Der verirrte Messias
von Peter Henisch

Der verirrte Messias

Der verirrte Messias

Roman

  • Erschienen: Juli 2009
  • EAN: 9783552061163
  • ISBN-10: 3-552-06116-9
  • Seitenzahl: 400
  • Sprache(n): Deutsch
  • Erschienen bei: Zsolnay

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Dass ein junger Mann, der nach Israel fliegt, die Bibel liest, ist vielleicht nicht ungewöhnlich, doch dass er bei dieser Lektüre lacht, findet Barbara, die im Flugzeug neben diesem seltsamen Menschen sitzt, befremdlich. Da beginnt er, ihr die Passage, die er gerade gelesen hat, auf seine Weise zu erzählen, so, als wäre er dabei gewesen. Barbara hält das vorerst für eine schräge Art von Humor, doch seine Ernsthaftigkeit wird ihr schließlich unheimlich. Wieso sie sich nach einer außerplanmäßigen Zwischenlandung in Rom von Myschkin - so nennt er sich - zum Essen einladen lässt, bleibt ihr selbst ein Rätsel. Am nächsten Tag, auf dem Flughafen von Tel Aviv, ist sie froh, ihn loszuwerden. Doch nach ihrer Rückkehr erwartet sie zu Hause der erste einer Serie von Briefen aus Israel, in denen ein Mann, der sich mit Jesus identifiziert, herauszufinden versucht, warum die Erlösung nicht stattgefunden hat - bis heute.

Peter Henisch
Peter Henisch geboren 1943 in Wien. Studium der Germanistik, Philosophie, Geschichte und Psychologie. Buchpublikationen seit 1971. Zahlreiche Auszeichnungen, zuletzt: Niederösterreichischer Landeskulturpreis 2005.

"Was da geboten wird, ist politische und Kulturkritik, ironisch, sarkastisch, bis an die Grenze zum Slapstick." (Walter Grünzweig, Der Standard, 25.07.09)

"Der Schriftsteller, der sich auch in seiner neuen Arbeit als souveräner und unaufgeregt präziser Erzähler erweist, präsentiert sich obendrein als Fachkraft des Formalen." (Profil, 27.07.09)

" Das Sympathische an diesem Buch ist, daß es nicht abschließend erklärt. Eher setzt es eine nachhaltige Verstörung in Gang." (Brigitte Schwens-Harrant, Die Presse, 01.08.09)

Gewicht: 575 g
Einband: gebunden
Ausstattung: 21 cm

Sprache(n): Deutsch

Buchhändler-Tipp

Der verirrte Messias

Man stelle sich vor…nichts ahnend sitzt man im Flugzeug und freut sich schon aufs Lesen über den Wolken…
Doch da plaudert der Sitznachbar munter drauf los. Ohne Punkt und ohne Komma.
So ergeht es Barbara. Mischa, der Sitznachbar, ist gefesselt von Der Schrift und beseelt von einem unbändigen Mitteilungsbedürfnis. Noch dazu dürfte sich der Mann sehr stark mit Jesus identifizieren… Als die Maschine nicht wie geplant in Jerusalem sondern in Rom landet hat sie es noch lange nicht überstanden. Schließlich werden die Passagiere im selben Hotel untergebracht – und die beiden verbringen nun auch den Abend und fast die Nacht miteinander…
Wieder zu Hause kann Barbara es kaum fassen, dass sie sich auf Mischas Geschichten eingelassen hat. Emotional und ….nun ja, er hatte schon etwas eigenartig Vertrauen erweckendes an sich.

Wären da nicht die Briefe, die er ihr schickt, hätte sie alles mit einem müden Schulterzucken abgetan…

Die Vorstellung, dass ein unerkannter Jesus unter uns weilt, der verzweifelt versucht seiner eigenen Geschichte auf die Spur zu kommen…hat was!

Buchhändler-Tipp

Der verirrte Messias

Was wäre, wenn Jesus auf die Erde zurückkehren würde? Hätte er genügend Beeindruckungspotenzial, um die Menschheit von seiner Göttlichkeit zu überzeugen? Mit diesem Gedanken spielt Peter Henisch. Sein Messias hat sich auf die Erde verirrt und wird nicht als solcher erkannt. Er bleibt also, so meint Peter Henisch, ein Erlöser in Möglichkeitsform. Einer also, der erst, wenn er erkannt wird, die Möglichkeitsform aufbrechen und Wirklichkeit werden kann. Das würde bedeuten: In jede Generation wird ein potenzieller Messias hineingeboren. Bleibt er unerkannt, stirbt er als ganz gewöhnlicher Mensch und ein nächster Messias wird ins Rennen geschickt. Eine spannende Idee, der Roman erprobt sie in vielfältigen Bildern.

Buchhändler-Tipp

Der verirrte Messias

Auf dem Flug nach Israel zu ihrer Halbschwester wird die Literaturkritikerin Barbara von einem jungen Mann in ein Gespräch verwickelt, der von sich glaubt die Wiedergeburt Jesus zu sein.
Es kommt zu einer unerwarteten Zwischenlandung in Rom, wo Barbara mit dem Mann einen aufregenden Abend verbringt, im Hotelzimmer entdeckt sie dann an ihm Stigmata, die bluten und verläßt völlig verstört sein Zimmer. Am nächsten Tag meidet sie jeden Kontakt mit ihm und die Reise nach Israel wird fortgesetzt. In den folgenden Tagen und Wochen muß sie oft an ihn denken und als sie nach ihrem Aufenthalt bei ihrer Schwester nach Deutschland zurückkehrt, findet sie einen sehr langen Brief von ihm in ihrer Post. Es folgen noch viele weitere und er hält sie so über seine Reise auf dem Laufenden.
Ein sehr kurzweiliger Roman zwischen Religion, Politik und Emotionen jonglierend und es wäre von Vorteil eine Bibel griffbereit haben, da man immer wieder einzelne Passagen nachlesen und vergleichen möchte.

Buchhändler-Tipp
Buchhändler-Tipp
von
aus der Thalia-Buchhandlung in Vöcklabruck (20.07.2009)

Ein absoluter Glücksfall

Während eines Fluges von Frankfurt nach Tel Aviv lernt die Literaturkritikerin Barbara einen seltsamen jungen Mann kennen.
Er irritiert und verärgert sie, zieht sie aber auch mit jedem gesprochenen Wort in seinen Bann.
Gegen ihr besseres Wissen lässt sie sich auf ihn, der sich als Jesus bezeichnet, ein, kann sich seinen Schilderungen, mit denen er das Neue Testament korrigiert, nicht verschließen. Seine Zweifel, Überlegungen und letztendlich seine Reise durch Galiläa und Judäa verfolgt Barbara mit ständig wachsender Hingabe.

Peter Henisch erzählt von einem Messias, der auf der Suche ist, für den die letzten 2000 Jahre ein einziges Rätsel sind.
Trotz des außergewöhnlichen Ansatzes, gelingt ihm ein Buch, das sowohl zum Nachdenken anregt als auch unterhaltsam ist, das die schwierige Lage des Staates Israel seit 1948 thematisiert und jede Form von platten Antworten vermeidet.
Ganz außergewöhnlich!

 

 

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