Sulzbach im Taunus: An einem regnerischen Novemberabend wird eine Frau von einer Brücke auf die Straße gestoßen. Die Ermittlungen führen Pia Kirchhoff und Oliver von Bodenstein in die Vergangenheit: Vor vielen Jahren verschwanden in dem kleinen Taunusort Altenhain zwei Mädchen. Ein Indizienprozess brachte den mutmaßlichen Täter hinter Gitter. Nun ist er in seinen Heimatort zurückgekehrt. Als erneut ein Mädchen vermisst wird, beginnt im Dorf eine Hexenjagd…
Nele Neuhaus Nele Neuhaus, geboren 1967 in Münster/Westfalen, lebt seit ihrer Kindheit im Taunus und schreibt bereits ebenso lange. Sie arbeitete in einer Werbeagentur und studierte Jura, Geschichte und Germanistik. Seit sie ihre ersten beiden Krimis mit den Ermittlern Oliver von Bodenstein und Pia Kirchhoff im Selbstverlag veröffentlichte, wächst ihre Fangemeinde rasant.
»Nele Neuhaus versteht es perfekt, die Spannung auf konstant hohem Niveau zu halten.« krimi-couch.de
Das Hofheimer K11 ermittelt unter der Leitung von Pia Kirchhoff und Oliver von Bodenstein in einem versuchten Totschlag. Eine Frau wurde von einer Fußgängerbrücke auf die darunter liegende Straße gestoßen, neben den schweren Verletzungen der Frau ist ein Toter unter den Autofahrern zu beklagen. Das Opfer, Pia Cramer, wird ins Krankenhaus gebracht und Kirchhoff und Bodenstein machen sich auf den Weg nach Altenhain um deren Ex-Mann von dem Vorfall zu unterrichten. Hartmut Sartorius lebt auf einem runter gewirtschafteten Hof mit angrenzender Gaststätte, die ebenfalls schon seit Jahren geschlossen ist. Bei ihrer Ankunft lernen die beiden Beamten auch Tobias Sartorius kennen, der gerade erst aus eine 11jährigen Gefägnissstrafe in sein Heimatdorf zurückgekehrt ist. Von Anfang an interessiert sich Pia für seine Geschichte. Tobias ist vor 11 Jahren aufgrund eines Indizienprozesses verurteilt worden zwei 17jährige Mädchen ermordet zu haben. Während des Prozesses hat er aber immer wieder beteuert einen Filmriss zu haben, und sich deshalb nicht an die Ereignisse in jener Nacht erinnern kann. Pia lässt sich die alten Akten bringen und ermittelt nebenbei. Kurze Zeit später überschlagen sich die Ereignisse, erst wird das Skelett eines Mädchens auf einem stillgelegten Militärflugplatz gefunden und dann verschwinden auch noch wichtige Zeugenaussagen aus den alten Ermittlungsakten um den Fall Sartorius. Bei der Obduktion der menschlichen Überreste stellen die Pathologen fest, dass es sich um eines der vor 11 Jahren verschwundenen Mädchen handelt. Dann verschwindet wieder ein 17 jähriges Mädchen aus Altenhain, fatalerweise ähnelt sie einem der früheren Opfer, denn auch sie ist weiß wie Schnee, rot wie Blut und schwarz wie Ebenholz. Die Einwohner des Dorfes mobilisieren sich, denn ein Täter ist viel zu schnell ausgemacht
Der Autorin gelingt mit der Schilderung der Dorfgemeinschaft Altenhain die düstere, klaustrophobisch anmutende Geschichte um die mafiaähnlichen Strukturen innerhalb dieser Gemeinschaft. Das Ermittlerduo wirkt sympathisch und man nimmt auch an deren Leben außerhalb des Falles teil.
Einziges Schwächen dieses Krimis sind die schlecht recherchierten medizinischen Fachausdrücke (vielleicht war es aber nur ein Schreibfehler), die Tatsache dass der fast 50 jährige Bodenstein schon zwei erwachsene Kinder (um die 25 Jahre) sowie noch ein Kleinkind mit seiner Ehefrau hat. Es ist nicht ganz auszuschließen aber auch sehr untypisch und wirkt dadurch unglaubwürdig. Ebenfalls purzelt ab und an die chronologische Zeitabfolge durcheinander das fällt im letzten Drittel des Buches besonders auf. Alles in allem aber ein solider Krimi mit vielen Wendungen, den Leser auch über das gesamte Buch zu fesseln vermag.
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Ich muss schon sagen, dass ich mir nach meinem ersten Nele Neuhaus Buch, alle anderen gekauft habe und ich bin nicht enttäuscht worden. Die Charaktere sind sehr glaubwürdig dargestellt und das Schicksal der beiden Hauptakteure, Pia und Oliver ist eine schöne Nebenhandlung in diesem Buch. Auf alle Fälle lesen!!!
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Das Hofheimer K11 ermittelt unter der Leitung von Pia Kirchhoff und Oliver von Bodenstein in einem versuchten Totschlag. Eine Frau wurde von einer Fußgängerbrücke auf die darunter liegende Straße gestoßen, neben den schweren Verletzungen der Frau ist ein Toter unter den Autofahrern zu beklagen. Das Opfer, Pia Cramer, wird ins Krankenhaus gebracht und Kirchhoff und Bodenstein machen sich auf den Weg nach Altenhain um deren Ex-Mann von dem Vorfall zu unterrichten. Hartmut Sartorius lebt auf einem runter gewirtschafteten Hof mit angrenzender Gaststätte, die ebenfalls schon seit Jahren geschlossen ist. Bei ihrer Ankunft lernen die beiden Beamten auch Tobias Sartorius kennen, der gerade erst aus eine 11jährigen Gefägnissstrafe in sein Heimatdorf zurückgekehrt ist. Von Anfang an interessiert sich Pia für seine Geschichte. Tobias ist vor 11 Jahren aufgrund eines Indizienprozesses verurteilt worden zwei 17jährige Mädchen ermordet zu haben. Während des Prozesses hat er aber immer wieder beteuert einen Filmriss zu haben, und sich deshalb nicht an die Ereignisse in jener Nacht erinnern kann. Pia lässt sich die alten Akten bringen und ermittelt nebenbei. Kurze Zeit später überschlagen sich die Ereignisse, erst wird das Skelett eines Mädchens auf einem stillgelegten Militärflugplatz gefunden und dann verschwinden auch noch wichtige Zeugenaussagen aus den alten Ermittlungsakten um den Fall Sartorius. Bei der Obduktion der menschlichen Überreste stellen die Pathologen fest, dass es sich um eines der vor 11 Jahren verschwundenen Mädchen handelt. Dann verschwindet wieder ein 17 jähriges Mädchen aus Altenhain, fatalerweise ähnelt sie einem der früheren Opfer, denn auch sie ist weiß wie Schnee, rot wie Blut und schwarz wie Ebenholz. Die Einwohner des Dorfes mobilisieren sich, denn ein Täter ist viel zu schnell ausgemacht
Der Autorin gelingt mit der Schilderung der Dorfgemeinschaft Altenhain die düstere, klaustrophobisch anmutende Geschichte um die mafiaähnlichen Strukturen innerhalb dieser Gemeinschaft. Das Ermittlerduo wirkt sympathisch und man nimmt auch an deren Leben außerhalb des Falles teil.
Einziges Schwächen dieses Krimis sind die schlecht recherchierten medizinischen Fachausdrücke (vielleicht war es aber nur ein Schreibfehler), die Tatsache dass der fast 50 jährige Bodenstein schon zwei erwachsene Kinder (um die 25 Jahre) sowie noch ein Kleinkind mit seiner Ehefrau hat. Es ist nicht ganz auszuschließen aber auch sehr untypisch und wirkt dadurch unglaubwürdig. Ebenfalls purzelt ab und an die chronologische Zeitabfolge durcheinander das fällt im letzten Drittel des Buches besonders auf. Alles in allem aber ein solider Krimi mit vielen Wendungen, den Leser auch über das gesamte Buch zu fesseln vermag.
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Es ist der vierte Fall für das Ermittler Duo Pia Kirchhoff und Oliver von Bodenstein. Ich finde es ist der Beste! Der Schreibstil von Nele Neuhaus ist klar und lebendig, von der ersten Seite an ist es spannend und bleibt auch so. Nichts ist vorhersehbar. Die zwischenmenschlichen Probleme der Ermittler und der "Dorfklatsch" machen das Ganze sehr sympathisch und nehmen etwas von der dunklen Stimmung des eigentlichen Falles.
Alles in allem ein sehr empfehlenswerter Krimi aus Deutschland!
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Sehr schnell ist klar, dass nicht der der Täter ist, der verurteilt wurde, doch wer ist es dann? Von der ersten bis zur letzten Seite wird die Spannung aufrecht erhalten und war zeitweise so stark, dass ich das Buch am liebsten in einem Zug zu Ende gelesen hätte. Schneewittchen muss sterben ist ein bedrückender und zugleich eindrücklicher Kriminalroman.
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Eigendlich ist alles ganz klar, Tobias Sartorius hat zwei Mädchen getötet und wurde dafür verurteilt. Doch dann kehrt er nach seiner Entlassung in sein Heimatdorf zurück und steht vor den Trümmern seines Lebens. Seine Vergangenheit lässt ihn einfach nicht zur Ruhe kommen. Was geschah damals wirklich, warum erinnert er sich an nichts und was haben die Dorfbewohner zu verbergen?
Der Krimi ist von Anfang bis Ende einfach nur fesselnd.
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Bisher hatte ich noch kein Buch von Nele Neuhaus gelesen. Doch nach diesem Buch kann ich sagen, dass mich ihr Schreibstil anspricht und ich mit Sicherheit noch das ein oder andere Buch von ihr lesen möchte. Auch wenn man noch keine Bücher von ihr gelesen hat, so versteht man dieses Buch doch auch ohne Vorinformationen. Dadurch, dass ich mir die Rückentitel ihrer anderen Bücher angeguckt habe, weiß ich, dass auch hier wieder das Ermittlerteam ermittelt, was schon in anderen Büchern ermittelt hat. Aber alles was wichtig ist, wird auch in diesem Buch schon erklärt.
Die Geschichte ist irgendwie bedrückend, und gerade das gefällt mir. Es strahlt so eine geheimnisvolle Atmosphäre aus, die das Buch noch spannender macht. Man ist schnell gefangen von dem Buch. Der Einstieg ist so gestaltet, dass gleich Spannung auf kommt.
Die Charaktere finde ich sehr gut gestaltet. Besonders Amelie, Thies und Tobias haben mir es irgendwie angetan.
Obwohl ich Krimis meist nicht so mag, fand ich diesen hier einfach nur spitze. Ich habe das Buch innerhalb einiger Tage quasi verschlungen.
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Inhalt:
Nach zehn Jahren wird Tobias Sartorius aus der JVA Rockenberg entlassen. In einem reinen Indizienprozess wurde er damals für ein Verbrechen an zwei jungen Mädchen verantwortlich gemacht, die seitdem spurlos verschwunden sind. Nun kehrt Tobias in sein Heimatdorf zurück und realisiert, dass nichts mehr so ist wie vor 10 Jahren: das Gasthaus des Vaters geschlossen, der elterliche Hof und das Haus vernachlässigt, der Vater gebrochen, die Mutter ausgezogen, die Eltern geschieden und die einst befreundeten Nachbarn feindselig und ablehnend.
Zur gleichen Zeit wird bei Abrissarbeiten ein menschliches Skelett gefunden, und eine Frau wird von einem Mann über ein Brückengeländer auf eine viel befahrene Straße gestoßen.
Wie hängen diese Ereignisse miteinander zusammen? Was ist vor 11 Jahren tatsächlich passiert? Ist Tobias, der sich seit 11 Jahren vergeblich bemüht, sich an die Ereignisse der Tatnacht zu erinnern, der jedoch einen mehrstündigen Filmriss hat, wirklich der Täter oder hat ein anderer die Tat verübt?
Mein Eindruck:
Nele Neuhaus hat einen fantastischen Krimi geschrieben, der wirklich von der ersten bis zur letzten Zeile spannend ist und sofort fesselt. Ihre Protagonisten sind komplex und authentisch, man kann sich in die Personen und Situationen wunderbar einfühlen und lebt für die Zeit der Lektüre regelrecht in Altenhain. Die Autorin legt unzählige Fährten und stellt immerzu potenzielle Täter vor, verwirrt den Leser dadurch von Zeit zu Zeit und entwirft ein sehr unheimliches und doch realistisches Bild der Dorfgemeinschaft. Das Ende war mir fast ein bisschen zu viel. Hier wäre weniger Komplexität vielleicht besser und glaubwürdiger gewesen.
'Schneewittchen muss sterben' ist der vierte Teil einer Reihe und mein zweiter Krimi von Nele Neuhaus. Ich würde jedem Leser empfehlen, die Bücher in der richtigen Reihenfolge zu lesen. Zwar braucht man für 'Schneewittchen muss sterben' keinerlei Vorwissen aus den anderen Bänden, doch Neuhaus erwähnt die alten Fälle und verrät Einzelheiten und Täter aus den früheren Büchern.
Mein Resümee:
Sehr dicht, ohne Längen, stets fesselnd.
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"Wollte Schneewittchen die Liebe des Prinzen nicht erwidern",
Der neue Taunus-Krimi von Nele Neuhaus "Schneewittchen muss sterben" beginnt mit einem Prolog, der dies vermuten lässt. Wurde Tobias Sartorius demzufolge zu unrecht verurteilt, für die Ermordung von Laura Wagner und der ebenfalls siebzehnjährigen Schneeberger, die beide vor elf Jahren spurlos verschwanden? Letztere sah nicht nur aussah wie Schneewittchen, sondern sollte diese Rolle auch in einer Theateraufführung an ihrer Schule spielen.
Dennoch kehrt Tobias nach Verbüßung einer zehnjährigen Haftstrafe in sein Elternhaus nach Altenhain zurück, einem dörflichen Stadtteil von Bad Soden am Taunus. Bestraft wurden aber auch seine Eltern: ihre Ehe zerbrach, die Gaststätte musste geschlossen werden, weil die Gäste ausblieben und der ehemals stolze Hof zerfiel.
Schneewittchen ist nicht die einzige Leiche, die in diesem Kriminalroman vorkommt. An einem trüben Novembertag finden Arbeiter auf dem ehemaligen Eschborner Militärflughafen ein Skelett, wenig später wird eine Frau von der Fußgängerbrücke über der Limesspange bei Sulzbach gestoßen...
Königstein, Sulzbach, Altenhain und Eschborn sind die Schauplätze des neuen Kult-Krimis der Kelkheimer Autorin. "Schneewittchen muss sterben" ist der 4. Fall für Oliver von Bodenstein & Pia Kirchhoff. Sicherlich ist es die ganz spezielle Mischung aus Thriller gepaart mit Lokalkolorit und peppiger Sprache, die den Erfolg von Nele Neuhaus weit über die Grenzen des Taunus ausmachen.
Da ich selbst im Taunus lebe, gehört Nele Neuhaus bereits seit vielen Jahren zu meinen absoluten Lieblingsschriftstellerinnen. Ich habe alle ihre Krimis gelesen (damals noch im Selbstverlag) und mich stets gut unterhalten gefühlt. Seitdem hat sich die Autorin weiterentwickelt, so dass mir auch der neue Roman wieder viele spannende Lesestunden beschert hat. DANKESCHÖN:-)
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Schneewittchen muss sterben,
auch dieses Buch von Neuhaus lässt sich hervorragend und flüssig lesen .Das Buch ist sogar noch besser geschrieben wie der Vorgänger "Tiefe Wunden". Spannung ist durchgehend vorhanden und man kann es nur schwer aus der Hand legen. Die Handlungssträngen sind wirklich gut durchdacht und auch hier gilt: Mit dem sympathischen Ermittlerduo macht das lesen doppelt so viel Freude.
Empfehlenswert!
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Im beschaulichen Dorf Altenhain in der Taunus bricht die Hölle los als der dreizigjährigen Tobias nach zehn Jahren Gefängnis wegen zweifachen Mordes zurückkehrt. Die Erinnerung an die zwei damals verschwundene Mädchen kommt hoch, die Dorfbewohner nehmen die Oberhand und schüchtern die Familie Sartorius übelst ein: die Mutter von Tobias wird von einer Brücke gestossen und noch ein Mädchen, das an der Geschichte von damals sehr interessiert ist, verschwindet. Die Lage spitzt sich zu als im alten Flughafen die Leiche von einem der Mädchen von damals gefunden wird.
Ein Testament, Geldgier, Eifersucht und Ansehen verstricken seit über ein Jahrzehnt eine nicht mehr zu bremsen Lügenlandschaft.
Pia und Bodenstein kommen nach und nach allen Geheimnissen der Dorfsbewohnern und der Mordgeschichten nach.
Ein sehr guter Krimi mit vielen tollen Eigenschaften: bunte Dorfbewohner mit dunklen Geheimnissen, tolle Ermittler mit eigener Geschichte und persönlichen Probleme, sehr real und auch erschreckend nah.
Die verschiedene Perspektiven beim Erzählen, das präzise Auslassen und ausgewählte Hinzufügen von Informationen verleihen der Geschichte eine sehr lebendige und spannende Note.
Die Spannung bei über 500 Seiten zu halten ist eine grosse Kunst und hier absolut gelungen.
Ich musste auf das Buch lange warten, denn die erste Sendung ging verloren, doch das Warten hat sich gelohnt. Ich konnte das Buch nicht aus der Hand legen und werde demnächst die verpasste Neuhaus-Krimis schnell nachholen.
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Inhalt:
Nach zehn Jahren wird Tobias Sartorius aus der JVA Rockenberg entlassen. In einem reinen Indizienprozess wurde er damals für ein Verbrechen an zwei jungen Mädchen verantwortlich gemacht, die seitdem spurlos verschwunden sind. Nun kehrt Tobias in sein Heimatdorf zurück und realisiert, dass nichts mehr so ist wie vor 10 Jahren: das Gasthaus des Vaters geschlossen, der elterliche Hof und das Haus vernachlässigt, der Vater gebrochen, die Mutter ausgezogen, die Eltern geschieden und die einst befreundeten Nachbarn feindselig und ablehnend.
Zur gleichen Zeit wird bei Abrissarbeiten ein menschliches Skelett gefunden, und eine Frau wird von einem Mann über ein Brückengeländer auf eine viel befahrene Straße gestoßen.
Wie hängen diese Ereignisse miteinander zusammen? Was ist vor 11 Jahren tatsächlich passiert? Ist Tobias, der sich seit 11 Jahren vergeblich bemüht, sich an die Ereignisse der Tatnacht zu erinnern, der jedoch einen mehrstündigen Filmriss hat, wirklich der Täter oder hat ein anderer die Tat verübt?
Mein Eindruck:
Nele Neuhaus hat einen fantastischen Krimi geschrieben, der wirklich von der ersten bis zur letzten Zeile spannend ist und sofort fesselt. Ihre Protagonisten sind komplex und authentisch, man kann sich in die Personen und Situationen wunderbar einfühlen und lebt für die Zeit der Lektüre regelrecht in Altenhain. Die Autorin legt unzählige Fährten und stellt immerzu potenzielle Täter vor, verwirrt den Leser dadurch von Zeit zu Zeit und entwirft ein sehr unheimliches und doch realistisches Bild der Dorfgemeinschaft. Das Ende war mir fast ein bisschen zu viel. Hier wäre weniger Komplexität vielleicht besser und glaubwürdiger gewesen.
'Schneewittchen muss sterben' ist der vierte Teil einer Reihe und mein zweiter Krimi von Nele Neuhaus. Ich würde jedem Leser empfehlen, die Bücher in der richtigen Reihenfolge zu lesen. Zwar braucht man für 'Schneewittchen muss sterben' keinerlei Vorwissen aus den anderen Bänden, doch Neuhaus erwähnt die alten Fälle und verrät Einzelheiten und Täter aus den früheren Büchern.
Mein Resümee:
Sehr dicht, ohne Längen, stets fesselnd.
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auch im 4. Band wieder mit verschiedenen Garnen das Privatleben der Ermittler, die möglichen Verdächtigen, die polizeilichen Ermittlungen.
Sie nimmt verschieden Fäden auf, verwebt sie nach einem geheimen Muster bis der Leser so nach und nach eine Ahnung bekommt, wie das Werk im gesamten Aussehen könnte und sich immer wieder wundert, wie man sich doch täuschen kann.
Ein kleines Dorf im Vordertaunus entpuppt sich als Zweigstelle Siziliens. Es gilt das Gesetz der Omerta, des Schweigens gegenüber Außenstehenden.
Da bereits gesühnte Verbrechen erneut aufgerollt werden müssen, gilt es dies zu durchbrechen
Insgesamt wieder, wie bei Nele Neuhaus schon gewohnt, ein rasantes Puzzle-Spiel, in dem auch das Privatleben der Ermittler nicht zu kurz kommt.
Die Charaktere sind liebevoll lebensecht gezeichnet, die Handlung ist bis zum Ende schlüssig und nachvollziehbar. Einfach ein Krimi der Sonder-Klasse.
Trotz der höchsten Punktzahl kommt auch dieser Roman nicht ganz an UnterHaien heran mein absolutes Nele-Highlight, aber ich erwarte mit Spannung das Frühjahr 2011, wenn es hoffentlich wieder heißt:
Nele Neuhaus proudly presents: Oliver von Bodenstein, Pia Kirchhoff und Co.
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Als Tobias Sartorius nach zehn Jahren Haft in sein Heimatdorf Altenhain zurückkehrt, hat sich alles verändert. Schnell wird ihm bewusst, dass seine Tat nicht nur für ihn Konsequenzen hatte. Der heimatliche Bauernhof wirkt verfallen und seine Eltern sind geschieden. Das kleine Dorf scheint nicht nur ihn, sondern auch seine Familie verurteilt zu haben. Sie werfen ihm vor, seinerzeit die beiden 17-jährigen Schülerinnen ermordet zu haben. Tobias wurde aber nur aufgrund von Indizien verurteilt. Das lässt natürlich in solch einem Krimi eine Menge Raum für Spekulationen.
Der vierte Teil der Serie um die beiden Ermittler Oliver von Bodenstein und Pia Kirchhoff greift mit der Reintegration von Straftätern, Vertuschung von Straftaten und dem Umgang mit dem eigenen Gewissen wieder einige interessante Themen auf. Auf über 500 Seiten findet man keine Längen oder hat hinterher das Gefühl, unnötige Verwirrungen gelesen zu haben. Nele Neuhaus kann mit wenigen Worten die Emotionen auf den Punkt bringen und alle Seiten des Geschehens betrachten. Vielschichtige Charaktere und ein von Beginn an vorhandener Spannungsbogen machen diese Regionalkrimis zu meiner favorisierten Lektüre. Auch Nebenfiguren haben ein feingezeichnetes Profil und fließen schlüssig in die Handlung ein.
Ein großes Plus dieser Serie ist es, dass die Bücher ohne Schwierigkeiten unabhängig voneinander gelesen werden können. Zwar entwickeln sich die Hauptcharaktere weiter, was sie auch äußerst real wirken lässt, aber man hat auch im letzten Fall nicht das Gefühl, ständig Wiederholungen lesen zu müssen. Das Auseinandersetzen mit der menschlichen Psyche steht hier im Vordergrund und lässt ungeahnte Wendungen in diesen Fällen zu. Es werden genügend Spuren gelegt, damit der Verlauf nicht vorhersehbar wird. Manche Spuren verlaufen im Sand, andere sind erst auf den zweiten Blick erkennbar. Zudem werden verschiedene Handlungsstränge geschickt miteinander verknüpft, sodass sich ein rundes Bild ergibt. Diese Krimis kann man nur schwer wieder aus der Hand legen.
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"Schneewittchen muss sterben = ein klasse Krimi!!!",
Dann und wann hatte ich in der Buchhandlung einen Roman der Autorin Nele Neuhaus in der Hand, konnte mich aber irgendwie nicht entschließen zu kaufen oder gar einen aus der Bücherei auszuleihen.
Jetzt habe ich die Gelegenheit gehabt "Schneewittchen muss sterben" von Nele Neuhaus zu lesen. Mein erster Roman von ihr, und ich bin begeistert.
Mit 543 Seiten gehört dieser Kriminalroman in Taschenbuchformat schon zu den 'dickeren' Büchern und war von der ersten bis zu letzten Seite spannend geschrieben.
Der Roman besteht aus einzelnen Kapiteln, die je einen Tag beschreiben. Die jeweiligen Kapitel sind in kürzere Absätze unterteilt, die dann von Szene zu Szene den Handlungsort wechseln. Das ich die Vorgänger von "Schneewittchen muss sterben" nicht kannte hat dem Lesevergnügen keinen Abbruch getan.
Die Hauptprotagonisten sind die Ermittler Oliver von Bodenstein und seine Vertreterin Pia Kirchhoff. Immer wo es für die Geschichte von Nöten war wurde kurzweilig Bezug auf die Vorgeschichte der Ermittler genommen. Die beiden ermitteln hier in einem möglichen Mordfall: Ein Skelett wurde auf dem stillgelegten Flugplatz der US-Armee in Eschborn gefunden. Dieser Fall hat eventuell etwas mit zwei zurückliegenden Vermisstenfällen zu tun. Tobias Sartorius wurde dafür in einen reinen Indizienprozess im Jahr 1997 zu 10 Jahren Haft verurteilt. Ihm wurden die vermissten Mädchen als Mord angelastet. Als er nach der Haft zurückkehrt wird der scheinbar beschauliche Ort 'nervös'. Kurze Zeit nach seiner Haftentlassung wird die 17-jährige Amelie vermisst. Für Tobias beginnt ab sofort ein Spießrutenlaufen woran die Dorfbewohner in keinster Weise unschuldig sind.
Der flüssige Schreibstil hat mir absolut gefallen, die einzelnen Charaktere, und das sind nicht wenige, werden gekonnt beschrieben und haben in dieser Geschichte ein gut ausgearbeitetes Privatleben. Auch der Handlungsort, ein Dorf im Taunus mit dem gesamten spießigen Dorfklüngel, der auch noch unter einer Decke steckt, werden nachdrücklich beschrieben.
Auf den letzten 130 Seiten nimmt der Krimi mit ungeahnten und aktionsgeladenen Wendungen noch mal richtig an Fahrt auf und endet für alle Beteiligten mehr oder weniger zufrieden stellend.
Ein wirklich tolles Lesevergnügen.
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"Eckstein, Eckstein, alles muss versteckt sein...",
In ihrem Taunuskrimi beschreibt N. Neuhaus die Situation des Insassen Tobias Sartorius, der nach Verbüßung seiner Haftstrafe in sein Heimatdorf zurückkehrt, da ihm an sozialen Kontakten nur seine Eltern und seine Klassenkameradin Nadja geblieben sind. Die Dorfgemeinschaft wird als typische Idylle mit ihren Beziehungsgeflechten und oberflächlich heilen Strukturen dargestellt, in der jeder jeden kennt und miteinander verbandelt ist. Unter der heilen Fassade brodelt es jedoch mächtig, als Tobias in sein Elternhaus zurückkehrt und auch noch mit einem jungen Mädchen gesehen wird, das den damals verschwundenen und brutal ermordeten Klassenkameradinnen Laura und Stefanie (Schneewittchen) sehr ähnelt. Man fragt sich als Leser, was der Autist Thies mit dem Verschwinden der Mädchen zu tun haben könnte und mit welchen Druckmitteln der mächtige Rädelsführer Terlinden scheinbar die komplette Dorfgemeinschaft dominiert. Als das Mädchen verschwindet beginnt die Hexenjagd auf Tobias. 100 Seiten lang fiebert man hin- und hergerissen mit und bangt um Amelie. Nele Neuhaus schafft es, den Leser zu fesseln und für ausgezeichnete Krimiliteratur mit viel Lokalcolorit zu sorgen. Ausgezeichnete Unterhaltung und Hochspannung. An manchen Stellen hätte ich mir aufgrund der hohen Anzahl an Protagonisten ein Personenregister gewünscht, in dem man nochmal nachlesen kann, wer wer ist. An manchen Stellen habe ich mich an Hammesfahrs "Puppengräber" erinnert gefühlt.
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"Eckstein, Eckstein... alles muss versteckt sein!",
In ihrem Taunuskrimi beschreibt N. Neuhaus die Situation des Insassen Tobias Sartorius, der nach Verbüßung seiner Haftstrafe in sein Heimatdorf zurückkehrt, da ihm an sozialen Kontakten nur seine Eltern und seine Klassenkameradin Nadja geblieben sind. Die Dorfgemeinschaft wird als typische Idylle mit ihren Beziehungsgeflechten und oberflächlich heilen Strukturen dargestellt, in der jeder jeden kennt und miteinander verbandelt ist. Unter der heilen Fassade brodelt es jedoch mächtig, als Tobias in sein Elternhaus zurückkehrt und auch noch mit einem jungen Mädchen gesehen wird, das den damals verschwundenen und brutal ermordeten Klassenkameradinnen Laura und Stefanie (Schneewittchen) sehr ähnelt. Man fragt sich als Leser, was der Autist Thies mit dem Verschwinden der Mädchen zu tun haben könnte und mit welchen Druckmitteln der mächtige Rädelsführer Terlinden scheinbar die komplette Dorfgemeinschaft dominiert. Als das Mädchen verschwindet beginnt die Hexenjagd auf Tobias. 100 Seiten lang fiebert man hin- und hergerissen mit und bangt um Amelie. Nele Neuhaus schafft es, den Leser zu fesseln und für ausgezeichnete Krimiliteratur mit viel Lokalcolorit zu sorgen. Ausgezeichnete Unterhaltung und Hochspannung. An manchen Stellen hätte ich mir aufgrund der hohen Anzahl an Protagonisten ein Personenregister gewünscht, in dem man nochmal nachlesen kann, wer wer ist. An manchen Stellen habe ich mich an Hammesfahrs "Puppengräber" erinnert gefühlt.
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und bestimmt nicht mein letzter Krimi von ihr. Mir gefällt besonders dieses schnelle Hin- und Herspringen zwischen Personen und Orten, man kann jederzeit aus- und einsteigen in die Handlung und die Spannung bleibt auch so allzeit auf sehr hohem Niveau!
Absolut empfehlenswert, hat mich wirklich überzeugt, obwohl ich in letzter Zeit zum absoluten Fantasy-Fan geworden bin!
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Der 92-jährige Holocaust- Überlebende David Josua Goldberg wird in seinem Haus im Taunus mit einem Genickschuss getötet. Bei der Obduktion macht der Arzt eine seltsame Entdeckung:...
Ein Tierpfleger des Opel-Zoos im Taunus macht eine grausige Entdeckung: im Elefantengehege liegt eine menschliche Hand. Die dazu gehörige Leiche finden Kommissar Oliver von Bodenstein...
Nele Neuhaus, geboren 1967 in Münster/Westfalen, lebt seit ihrer Kindheit im Taunus und schreibt bereits ebenso lange. Sie arbeitete in einer Werbeagentur und studierte Jura, Geschichte...