Valley - Tal der Wächter. cbj Hardcover
von Jonathan Stroud

Valley - Tal der Wächter. cbj Hardcover

  • Erschienen: Februar 2009
  • EAN: 9783570134931
  • ISBN-10: 3-570-13493-8
  • Seitenzahl: 496
  • Altersempfehlung: 11 - 12
  • Sprache(n): Deutsch
  • Erschienen bei: Bertelsmann Verlag

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Drei verfeindete Häuser, zwei fast furchtlose Helden, ein von Gott vergessenes Tal - und ein unfassbares Geheimnis ...


Der junge wagemutige Hal und seine ungestüme Freundin Aud leben in einem weiten, friedlichen Tal, das umgeben ist von tiefen Wäldern und mächtigen Bergen. Doch der freundliche Schein trügt. Das Tal steht nämlich unter einem besonderen Bann: Alle Wege, die aus ihm herausführen, werden bewacht von mächtigen und bedrohlichen Fabelwesen, die jedem gefährlich werden, der sich ihnen nähert. Deshalb ist es nach dem Gesetz der Ahnen aufs Strengste verboten, einen Weg in die Welt außerhalb zu suchen. Gepackt von Neugierde und Abenteuerlust wagen Hal und Aud sich dennoch an die Grenzen ihres Tals. Nur ist das, was sie dort erwartet dunkler und gefährlicher als alles, auf das die Geschichten der Alten sie vorbereitet haben.


. Gefährliche Fabelwesen, alte Legenden und ein dunkles Tal voller Geheimnisse


. Zwei starke Helden kämpfen gemeinsam gegen eine unsichtbare Macht


Jonathan Stroud
Jonathan Stroud wurde in Bedford geboren. Er schreibt Geschichten, seit er sieben Jahre alt ist. Er arbeitete zunächst als Lektor für Kindersachbücher. Nachdem er seine ersten eigenen Kinderbücher veröffentlicht hatte, beschloss er, sich ganz dem Schreiben zu widmen. Er wohnt mit seiner Frau Gina, einer Grafikerin und Illustratorin von Kinderbüchern, und der gemeinsamen Tochter Isabelle in der Nähe von London. "Die Pforte des Magiers" ist nach "Das Amulett von Samarkand" und "Das Auge des Golem" der dritte Teil der Bartimäus-Trilogie. Die beiden Bücher sind weltweite Bestseller - und auch in Deutschland haben sie Spitzenplätze auf den Jugendbuch-Bestsellerlisten erklommen. Die Trilogie wird von Miramax verfilmt.

Alex Dengler, Deutschlands führender Buchkritiker, denglers-buchkritik.de: Jonathan Stroud ist wieder da! Nach seiner weltweit sensationell erfolgreichen und einfallsreichen "Bartimäus"-Trilogie kehrt er nun mit "Valley - Tal der Wächter", einer neuen fantastischen Geschichte, zurück. "Valley" ist besiedelt mit Figuren, denen man sich unverzüglich anschließt die Geheimnisse des Tals, die Geheimnisse des Buches zu erforschen. Jonathan Stroud lässt es an nichts vermissen, vor allem nicht an Spannung und dem nötigen Witz.

WENN DU VERSPRICHST, gut aufzupassen, erzähl ich dir noch einmal von der Schlacht am Troldfelsen. Aber wehe, du zappelst wieder so herum und machst Unsinn, dann hör ich gleich wieder auf!
Damals, kurz nachdem die Siedler hergekommen waren, es ist schon lange, lange her, trieben die Trolde noch im ganzen Tal ihr Unwesen, von der Flussmündung bis zum Steilgebirge. Nach Einbruch der Dunkelheit waren kein Haus, kein Kuhstall, kein Heuschober vor ihnen sicher. Ihre unterirdischen Gänge führten kreuz und quer unter den Feldern und Wiesen hindurch bis unter die Türen der Höfe. Kaum eine Nacht verging, ohne dass Kühe von den Weiden und Schafe von den Berghängen verschwanden. Männer, die spätabends noch unterwegs waren, wurden in Sichtweite ihrer Häuser unter die Erde gezerrt. Frauen und Kleinkinder wurden aus ihren Betten geholt, und am nächsten Morgen fand man ihre Decken, die nur noch zur Hälfte aus dem Boden schauten. Niemand wusste, wo sich das nächste Troldloch auftun würde oder was man dagegen unternehmen sollte.
Als Erstes machten sich die Angehörigen jedes Hauses daran, ihre Anwesen mit schweren Granitplatten zu pflastern -die Halle, den Stall, die Innenhöfe und so weiter, damit die Trolde nicht mehr durchkamen. Anschließend errichteten sie hohe Mauern rings um die Gebäude und stellten Wachposten auf. Das schuf Abhilfe. Trotzdem hörte man nachts die Trolde immer noch unter den Steinfliesen klopfen und scharren und nach irgendeinem Durchschlupf suchen. Es war kein schönes Leben.
Sven, der bedeutendste Held des Tals, ein vor Kraft strotzender junger Mann, hatte schon so manchen Trold im Zweikampf erschlagen und die Straßen von Wegelagerern, Wölfen und anderen Gefahren gesäubert. Aber nicht jeder war so tüchtig wie er, und Sven fand, es sei nun an der Zeit, dem Elend ein für alle Mal ein Ende zu bereiten.
Darum rief er eines schönen Mittsommertags die anderen Helden zusammen. Alle zwölf versammelten sich auf einem Feld auf halber Höhe des Tales, ungefähr dort, wo heute Eiriks Hof liegt. Anfangs ließen sie erst einmal tüchtig die Muskeln spielen und hantierten rauflustig mit ihren Schwertknäufen.
Dann erhob Sven die Stimme: »Freunde, es ist kein Geheimnis, dass wir seinerzeit so manche Meinungsverschiedenheit hatten. Mein Bein trägt immer noch die Narbe von deinem Speer, Ketil, und ich könnte mir vorstellen, dass dir immer noch der Hintern von meinem Pfeil wehtut. Heute jedoch plädiere ich für einen Waffenstillstand. Die Trolde geraten allmählich außer Rand und Band. Ich schlage vor, dass wir uns zusammentun und sie aus dem Tal vertreiben. Was haltet ihr davon?«
Wie nicht anders zu erwarten, fingen alle erst einmal an, zu hüsteln und zu brummeln, und gaben sich alle Mühe, Svens Blick auszuweichen, aber schließlich trat Egil vor. »Sven«, sagte er, »deine Worte haben mein Herz getroffen wie Pfeile. Ich bin dabei.« Da schlossen sich ihm auch die Übrigen, teils aus Verlegenheit, teils, um ihren Mut zu beweisen, einer nach dem anderen an.
Dann fragte Thord: »Was du sagst, ist alles schön und gut, aber was springt für uns dabei heraus?«
»Wenn wir einen Pakt schließen, das Tal zu schützen«, antwortete Sven, »wird es uns von da an für alle Zeiten gehören. Na, wie hört sich das an?«
Die anderen waren der Meinung, das klänge sehr gut.
Dann fragte Orm: »Wo wollen wir uns ihnen zum Kampf stellen?«
»Ich wüsste schon, wo«, erwiderte Sven und führte die anderen über das Feld zu einem mächtigen Felsen, der halb umgestürzt im Lehm lag. Weiß der Himmel, wie er dort hingekommen war. Er war so groß wie ein halbes Haus, gerade so, als hätte ein übermütiger Riese ein Stück aus dem Bergmassiv oberhalb des Tals herausgebrochen und durch die Gegend geschleudert. Der Felsen liegt so auf der Seite, dass er wie ein Keil aus dem Feld ragt.
Damals hieß der Felsen nur »der Keil«, heute ist er allgemein als »Troldfelsen« bekannt. Unten ist er mit Gras und Moos bewachsen, der obere Teil ist kahl. Er ist von niedrigen Kiefern umstanden und ein, zwei Bäume haben sogar obendrauf Halt gefunden. Das Haus Eirik hält heutzutage dort seine Versammlungen ab.
»Freunde«, sagte Sven, »lasst uns vor unserem gemeinsamen Kampf gegen die Trolde Blutsbrüderschaft schließen. Damit wir uns hinterher im Kampf gegenseitig, so gut es geht, beschützen.«
Sie zogen die Schwerter und jeder ritzte damit in den Unterarm seines Nebenmannes, sodass ihr Blut am Fuß des Felsens auf die Erde tropfte. Die Sonne ging gerade unter.
»Das passt ja gut«, sagte Sven. »Jetzt brauchen wir nur noch abzuwarten.«
Die Männer standen Seite an Seite am Fuße des Felsens und spähten über die Felder.
Nun war es so, dass sich die Mauern um die Höfe als ausgesprochen nützlich erwiesen hatten, um die Trolde fernzuhalten. Deshalb wütete der Hunger in ihren Mägen und sie gierten nach Menschenfleisch. Als sie das vergossene Blut witterten, eilten sie von nah und fern herbei. Aber zunächst hörten die Männer davon nichts.
Nach einer Weile meinte Sven: »Die Trolde sind faul geworden. Wenn wir die ganze Nacht hier rumstehen, erkälten wir uns noch.«
Und Rurik meinte: »Bis wir wieder heimkommen, haben die Frauen das ganze Bier ausgetrunken. Das macht mir Sorgen.«
Und Gisli meinte: »Dein Feld ist aber ganz schön holprig, Eirik. Ich finde, wenn wir mit den Trolden fertig sind, sollten wir dir einen Gefallen tun und es alle zusammen pflügen.«
Im selben Augenblick vernahmen sie ein leises Geräusch, eine Art heiseres anhaltendes Summen. Es kam ringsum aus der Erde.
»Prima«, sagte Sven. »Mir wurde schon langweilig.«
Während sie gewartet hatten, war über Styrs Witwe (das ist der Berg mit dem Buckel, den man aus Gudnys Fenster sieht) der Mond aufgegangen und goss sein helles Licht über das Land. Jetzt sah man überall auf dem Feld die Nesseln und Grasbüschel wackeln, als sich die Trolde darunter durch die Erde buddelten. Schon bald wogte das ganze große Feld wie ein aufgewühlter See. Obwohl die Männer mit ihren Stiefeln auf massivem Felsgestein standen, wichen sie ein Stückchen zurück.


Dann meinte Gisli: »Tja, die Arbeit haben wir uns schon mal gespart. Bis morgen früh ist Eiriks Feld bestens umgepflügt.«
Während Gisli noch sprach, barst plötzlich der Boden vor seinen Füßen, dass die Erdklumpen nur so flogen, ein Trold schnellte hervor, packte ihn mit seinen langen mageren Händen am Genick und zog ihn hinunter auf das Feld. Dann biss er ihm die Kehle durch. Das alles geschah so schnell, dass Gisli nicht mal mehr ein Schrei entfuhr.
Im selben Augenblick schob sich eine Wolke vor den Mond und die Männer konnten nichts mehr sehen.
Mit gezückten Schwertern wichen sie noch ein Stück auf dem Felsen zurück und lauschten, wie Gisli sich im Todeskampf wand. Er war nicht sofort tot.
Da schwoll das unterirdische Summen mit einem Mal zu einem wahren Gebrüll an und rings um den Felsen flogen die Erdklumpen. Hunderte Trolde schnellten aus dem Boden und griffen mit ihren Klauenfingern nach den Männern.

Gewicht: 669 g
Einband: gebunden
Übersetzt von: Gerald Jung, Katharina Orgass
Ausstattung: 21,5 cm
Reihe: cbj Hardcover

Sprache(n): Deutsch

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"Valley",

von Pia (30.03.2010)


Als ich das Buch kaufte war ich neutral, da ich noch kein Buch dieses Autors gelesen habe.
Ich fing an zu lesen und merkte sofort ,dass dieses Buch nicht einfach zu lesen ist. Außerdem bemerkt man, dass es nur sehr wenige neue Ideen im Laufe der Geschichte gibt und die gesamte Geschichte sich hinzerrt und langweilig wird.
Trotzdem gefielen mir interessante Einzelheiten, wie zum Beispiel die ausgeschmückten "Verbrechen" von Hal.

Langweilig war ebenfalls das ( zu sehr ) ausgeschmückte Leben von Hal. Erst nach zwei -drittel dieses Buches wird es etwas spannender.
Die Sagen am Anfang eines Kapitels runden das ganze Buch etwas ab.
Mir kommt es etwas vor, als hätte ich ein anderes Buch gelesen, da bei den anderen Rezesionen der Humor gelobt wird.
Ich empfand dieses Buch nicht gerade als Humorvoll. Es gibt nur selten eine Stelle, wo man schmunzeln muss.

Alles in allem denke ich, dass das Buch kompliziert und zäh zu lesen ist und das man dieses Buch nicht unbedingt gelesen haben muss.

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"valley - tal der wächter",

von Lese-Ratte (11.10.2009)


Mich hat dieses Buch wirklich enttäuscht. Ich fand, dass es zum großen Teil sehr langatmig geschrieben war und richtig spannend wurde es nur am Ende. Außerdem passt die Inhaltsangabe überhaupt nicht. Das Buch muss man nicht unbedingt gelesen haben.

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"Humorvoll",

von einer Kundin/ einem Kunden aus Ludwigshafen am Rhein (26.07.2009)


Nachdem ich Bartimäus gelesen habe und total zufrieden war, dachte ich mir, mit diesem Buch würde ich nicht falsch liegen, wenn ich es kaufen würde und bin auch jetzt nicht enttäuscht worde. Sein Schreibstil und Humor ist wirklisch gelungen und amüsant. Mit wwitzigen Argummenten, die sogar logisch sind, ist mar nur am schmunzeln und lachen. Nur ich gebe dem Leser untern recht das die Inhaltsangabe total unpassend ist, da es fast schon am Ende vorkommt, dass Strel und Aud hinaus gehen und es mehr um das Leben im Tal geht.

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"Für Jugendliche ab 14",

von Andreas Wetekam aus Münster (Poertgen-Herder) (14.05.2009)


Für Jugendliche ab 14 präsentiert uns Jonathan Stroud einen tollen neuen Roman aus seiner Feder.
Hall ist der Zweitgeborene in seiner Familie, die zusammen mit zwölf weiteren Familien ein von der Außenwelt abgeschnittenes Tal bewohnt. Als die Familien in der Vergangenheit in das Tal einwanderten herrschten dort noch die Trolde, die die Menschen insbesondere des Nachts verfolgten.
Die größten Kämpfer jeder Familie schließen sich dann zusammen um die Trolde zu vertreiben, was ihnen in einer großen Schlacht auch gelingt, welche die Helden jedoch nicht überleben. Fortan wachen sie in Hügelgräbern an den Grenzen des Tals über die Menschen.

Hall glaubt den Erzählungen der Erwachsenen nicht so richtig und findet in Aud eine ebenso neugierige Mitstreiterin bei der Aufklärung der Geheimnisse des Tals.
Stroud zieht den Leser mit seinem tollen Stil schnell in seinen Bann und führt uns auf eine abenteuerliche und spannende Reise durch das Tal. Neben einem ungewöhnlichen Ende bekommen wir noch etwas ungewöhnliches unter den aktuellen Fantasy-Romanen: eine abgeschlossene Geschichte. Der wunderschöne Epilog versetzt uns in die Zukunft und führt die Geschichte zu einem vollendeten Ganzen.

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"Spannendes und witziges Buch",

von Anna Sch. (12.05.2009)


The Valley war das erste Buch, welches ich von Stroud gelesen hab. Ich fand es sehr spannend und vor allem richtig witzig. Sein Schreibstil ist wirklich mitreißend.
Allerdings finde ich die Inhaltsangabe nicht ganz so passend, denn bis Hal und Aud sich an die Grenze des Reiches wagen vergeht über die Hälfte des Buches. Trotzdem kann ich das Buch wirklich weiterempfehlen.


Und an Dragonrider: Wenn man ein Buch nicht gelesen hat, sollte man auch keine Bewertung darüber schreiben!!!!
Das Buch ist nämlich überhaupt nicht mit dem Film "the Village" zu vergleichen, was man auch wüsste, wenn man das Buch LESEN würde!

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"Hört sich wie der Film "The Village" an",

von dragonrider aus Helgoland (17.03.2009)


Nun ja, ich fand die Bartimäus Reihe schon eher schlecht. Buch 1 war ok, Buch 2 habe ich nie über 100 Seiten geschafft. Dieses hier klingt mir sehr stark nach dem Film "The Village" - Das Dorf und diese Story gibts bereits....

also nichts besonderes meiner Meinung nach!

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"Gute Fantasy-Unterhaltung für Jung und Alt.",

von Silke Schröder Top 10 Rezensent aus Hannover (27.01.2009)


Jonathan Stroud, bestens bekannt durch seine Bartimäus-Trilogie, ist mit „Valley - Tal der Wächter“ ein mitreißendes Fantasy-Abenteuer gelungen. Die Story sprüht vor Humor und unkonventionellen Dialogen. Mit viel Witz erzählt Stroud von seinen beiden Helden, die sich mutig durchs Geschehen boxen - wobei die junge Aud immer wieder die Richtung angibt, denn sie glaubt weniger als Hal an die alten Geschichten. Und sie kann sehr überzeugend sein, wenn es um das Erkunden neuer Wege geht.

Durch zahlreiche originelle Einfälle schafft es Stroud, seiner klassischen Fantasy-Geschichte einen besonderen Touch zu geben. Fazit: Gute Fantasy-Unterhaltung für Jung und Alt.

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