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Buch (gebunden)

Wer regiert die Welt? Warum Zivilisationen herrschen oder beherrscht werden

von Ian Morris

(2)

Details

Einband
gebunden
Seitenzahl
656
Erscheinungsdatum
Februar 2011
Verkaufsrang
59.057

Beschreibung

Gibt es einen roten Faden durch die Geschichte, der uns im Rückblick zeigt, wohin die Zukunft uns führt? Der US-Wissenschaftler Ian Morris, ein Universalgelehrter im besten Sinne, antwortet: Ja, doch wir werden ihn nicht in der Geschichte der letzten 500 Jahre finden. Konsequent rollt er Jahrtausende neu auf und lässt aus einer Vielzahl historischer Fakten, archäologischer Funde, naturwissenschaftlicher Erkenntnisse und empirischer Methoden ein überwältigendes Bild der Menschheitsgeschichte entstehen.
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Autorenportrait
Ian Morris ist gebürtiger Brite und seit zwanzig Jahren Historiker und Archäologe an der University of Chicago und der Stanford University. Er ist Autor zahlreicher Veröffentlichungen und häufig Studiogast im amerikanischen Fernsehen. Seine Arbeiten sind preisgekrönt und werden gefördert u.a. von der Guggenheim Foundation und der National Geographic Society. Von 2000 bis 2006 leitete er Ausgrabungen auf dem Monte Polizzo, Sizilien, eines der größten archäologischen Projekte im westlichen Mittelmeerraum.

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  • Thomas Fritzenwallner
    aus Wiener Neustadt
    (10.05.2011)

    Wie sieht unsere Welt in den nächsten Jahrzehnten aus?

    Seitdem sich das Zentrum der Weltwirtschaft aus dem atlantischen Raum nach Ostasien zu verlagern beginnt, ist die Antwort auf die Frage, aus welchen Gründen der Westen die Welt so lange dominiert hat, nicht mehr nur von akademischem Interesse. Sie betrifft auch aktuelle Sorgen und Ängste und eröffnet womöglich die Chance, die Schwerpunktverlagerung der Weltwirtschaft zu verlangsamen, wenn nicht gar abwehren zu können.
    Und tatsächlich schließt Ian Morris, ein gelernter Archäologe und praktizierender Historiker aus England, der seit langem an der Stanford University lehrt und forscht, das nicht aus. Insgesamt hält er es jedoch für eher unwahrscheinlich, dass es dem Westen gelingen wird, über die Mitte des 21. Jahrhunderts hinaus in der Konkurrenz mit dem Fernen Osten die Nase vorn zu haben und die Rhythmik des Weltgeschehens zu bestimmen. Morris hat sich also nicht auf die Darstellung und Analyse der Vergangenheit beschränkt, sondern glaubt, in der Auseinandersetzung mit der Geschichte die Formel gefunden zu haben, die auch einen Blick in die Zukunft erlaubt.
    Der Autor widerlegt rassistische Theorien, die davon ausgehen, die Menschen im Westen seien einfach klüger als andere. Biologistischen Argumentationen erteilt er eine klare Absage: "Alle heute lebenden Menschen stammen von Afrikanern ab, keine und keiner trägt genetische Spuren des Neandertalers oder des Peking-Menschen in sich." Anhand von Höhlenmalereien weist er nach, dass die Kreativität des Europäers für Jahrtausende unterbrochen war. Vom 6. Jahrhundert unserer Zeit bis in die Mitte des 18. Jahrhunderts, habe der Osten einen höheren gesellschaftlichen Entwicklungsstandard gehabt.

    Dessen Niveau bemisst Morris nach vier Kriterien: Energieausbeute, Verstädterung, Informationstechniken und die Kapazität, Krieg zu führen. Je nach Verhältnis dieser Parameter zueinander könne eine Entwicklung aber auch rückläufig werden.

    Entsprechend zwiespältig ist seine Prognose für unser 21. Jahrhundert. "Kurzfristig betrachtet, legen die Muster, die sich in der Vergangenheit herauskristallisiert haben, nahe, dass der Wechsel von Macht und Wohlstand von Westen nach Osten unausweichlich ist." Morris' Buch ist eine große Erzählung gesellschaftlicher Entwicklung. Die Vergangenheit ist darin nicht fern, die Gegenwart nur ein Aussichtspunkt, das menschliche Dasein überraschend und immer gefährdet.
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