhnlichen Liebesgeschichten, die zugleich zeitlos und modern sind: zeitlos in ihrem Glauben an die Vorbestimmtheit, mit der zwei Menschen ein Schicksal teilen, und modern in ihrem Wissen, dass das Leben sich als viel schwieriger erweist. Ein Liebesroman, wie er sein sollte: poetisch, von großer emotionaler Strahlkraft, mitreißend erzählt.


Pressestimmen:

Alex Dengler, Deutschlands führender Buchkritiker, denglers-buchkritik.de, 11.07.11
Jeden Tag, jede Stunde ist schlicht und ergreifend ein guter und feinfühliger Roman über die große Liebe unseres Lebens. Natasa Dragnic schreibt Sätze, die funkeln wie Regentropfen, wenn die Sonne sie küsst. Eine Liebesgeschichte, die einen bis in die Haarspitzen mitfiebern und mitleiden lässt. Hier reichen sich die glücklichen und traurigen Momente die Hand. Jeden Tag, jede Stunde zeigt, die Liebe ist das größte Abenteuer unseres Lebens. Die eingefleischte Synchron- und Hörbuchsprecherin Cathlen Gawlich, u. a. auch in den Serien Two and a Half Men und Supernatural zu hören, liest ruhig und gefühlvoll. Sie verleiht der Geschichte den richtigen Ton. Sie beherrscht die süßen, genauso wie die bitteren Töne.

Produktdetails

ISBN-10: 3-421-04516-X
EAN: 9783421045164
Erschienen: 21.02.2011
Verlag: DVA
Einband: gebunden
Sprache(n): Deutsch
Seitenzahl: 278
Länge/Breite: 200mm/125mm
Gewicht: 410 g
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Natasa Dragnic

Natasa Dragni wurde 1965 in Split, Kroatien, geboren. Nach dem Germanistik- und Romanistikstudium in Zagreb schloss sie eine Diplomatenausbildung ab. Seit 1994 lebt sie in Erlangen und war viele Jahre als freiberufliche Fremdsprachen- und Literaturdozentin tätig. Für Ihre Kurzgeschichten und Essays erhielt sie Arbeits- und Aufenthaltsstipendien.

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Buchhändlertipps

  • Emotional, poetisch, wunderschön ... Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv

    von Marija Milicevic, am 14.05.2013 aus der Thalia-Buchhandlung in Innsbruck

    In der kleinen Küstenstadt Makarska fängt alles an. Dora und Luka haben sich im Kindergarten kennengelernt und waren sofort wie Seelenverwandte. Doch als alles perfekt scheint, muss Dora mit ihrer Familie nach Paris ziehen.
    16 Jahre später, als Mittzwanziger, treffen sich Dora und Luka überraschend in Paris wieder und es ist eindeutig, dass sie zusammen gehören. Doch als Luka zurück nach Kroatien fährt, um noch etwas zu erledigen, meldet er sich nicht mehr...

    Natasa Dragnic hat mit ihrem tollen und außergewöhnlichem Schreibstil das perfekte Urlaubsbuch geschaffen. Die Figuren wachsen einem sofort ans Herz. Seite für Seite versinkt man immer mehr in diesem Buch.
    Kriegen sich die beiden oder verpassen sie jede Chance?
    Fesselnd und spannend - unbedingt lesen!
  • eine Liebe, die nie zu Ende geht Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv

    von Jana Wottawa, am 30.08.2011 aus der Thalia-Buchhandlung in Linz

    Dieser Roman beschreibt die wunderschöne Liebesgeschichte zwischen Dora und Luka.

    Zur Story:
    Luka und Dora sind seit dem Kindergarten unzertrennlich. Während Dora laut und neugierig ist, ist Luka ein stiller Junge, dessen Leidenschaft das Malen ist.
    Als Dora mit ihren Eltern nach Frankreich zieht, bricht für Luka eine Welt zusammen.
    Als sie sich Jahre später zufällig auf einer Vernissage von Luka wieder sehen, ist es klar: sie gehören zusammen.

    Natasa Dragnic hat mit "Jeden Tag, jede Stunde" einen Roman geschrieben, der durch Sprache und Handlung überzeugt.
    Also ... Unbedingt kaufen!!! :)
  • Liebesgeschichte mit einem Hauch von Traurigkeit Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv

    von Yvonne Simone Vogl, am 05.08.2011 aus der Thalia-Buchhandlung in Gmunden

    Jeder Tag, jede Stunde erzählt die Lebens- und Liebesgeschichte von Dora und Luka. Dieser Roman liest sich sehr gut! Er ist warmherzig erzählt. Empfehlenswert!
  • Poetische Liebesgeschichte Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern inaktiv

    von Mirjana Mitteregger, am 26.06.2011 aus der Thalia-Buchhandlung in St.Johann

    Was für eine Liebesgeschichte! Keine hat mich schon lange nicht mehr so gefesselt wie diese hier. Die Liebe zwischen Dora und Luka. Ich konnte mich so richtig in das Buch vertiefen, da ich Makarska schon besucht habe, mir war als könne ich die Meerluft riechen und alles wurde noch lebendiger. Die Geschichte zweier Liebender, die niemals aufhörten sich zu lieben, trotz aller Schicksalsschläge, die das Leben vorbereitet hat.
    Der Stil die Jungautorin hat mich imponiert und ich hoffe, das Natasa Dragnic noch viele ähnliche Bücher schreiben wird. Sehr, sehr Empfehlenswert.
  • Eine Liebesgeschichte Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern inaktiv

    von Doris Oberauer, am 20.06.2011 aus der Thalia-Buchhandlung in Grieskirchen

    Dora und Lukas zwei Menschen die für einander bestimmt sind und die doch nicht unterschiedlicher sein könnten. Ihre Wege treffen sich und trennen sich auch wieder. Ein toller Roman von einer kroatischen Jungautorin.
  • Bittersüße Liebesgeschichte Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv

    von Ursula Schwarz, am 04.06.2011 aus der Thalia-Buchhandlung in max-center


    Luca u. Dora sind seit Kindertagen füreinander bestimmt. Doch immmer wieder kommt es zur Trennung, sei es wegen der Übersiedlung Doras oder dem Unvermögen Luca´s zu seinen Gefühlen zu stehen und darum zu kämpfen.

    Eine außergewöhnliche, bittersüße Geschichte zweier Liebenden denen das Leben immer wieder Steine in den Weg legt.
    Wunderschön, poetisch erzählt!!
  • „Mein Prinz, nur mein“ Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv

    von Margarete Stadlbauer, am 05.05.2011 aus der Thalia-Buchhandlung in Linz, Online-Shop

    Seit ihrer ersten Begegnung in Kindheitstagen sind Dora und Luka unzertrennlich. Wie durch ein unsichtbares Band für immer verbunden. Der eine für den anderen bestimmt. Bis Dora wegzieht und Luka allein zurücklässt. Jahre später treffen sie in Paris wieder aufeinander. Leidenschaftliche Tage vollendeten Glücks folgen. Bis sich ihre Wege unweigerlich wieder trennen.

    Nataša Dragnic lässt uns in ihrem Debütroman an großen Gefühlen teilhaben. Empfindungen größten Glücks zu Zweit genauso wie die des schmerzlichen Verlusts und der Unvollkommenheit.
  • Literatur-Liebe Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern inaktiv

    von Daniela Leitner, am 28.03.2011 aus der Thalia-Buchhandlung in Klagenfurt

    Ich mag es, wie die Autorin mit Sprache spielt, wie sie es schafft, dass mich die Geschichte sofort packt und mich erst am Ende wieder loslässt (nachdem ich mir den imaginären Sand, der aus den Buchdeckeln rieselt, von den Fingern wische). Die Liebe zwischen den Hauptfiguren weckt, obwohl ihnen kein Happy End gewährt wurde, in mir den Wunsch, solche starken Emotionen einmal gefühlt zu haben. Ein Frühjahrshighlight!
  • "Wer hat sich je geliebt wie wir?" Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv

    von A. Felsner, am 10.03.2011 aus der Thalia-Buchhandlung in Krems

    Ein wunderbarer Liebesroman, der seinen Anfang in einer kleinen kroatischen Küstenstadt nimmt. Dora und Luka treffen sich das erste Mal im Kindergarten und sind fortan unzertrennlich. Sie verbringen jede freie Minute miteinander, sind ein Herz und eine Seele. Bis zu dem Zeitpunkt, als Dora mit ihrer Familie nach Paris zieht und Luka allein und verzweifelt in Kroatien zurückbleibt.

    Nach Jahren treffen sich die beiden zufällig in Paris wieder und es ist wie bei ihrer ersten Begegnung. Dora und Luka verbringen eine wunderbare Zeit miteinander, spüren diese innige Verbundenheit, die es nur zwischen Liebenden gibt. Alles könnte so schön sein, doch das Leben schreibt sein eigenes Drehbuch...

    Dass der Schreibstil der Autorin etwas gewöhnungsbedürftig ist, tut der Geschichte keinen Abbruch.Im Gegenteil, der Roman ist wirklich gelungen und einmal eingelesen, entwickelt das Buch einen Sog, dem man sich nicht entziehen kann.

    Ein tolles Buch, das man unbedingt lesen sollte. Gefühlvoll, poetisch, einfach fantastisch!

Kundenrezensionen

  • Eine ungewöhnliche Liebesgeschichte Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern inaktiv Bewertungsstern inaktiv

    von Anna, am 25.10.2012

    0 von 0 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.

    Luka und Dora kennen sich seit dem Kindergarten und scheinen füreinander bestimmt zu sein, doch das Leben hat andere Pläne mit ihnen...

    Eine schöne und zugleich tragische Geschichte über eine große Liebe, doch trotz der interessanten Handlung hat mich das Buch nicht richtig gefesselt. Das liegt vor allem daran, dass ich mich nicht an den Schreibstil der Autorin gewöhnen konnte. Die Passagen mit kurzen, abgehackten Sätzen habe ich teilweise als mühsam empfunden. Auch die Dialoge bestehen großteils aus kurzen Sätzen und wirken dadurch unnatürlich. Die Charaktere waren für mich nicht greifbar, es blieb eine gewisse Distanz, die es mir nicht ermöglicht hat, mich auf einer emotionalen Ebene in sie hineinzuversetzen.

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  • Wollen, Dürfen, Sollen, Können Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv

    von Bücherzeit, am 11.01.2012

    0 von 0 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.

    Natasa Dragnics Roman "Jeden Tag, jede Stunde" handelt von der Seelenverwandtschaft zwischen Dora und Luca, die als zärtliche und hoffnungsvolle Kinderfreundschaft an der kroatischen Küste in den 1960igern beginnt und in eine leidenschaftliche, bedingungslose Liebe und tiefe Verbundenheit mündet. Nachdem die beiden als Kinder durch den Umzug von Doras Familie nach Paris getrennt wurden, entflammt die Sandkastenliebe - oder viel mehr "Strandliebe" - als Mittzwanziger erneut bei einem zufälligen Wiedersehen in Paris, wo Dora ihren Traum einer Schauspielkarriere träumt und Luca den Sprung in die Welt der Kunst wagt. Nach einer intensiven gemeinsamen Zeit verabschiedet sich Luca für kurze Zeit, um die letzten Angelegenheiten für die gemeinsame Zukunft zu klären. Doch dann kommt alles anders ... .

    Im Zentrum steht die kindliche, leidenschaftliche Liebe und Verbundenheit zwischen den beiden Protagonisten, die nur nach dem Hier und Jetzt fragt und weder nach der Vergangenheit noch nach der Zukunft. Die anfängliche Ähnlichkeit an den Roman "Salz auf unserer Haut" - die tiefe Verbundenheit, die Phasen größter unverbindlicher Leidenschaft, die getrennten Wege, die Wiedersehen ohne Aussicht auf eine gemeinsame Zukunft, die Zeit in Paris - verblasst im Verlauf des Romans, wobei es Dragnics gelingt, dass ihr Roman nicht nur eine kroatische Version des bekannten Stoffes darstellt, sondern dass dieser durch seine Charaktere und seine Handlung einen eigenen Charme entwickelt und aus dem Schatten des "Vorgängers" springen kann. Die Differenz zwischen Erzählzeit und erzählter Zeit ist nicht einheitlich zu sehen: Einerseits enthält die Handlung viele zeitliche Sprünge, sodass vieles im Zeitraffer erzählt wird und diese rasante Geschwindigkeit einem Drängen ohne Tiefgang gleichkommt. Andererseits werden andere - entscheidende - Phasen sehr intensiv und detailliert betrachtet. Insbesondere sind die Informationen wichtig, die zwischen den Zeilen und zwischen den Abschnitten stehen. Dragnic haucht ihren Hauptfiguren zärtlich Leben ein: Luca, der Passive, der verträumte Künstler, vom Leben enttäuscht und niedergeschmettert, Dora, die tatkräftige, energiegeladene, erfolgreiche Schauspielerin, die aus der Enttäuschung heraus kämpft. Diese beiden sind Liebende, die zärtlich und bedingungslos ihre Liebe im Augenblick leben, ohne eine Beziehung und Kontinuität schaffen zu können - eine Liebe zwischen Gut und Böse, zwischen Verstehen und Nicht-Verstehen, zwischen Traum und Alltag, zwischen Wollen, Dürfen, Sollen und Können. Dragnic schafft es auf faszinierende Art und Weise, den Leser zu fesseln und das über die eigentliche Lektüre hinaus. Des Weiteren sind die Ausschnitte aus Nerudas Werk sehr gefühlvoll und gut ausgewählt und laden zu einer weiteren Beschäftigung mit diesem Autor ein.

    Insgesamt ein sehr berührendes Buch mit Charme und Liebenswürdigkeit, das sehr lange in Erinnerung bleiben wird: 5 Sterne.

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  • Jede Stunde, jeden Tag Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv

    von MsBookeria, am 10.12.2011

    1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.

    Bei „Jeden Tag, jede Stunde“ handelt es sich um eine Liebesgeschichte zwischen Luka und Dora. Schon unzertrennlich vereint seit dem Kindergarten werden sie bald auseinander gerissen, da Doras Eltern nach Paris ziehen. Beide haben keinen Kontakt mehr zueinander bis sie sich als Erwachsene auf einer Ausstellung in Paris wiedersehen, denn Luka ist ein erfolgreicher Maler geworden. Dora ist Schauspielerin im Theater und verlässt sofort den Mann, der ihr einen vor kurzen einen Heiratsantrag gemacht hat.

    Die beiden verbringen 3 Monate miteinander in Paris, dann will Luka ein paar Dinge in Kroatien klären, um danach wieder zu Dora nach Paris zurückzukommen, denn für beide steht fest, dass sie ihr Leben miteinander verbringen wollen. Doch Luka kommt nicht zurück und meldet sich nicht bei ihr. Dora reist in ihr Heimatdorf und stellt dort fest, dass es nicht an der Liebe liegt, die nach wie vor zwischen ihnen vorhanden ist, sondern dass Luka aus Schuldgefühlen seine Ex-Freundin Klara geheiratet hat, welche bereits ein Baby von ihm erwartet.

    Ihnen bleiben nun gute 2 Monate miteinander bis sie sich wieder trennen müssen und Dora zurück nach Paris geht…. Doch dies soll nicht ihr letztes Aufeinandertreffen sein, auch wenn einige Zeit vergehen wird und das Leben weitergeht.

    Der Schreibstil der Autorin ist stellenweise durch sehr kurze Gedankenfetzten-artige und unvollständige Sätze geprägt, die ihren besonderen Stil ausmachen. Das ist bestimmt nicht jedermanns Sache, aber nach einer kurzen Einlesephase habe ich mich daran gewöhnt und finde auch, dass die Passagen mit diesen kurzen Sätzen eine gewisse Schnelligkeit in das Buch bringen und man das Gefühl bekommt, dass es voran geht, was meiner Meinung nach auch zum besseren Lesefluss beiträgt. Mir gefällt der Schreibstil von Natasa Dragnic. Eine Besonderheit ist noch, dass das Buch mit dem vorletzten Kapitel beginnt, also schon ungefähr weiß, wie es ausgehen wird.

    Ich muss zugeben, ich konnte am Anfang nicht ganz nachvollziehen, wie diese beiden kleinen Kinder im Alter von wenigen Jahren durch nur einen Blick wissen sollen, dass sie für einander bestimmt sind als sie sich im Kindergarten das erste Mal sehen. Dieser Teil der Geschichte wirkt etwas weit hergeholt für mich, dennoch kann man als sie sich als Erwachsene wiedersehen die Anziehung zwischen ihnen wirklich spüren, hier geht das Schema dann doch auf.

    Insgesamt ist es eine schöne Liebesgeschichte voller Poesie und sehr gut geschrieben ohne als übertrieben kitschig zu wirken. Ich würde das Buch auf jeden Fall weiterempfehlen und es hat mich bis zur letzten Seite gefesselt. Durch den Charakter von Luka ziehe ich in Gedanken einen Stern ab. Sonst ist noch kurz zu erwähnen, dass das Buchcover einfach wahnsinnig gut zu der Stimmung zu dem Buch passt und sehr gut ausgewählt wurde.

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  • Ein Traum von einem Buch Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv

    von einer Kundin/einem Kunden, am 01.08.2011

    1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.


    "Jeden Tag, jede Stunde" war für mich ein unglaublich schönes Buch, das mindestens mein Monatshighlight ist, sich aber die Pole Position fürs Rennen um das Jahreshighlight schonmal gesichert hat.
    Den Schreibstil der Autorin fand ich sehr angenehm, die Geschichte sehr ergreifend und auch sehr schön erzählt.

    Alles in allem ein wundervolles Buch voller schöner Momente, in denen man einfach nur über die wunderschönen Sätze inmitten all der Tragik staunen muss.

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  • leicht zu lesen Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern inaktiv

    von einer Kundin/einem Kunden, am 25.07.2011

    1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.

    Natasa Dragnic erzählt in kurzen, knappen aber sehr poetischen Sätzen die Liebesgeschichte von Dora und Luka.

    Wir verfolgen den Weg der beiden von Geburt an. Während Lukas Geburt still und leise vor sich geht drängt sich Dora mit einem lauten Schrei auf die Welt und das Verhalten während der Geburt prägt beider Charakter und Lebensweg. Dora ist fast drei Jahre alt und Luka fünf, als sich beide Kinder im Kindergarten das erste Mal sehen und sie sind ab da unzertrennlich. Für die Dorfbewohner sind sie eine Einheit, untrennbar, wie Baum und Ast. Dora ist die Laute, Neugierige während Luka ein stiller Junge ist, der ab und zu zu Anfällen neigt und die Welt um sich herum vergißt. Nur Dora kann ihn aus dieser Trance wieder herausholen.

    Doch als Dora sechs Jahre alt ist, bekommt ihr Vater, ein angesehener Archtiekt, einen Auftrag in Paris und die Familie zieht fort. Ein kleiner Tod für die Kinder.

    Dora findet neue Freunde und erreicht ihr Ziel, Schauspielerin zu werden. Luka bleibt in dem kleinen Dorf, muß jedoch einsehen, dass Dora nicht zurückkommt, beginnt an der Kunsthochschule in Zagreb ein Studium und wird ein begnadeter Maler.

    Als er seine erste Ausstellung in Paris hat, treffen sich die beiden nach 16 Jahren wieder und erkennen, dass schon in ihrer Kindheit die Saat der Liebe gelegt wurde, die nun erblüht. Und wieder sind sie unzertrennlich.

    Luka reist nach Hause, um seine Angelegenheiten zu klären, um dann für immer in Paris zu bleiben. Doch er muß erfahren, dass seine Exfreundin ein Kind von ihm erwartet und er stellt sich der Verantwortung und heiratet Klara, seine Liebe gilt aber auf immer Dora.

    Werden sich die beiden Liebenden jemals wieder sehen?

    Die Autorin erzählt diese Geschichte in sehr schönen Worten. Der stetige Wechsel zwischen der Entwicklung von Luka und Dora hält den Spannungsbogen hoch und man leidet mit den Protagonisten, wünscht ihnen alles erdenklich Gute. Die Auswahl der Gedichte trifft die Essenz der Liebe sehr genau, was braucht man mehr Worte um die ewige Liebe zu erklären?

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  • So schön Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv

    von Kerstin Hirth, am 12.07.2011

    0 von 0 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.

    Die Geschichte einer Sandkastenliebe, die von den Stränden Kroatien bis in die Kunstgalerien von Paris reicht. Auf jeder Buchseite leidet und freut man sich mit Dora und Luka. Ein tragisch schöner Liebesroman in einer tollen Sprache!

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  • DIESES Buch hat MICH gefunden - nicht umgekehrt! Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv

    von Helga Mitterhauser, am 12.07.2011

    1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.

    Ich habe soeben eine schlaflose Nacht hinter mir. Schuld daran war dieses umwerfende Buch,
    diese unfassbar betörende Liebesgeschichte
    von Dora und Luka, zwei Seelenverwandte, die sich schon im Kindergarten kennenlernen und wissen, dass sie füreinander bestimmt sind.
    Das Leben ist anderer Meinung und reißt die Liebenden mehr als einmal im Leben wieder auseinander, und dem Schmerz den beide jedes nicht entkommen.
    Und alles geschieht vor der paradiesischen Kulisse des Städchens Makarska in Kroatien.
    Ein Bogen der Liebe und des Schmerzes wird über mehrere Jahrzehnte ihrer beider Leben gespannt und wer Gefühle und Themen der Liebe und Leidenschaft sucht, wird sie in dieser unglaublich ergreifenden Geschichte finden.
    Das Buch sollte keinesfalls in der Chicken-Literature-Ecke landen, es ist klug komponiert, sprachlich dynamisch und kompakt und ohne jeglicher überflüssiger
    Floskeln.

    Vergessen Sie es nicht, wenn Sie nach Kroatien fahren. Suchen Sie nach den beiden in den Gesichtern, die Ihnen begegnen werden...

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  • Zwei füreinander bestimmt Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv

    von Angela.Bücherwurm, am 03.07.2011

    0 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.

    Dies ist die anrührende Geschichte von Dora und Luka. An ihrem ersten Tag im Kindergarten lernt die kleine Dora den drei Jahre älteren Luka kennen. Die gegenseitige Anziehungskraft ist unwiderstehlich. Die beiden Kinder verbindet von der ersten Stunde an ein festes Band. Nahezu unzertrennlich verleben sie einige Jahre ihrer glücklichen Kindheit in der kleinen, am Meer gelegenen, kroatischen Stadt Makarska.

    Doch dann entscheiden Dora´s Eltern nach Frankreich, Paris, überzusiedeln. Der Trennungsschmerz scheint unüberwindbar. Doch die lebenslustige, neugierige Dora arrangiert sich irgendwie mit der neuen Situation. Rasch lernt sie die neue Sprache, findet neue Freunde und lässt sich später ,wie erträumt, zur Schauspielerin ausbilden. Doch tief in ihrem Inneren kann sie Luka nicht vergessen, sie ist lediglich eine Meisterin im Verdrängen. Der stillere Luka hat es schwerer. Er fühlt sich einsam und verlassen, denn auch sein Vater ist gegangen und seine Mutter stirbt. Nur seine jüngere Schwester Ana kann ihm etwas Halt geben. Und schließlich findet auch er seinen Weg. Er lebt seine Leidenschaft und wird Maler.

    Und seine Bilder führen ihn nach Paris. Ein Freund organisiert dort eine Ausstellung für ihn. Bei der Eröffnung traut er seinen Augen kaum : Dora steht vor ihm. Es ist wie beim ersten Mal im Kindergarten, sozusagen ein déjá-vu . Es ist als wären keine 16 Jahre vergangen. Die beiden verbringen abermals eine glückliche Zeit. Doch das Schicksal schlägt erneut erbarmungslos zu. Aber Dora gibt nicht auf. Trotz aller Versuche zu vergessen, sind sie durch Zeit und Raum verbunden.

    Diese wunderschöne, aber auch traurige Liebesgeschichte hat mich von Anfang an in ihren Bann gezogen.

    Der Schreibstil ist zwar zunächst etwas gewöhnungsbedürftig, aber wenn man sich erst einmal " eingelesen " hat, liest sich das Buch flüssig. Die Sätze sind häufig sehr kurz, wie abgehackt und stakkatomäßig. Und dann gibt es hin und wieder auch regelrechte Bandwurmsätze ohne Punkt und Komma. Ebenso wechselt die Erzählperspektive häufig zwischen der Sicht Dora´s einerseits und der von Luka andererseits hin und her. Auch das erste Kapitel ist zunächst etwas verwirrend, da es eigentlich das vorletzte ist. Aber, wie gesagt, wenn man sich auf diese zwar ungewöhnliche, nichtsdestotrotz aber wunderschöneSprache einlässt, kann man sich dem Sog nicht mehr entziehen.

    Man liebt, hofft und leidet mit den beiden Hauptprotagonisten und kann nicht schnell genug erfahren, was das Schicksal für sie bereithält.

    Ich kann diese bittersüße Liebesgeschichte nur weiterempfehlen. Sie ist richtig was fürs Herz ,ohne kitschig zu sein

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  • Die Liebenden von Makarska Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv

    von einer Kundin/einem Kunden, am 14.06.2011

    0 von 0 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.

    Dora und Luka lernen sich an Doras erstem Tag im Kindergarten kennen. Sie ist zwei, er sechs Jahre alt. Fortan sind die beiden unzertrennlich und verbringen die Tage gemeinsam an ihrem geheimen Platz auf den Klippen, am Strand oder auf dem Boot seines Vaters. Vier Jahre später zieht Doras Familie vom kroatischen Makarska nach Paris - eine Trennung, die beide nur durch Verdrängen verkraften. Verdrängen, dass es den anderen gab. Verdrängen, dass seitdem andere Männer bzw. Frauen zwar existieren, aber nie wirklich ins Herz vordringen können.
    In den 20ern begegnen sich die beiden zufällig in Paris - und es ist, als wären sie nie getrennt gewesen. Doch eines Tages muss Luka zurück nach Makarska zu seiner Familie - und spätestens da zeigt sich, dass das Schicksal es nicht übermäßig gut mit den Beiden meint.

    Zuerst fällt das Cover auf, das durch seine Blautöne und das Meer ein bisschen Urlaubsgefühl vermittelt. Das türkisblaue Lesebändchen tut das Seine.

    Am Anfang dachte ich, dass die Kapitel rückwärts gezählt würden, da das Buch mit Kapitel 40 beginnt. Dann springt es jedoch zu Kapitel 1 und nimmt seinen normalen Lauf.

    Der Stil des Buches an sich ist z.T. ungewöhnlich, mal bestehen die Sätze nur aus ein paar Worten, manchmal aus Aufzählungen ohne Punkt und Komma. Dazu kommt, dass die Schlüsselstellen immer gleich beschrieben werden, was ein déjà-vu erzeugt, das mich zumindest immer hat schmunzeln/lächeln lassen.
    Das Buch ist sehr liebevoll geschrieben, am Anfang manchmal ein bisschen ruppig, wie Kinder halt sind, später habe ich vor allem Dora bewundert, die trotz allem ihre Leichtigkeit nie (ganz) verloren hat.

    Auf jeden Fall ein Buch, das ich an 1,5 Tagen gelesen habe und nur schwer weglegen konnte.

    Das einzige, was mir gefehlt hat, wäre ein Glossar, wie man die kroatischen Begriffe ausspricht (sowas finde ich immer ganz spannend).

    Fazit: Vielleicht nicht gerade ein Buch für jeden, aber auf jeden Fall ein sehr schönes Buch, wenn man sich ein bisschen ans Meer träumen will.

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  • Auch Männer können ohnmächtig werden Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern inaktiv

    von bookorpc, am 05.06.2011

    0 von 0 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.

    Ihr erster Roman Jeden Tag, jede Stunde beginnt im Geburtsland der Autorin Natasa Dragnic Kroatien und in Paris.

    Inhalt: Luka und Dora lernen sich im Kindergarten kennen und schon damals ist ihnen und auch allen anderen klar, ihre Freundschaft ist etwas besonderes. Sie teilen nicht nur das Geheimnis um den Felsen, an dem sie sich immer zum Wolken beobachten treffen, sondern auch das Dora Luka vor dem Luftanhalten und dadurch Ohnmächtig werden bewart. Ihre Unzertrennlichkeit wird durch den Umzug von Dora mit sechs Jahren in das ferne Paris zwar durchtrennt, nicht aber ihre Verbundenheit bzw. Liebe. Jahre später treffen sie sich wieder und sofort ist ihnen klar, das sie füreinander bestimmt sind. Leider ist das Schicksal andere Ansicht.

    Meine Meinung: Eine interessante Liebesgeschichte, die durch ihre verzwickte Entwicklung und die ständigen Hürden nicht neu, aber doch lesenswert ist. Das Buch fängt mit einem Abstecher ans Ende der Geschichte an. Dieser wirft viele Fragen auf und ich fand es auch sehr verwirrend, dass ich das Buch im ersten Moment beiseite legen wollte. Im nachhinein bin ich froh, dass ich es nicht getan hab. Mit seinen 278 Seiten sollte es eigentlich gemütlicher Lesestoff für einige Abende sein, aber da die Dialoge teileweise die Seiten sehr leer erscheinen lassen, ist es doch schneller zu Ende als man meint.

    Fazit: Eine nette Liebesgeschichte mit vielen Hürden und Hindernissen.

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  • Jeden Tag, jede Stunde Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv

    von MsBookeria, am 18.05.2011

    0 von 0 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.

    Bei „Jeden Tag, jede Stunde“ handelt es sich um eine Liebesgeschichte zwischen Luka und Dora. Schon unzertrennlich vereint seit dem Kindergarten werden sie bald auseinander gerissen, da Doras Eltern nach Paris ziehen. Beide haben keinen Kontakt mehr zueinander bis sie sich als Erwachsene auf einer Ausstellung in Paris wiedersehen, denn Luka ist ein erfolgreicher Maler geworden. Dora ist Schauspielerin im Theater und verlässt sofort den Mann, der ihr einen vor kurzen einen Heiratsantrag gemacht hat.

    Die beiden verbringen 3 Monate miteinander in Paris, dann will Luka ein paar Dinge in Kroatien klären, um danach wieder zu Dora nach Paris zurückzukommen, denn für beide steht fest, dass sie ihr Leben miteinander verbringen wollen. Doch Luka kommt nicht zurück und meldet sich nicht bei ihr. Dora reist in ihr Heimatdorf und stellt dort fest, dass es nicht an der Liebe liegt, die nach wie vor zwischen ihnen vorhanden ist, sondern dass Luka aus Schuldgefühlen seine Ex-Freundin Klara geheiratet hat, welche bereits ein Baby von ihm erwartet.

    Ihnen bleiben nun gute 2 Monate miteinander bis sie sich wieder trennen müssen und Dora zurück nach Paris geht…. Doch dies soll nicht ihr letztes Aufeinandertreffen sein, auch wenn einige Zeit vergehen wird und das Leben weitergeht.

    Der Schreibstil der Autorin ist stellenweise durch sehr kurze Gedankenfetzten-artige und unvollständige Sätze geprägt, die ihren besonderen Stil ausmachen. Das ist bestimmt nicht jedermanns Sache, aber nach einer kurzen Einlesephase habe ich mich daran gewöhnt und finde auch, dass die Passagen mit diesen kurzen Sätzen eine gewisse Schnelligkeit in das Buch bringen und man das Gefühl bekommt, dass es voran geht, was meiner Meinung nach auch zum besseren Lesefluss beiträgt. Mir gefällt der Schreibstil von Natasa Dragnic. Eine Besonderheit ist noch, dass das Buch mit dem vorletzten Kapitel beginnt, also schon ungefähr weiß, wie es ausgehen wird.

    Ich muss zugeben, ich konnte am Anfang nicht ganz nachvollziehen, wie diese beiden kleinen Kinder im Alter von wenigen Jahren durch nur einen Blick wissen sollen, dass sie für einander bestimmt sind als sie sich im Kindergarten das erste Mal sehen. Dieser Teil der Geschichte wirkt etwas weit hergeholt für mich, dennoch kann man als sie sich als Erwachsene wiedersehen die Anziehung zwischen ihnen wirklich spüren, hier geht das Schema dann doch auf.

    Insgesamt ist es eine schöne Liebesgeschichte voller Poesie und sehr gut geschrieben ohne als übertrieben kitschig zu wirken. Ich würde das Buch auf jeden Fall weiterempfehlen und es hat mich bis zur letzten Seite gefesselt. Durch den Charakter von Luka ziehe ich in Gedanken einen Stern ab. Sonst ist noch kurz zu erwähnen, dass das Buchcover einfach wahnsinnig gut zu der Stimmung zu dem Buch passt und sehr gut ausgewählt wurde.

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  • Eine kleine feine Liebesgeschichte Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern inaktiv

    von Kathrin Mehnert, am 29.04.2011

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    Im Mittelpunkt der Geschichte stehen Dora und Luka.Sechzehn Jahre haben sie sich nicht mehr gesehen.Als Mittzwanziger treffen sie überraschend wieder aufeinander und merken,dass sie sich immer noch lieben.Doch wie das Leben so spielt,es kommt alles anders.Ein Roman für romantische Stunden.

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  • Jeden Tag, jede Stunde Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv

    von I. Schneider, am 27.04.2011

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    Dora und Luka sind seit frühester Kindheit miteinander befreundet und verbringen sehr viel Zeit miteinander. Als Doras Eltern beschließen aus dem kleinen, kroatischen Küstenort am Meer nach Paris zu ziehen, bricht der Kontakt ab. Doch durch Zufall treffen sie sich nach 16 Jahren wieder: Luka ist Künstler und hat eine Ausstellung in Paris und Dora ist Schauspielerin. Eine wunderschöne Liebesgeschichte beginnt zwischen den beiden, bis Luka eines Tages wieder nach Kroatien zurückgehen muß. Wird er, so wie er es Dora versprochen hat, innerhalb einer Woche wieder zurückkehren? Ein toller Sommerroman mit Höhen und Tiefen.

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  • Jeder Tag, jede Stunde Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern inaktiv Bewertungsstern inaktiv Bewertungsstern inaktiv

    von Isegrimm, am 26.04.2011

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    Jeden Tag, jede Stunde würden Dora und Luka gerne miteinander verbringen, doch obwohl sie sich seit ihrer Kindheit lieben, reißt das Schicksal sie immer wieder auseinander. Glücklich jedoch können die beiden nur miteinander sein. Was Grundlage für einen wunderschönen Liebesroman sein könnte, wird dem Leser leider selbst auf 278 Seiten zu lang. Grund dafür ist der ungewöhnliche Stil der Autorin. Bei Dialogen ist oft nicht ersichtlich, wer was sagt, viele sehr kurze Sätze machen das Lesen anstrengend und schaffen eine Distanz zu den Hauptfiguren, die es schwer macht, die beiden zu verstehen, obwohl ihre Gefühlswelt immer wieder beschrieben wird. Aber was sagt es einem, dass Dora ganz schwindelig im Kopf ist, wenn sie eine Rolle gespielt hat und Luka es sich verbietet, Wolken anzusehen? Entwickeln sich die beiden überhaupt irgendann irgendwohin? Auch wenn Truffout erwähnt und Neruda teilweise zitiert wird, Dora und Luka scheinen als Erwachsene kaum kompliziertere Gedankengänge zu haben, als sie als kleine Kinder hatten. Mir sind die beiden zu meinem Bedauern nicht ans Herz gewachsen, ich hätte den Roman wirklich gerne gemocht.

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  • Eine wunderbare Liebesgeschichte in einer unglaublich schönen Sprache Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv

    von Monika Fuchs, am 23.04.2011

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    Wie kommt es eigentlich, dass gerade Autorinnen aus dem ehemaligen Ostblock unsere Sprache so schön zu verwenden wissen? Nachdem ich vor Kurzem total begeistert von Zsuzsa Bank war, habe ich jetzt wieder so eine Autorin entdeckt – die in Kroatien geborene Natasa Dragnic. Ihr wunderbar kleiner Roman ist jetzt in der Reihe „Deutsche Literatur“ bei der DVA erschienen.

    „Jeden Tag, jede Stunde“ erzählt die wunderschöne, zum Teil traurige Liebesgeschichte von Luka und Dora. Beide werden an der kroatischen Adriaküste in Makarska geboren. Luka ist eher ein stiller Junge, der schon ganz früh das Malen für sich entdeckt. Dora ist das totale Gegenteil – sie ist offen und total an ihrer Umwelt interessiert. Sie lernen sich im Kindergarten gleich unter dramatischen Umständen kennen. Als die zweijährige Dora mit ihrer Mutter das erste Mal den Kindergarten betritt, bemerkt der fünfjährige Luka sie sofort. Am Meisten ist er allerdings von ihrer blauen-weißen Tasche mit dem leuchtend gelben Fisch fasziniert. Vor lauter Begeisterung vergisst er zu atmen und fällt in Ohnmacht. Die kleine Dora läuft sofort zu ihm hin und küsst ihn. „Du bist mein Dornröschen, nur mein, wach auf, mein Prinz du bist mein Prinz, nur mein…“ Und so beginnt eine wunderschöne Liebesgeschichte. Die beiden sind von da an unzertrennlich. Doch irgendwann reißt das Schicksal in Form ihrer Eltern sie auseinander. Doras Eltern gehen mit ihr nach Paris. Die beiden vergessen sich anscheinend, doch unterbewusst ist der andere immer da. Die beiden werden erwachsen, haben ihre ersten Liebschaften und entdecken ihre Berufung. Er wird ein erfolgreicher Maler, sie eine bekannte Schauspielerin. Als er eine Ausstellung in Paris erhält, begegnen sie sich wieder und jetzt wissen sie auch wieder, was ihnen fehlte. Es beginnt eine leidenschaftliche Liebesgeschichte, der sich aber viele Hindernisse in den Weg stellen.

    Natasa Dragnic erzählt diese Geschichte einfach wunderschön in einer teilweisen einfachen, klaren Sprache, dann aber auch wieder in sehr kunstvoll verschachtelten Sätzen. Sehr schön finde ich auch, wenn sie bestimmte Kernsätze immer wieder im Laufe des Romans wiederholt. Irgendwie ist dieser Roman für mich eine wunderbare Mischung aus Zsusza Bank „Die hellen Tage“ und David Nicholls „Zwei an einem Tag“.

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  • Eine vorbestimmte Liebe.... Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv

    von Heide Timmer, am 16.04.2011

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    Schon als Kinder fühlen sich Dora und Luka zueinander hingezogen. Gemeinsam verbringen sie ihre Kindheit in einem kleinen kroatischen Fischerdorf. Sie verlieren sich aus den Augen als Dora mit ihren Eltern nach Frankreich zieht. Erst viele Jahre später treffen die zwei wieder aufeinander und spüren sofort ihre gegenseitige Liebe. Alles könnte perfekt sein... wäre da nicht das Leben, das völlig anders verläuft.
    Eine anrührende Liebesgeschichte, die den Leser bis zum letzten Satz gefangen hält.

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  • Jeden Tag, jede Stunde Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern inaktiv Bewertungsstern inaktiv Bewertungsstern inaktiv

    von Isegrimm, am 10.04.2011

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    Jeden Tag, jede Stunde würden Dora und Luka gerne miteinander verbringen, doch obwohl sie sich seit ihrer Kindheit lieben, reißt das Schicksal sie immer wieder auseinander. Glücklich jedoch können die beiden nur miteinander sein. Was Grundlage für einen wunderschönen Liebesroman sein könnte, wird dem Leser leider selbst auf 278 Seiten zu lang. Grund dafür ist der ungewöhnliche Stil der Autorin. Bei Dialogen ist oft nicht ersichtlich, wer was sagt, viele sehr kurze Sätze machen das Lesen anstrengend und schaffen eine Distanz zu den Hauptfiguren, die es schwer macht, die beiden zu verstehen, obwohl ihre Gefühlswelt immer wieder beschrieben wird. Aber was sagt es einem, dass Dora ganz schwindelig im Kopf ist, wenn sie eine Rolle gespielt hat und Luka es sich verbietet, Wolken anzusehen? Entwickeln sich die beiden überhaupt irgendann irgendwohin? Auch wenn Truffout erwähnt und Neruda teilweise zitiert wird, Dora und Luka scheinen als Erwachsene kaum kompliziertere Gedankengänge zu haben, als sie als kleine Kinder hatten. Mir sind die beiden zu meinem Bedauern nicht ans Herz gewachsen, ich hätte den Roman wirklich gerne gemocht.

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  • Jeden Tag, jede Stunde. Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv

    von Gisela Busemann, am 06.04.2011

    1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.

    Bereits die erste Begegnung zwischen Dora und Luka im Kindergarten ist schicksalsbestimmend für beider Leben.Sie sind unzertrennlich und erleben in einem kleinen kroatischen Fischerdorf wundervolle Jahre, die von unendlicher Vertrautheit und bedingungsloser Liebe geprägt ist. Nie wollen sie sich trennen.

    Als Dora jedoch mit ihren Eltern nach Frankreich zieht, bricht für beide eine Welt zusammen.
    Jahre vergehen. Luka ist inzwischen ein berühmter Maler geworden, Dora eine hervorragende Theaterschauspielerin . Sie sehen sich in Paris wieder und der Zauber ihrer Jugendliebe nimmt sie auf Neue gefangen. Nun soll sie das Schicksal nicht mehr auseinander bringen.

    Jedoch als Luka in seine Heimat Kroatien zurück fährt um einige Dinge abschließend zu regeln erwartet ihn dort seine langjährige Freundin, die schwanger ist. Luka kehrt nicht wieder zurück, er lässt Dora ohne eine Nachricht in Paris zurück.
    Langsam bauen beide sich, mehr oder weniger ein eigenes, glückliches Leben auf. Aber die beiden sind für einander bestimmt.

    Nach vielen Irrungen und Umwegen finden sie letztendlich zusammen. Nicht nur die Haare sind inzwischen grau geworden, das Leben hat seine Spuren hinterlassen.

    Was den Roman "Jeder Tag, jede Stunde" von Natasa Draginic so besonders macht ist die hohe Erzählkunst, die zeitlos und schön ist.
    Die Autorin lebt in Erlangen und ist als freiberufliche Fremdsprachen- uns Literaturdozentin tätig.

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  • Doch das Leben hat andere Pläne mit ihnen Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv

    von Kate, am 30.03.2011

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    "Du bist mein Dornröschen, nur mein, wach auf, mein Prinz, du bist mein Prinz, nur mein.."

    Dora und Luka verbringen ihre Kindheit zusammen in einem kleinen Fischerdorf in Kroatien. Sie gehören zusammen, das ist allen klar. Und am meisten den Beiden selbst. Sie sind unzertrennlich - bis zum September 1968.
    Dora zieht mit ihren Eltern nach Frankreich und Luka bleibt allein. Doch das Schicksal hat andere Pläne mit ihnen. Jahre später treffen sie sich wieder, in Paris, der Stadt der Liebe. Vom ersten Moment ist klar, sie lieben sich und gehören zusammen, für immer - oder nicht?

    Jeden Tag, jede Stunde ist für mich ein wundervolles und doch tragisches Buch, das ich nicht aus der Hand legen konnte.
    Mit jeder Seite war ich mehr und mehr gefesselt, habe mitgelitten und mitgeliebt.
    An so manchen Stellen kamen mir die Tränen. Nicht nur wegen Doras und Lukas Geschichte, nein, auch wegen dem wunderbarem und auch besonderem Schreibstil von Natasa Dragnic. So manches Mal hat er mein Herz erwärmt. Mich aber auch zum Nachdenken gebracht. War poetisch, traumhaft und aber auch melancholisch. Eine wunderbare Mischung, die den Reiz dieses Buches ausmacht.

    Zwei Menschen, zwei Seelen, die einfach zusammen gehören und es doch nicht sein können.
    Auf eine besondere Art und Weise erzählt, die dieses Buch mehr als Lesenswert macht.

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  • Strom des Schicksals Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern inaktiv

    von einer Kundin/einem Kunden, am 26.03.2011

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    Fesselnder und einfach zu lesender Roman mit spielerisch leichtem erzaehlstil und tiefen nachdenklichen passagen. Empfehlenswert als Urlaubslektuere als auch fuer regnerische Wochenenden, wenn man sich in einem Buch verlieren will.

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»Es ist schwer zu glauben.«
»Was?«
»Dass ich hier bin.«
»Warum?«
»Nach so vielen Jahren.«
»Es ist schön.«
»Wie wenn man nach einer langen Reise wieder im eigenen Bett schläft.«
»Ich weiß.«
»Wenn man einen Geschmack aus der Kindheit wiederentdeckt.«
»Einen runden weißen Lutscher.«
»Mit einer Figur in der Mitte.«
»Und einem farbigen Rand.«
Ein Wasserfall der Erinnerungen. Ein kleines Hotelzimmer in der Sommerhitze. Pinienbäume, die den rettenden Schatten schenken. Zu viel Licht. Wenn man Geheimnisse hat. Wenn man ungestört sein möchte. Wenn jeder andere Mensch einer zu viel ist. Wenn man in der Dämmerung besser zurechtkommt. Wenn man vom Bett aus jede Zimmerecke berühren kann.
»Hier hat sich kaum was verändert.«
»Findest du?«
»Ich habe dich noch vor Augen.« »Aber ohne graue Haare und ohne Stock.«
»Wie geht es dir?«
»Die Albträume kommen nur noch selten.«
»Gut so.«
»Ja.«
»Warum lächelst du?«
»Ich habe dich auch noch vor Augen.«
Eine schöne, junge Frau. Am Empfang. In einem engen dunkelblauen Kleid. Flache weiße Sandalen. Zwei große Koffer. Eine weiße Handtasche. Finger voller Ringe. Langes lockiges Haar. Verspielt. In den Augen. Sie pustet es immer wieder weg. Blau-weiße Ohrringe. Ein schmales Gesicht. Volle Lippen. Eine breite Nase. Große dunkle Augen. Ungeduldige Hände. Eine elegante Armbanduhr.
»Ich habe meine Arbeit vergessen.«
»Wann?«
»Als du in das Foyer kamst.«
»Wann?«
»Damals. Erinnerst du dich noch?«
»Ich muss mich nicht erinnern.«
»Dich zu sehen ist
»^ wie ein Traum.«
»^ wie Weihnachten.«
»Und Ostern.«
»Und Geburtstag.«
»Und Frühlingsanfang.«
»Zusammen.«
Ihre Körper nebeneinander. Verschwitzt. Müde. Hungrig. Nimmersatt. Glücklich. Auf den nassen Bettlaken. Die Hand auf dem Bauch. Der Fingernagel im Oberarm. Der Mund auf der Brust. Das Bein um die Hüfte. Seine grünen Augen.
»Hast du an mich gedacht?«
»Wie viele Male, Liebste, liebte ich dich blinden Auges, und war meine Erinnerung /ohne deinen Blick zu kennen, ohne dich anzusehn.«
»Fast hätte ich es vergessen.« »Was?«
»Deinen Neruda.«
»Ich habe mir vorgestellt
»Was?«
»Das Leben mit dir.«
»Für immer und ewig.« »Und?«
»Es war voller Wunder.«
Das winzige Hotelzimmer. Wie eine ganze Welt. Wie ein ganzes Leben. Grenzenlos. Endlos. Unendlich. Wie die Tiefe der Ozeane. Unerforscht. Geheimnisvoll. Beängstigend. Unwiderstehlich. Faszinierend. Wie die Zahl der Sterne. Unbekannt. Unheimlich. Unzerstörbar. Unsterblich. »Wie geht es deiner Tochter?« »Ich habe zwei.« »Gratuliere.« »Danke.« »Ich danke dir.« »Warum?« »Einfach so.« »Warum?« »Vergiss es.«
»Ich will nicht vergessen.« »Wenn du meinst.« »Hast du Kinder?«
»Einen Sohn.«
»Wie alt?«
»Siebzehn.«
»Siebzehn?«
»Ja.«
»Ich frage mich
»Was?«
»Einen Sohn also.«
»Ja.«
»Ich liebe dich nur dich immer dich mein ganzes leben lang du bist meine luft mein herzschlag du bist in mir unendlich das meer das ich sehe bist du die fische die ich fange hast du in mein netz gelockt du bist mein tag und meine nacht und der asphalt unter meinen schuhen und die krawatte um meinen hals und die haut an meinem körper und die knochen unter meiner haut und mein boot und mein frühstück und mein wein und meine freunde und der morgenkaffee und meine bilder und meine bilder und meine frau in meinem herzen und meine frau meine frau meine frau
»Ich werde jetzt gehen.«
»Bitte nicht.«
»Warum nicht?«
»Es ist gemein.«
»Was?«
»Zu kommen und dann zu gehen.«
»Ich habe keine Wahl.«
»Man hat immer eine Wahl.«
»Ausgerechnet du sagst das.«
»Ich war schwach.«
»Ja, das warst du.« »Ich bin nie darüber hinweggekommen.«
»Pech gehabt.«
»Ich habe nie aufgehört, dich zu lieben.«
»Ich glaube dir.«
»Ich möchte, dass du hierbleibst.«
»Es ist zu spät.«
»Wer hat sich je geliebt wie wir?«
Es war einmal ein kleines Hotel am Meer, von Pinienbäumen vor dem kalten Nordwind geschützt. Die Südmauer schmeckte sogar im Winter nach Salz und Hitze. Große Fenster und Balkontüren spiegelten die Wellen. Das Meer, wie ein sternenvoller Nachthimmel, umarmte den kleinen Kieselstrand unterhalb des Hotels. Wo alles begonnen hatte. Und wenn sie nicht gestorben sind, leben sie immer noch da. Wo alles enden sollte.
»Sieh mal, die Wolken!«
»Weißt du noch?«
»Und du?«
1
Luka erblickt die Welt mit einem leisen, halbherzigen Schrei und wird dann ganz still, als er das Wasser auf seiner Haut spürt. Man schreibt das Jahr 1959 in Makarska, einer kleinen ruhigen Hafenstadt in Kroatien. Die Hebamme Anka, die gleichzeitig auch die Nachbarin der Familie ist und somit nicht lange gebraucht hat, um auf die panischen Rufe des künftigen Vaters zu antworten, überprüft drei Mal, ob alles gesund und vollzählig ist, und denkt: Was für ein sonderbares Kind. Sie schüttelt leicht den Kopf. Was wird bloß aus ihm werden, so still und nachdenklich, als wäre er achtzig Jahre alt und hätte die Welt schon gesehen. Und doch blind wie ein Kätzchen. Lukas erschöpfte Mutter fragt besorgt, ob mit dem Kind auch bestimmt alles in Ordnung sei, warum es denn nicht mehr weine. Die Hebamme beruhigt sich selbst, indem sie Antica, der Mutter - mit der sie schon unzählige Liter starken türkischen Kaffee getrunken hat -, antwortet, alles sei bestens, sie solle sich jetzt erholen und schlafen und Kräfte sammeln für später, für ihren kleinen Sohn, ein großer Bursche sei das, man werde noch von ihm hören. Die Mutter verlangt nach ihm. Sie will ihn halten. Er heiße Luka, sagt sie stolz und ein wenig verlegen. Die Hebamme weiß das schon und nickt zustimmend, man könne es sofort erkennen, dass das hier ein richtiger Luka sei, und legt den stummen Jungen, dessen Augen weit geöffnet sind, als wären sie sein einziges Fenster zur Welt, in die Arme seiner Mutter. Ein blindes Kätzchen, denkt sie dabei wieder. Augenblicklich schlafen beide ein. Mutter und Sohn. Es ist ein warmer Novembertag. Windstill und heiter. Ein Winter, der noch kein Winter ist.
Luka ist drei Jahre alt. Sein Vater Zoran nimmt ihn zum ersten Mal mit zum Fischen. Er hat ein kleines Boot, das Luka sein Eigen nennt. Dann lächelt Zoran immer und zwinkert Lukas Mutter zu. Sie lächelt dann auch. Der Vater nimmt Lukas Hand in seine, und sie gehen zum Hafen. Mit der rechten Hand hält sich Luka an seinem Vater fest. In der linken Hand trägt er eine kleine Tasche, in der sich eine Menge Buntstifte und sein Malblock befinden. Luka malt und zeichnet sehr gerne. Nirgendwohin geht er ohne diese Tasche. Heute will er vor allem fischen. Aber auch malen. Unterwegs begegnen sie vielen Menschen. Auf dem Kacic-Platz: Alle begrüßen sie, alle kennen sie und lächeln Luka an und fragen ihn, was er denn vorhabe. Luka kann vor Stolz kaum reden. »Fischen«, sagt er, zu laut, und versteckt die Maltasche hinter dem Rücken. Die Leute lachen. Einige wundern sich übertrieben, so ein kleiner Junge, das gehe doch nicht, das sei verboten. Luka schwankt zwischen Angst, man könnte es ihm verbieten, und Empörung darüber, dass man es wagt, die Entscheidung seines Vaters anzuzweifeln. Der macht aber nur ein ernstes Gesicht und drückt Lukas verschwitzte Hand: Alles ist in Ordnung, er muss sich keine Gedanken machen. Sie gehen weiter. Sie gehen immer weiter, die Riva entlang, wo Luka sich an der Meeresseite hält und ins Wasser schaut. Jeden Fisch begrüßt er mit einem leisen Aufschrei. Und so bis zum Boot. Es ist kein langer Weg für den Vater, aber für einen Dreijährigen ist es ein großer Ausflug. Die linke Hand tut ihm schon weh. Die Tasche ist schwer. So viele Stifte! Das Boot liegt ruhig zwischen anderen, genauso kleinen Booten. MA 38. Das Kennzeichen in roter Farbe. Fast alle Boote sind weiß mit einem dünnen blauen Strich rundherum. Oder sie sind ganz weiß. Luka kann schon das Boot seines Vaters erkennen. Er war schon Millionen Mal auf diesem Boot. Vielleicht sogar öfter. Nur fischen war er noch nie. Luka liebt das Meer und das Boot über alles. »Wenn ich groß bin, werde ich Seemann«, sagt er. Oder Fischer. Der Vater steigt leichtfüßig ins Boot. Er hebt Luka hoch über das Meer und stellt ihn neben sich ab. Das Boot ist zwar nicht groß, aber es hat eine kleine Kabine. Luka setzt sich. Er sieht seinem Vater dabei zu, wie er das Boot geschickt aus dem Hafen steuert. Luka wird einmal auch so wie sein Vater sein. Sie fahren Richtung offenes Meer. Zwischen den Halbinseln Sv. Petar und Osejava hindurch. Am Ende des Meeres, von dem aus er immer noch die übrig gebliebenen Steine der Kapelle Sv. Petar sehen kann - das war das Erdbeben, es war schlimm, das ganze Haus hat gezittert und Mama hat geweint und Papa hat sie alle in den Keller gebracht, und es hat lange gedauert, länger als irgendetwas, das Luka kennt, und er hatte Angst, große Angst, aber sie haben es geschafft, und es ist nichts passiert, nur seine Kuscheltiere sind durcheinandergekommen, Papa hat sich um alles gekümmert -, schaltet der Vater den Motor aus. Das Boot treibt auf dem Wasser. »Wie heißt die Insel dort drüben?«, fragt Zoran. Luka mag dieses Spiel. Er ist gut darin. »Brac«, sagt er. Lukas Stimme zittert, obwohl er sich seiner Sache sicher ist. »Gut, und dahinter?« »Far«, sagt Luka schnell. Der Vater lächelt. »Ja, fast richtig. Hvar heißt sie.
Aber das ist ein schwieriges Wort, manchmal kann nicht einmal ich es aussprechen.« Luka ist nachdenklich, er hofft, er hat nichts vermasselt. Der Vater holt die Angelrute. Also alles in Ordnung. Luka muss vor Aufregung ständig schlucken. Er lehnt sich über den Rand und sucht nach den Fischen. Er ruft ihnen zu, sie sollten sich beeilen, sich bereithalten, er komme. Er taucht seine kleine Hand ins Meer hinein. »Hier, hier, kleine Fischlein«, flüstert er. Dann hebt er den Blick und begegnet den Augen seines Vaters. Heute ist der schönste Tag meines Lebens, denkt Luka und macht die Augen zu. Meeresbewohner knabbern an seinen Fingern.
Während Lukas Hand die Fische im Meer herausfordert, erblickt Dora die Welt mit einem Schrei, der so schrill ist, dass die Hebamme Anka lachen muss. Man schreibt das Jahr 1962 im Entbindungsraum des Krankenhauses im Franziskanerkloster. So ein starkes, kräftiges Mädchen, sagt Anka. Die Mutter Helena ist erschöpft und kann nichts sagen. Lächeln kann sie auch nicht. Sie kann nur daran denken, dass es endlich vorbei ist. Endlich. Das erste und das letzte Kind, denkt sie. Sie schließt die Augen und schläft ein. Doras lauter Widerstand stört sie dabei nicht. Die Hebamme bewundert die Kraft dieses winzigen Wesens. Sie blickt Dora liebevoll an. Sie streichelt ihr Köpfchen und ihr zitterndes Körperchen. Die Hebamme ist alt - obwohl: Verglichen mit diesem Wesen ist jeder alt - und hat viel Erfahrung. Sie hat unzählige Kinder entbunden. Sie hat sie alle gesehen. Aber dieses Mädchen! Unermüdlich ohrenbetäubend schreiend, schleicht es sich in ihr Herz hinein. Ohne sich zu verirren. Ohne Umwege. Die Hebamme spürt leise Tränen aufkommen. Sie hat keine eigenen Kinder. Sie hat nie geheiratet. Ihr Verlobter ist im Krieg gefallen. Von Italienern erschossen. Danach hat es keinen Mann mehr für sie gegeben. So ist es damals gewesen. Und jetzt, seit dem großen Erdbeben im Januar, bei dem von ihrem Häuschen nur die Westwand geblieben ist, muss sie auch noch bei ihrer jüngeren Schwester wohnen und deren Mann ertragen, der zu oft betrunken ist und so gerne Witze über ihr Alleinleben macht. Gemeine, anstandslose Witze. Sie krümmt ihren Zeigefinger und berührt mit dem Knöchel den kleinen, runden Mund des Mädchens. Überrascht und abgelenkt verstummt es, und seine fast blinden Augen finden die der Hebamme und bleiben an ihnen haften. Dora wird es heißen, aber das ist ja schon bekannt.
Dora ist zwei Jahre alt und ein lebhaftes Mädchen. Ihre Mutter sagt, sie sei wild. Dora versteht das nicht, es ist ihr aber auch egal. Denn ihre Mutter lächelt dabei. Und ihr Vater setzt sie sich auf die Schultern und läuft mit ihr herum, als wäre er ihr Pferdchen. »Dora lacht, und die ganze Stadt bebt«, sagt die Mutter. Dora spricht mit zwei Jahren wie kein anderes Kind. So als wäre sie schon fünf. »Und sie versteht auch alles«, sagt ihre Mutter nicht ohne Stolz. Dora kann von nichts genug haben. Sie muss alles anfassen, alles sehen, überall hingehen. Auf der Straße, in der Kalalarga, auf der Riva, der Uferpromenade oder auf dem Kacic-Platz ruft sie jedem Vorbeieilenden etwas zu, und der Vorbeieilende, die Eile vergessend, bleibt stehen, lächelt sie an, wenn auch unsicher oder verwundert, und grüßt sie oder antwortet ihr. Dora ist sehr sicher auf den Beinen, sie fällt nie hin, aber sie rennt auch nicht, sie läuft einfach nur sehr schnell. Ihre Schritte sind lang, es sieht merkwürdig, manchmal sogar komisch aus, wenn man sie dabei beobachtet. Springen will Dora auch nicht. Sie steigt von einer Mauer mit einem Schritt ins Leere. »Hast du Angst?«, fragt die Mutter. Dora weicht ihrem Blick aus und antwortet nicht. Und springt nicht.
Luka ist fünf Jahre alt und bekommt eine Schwester. Sie heißt Ana und ist winzig und weint viel, und seine Mutter kann sich kaum auf den Beinen halten, und sein Vater arbeitet mehr denn je, und Luka sieht ihn immer seltener, und er muss unglaublich viel malen, im ganzen Haus hängen seine Bilder. Er geht jetzt in den Kindergarten, obwohl seine Mutter nicht arbeitet, und die anderen Kinder sind manchmal sehr gemein zu ihm, sodass er auf die Toilette geht und dort weint und malt, wo niemand ihn sieht, auch nicht Tante Vera, die sich eigentlich um alle Kinder kümmert, ihn aber besonders lieb hat. Sie fährt ihm oft mit der Hand über die Haare, lächelt ihn warm an oder zwinkert ihm zu und liest am häufigsten seine Lieblingsgeschichte vor, auch wenn die anderen Kinder schreien, die Geschichte sei langweilig und sie würden sie schon auswendig kennen. Eigentlich möchte Luka den ganzen Tag im Kindergarten bleiben und gar nicht mehr nach Hause gehen, wo diese blöde Schwester weint und Mama müde ist und Papa nicht da und ihm immer mehr zum Heulen ist, auch wenn er es unterdrückt und keiner es sieht. Und trotzdem ist er unglücklich und will, dass alles so ist wie früher, als sein Vater noch mit ihm angeln gegangen ist und sie mit dem Boot weit hinausgefahren sind und er die Fische malen und fangen konnte und sein Vater ihm lustige und manchmal schwierige Fragen gestellt hat, wie zum Beispiel, wenn eine weiße Kuh weiße Milch gibt, was für Milch gibt dann eine schwarze Kuh?, was natürlich keine einfache Frage ist, doch er hat alle Antworten gewusst. Und manchmal sind sie bis nach Sonnenuntergang geblieben, aber immer, immer haben sie viel Spaß miteinander gehabt.
Dora versteht es. Ihre Mutter spricht deutlich und langsam und ist traurig, und Dora versteht es. Aber Dora ist nicht traurig darüber, dass sie jetzt schon, mit zwei Jahren, drei Mal in der Woche in den Kindergarten gehen soll, denn Mama muss wieder arbeiten, und Dora hat keine Großeltern in der Nähe, die auf sie aufpassen könnten. Ihre Großeltern wohnen weit, weit weg. Dora hat sie schon oft besucht. In einer großen Stadt. »Der Hauptstadt, schlicht und ergreifend«, sagt Mama; dann ärgert sich Papa und verbessert sie. Belgrad sei die Hauptstadt, Zagreb sei nur eine große Stadt. In Belgrad lebt auch der Präsident. Mama murmelt etwas vor sich hin. Dora sieht, dass sie nicht glücklich ist. Es ist nicht wegen des Präsidenten, den mag jeder, er ist immer von Kindern und Blumen umgeben, aber mit der Stadt, in der er lebt, ist Mama nicht glücklich. Deswegen sagt Dora, wenn sie mit Mama alleine ist: Wir fahren zu Oma und Opa in die Hauptstadt. Und Mama lächelt und sieht sich dabei schnell um. Zagreb. Sie mussten lange mit dem Auto fahren, um dorthin zu kommen. So lange, dass Dora mehrmals eingeschlafen ist. Dora erinnert sich an alles. Ihr Kopf ist voller Bilder, die riechen und sprechen und manchmal auch schmecken. Und sie kann sie alle in Worte fassen. »Das Mädchen hat ein Gedächtnis!«, ruft die Mutter und kann es kaum glauben. »Wie ein Elefant«, sagt der Vater und wundert sich. Ein merkwürdiges Kind, denken sich einige, sagen aber nichts. Dora macht sich keine Gedanken darüber. Sie steht manchmal lange vor dem Spiegel und beobachtet sich darin, ihr Gesicht, das sich so schnell verändert, als wären es hundert verschiedene, das gefällt ihr gut. So ist sie. Alles das ist sie. Und sie freut sich auf die Kinder im Kindergarten, die sie noch nie gesehen hat. Auf das Spielzeug auch. Sie hat keine Angst. »Für Dora ist das ganze Leben ein Abenteuer«, sagt ihre Mutter immer und hebt die Augenbrauen, was sehr lustig aussieht, sodass Dora lachen muss. Und Papa liest die Zeitung.
Luka sieht das neue Mädchen, das gerade hereinkommt. Sein schwarzes Haar, lang und wellig. Und glänzend. Wie der Schuppenpanzer eines Fisches. Es ist klein und dünn und schnell und jünger als alle anderen Kinder im Kindergarten, und er kann die Augen nicht von ihm abwenden. Die Mutter des Mädchens trägt seine Tasche, die weiß und blau gestreift ist. Mit einem großen gelben Fisch in der Mitte. Sie gefällt Luka sehr, diese Tasche. Auch wenn er den Fisch nicht erkennen kann. Er selbst hat einen schwarzen Rucksack, den er sich nicht selbst aussuchen konnte und den er schon einmal mit der Schere angegriffen hat, um einen neuen zu bekommen. Aber es hat nicht geklappt, es ist nur noch schlimmer geworden. Jetzt ist der Rucksack hässlich und kaputt. Deswegen versteckt Luka ihn in einer Plastiktüte und trägt die Tüte mit sich herum. Und niemand merkt es. Wenn er doch nur so eine tolle Tasche hätte wie das neue Mädchen! Er sieht sich schon mit dieser Supertasche herumlaufen, sein Malzeug und Malheft darin, von allen bewundert und beneidet. Stolz überquert er den Kacic-Platz, langsam schreitet er auf die Marineta zu, wo alle Leute sich versammeln, um ihn und seine neue Supertasche zu sehen. Keiner kann die
Augen von ihm abwenden! Vielleicht würde Mama dann wieder lächeln und Papa einen Kuss geben, so wie früher, sie würde Papas Namen leise aussprechen, mehrmals würde sie ihn sagen - Zoran, Zoran, Zoran, Luka kann es schon hören -, und Papa würde zufrieden schmunzeln und mit Luka fischen gehen. Ja, sicher würde er das machen und ihm ganz schwierige Fragen stellen wie zum Beispiel, wenn Mama und Papa weiß sind, aber das Kind in Afrika geboren wird, welche Hautfarbe wird es dann haben?, was eine schwierige Frage ist, aber das ist egal, er kennt alle Antworten. Wenn er nur so eine Tasche hätte! Wie das neue Mädchen. Er kann die Augen nicht abwenden von ihr!
Dora betritt erwartungsvoll den Kindergarten und sieht sich um. Ein großer Junge steht neben dem Bücherregal und beobachtet sie. Dora stört das nicht. Sie zieht ihre Jacke aus. Sie will nicht, dass Mama ihr hilft, solange der große Junge sie beobachtet. Vielleicht ist das so im Kindergarten. Vielleicht muss einer so den ganzen Tag stehen und andere Kinder beobachten, vielleicht ist das ein ganz tolles Spiel. Dora kann es kaum erwarten, mitspielen zu dürfen. Die Schuhe will sie sich auch alleine ausziehen. »Was ist denn, Dorice«, wundert sich Mama. Mama versteht es nicht. Sie weiß nicht, dass das ein ganz tolles, neues Spiel ist und dass der Junge sie beobachtet und dass sie tapfer sein muss, wenn sie mitspielen will, und sie will unbedingt auch so unbeweglich am Regal mit den Bilderbüchern stehen dürfen, oh ja, das will sie auf jeden Fall. Also schüttelt Dora den Kopf und sagt nichts. Denn ihr Kopf fühlt sich plötzlich so schwammig an und voll und leer und aufgeblasen wie ein Luftballon und heiß und leicht und zittrig und durchsichtig. Sie schließt die Augen.
Ihr linker Fuß ist schuhlos. So bleibt sie sitzen. »Was hast du denn, zlato moje«, fragt die Mutter noch einmal. Dora sieht sie an. Gleich wird Mama anfangen zu weinen. Moja Dorice!
Luka bewegt sich nicht. Er lehnt sich an das große Bücherregal und hält die Luft an. Er hat Angst, die Tasche könnte verschwinden, wenn er die Muskeln entspannt und einatmet. Er fixiert die Tasche, bis es wehtut und seine Augen anfangen zu tränen. Er zählt: Eins, zwei, drei, vier, fünf, sechs, sieben. Dann löst sich seine Welt in nichts auf, und er gleitet zu Boden. Alles ist still um ihn. Er verschwindet nach und nach. Wie die Bilder eines Buches, dessen Seiten er ganz langsam loslässt.
Dora ist die Erste, die bei dem ohnmächtigen Jungen ankommt. Sie geht in die Hocke, wird winziger als winzig. Ihre Augen weiten sich, bis ihr Gesicht, das blasser wird als blass, nur noch aus Augen zu bestehen scheint. Sie beugt ihren Kopf über den des Jungen, und bevor die Frau, die sich auf seiner anderen Seite niederkniet und seine Beine hochhebt, sie wegschicken oder ihr zuvorkommen kann, küsst Dora ihn auf den hellroten Mund. »Dora!«, ruft ihre Mutter entsetzt. Keine Zeit für Kosenamen!
Luka hört eine leise Stimme an seinem Gesicht: »Du bist mein Dornröschen, nur mein, wach auf, mein Prinz, du bist mein Prinz, nur mein..« Dann kommen ihm auch andere Stimmen und Worte zu Ohren, und verwirrt und schwach macht er die Augen auf und...
Sie sieht seine Augen, die sich langsam öffnen, seinen verstörten Blick, seine Lippen, die sich lautlos bewegen... aber er kann nichts sagen, also lächelt er schwach und sie lächelt auch und...

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