Das Graveyard-Buch
Ausgezeichnet mit der John Newbery Medal 2009 und dem Hugo Award 2009
- Erschienen: Jänner 2009
- EAN: 9783401063560
- ISBN-10: 3-401-06356-1
- Seitenzahl: 312
- Altersempfehlung: 12 - 13
- Sprache(n): Deutsch
- Erschienen bei: Arena Verlag GmbH
17,50 EUR*
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Nobody Owens ist ein eher unauffälliger Junge. Nobody lebt auf dem Friedhof, liebevoll erzogen und behütet von den Geistern und Untoten, die dort zu Hause sind. Doch der tödliche Feind, vor dem der kleine Bod einst auf den Friedhof floh, ruht nicht. Er wartet auf den Tag, an dem Bod sein Zuhause verlassen wird, um zurückzukehren in die Welt der Lebenden. Wer wird Nobody dann noch beschützen?
Ein absolut empfehlenswertes Buch
Nobody Owens ist ein Junge mit einem ungewöhnlichen Wohnort: Er lebt auf dem Friedhof, seit seine Eltern ermordet wurden. Dort wurde er von Geistern groß gezogen. Eigentlich ist Nobody mit seinem Leben zufrieden, aber dann taucht der Mörder seiner Eltern auf und sein Abenteuer beginnt.
Die Aufmachung des Buches ist toll wie auch der Inhalt. Unbedingt Lesen!
Kundenrezensionen
Durchschnitt (3 Leser)
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"Etwas ganz Besonderes",
von anette1809 aus Sulzheim (25.02.2009)
Mit "Das Graveyard-Buch" liegt ein Kinderbuch in einer ungewöhnlichen Ausstattung vor. Vor mir habe ich eine Blechdose in Grabsteinoptik liegen, deren Inneres das neue Werk von Neil Gaiman verbirgt. Die Einbandgestaltung entspricht der englischen Ausgabe für Kinder mit dem Cover des Zeichners Chris Riddell. Leider fehlen bei der deutschen Ausgabe im Gegensatz zu der englischen Ausgabe dessen Illustrationen.
Im Graveyard-Buch geht es um einen Jungen namens Nobody "Bod" Owens, der im Alter von nicht einmal 2 Jahren zur Waise wird, als ein Killer namens Jack nachts in das Haus von Bod eindringt, und dessen gesamte Familie auslöscht. Durch eine glückliche Fügung entgeht Bod dem Mörder und gelangt auf den nahegelegenen Friedhof, wo er auf Wunsch seiner verstorbenen Mutter - die dort kurz nach dem Mord als Geist erscheint - von den Friedhofsbewohnern als Ehrenbürger aufgenommen und von dem verstorbenen Ehepaar Owens adoptiert wird. Nur so können sie sein Leben vor dem Bösewicht Jack schützen, der auch im Laufe der Jahre seinen Auftrag den Jungen zu finden und zu ermorden weiter verfolgt.
Beim Lesen wurden bei mir viele Erinnerungen wach. Mich hat das Buch nicht nur - wie bereits durch den Titel assoziiert wird - an das Dschungelbuch erinnert, sondern auch an Erzählungen von Charles Dickens. Und obwohl beim Lesen viele Erinnerungen an andere Bücher erweckt wurden, hat Neil Gaiman es geschafft mit "Das Graveyard-Buch" eine ganz eigenständige Geschichte zu schaffen. Es ist nicht nur eine phantastische Erzählung, in der es Neil Gaiman gelingt klassische Figuren der Fantasy wie Werwölfe und Vampire ganz neu zu interpretieren, sondern auch eine Geschichte über das Erwachsenenwerden und die Gefahren, die es birgt. Die Figuren, denen Neil Gaiman Leben einhaucht, werden detailliert beschrieben, auch Nebenfiguren werden genau ausgearbeitet. Man taucht beim Lesen tief in das Buch ein, fiebert mit, und verlässt Bod Owens Welt erst wieder, wenn das Lesevergnügen leider viel zu schnell zu Ende ist, und man die lieb gewonnen Protagonisten wie Bod oder seinen Vormund Silas wieder verlassen muss.
In meinen Augen ist dieses Buch nach "Niemalsland" das beste, was Neil Gaiman bisher geschrieben hat. Und wahrscheinlich wird es sogar eine noch größere Leserschaft ansprechen, weil es erwachsene und jugendliche Leser gleichermaßen begeistern kann, und zudem noch durch seine außergewöhnliche Optik hervorsticht.
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"Wunderbar!",
von Corinna Abbassi-Götte aus Münster, Ludgeristraße (01.02.2009)
Der Klappentext macht bereits neugierig, doch ich muss gestehen, dass ich trotzdem nicht so recht wusste, was mich erwartet! Nach den ersten drei Seiten ist jedoch klar, dass es sich um eine ganz außergewöhnliche und unglaublich phantasievolle Geschichte mit morbiden Charme und Witz handelt, in denen es von besonderen und liebenswerten, aber auch von bösen und zwielichtigen Charakteren nur so wimmelt. Nobody Owens, kurz Bod genannt, ist die Hauptperson. Als Baby entkommt er knapp dem Mörder seiner Eltern und findet auf dem nahegelegenen Friedhof ein neues Zuhause. Dort wächst er umgeben von den Geistern der Verstorbenen wohlbehütet auf. Besonders gefallen hat mir hier, dass die Bewohner des Friedhofs aus verschiedenen Epochen stammen, es sich demnach um einen bunt zusammengewürfelten aber durchaus gut organisierten Haufen handelt. Viele interessante Gespräche und Ereignisse sind also vorprogrammiert, außerdem kommt der Leser bei jedem neu eingeführten Geist in den Genuss des Grabspruchs wunderbar! Ich habe Bods Erlebnisse auf dem Friedhof und mit den unterschiedlichsten Geistern sehr genossen und später mit größter Aufmerksamkeit und einem Schmunzeln verfolgt, wie sich die verschiedenen Erlebnisse Bods zusammengefügt haben und schon fast vergessene Personen plötzlich wieder wichtig wurden.
Dass Bod sich ein paar Fähigkeiten der Geister aneignet er kann sich zum Beispiel unsichtbar machen, wenn er nicht im Mittelpunkt steht - ist nicht nur überlebenswichtig für ihn, sondern ein schönes Extra. Ich hätte gern noch mehr über Bods Leben auf dem Friedhof gelesen, doch je älter dieser wird, desto größer wird sein Interesse an der Welt außerhalb des Friedhofes. Außerdem ist da immer noch der Mörder seiner Familie, der Mann namens Jack, der geduldig darauf wartet, sein Werk zu vollenden. Es bleibt also spannend ...
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