Der Flug der Pelikane
von Benjamin Lebert

Der Flug der Pelikane

Der Flug der Pelikane

Roman

  • Erschienen: Februar 2009
  • EAN: 9783462040951
  • ISBN-10: 3-462-04095-2
  • Seitenzahl: 208
  • Sprache(n): Deutsch
  • Erschienen bei: Kiepenheuer & Witsch

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Mit seinem neuen Roman zeigt Benjamin Lebert, dass er eine feste Größe in der deutschen Literatur geworden ist.

Benjamin Lebert, vor zehn Jahren die literarische Sensation mit seinem Debütroman "Crazy", erweist sich als versierter Erzähler mit einem genauen Gespür für Atmosphären und Abgründe, scharfem Blick für Situationen und Befindlichkeiten, feinem Humor und kompositorischer Raffinesse.
Anton hält nichts mehr. Eleanor hat ihn verlassen, sein Job als Altenpfleger bietet keine Perspektive, und in Hamburg fühlte er sich noch nie zu Hause. Sein Ausweg: Pfannkuchen backen bei Onkel Jimmy in Manhattan.
Onkel Jimmys Luncheonette, das sind 30 geflieste Quadratmeter, 10 Stühle, drei Angestellte, 150 Gerichte auf der Speisekarte, Hektik am Grill, ein ständiges Kommen und Gehen - und trotzdem so etwas wie ein Zuhause. Das liegt vor allem an Jimmy, der alles im Griff und immer ein freundliches Wort für den Gast hat, und am prompten und zuvorkommenden Service, der selbst die abwegigsten Sonderwünsche zur vollsten Zufriedenheit erfüllt.
Jimmys Welt besteht neben der Luncheonette, dieser Insel im Trubel Manhattans, aus einer anderen, der Öffentlichkeit lange nicht zugänglichen Insel: Alcatraz. Alles, was es über die legendäre Gefängnisinsel in der Bucht von San Francisco an Informationen gibt, findet sich in Jimmys großer weißer Kiste - und abrufbereit in seinem Repertoire von Fakten, Theorien und Anekdoten. Sein Hauptinteresse gilt dem berühmten Ausbruchsversuch von 1962, bei dem es drei Häftlingen tatsächlich gelang, die Gefängnismauern zu überwinden. Jimmys vehement vertretene Mindermeinung: Sie haben es geschafft, an Land zu kommen und eine neue Existenz zu führen. Anton gerät in den Sog dieser Geschichten und stößt dabei auf Stationen seiner eigenen Vergangenheit, denen er lieber auch entkommen wäre. Und er erkennt, warum es lebensnotwendig sein kann, daran zu glauben, dass man den Verhältnissen entfliehen kann.

Benjamin Lebert
Benjamin Lebert, Jahrgang 1982, lebt in Hamburg. Er hat mit zwölf Jahren angefangen zu schreiben. 1999 erschien sein erster Roman, "Crazy", der in 33 Sprachen übersetzt und von Hans-Christian Schmid fürs Kino verfilmt wurde.Weitere Titel bei Kiepenheuer & Witsch: "Crazy", Roman, 1999, KiWi 537, 2001. "Der Vogel ist ein Rabe", KiWi 793, 2003. "Kannst du", KiWi 929, 2005.

Gewicht: 260 g
Einband: gebunden
Ausstattung: 19,5 cm
Auflage: 1. Auflage

Sprache(n): Deutsch

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Buchhändler-Tipp

Flug der Pelikane

Onkel Jimmys Luncheonette, das sind 30 geflieste Quadratmeter, 10 Stühle, drei Angestellte, 150 Gerichte auf der Speisekarte, Hektik am Grill, ein ständiges Kommen und Gehen - und trotzdem so etwas wie ein Zuhause. Das liegt vor allem an Jimmy, der alles im Griff und immer ein freundliches Wort für den Gast hat, und am prompten und zuvorkommenden Service, der selbst die abwegigsten Sonderwünsche zur vollsten Zufriedenheit erfüllt. Jimmys Welt besteht neben der Luncheonette, dieser Insel im Trubel Manhattans, aus einer anderen, der Öffentlichkeit lange nicht zugänglichen Insel: Alcatraz. Alles, was es über die legendäre Gefängnisinsel in der Bucht von San Francisco an Informationen gibt, findet sich in Jimmys großer weißer Kiste - und abrufbereit in seinem Repertoire von Fakten, Theorien und Anekdoten. Sein Hauptinteresse gilt dem berühmten Ausbruchsversuch von 1962, bei dem es drei Häftlingen tatsächlich gelang, die Gefängnismauern zu überwinden. Jimmys vehement vertretene Mindermeinung: Sie haben es geschafft, an Land zu kommen und eine neue Existenz zu führen. Anton gerät in den Sog dieser Geschichten und stößt dabei auf Stationen seiner eigenen Vergangenheit, denen er lieber auch entkommen wäre. Und er erkennt, warum es lebensnotwendig sein kann, daran zu glauben, dass man den Verhältnissen entfliehen kann.
Sein erster Roman nach "Crazy" er zeigt mit diesem Roman das er mit Crazy keinen Zufallstreffer gelandet hat.

 

 

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"Gut geschrieben, aber dennoch langweilig",

von Bernd Schöffling aus Hamburg (31.08.2010)


"Flug der Pelikane" erzählt die Geschichte eines jungen Mannes, der, nachdem er von seiner Freundin verlassen wurde, nach New York zu seinem Onkel reist und eine Weile dort wohnt. Dort angekommen entwickelt er ein Interesse an einer alten Geschichte über den Ausbruchversuch dreier Männer von der Insel Alcatraz.

Das klingt im ersten Moment recht interessant, erweist sich jedoch leider als ziemlich langweilig. Lebert schreibt gut, kann Atmosphäre schaffen und Stimmungen einfangen, doch er hat in diesem Roman nichts zu erzählen. Da ist die Trennung von der Freundin, dann die Reise nach New York und die Zeit im Grillimbis von Onkel Jimmy und schließlich die Rückblenden auf die Geschichte von Alcatraz.

Diese drei Komponenten wirken so zusammengeschustert, wie sie vermutlich auch sind. Die Trennungsgefühle bleiben oberflächlich geschildert, die Stimmung bei Onkel Jimmy ist nett, aber sie führt zu nichts, und die Alcatrazgeschichte bleibt gänzlich ohne Spannung.

Das alles ist immerhin, wie von Lebert gewohnt, gut geschrieben.

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"Geschichte von Alcatraz und drei Männern, die von dort den Ausbruch gewagt haben.",

von Marcus Butscheid aus Bergisch Gladbach (21.05.2010)


Supergeschichte über den jungen Anton, der sich eine Auszeit nimmt und seinen Onkel Jimmy in New York besucht; dort begegnen ihm die Ereignisse des einzigen vermeintlich "geglückten" Ausbruch von Alcatraz. Liest sich ein bisschen wie ein Jugendbuch, was jedoch seinen Reiz hat.

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"Flug der Pelikane",

von Johanna Harter aus Freiburg im Breisgau (07.01.2010)


Der "Flug der Pelikane" verwebt drei Handlungsstränge zu einer Geschichte: Zuerst ist da die Geschichte Antons, der nach einer gescheiterten Beziehung aus seinem Job und aus Deutschland nach New York zu seinem Onkel Jimmy flieht.
Dort arbeitet er in Jimmy´s Luncheonette mit, einem winzigen Lokal in
Manhattan. Zweitens ist da die Freundschaft zwischen Anton und seinem
Onkel Jimmy, dessen Passion die Beschäftigung mit den Hintergründe des legendären Ausbruchs
dreier Häftlinge von der Gefängnisinsel Alcatraz im Jahr 1962 ist. Anton
wird von dieser Passion angesteckt und fängt an, die von Jimmy
gesammelten Informationen zu sichten und wird dabei mit seiner
eigenen Vergangenheit konfrontiert, was den dritten Erzählstrang des
Buches ausmacht.
Als Benjamin Lebert sein erstes Buch "Crazy" im Alter von siebzehn
Jahren schrieb, wurde er als neuer Star und den deutschen Autoren
gefeiert.

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