Ein Ufo, dachte sie
Roman
- Erschienen: September 2009
- EAN: 9783813503531
- ISBN-10: 3-8135-0353-4
- Seitenzahl: 224
- Stilrichtung: Romane
- Sprache(n): Deutsch
- Erschienen bei: Knaus
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Eine herrliche Satire auf blinden Fortschrittsglauben in China und anderswo
Spätestens seit dem »Kleinen Wörterbuch für Liebende« hat die in London lebende Chinesin Xiaolu Guo die deutschen Leser mit ihrem hintergründigen Witz und literarischen Scharfsinn für sich begeistert. In ihrem neuen Buch lässt sie ein UFO mit der chinesischen Obrigkeit kollidieren. Der ko(s)mische Zusammenstoß bringt bürokratischen Irrsinn und ideologisch verbrämte Dummheit zum Vorschein, die nicht nur in China ihr Unwesen treiben.
Einer jungen Bäuerin aus der hintersten Ecke Chinas widerfährt eines Morgens im Jahre 2012 etwas Unglaubliches: sie entdeckt in einem Reisfeld ein UFO und einen verletzten Fremden. Nachdem sie sich von ihrem Schrecken erholt hat, leistet sie ungeachtet aller Gesetze und Regeln Erste Hilfe und nimmt den Alien mit nach Hause.
Am nächsten Tag ist er verschwunden. Dafür tauchen Vertreter der Staatsmacht aus Beijing auf, und eine Kontrollmaschinerie kommt in Gang, die das Dorf überrollt. Alles und jeder wird überprüft. Schließlich, auf dem Höhepunkt der Hysterie, trifft ein Scheck über 2000 Dollar ein, geschickt vom geretteten Alien aus Amerika. Das Geld des Klassenfeinds bringt die Verhältnisse in dem beschaulichen Dorf nun endgültig zum Tanzen ...
Kundenrezensionen
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"Ein Ufo, dachte sie",
von David Möckel aus Coburg (12.10.2009)
Der unbändige Fortschrittsglaube Chinas, des Ehrengastes der diesjährigen Buchmesse, wird auf witzige und ironische Weise auf die Schippe genommen. Herhalten muss dafür das kleine Dorf Silberberg, den Anstoß gibt die UFO-Sichtung von Kwok Yun!
Ein Fortschritt der weder vor Mensch noch Natur halt macht!
Ein Einblick in die Kapitalistische Seele des größten kommunistischen Staates!
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"Schöne Satire",
von Andreas Wetekam aus Münster (Poertgen-Herder) (01.10.2009)
Vergessen sie Roswell, der wahre Erstkontakt findet in Silberberg statt!
Ein Ufo, dachte sie ist eine wunderschöne Satire und lädt mehr als nur einmal zum Schmunzeln ein. Das Ufo ist nur der Anstoß der Geschichte, geht es doch vielmehr um die Auswirkung von blindem Fortschrittsglauben und dessen Folgen. Die chinesische Mentalität im Umgang mit dem Fortschritt, Stichwort: Fünf-Jahres-Plan birgt für uns Europäer einige Überraschungen, scheint aber auch manchen Chinesen zum Kopfschütteln zu verleiten, z.B. die Autorin selbst.
Das Buch ist aufgemacht wie eine Ermittlungsakte der Behörden und trägt mit ihrer Gestaltung einiges zur Atmosphäre bei.
Schöne Unterhaltung für Leser mit einem Faible für asiatische Literatur.
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