Der Regen, bevor er fällt
von Jonathan Coe

Der Regen, bevor er fällt

Roman

  • Erschienen: Jänner 2009
  • EAN: 9783421043672
  • ISBN-10: 3-421-04367-1
  • Seitenzahl: 304
  • Sprache(n): Deutsch
  • Erschienen bei: DVA

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Von Müttern und Töchtern, Lügen und Geheimnissen


Eine Handvoll Fotos und ein Stapel selbst besprochener Tonbänder, das ist Rosamonds Vermächtnis an Imogen, die blinde Enkelin ihrer Cousine Beatrix. Auf den Bändern erzählt Rosamond die Familiengeschichte und findet nach und nach Worte für jenes Unglück, das zu Imogens Erblindung führte. - Ein bewegender Roman über drei Generationen von Frauen und über das verzweifelte Streben nach Liebe und dem Lebensglück.


»Ich möchte dir, Imogen, einen Begriff von deiner Geschichte vermitteln. Du sollst ein Gefühl dafür bekommen, wo du herkommst und welches die Triebkräfte waren, die dich hervorgebracht haben.« So beginnen die Aufzeichnungen, die Rosamond hinterlassen hat. Anhand von zwanzig Fotografien erinnert sie sich an die tragische Geschichte ihrer Familie. In deren Zentrum steht Imogens Großmutter Beatrix, die unter der fehlenden Liebe ihrer Mutter litt und deshalb früh von zu Hause flüchtete; die die selbst erlebte Gefühlskälte an ihre Tochter weitergab und so den Weg zu dem schrecklichen Unglück ebnete, das Imogen für immer das Augenlicht nahm.


Ein bewegender Familienroman über drei Generationen von Frauen und deren Sehnsucht nach Liebe - und die poetische Erkundung eines fatalen Vermächtnisses. Jonathan Coe gelingt es, in diesem dichten Roman emotional fesselnde Figuren zu entwickeln und ein sensibles Bild von der besonderen Dynamik der Mutter-Tochter-Beziehung zu zeichnen. Die Geschichte des blinden Mädchens Imogen, die Schilderungen der Momente intensiven Glücks zwischen Rosamond und Beatrix und die Aufdeckung der zerstörerischen Macht eines dunklen Familiengeheimnisses wird kein Leser je wieder vergessen.


Jonathan Coe
Jonathan Coe wurde 1961 in Birmingham geboren. Er ist einer der Stars der Londoner Literaturszene; sein preisgekrönter Roman "Allein mit Shirley" wurde in fünfzehn Sprachen übersetzt. Jonathan Coe lebt mit seiner Frau und seinen zwei Töchtern in London.

Gewicht: 425 g
Einband: gebunden
Übersetzt von: Andreas Gressmann
Ausstattung: 20,5 cm

Sprache(n): Deutsch

 

 

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"wunderbar!",

von L. Krapf aus Bielefeld (24.05.2010)


Dieses Buch war das beste, was ich seit langem gelesen habe! Es hat mich schon nach den ersten paar Seiten gefesselt und ich konnte das Buch gar nicht mehr weglegen. Die Sprache ist einfach genial und gar nicht kitschig. Aber eine Warnung: man betrachtet seine eigenen Fotoalben nach diesem Buch nochmal mit einer ganz neuen Perspektive! ;)

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"Der Regen, bevor er fällt.",

von Gisela Busemann Top 100 Rezensent aus Leer (Ostfriesland) (12.05.2010)


Das Buch "Der Regen, bevor er fällt" ist meines
Erachtens eines der besten Werke des Schrift-
stellers Jonathan Coe.
Mit sehr viel Gefühl, außerordentlicher Wärme und Reife beschreibt der Autor über drei Gene-
rationen die Lebensgeschichten der Frauen.Männer spielen eine untergeordnete Rolle.Sie sind geprägt von dunklen Familiengeheimnissen, nicht erfüllter Liebe und großer Sehnsucht und Verzweiflung.
Die Romanfigur der Rosamonda hinterlässt nach ihrem Tod einen Stapel Fotografien und einige besprochene Kassetten für die Enkelin ihrer Cousine Beatix. Diese ist seid vielen Jahren verschollen und Rosamond möchte ihr die tragische Geschichte ihrer Erblindung er-
zählen.
Ein außergewöhnliches und sehr bewegendes Werk, dass ich jedem Liebhaber der schönen Prosa empfehlen kann. Die Geschichte klingt noch lange nach und es wirft sich die Frage auf, ob wohl jede Familie eine mehr oder weniger geheimnisvollen Vergangenheit hat.

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"Der Regen, bevor er fällt",

von Claudia Ziplies aus Lemgo (20.11.2009)


Der Autor erzählt mit kraftvoller und poetischer Sprache eine bewegende Familiengeschichte von Frauen über drei Generationen. Die Geschichte ist voll mit dunklen Geheimnissen, enttäuschter Liebe und großer Sehnsucht.

Der Kern des Buches sind Tonbandkassetten, die Rosamond kurz vor ihrem Tod bespricht. Sie sind für Imogen bestimmt, jener verschollenen und blinden Enkelin.
Anhand von 20 Fotografien lässt Rosamond ihr Leben Revue passieren, um damit zeitgleich Imogen eine Vorstellung ihrer eigenen Geschichte zu vermitteln.

Als Leserin habe ich gebannt der Beschreibung Rosamondes gefolgt. Und letztlich kam auch ich nicht umhin mein Leben und meine Wurzeln zu betrachten.

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"Foto-Nostalgie",

von Steffi Pilk aus Münster (18.09.2009)


Auch wenn es schon viele positive Bewertungen für diesen Roman gibt, möchte ich dessen ungeachtet auch meine Empfehlung noch hinzufügen. Denn diese englische Familiengeschichte (die sich von den dreißiger Jahren des letzten Jahrhunderts bis heute erstreckt) ist wirklich bewegend und eindrucksvoll, einfach großartig, erzählt – die Idee diese an Hand von alten Fotografien wieder lebendig werden zu lassen ist wahrhaftig gelungen. Jonathan Coe vermag es dem Leser das Gefühl zu vermitteln diese Bilder selbst in den Händen zu halten. Äußerst lesenswert.

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"Very british im besten Sinne. ",

von Paul Deppen aus Münster (06.09.2009)


Die Unfähigkeit zur Liebe und eine alles beherrschende Selbstsucht bestimmen das Schicksal der Frauen. Männer spielen in diesem Roman eher eine Nebenrolle. Der Plot hätte auch für einen trivialen Roman herhalten können, aber die Sprache des Buches ist unpathetisch und ruhig und die Geschichte fesselt. Der Verlag stellt die Verbindung zu McEwans Abbitte meines Erachtens zu Recht her.

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"Bemerkenswerter Familienroman",

von Petra Kraus aus Emden (27.08.2009)


Welchen Weg kann man wählen um die Familiengeschichte zu erzählen? Rosamund entscheidet sich für Fotografien. Zwanzig Bilder, die sie an ihrem Lebensende auswählt, um ihrer Nichte die Familiengeschichte zu vermitteln.
Zwanzig Bilder, die das Leben von 3 Frauen zeigen, die so eng miteinander verbunden sind, das ihr Leben wie eins wirkt.
Rosamund beschreibt diese Bilder, bespricht
Tonbänder mit dem was sie sieht, im Moment der Aufnahme und dem was sie jetzt sieht, Jahre und Jahrzehnte später.
So entsteht eine ausdrucksstarke Familiengeschichte, die mit ihrer wunderbar klaren Sprache eine dichte Atmosphäre schaftt.

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"Wie beschreibt man einem blinden Mädchen Fotos?",

von Monika Thoma Top 100 Rezensent aus Hamburg (26.08.2009)


Eine ungewöhnliche Familiengeschichte hat uns Jonathan Coe geschenkt. Es ist die Familiengeschichte von der gerade verstorben Rosamond und ihrer Cousine Beatrix. Gill, die Nichte von Rosamond, findet bei der Haushaltsauflösung von ihrer Tante einen Stapel Fotos und vier selbst besprochene Kassetten, die sie Imogen, der verschollenen Enkelin von Beatrix geben soll. Da sie Imogen nicht finden kann, hört sie sich die Kassetten zusammen mit ihren beiden erwachsenen Töchtern an. Und sie hört eine tragische Lebensgeschichte über drei Generationen von Frauen, die verzweifelt nach Liebe gesucht haben. Ziemlich früh ahnt man als Leser, dass Imogen blind ist, es aber wohl nicht von Geburt an war. Rosamond versucht Imogen die Geschichte ihrer eigenen Familie zu erzählen, damit sie etwas über ihre Wurzeln erfährt und versteht, wie es zu ihrem Schicksal kommen konnte. Dafür nutzt Rosamond alte Fotos, die für sie stellvertretend für bestimmte Schlüsselsituationen sind. Zuerst versucht sie das Fotos für eine Blinde zu beschreiben, und dann erzählt sie die Geschichte zu dem Bild. Nach und nach entspinnt sich eine traurige Familiengeschichte. Der Autor taucht tief in die Psyche seiner Personen ein und schreibt ausgesprochen schön. Dies ist ein Roman für alle Fans von Ian McEwan.

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"Eindringliches Lese-Erlebnis",

von Gregor Hügens aus Euskirchen (09.08.2009)


Ein leise-zurückhaltender und umso tiefgehender Familienroman. In der Handlung werden die Wege mehrerer Generationen nur über Tonbänder und ein paar Fotos erlebbar gemacht: Rosamonds Vermächtnis an ihre abwesend bleibende Enkelin Imogen. Deren tragisches Schicksal ist aus den Ereignissen der Vergangenheit nur zu erahnen.
Jeder mag das Gefühl kennen, in familiäre Verstrickungen eingebunden zu sein. Hier wird eine ganz besondere Geschichte höchst individueller Charaktere und Lebensbilder auf einzigartige Weise erschlossen. Die Lektüre hat noch lange nachgewirkt!

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"Rosamunds Vermächtnis",

von Kristin Brelage aus Rheine (01.08.2009)


Rosamund hinterlässt ihrer Enkelin nach ihrem Tod eine Hanvoll Tonbänder und ein Fotoalbum mit der Bitte, man möge beides der Enkelin ihrer Cousine Beatrix geben.
In der Hoffnung den Aufenthaltshort des Mädchens zu erfahren, hört sie sich die Bänder selber an und erfährt so das dunkle Geheimnis Ihrer Familie.

Dieses Buch geht unter die Haut und lässt Sie nicht mehr los! Ich habe es verschlungen!

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"Tiefgründiger Generationenroman",

von Michelle Möhle aus Göttingen (20.06.2009)


Gibt es ein Muster im Leben? Die Antwort: So, wie der Regen, bevor er fällt, nicht existiert, so existiert auch kein vorgegebenes Muster - selbst wenn es häufig so scheint. Schicksale und Strukturen, die sich über Generationen fortsetzen und wiederholen, können durchbrochen werden. Davon erzählt dieser Roman. Kurz vor ihrem Tod nimmt Rosamond die Geschichte ihrer Familie auf Tonband auf, um sie für ihre entfernte Verwandte Imogen festzuhalten. Imogen, der in jungen Jahren ein schweres Schicksal widerfahren ist, soll verstehen, wie es dazu kommen konnte. Jonathan Coes Roman steckt voller Melancholie und Traurigkeit. Er zeigt auf, wie die unerfüllt bleibende Sehnsucht nach mütterlicher Zuwendung über Generationen hinweg Kinder ins Unglück stürzt und schließlich zu einer Tragödie führt.

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"Der Regen, bevor er fällt",

von Marcus Butscheid aus Bergisch Gladbach (18.06.2009)


Die Geschichte beginnt leise und ohne spektakuläre Andeutung, Tante Rosemond ist gestorben und hinterlässt Tonbandaufzeichnungen für ein unbekanntes blindes Mädchen
aus dem Familienkreis. Ihre Großkusine nimmt sich der Abwicklung der Hinterlassenschaften an und erfährt gemeinsam mit ihren Töchtern berührende Enthüllungen anhand
dokumentierter Fotografien aus dem Fundus der Tante.
Die Handlung gewinnt mit jeder Seite an Intensität und Farbigkeit und reißt den Leser in seinen Bann,
die Geheimnisse der Familie zu erfahren. Frauen aus 3 Generationen treffen aufeinander. Ein großartiges Buch!

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"Verfassen Sie Ihre eigene Rezension Der Regen, bevor er fällt",

von Wiebke Renken aus Günthersdorf (06.05.2009)


Für die blinde Imogen hat Rosamond vor ihrem Tod Tonbänder besprochen.
Hier schildert sie anhand von ausgewählten Fotos bedeutungsvolle Geschehnisse, die Imogen die Vergangenheit ihrer Familien nahe bringen könnten. Wenn Imogen aufzufinden wäre....
Im Fokus stehen Beziehungen: Liebevoll-besorgt einerseits, andere wieder geprägt von verletztender Distanz.
Ein Buch mit Tiefgang, poetisch, berührend, britisch.

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"Der Regen, bevor er fällt",

von Camilla Petri aus Braunschweig (Hutfiltern) (05.05.2009)


Als Rosamond im Alter von 73 Jahren stirbt, hinterlässt sie nicht nur ein Testament, sondern auch einen Stapel Tonbänder: Auf diesen erzählt sie anhand von 20 Fotos aus ihrer Vergangenheit ihre Lebens- und Familiengeschichte für Imogen, eine blinde junge Frau, die die Enkelin ihrer Cousine Beatrix ist.
Rosamond begleitet Imogen und den Leser mit ihrer Erzählstimme durch die letzten siebzig Jahre und lässt vor ihrem inneren Auge die Personen auf den Fotos lebendig werden. Langsam entspinnen und entwirren sich die tragischen Ereignisse um Rosamond, Beatrix, ihre Tochter Thea und schließlich Imogen.

Ein elegant und einfühlsam erzählter Roman über menschliche Beweggründe und Abgründe für alle Fans von Ian McEwans Abbitte!

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"Ein bewegender Roman",

von Gabi Kampitsch aus Villach (08.04.2009)


Eine feinfühlig geschilderte Familiengeschichte dreier Frauengenerationen, ihre Sehnsucht nach Liebe und Glück mit einem düsteren Geheimnis.

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