Atemschaukel
von Herta Müller

Atemschaukel

Atemschaukel
Leseprobe

Roman

  • Erschienen: August 2009
  • EAN: 9783446233911
  • ISBN-10: 3-446-23391-1
  • Seitenzahl: 304
  • Sprache(n): Deutsch
  • Erschienen bei: Hanser

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Rumänien 1945: Der Zweite Weltkrieg ist zu Ende. Die deutsche Bevölkerung lebt in Angst. "Es war 3 Uhr in der Nacht zum 15. Januar 1945, als die Patrouille mich holte. Die Kälte zog an, es waren -15º C." So beginnt ein junger Mann den Bericht über seine Deportation in ein Lager nach Russland. Anhand seines Lebens erzählt Herta Müller von dem Schicksal der deutschen Bevölkerung in Siebenbürgen. In Gesprächen mit dem Lyriker Oskar Pastior und anderen Überlebenden hat sie den Stoff gesammelt, den sie nun zu einem großen neuen Roman geformt hat. Ihr gelingt es, die Verfolgung Rumäniendeutscher unter Stalin in einer zutiefst individuellen Geschichte sichtbar zu machen.

Herta Müller
Ihre Familie gehörte zur deutschen Minderheit in Rumänien. Ihre Mutter wurde zur Zwangsarbeit in die UdSSR deportiert, ihr Großvater enteignet. Im Jahr 1953 geboren im deutschsprachigen Nitzkydorf, Rumänien, studierte Herta Müller deutsche und rumänische Philologie in Temeswar. Ab 1976, nach dem Studium, arbeitet sie als Übersetzerin in einer Maschinenfabrik. Nachdem sie sich weigerte, mit dem rumänischen Geheimdienst zu kooperieren, wurde sie entlassen. Danach arbeitete Herta Müller u.a. als Lehrerin und begann, zu schreiben. Ihr erstes Buch "Niederungen" wurde 1982 ?stark zensiert- veröffentlicht. Die Originalfassung erschien 1984 in Deutschland. Daraufhin durfte Herta Müller in Rumänien nicht mehr veröffentlichen und war immer wieder mit Verhören, Hausdurchsuchungen und Bedrohungen durch den Geheimdienst bedroht. Ein Teil der Kritiker von Herta Müller warfen ihr Nestbeschmutzung vor. 1987 siedelte sie mit ihrem Mann nach Deutschland über und erhielt ab 1989 Gastprofessuren an Universitäten in Deutschland, England, Amerika und Schweiz.
Während ihrer Zeit als Autorin erhielt Herta Müller viele wichtige nationale und internationale Preise, wie etwa den Nobelpreis für Literatur (2009) und das Bundesverdienstkreuz (2010). Jahre zuvor gewann Herta Müller schon den Kleist Preis, den Literaturpreis der Stadt Graz und den Berliner Literaturpreis. 1995 trat sie als Mitglied der Deutschen Akademie für Sprache und Dichtung bei. Herta Müller lebt seit 1987 in Berlin.

Meinung der Redaktion

Herta Müller ist nicht erst seit ihrem Nobelpreis eine der wichtigsten Autorinnen Deutschlands. Die meisten Werke befassen sich mit der Zerrissenheit und Rumänien in der Zeit unter Ceausescu. Die Bilder, die sie in ihren Büchern mit schöner, poetischer Sprache beschreibt, sind einfach einprägend.

"Das macht 'Atemschaukel' so brillant: Müller verknappt die historischen Hintergründe zugunsten der Gedankengebilde. Ein relevanter und sprachlich furioser Roman." Nora Reinhardt, KulturSpiegel, 26.09.09
"Ein politischer Roman von bemerkenswerter psychologischer Subtilität, der den Nullpunkt der Existenz nachvollziehbar macht." Stefana Sabin, Neue Zürcher Zeitung, 27.09.09
"Ihr Werk, dessen Kraft sich aus dem Schrecken speist, ist zugleich reich an Schönheit und für den Leser ein großes Glück. So spricht Erinnerung, wenn sie lebendig ist. Es schnürt einem die Kehle zu und macht Luftsprünge aus Wörtern. Und es ist neben all dem Hunger, dem Elend, dem Sterben im Lager unglaublich viel vom Glück die Rede." Volker Weidermann, Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung, 11.10.09
"Das eine Werk, das in dieser Saison alle anderen überragt; eine herzzerreißende, demütig und bescheiden machende Lektüre. Wer nicht immun ist gegen Wahrhaftigkeit und Poesie, dem schenkt dieses Buch das Erlebnis großer Literatur; das Zeugnis einer Menschlichkeit, die den Einzelnen transzendiert. Solch tiefe Wirkung lässt sich nicht beabsichtigen oder gar planen; sie ist die Essenz großer Kunst – und ihre Erkenntnis steht jedem zu Gebote. Der Eindruck, den 'Atemschaukel' hinterlässt, ist ein bleibender. Der Nobelpreis für Herta Müller hat das auf triumphale Weise nur bestätigt." Felicitas von Lovenberg, Frankfurter Allgemeine Zeitung, 12.10.09

Gewicht: 451 g
Einband: gebunden
Ausstattung: Nachdr. 2010. 21 cm
Auflage: 4. Auflage

Sprache(n): Deutsch

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"Königsklasse",

von Joke Hoogendoorn aus Leer (Ostfriesland) (27.07.2010)


Herta Müller gehört definitiv der Königsklasse der deutschsprachigen Autoren an. Auch in der Welt ist ihr Werk nicht unbemerkt geblieben, denn sie wurde dafür sogar mit dem Nobelpreis ausgezeichnet.

In 'Atemschaukel' erzählt sie uns die Geschichte von Leo, der als Deutscher nach dem 2. Weltkrieg mit vielen Schicksalsgenossen aus Rumänien nach Russland transportiert wird. Im Arbeitslager sollen sie da bei dem Wiederaufbau helfen. Fünf lange Jahre verbringen sie im Lager. Es ist kalt. Sie haben Hunger. Und Läuse. Fast poetisch, manchmal gar verträumt, strickt Herta Müller diese Geschichte vom Elend. Leo glaubt fest daran, dass er wieder nach Hause kommen wird. Denn seine Großmutter hat ihm beim Abschied gesagt: „Ich weiss du kommst wieder.“

Ein faszinierender Roman über ein faszinierendes Thema. Ich habe es genossen, es zu lesen. Tun Sie es doch auch!

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"Zeitzeuge, nicht Roman",

von Sandra (16.06.2010)


Die Sprache ist zweifelsfrei bemerkenswert - bildhaft, poetisch genau. Aber wessen Sprache es ist, bleibt ein Rätsel: Sind das die Bilder Herta Müllers? Oder die ihres Vertrauten, der während der Arbeit mit der Schriftstellerin starb? (Das Nachwort übrigens finde ich lieblos und in dieser Form vollkommen überflüssig).

Mir scheint, die "Atemschaukel" ist mehr Zeitzeuge als Roman im eigentlichen Sinn, was dem Buch aber nicht schadet. Lesenswert ist es auf jeden Fall - man muss sich darauf einlassen wollen.

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"GENIAL!!!",

von J.G. aus Berlin (14.06.2010)


Leo ist 17 Jahre als er in ein Lager in Russland nach dem Zweiten Weltkrieg deportiert wird und dort 5 lange Jahre Zwangsarbeit verrichten muss. Damit beginnt für Leo der Kampf ums Überleben und gegen den elendigen Hunger. Der Roman umfasst den Zeitraum vom Beginn der Reise in das Lager bis zur Rückkehr und dem Versuch sich in das alttägliche Leben „zu Hause“ zu integrieren.

Herta Müller hat so bilderreich und poetisch geschrieben, dass es absolut gegensätzlich zum Geschehen erscheint, aber dennoch eine Einheit bildet. Genial…

Mehr kann man zu diesem Roman nicht sagen. Lesen…

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"Ungewöhnliche Leseerfahrung",

von Oliver Sichert aus Karlsruhe (06.06.2010)


Wochenlang habe ich dieses Buch gelesen – mal zwei Seiten, dann wieder nur eine Seite – unglaublich langsam...
Dabei liest sich die „Atemschaukel“ leicht, die Sätze sind kurz und gefüllt mit einfachen und doch fesselnd ungewöhnlichen Sprachbildern.

In diesem Roman über 5 Jahre Zwangsarbeit ziehen keine Spannungsbögen, keine Teaser in das nächste Kapitel. Die chronologisch gereihten Skizzen und Erinnerungsbilder haben sich mir erst in den letzten Kapiteln zu einem Roman zusammengefügt: Ein Roman eines verlorenen Lebens und der Unmöglichkeit, die Erfahrung des Hungers und des Verlorenseins mitzuteilen.

Niemand will sich diesen furchtbaren Erfahrungen aussetzen, doch ist die Atemschaukel - trotz der meiner Mühen - für mich ein schönes und sehr lesenwertes Buch gewesen. Es tritt dem „Nicht-darüber-Sprechen-Wollen“ mit einer rührenden poetischen Sprache entgegen, die an die Würde und die Integrität des Individuums glauben lässt.

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"Atemschaukel",

von Ute Ziegert aus Freital (22.02.2010)


Der 17 jährige Leo wird 1945 als in Rumänien lebender Deutscher in ein russisches Lager deportiert. Zu diesem Zeitpunkt war das für ihn ( naiv und nicht ahnend, was auf die Gefangenen zukommt) eher eine akzeptable und sogar willkommene Lösung. Besser als in seiner Stadt als Schwuler enttarnt zu werden und dafür ins Gefängnis zu kommen.
Trotz schrecklicher Lebensumstände im Lager überlebt Leo. Vielleicht oder gerade deshalb, weil er sich seine eigene Sicht der Dinge erschafft und letztendlich nach 4 Jahren das Lager als Zuhaue ansieht. Diese Zeit hat Leo und natürlich alle anderen Überlebenden so geprägt, daß sie kaum mit dem normalen Leben zurecht kamen. Viele brachten sich um und kaum einer sprach über die Zeit im Lager. Ich finde der Roman ist zutiefst bewegend und schön.

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"Ganz große Literatur",

von Claudia Tross aus Offenbach am Main (18.02.2010)


Es gibt Bücher, die auch den Vielleser überraschen, die aussergewöhnliche Form und Sprache besitzen und mehr als einmal gelesen werden müssen, um überhaupt annähernd erfasst zu werden.
Dazu gehört für mich "Atemschaukel" von Herta Müller.
Wir begleiten einen jungen Mann in ein russisches Straflager, wo er in den 5 Jahren Aufenthalt versuchen wird, zu überleben.
Herta Müller gelingt es, das Grauen im Lager mit derart schöner, poetischer Sprache zu schildern,dass man völlig gefesselt in den Sprachbildern schwelgt und darüber ganz vergisst, dass es hier ums nackte Überleben geht.
Ich habe das Buch immer wieder wie benommen weggelegt und Zeit gebraucht,die einzelnen Szenen zu verarbeiten.
Ganz große Literatur!Chapeau!

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"Atemschaukel",

von Kai Schwichtenberg aus Münster (23.11.2009)


Ja, natürlich: die Bücher von Herta Müller werden sich ab sofort von ganz allein verkaufen. Aber es ist ja nicht der Nobelpreis der den Wert ihres Werkes ausmacht, sondern das Werk selbst.
Also: "Atemschaukel" - ein beeindruckend, bedrückender Bericht über die Grausamkeiten zu denen Menschen in der Lage sind. Über Qualen, Hunger, Kälte, Krankheit, Hoffnungslosigkeit und am Ende doch über die Hoffnung zu entkommen.
Wenn Sprache retten kann, dann gibt uns Herta Müller die Worte an die Hand mit denen Rettung möglich ist. Poetisch und tief. Ein wundervolles Buch.

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"Brilliant - poetisch - subtil",

von CaWa - die Leseratte Top 100 Rezensent aus Hilden (19.11.2009)


Nach Beendigung der Lektüre musste ich erst einmal tief durchatmen. Herta Müller ist ein brilliantes Werk gelungen, dessen starke Atmosphäre, selbst als geübter Rezensionist, nur sehr schwer wiederzugeben ist.

In kurzen ebenso prägnanten wie subtilen Kapiteln, erzählt die Autorin die Lebens- und Leidengeschichte eines homosexuellen jungen Mannes aus Siebenbürgen in einem russischen Arbeitslager. Angefangen bei seiner Internierung bis zum bitteren Ende, der Reintegration ins "normale" Leben.

ICH WEISS DU KOMMST WIEDER - dieser Satz ist eine Art roter Faden, der sich durch die ganze Erzählung spannt.

Eine absolute Leseempfehlung.

Mein erstes, aber bestimmt nicht das letzte Buch dieser Autorin.

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"Brilliant - poetisch - subtil",

von CaWa - die Leseratte Top 100 Rezensent aus Hilden (19.11.2009)


Nach Beendigung der Lektüre musste ich erst einmal tief durchatmen. Herta Müller ist ein brilliantes Werk gelungen, dessen starke Atmosphäre, selbst als geübter Rezensionist, nur sehr schwer wiederzugeben ist.

In kurzen ebenso prägnanten wie subtilen Kapiteln, erzählt die Autorin die Lebens- und Leidengeschichte eines homosexuellen jungen Mannes aus Siebenbürgen in einem russischen Arbeitslager. Angefangen bei seiner Internierung bis zum bitteren Ende, der Reintegration ins "normale" Leben.

ICH WEISS DU KOMMST WIEDER - dieser Satz ist eine Art roter Faden, der sich durch die ganze Erzählung spannt.

Eine absolute Leseempfehlung.

Mein erstes, aber bestimmt nicht das letzte Buch dieser Autorin.

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"Beeindruckend! Ergreifend!",

von Annegret Klingbeil aus Bad Oeynhausen (16.11.2009)


Hier wird vorgeführt, was Sprache vermag: Herta Müller jongliert mit ihr, spielt mit ihr, zeichnet anschauliche Bilder. Poetisch leicht, präzise, intensiv, fantasiereich - alles andere als alltäglich normal - beschreibt sie tieferschütterndes Erleben im russischen Arbeitslager. Das ungesagt Gebliebene, das zwischen den Zeilen unübersehbar Vorhandene erschreckt den Leser, lässt ihn förmlich erstarren, bei gleichzeitigem Staunen über die „trotz“-Schönheit des Lebens und Hoffens, die sich in Leos Gedankenwelt formt.
Leo, bei seiner Deportation17-jährig, scheint sich innerlich gegen das Erwachsensein zu sträuben; mit seinen beinahe infantil wirkenden Vorstellungen - jedoch in diesen unglaublich weise - lehrt er den Leser: Sehnsucht.
Von der Diskrepanz zwischen wunderschöner, gar Wunder wirkender Sprache und dem stummen! Unrecht, das diese aber beschreibt, lebt Herta Müllers Werk. Geniale Kunst!

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"Die Sprache macht es bemerkenswert!",

von Saidjah Hauck aus Köln, Rhein-Center (02.11.2009)


Herta Müller schreibt in kleinen, subtilen Kapiteln wie das Leben Im Straflager die Menschen prägt und verändert. Oft kommt die Geschichte in harmlosen Episoden daher, aber wenn man darüber nachdenkt, stockt einem der Atem. Die Sprache, präzise und poetisch, ohne ein Wort zuviel beleuchtet das Thema Diktatur und Straflager auf beeindruckender Weise. Unbedingt lesen.

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5 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:

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"Dieses Buch ist unglaublich, eine Entdeckung, ein Gewinn für jeden, der es gelesen hat!",

von Claudia Hüllmann aus Magdeburg (Allee-Center) (04.09.2009)


Herta Müller erzählt die Geschichte von Leo, einem jungen Siebenbürger, der unter Stalin 6 Jahre in einem russischen Arbeitslager leben und beina-he sterben muss. Leo ist homosexuell, er hat schon einige Erfahrung in dieser Hinsicht und höllische Angst, entdeckt zu werden. So ist der Aufruf zu Deportation für ihn auch eine nicht unwillkommene Flucht aus der Pro-vinz. So denkt er, naiv und schicksalergeben am Anfang der Reise und wird schnell erfahren, dass diese Fahrt direkt in die Hölle führt. Was dieses Buch so einzigartig macht, ist die auf der einen Seite ganz infantile Berichterstattung von Leo, die in der Beschreibung all des Elends, der Morde, der Ratten und Flöhe, der entsetzlichen Arbeit und Kälte sehr an den Simplicissimus von Grimmelshausen erinnert und auf der anderen Seite die wunderbar lyrische Sprache, die Metapher enthält, das einem vor Ergriffenheit der Atem stockt. Die titelgebende Atemschaukel zum Beispiel bewegt sich, wenn sich der allgegenwärtige Hungerengel ganz tief im Rachen auf das Gaumensegel setzt. Bitte lesen!


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9 von 9 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:

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"Erschütternd und berührend",

von Dr. Christian Rößner Top 100 Rezensent aus Göttingen (31.07.2009)


Dieses Buch lediglich zu beschreiben, fällt auch dem geübten Leser schwer; es jedoch mit äußerstem Nachdruck zu empfehlen in keiner Weise. Ein junger Mann aus Siebenbürgen kommt 1945 ins russische Arbeitslager und erlebt dort die unvorstellbaren Schrecken der Deportation und des Lageralltags. Im Lichte seines Schicksals erzählt Herta Müller die Geschichte der deutschen Bevölkerung in Siebenbürgen unter der Herrschaft Stalins. Doch vor allem wie Herta Müller diese Geschichte erzählt, ist bemerkenswert: durch Zeitzeugenberichte entsteht ein authentisches und realistisches Bild, das aber gebrochen durch Müllers lyrische Sprache gleichsam poetisch aufgeladen und erschütternd wirkt. Ein in seiner Brutalität überwältigender und sprachlos machender Roman. Unbedingt lesen!

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