Der Regen, bevor er fällt
Roman
- Erschienen: Jänner 2009
- EAN: 9783421043672
- ISBN-10: 3-421-04367-1
- Seitenzahl: 304
- Sprache(n): Deutsch
- Erschienen bei: DVA
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Von Müttern und Töchtern, Lügen und Geheimnissen
Eine Handvoll Fotos und ein Stapel selbst besprochener Tonbänder, das ist Rosamonds Vermächtnis an Imogen, die blinde Enkelin ihrer Cousine Beatrix. Auf den Bändern erzählt Rosamond die Familiengeschichte und findet nach und nach Worte für jenes Unglück, das zu Imogens Erblindung führte. - Ein bewegender Roman über drei Generationen von Frauen und über das verzweifelte Streben nach Liebe und dem Lebensglück.
»Ich möchte dir, Imogen, einen Begriff von deiner Geschichte vermitteln. Du sollst ein Gefühl dafür bekommen, wo du herkommst und welches die Triebkräfte waren, die dich hervorgebracht haben.« So beginnen die Aufzeichnungen, die Rosamond hinterlassen hat. Anhand von zwanzig Fotografien erinnert sie sich an die tragische Geschichte ihrer Familie. In deren Zentrum steht Imogens Großmutter Beatrix, die unter der fehlenden Liebe ihrer Mutter litt und deshalb früh von zu Hause flüchtete; die die selbst erlebte Gefühlskälte an ihre Tochter weitergab und so den Weg zu dem schrecklichen Unglück ebnete, das Imogen für immer das Augenlicht nahm.
Ein bewegender Familienroman über drei Generationen von Frauen und deren Sehnsucht nach Liebe - und die poetische Erkundung eines fatalen Vermächtnisses. Jonathan Coe gelingt es, in diesem dichten Roman emotional fesselnde Figuren zu entwickeln und ein sensibles Bild von der besonderen Dynamik der Mutter-Tochter-Beziehung zu zeichnen. Die Geschichte des blinden Mädchens Imogen, die Schilderungen der Momente intensiven Glücks zwischen Rosamond und Beatrix und die Aufdeckung der zerstörerischen Macht eines dunklen Familiengeheimnisses wird kein Leser je wieder vergessen.
Kundenrezensionen
Durchschnitt (14 Leser)
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"wunderbar!",
von L. Krapf aus Bielefeld (24.05.2010)
Dieses Buch war das beste, was ich seit langem gelesen habe! Es hat mich schon nach den ersten paar Seiten gefesselt und ich konnte das Buch gar nicht mehr weglegen. Die Sprache ist einfach genial und gar nicht kitschig. Aber eine Warnung: man betrachtet seine eigenen Fotoalben nach diesem Buch nochmal mit einer ganz neuen Perspektive! ;)
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"Der Regen, bevor er fällt.",
von
Gisela Busemann
aus Leer (Ostfriesland) (12.05.2010)
Das Buch "Der Regen, bevor er fällt" ist meines
Erachtens eines der besten Werke des Schrift-
stellers Jonathan Coe.
Mit sehr viel Gefühl, außerordentlicher Wärme und Reife beschreibt der Autor über drei Gene-
rationen die Lebensgeschichten der Frauen.Männer spielen eine untergeordnete Rolle.Sie sind geprägt von dunklen Familiengeheimnissen, nicht erfüllter Liebe und großer Sehnsucht und Verzweiflung.
Die Romanfigur der Rosamonda hinterlässt nach ihrem Tod einen Stapel Fotografien und einige besprochene Kassetten für die Enkelin ihrer Cousine Beatix. Diese ist seid vielen Jahren verschollen und Rosamond möchte ihr die tragische Geschichte ihrer Erblindung er-
zählen.
Ein außergewöhnliches und sehr bewegendes Werk, dass ich jedem Liebhaber der schönen Prosa empfehlen kann. Die Geschichte klingt noch lange nach und es wirft sich die Frage auf, ob wohl jede Familie eine mehr oder weniger geheimnisvollen Vergangenheit hat.
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"Der Regen, bevor er fällt",
von Claudia Ziplies aus Lemgo (20.11.2009)
Der Autor erzählt mit kraftvoller und poetischer Sprache eine bewegende Familiengeschichte von Frauen über drei Generationen. Die Geschichte ist voll mit dunklen Geheimnissen, enttäuschter Liebe und großer Sehnsucht.
Der Kern des Buches sind Tonbandkassetten, die Rosamond kurz vor ihrem Tod bespricht. Sie sind für Imogen bestimmt, jener verschollenen und blinden Enkelin.
Anhand von 20 Fotografien lässt Rosamond ihr Leben Revue passieren, um damit zeitgleich Imogen eine Vorstellung ihrer eigenen Geschichte zu vermitteln.
Als Leserin habe ich gebannt der Beschreibung Rosamondes gefolgt. Und letztlich kam auch ich nicht umhin mein Leben und meine Wurzeln zu betrachten.
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"Foto-Nostalgie",
von Steffi Pilk aus Münster (18.09.2009)
Auch wenn es schon viele positive Bewertungen für diesen Roman gibt, möchte ich dessen ungeachtet auch meine Empfehlung noch hinzufügen. Denn diese englische Familiengeschichte (die sich von den dreißiger Jahren des letzten Jahrhunderts bis heute erstreckt) ist wirklich bewegend und eindrucksvoll, einfach großartig, erzählt die Idee diese an Hand von alten Fotografien wieder lebendig werden zu lassen ist wahrhaftig gelungen. Jonathan Coe vermag es dem Leser das Gefühl zu vermitteln diese Bilder selbst in den Händen zu halten. Äußerst lesenswert.
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