Zitronen im Mondschein
von Gina Mayer

Zitronen im Mondschein

Zitronen im Mondschein

Roman

  • Erschienen: Februar 2009
  • EAN: 9783378006911
  • ISBN-10: 3-378-00691-9
  • Seitenzahl: 522
  • Stilrichtung: Romane
  • Sprache(n): Deutsch
  • Erschienen bei: Gustav Kiepenheuer

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"Es ist etwas in dir, das ihm den Tod bringt", sagte Madame Argent.
"Was soll das heißen?" Marias Stimme zitterte. "Was soll ich tun?" "Geh deinen Weg, Maria."
Düsseldorf 1926: Die Frage, wer ihr Vater ist, belastet die Beziehung zwischen dem Serviermädchen Mira und ihrer Mutter Maria, einer ehemaligen Wahrsagerin. Als sich Mira in den Pianisten und Revolutionär Anselm Guben verliebt, entfremden sich Tochter und Mutter noch mehr. Doch dann taucht ein rätselhafter Künstler auf, und das Vergangene wird höchst gegenwärtig. Eine dramatische Liebes- und Lebensgeschichte - ein Gesellschaftsroman, der anrührend und anschaulich eine Epoche deutscher Geschichte beschreibt.
Nach einer Weissagung verlässt Maria den Mann, den sie liebt, einen außergewöhnlich begabten Maler. Allein versucht sie sich mit ihrem Kind als Wahrsagerin in einem Wanderzirkus durchzuschlagen. Als der Hunger während des Ersten Weltkriegs immer größer wird, bringt sie die kleine Mira in ein Kinderheim. Erst Jahre später treffen die beiden Frauen sich in Düsseldorf wieder. Mira verachtet ihre Mutter. Sie verliebt sich in einen Kinopianisten, der sie mit einer revolutionären Gruppe bekannt macht. Doch dann taucht ein seltsamer Mann auf, ein Kunstmaler, dessen Geschichten und Ideen sie faszinieren.

Gina Mayer
Gina Mayer studierte Grafik-Design und arbeitete einige Zeit als Werbetexterin. Nach der Geburt ihrer beiden Kinder, begann sie Bücher zu schreiben. 2006 erschienen ihre ersten Romane. Sie schreibt für Erwachsene und Jugendliche, am liebsten Krimis. Heute lebt sie als freie Schriftstellerin in Düsseldorf.

Gewicht: 679 g
Einband: gebunden
Ausstattung: 22 cm

Sprache(n): Deutsch

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"Ein höchst unterhaltsamer Roman ",

von Monika Thoma Top 100 Rezensent aus Hamburg (25.06.2009)


Gina Mayer nimmt uns in ihrem dritten Roman mit in die Zeit von 1904 bis 1930. Sie erzählt uns die Geschichte von Maria, Mirabella und Ludwig. Maria wächst als älteste Tochter eines Bauern, der sie und seine Frau verprügelt, im Hohenlohischen Land auf. Als ein kleiner Wanderzirkus in ihr Dorf kommt, hat sie eine Erscheinung. Sie schließt sich dem Zirkus an und reist als Wahrsagerin durch Deutschland. Während dieser Zeit lernt sie den armen Maler Ludwig Wunder kennen und lieben. Nach einer erneuten Vision trennt sie sich von ihm, da sie Angst hat an seinem späteren Tod schuld zu sein. Zu diesem Zeitpunkt ist sie schon schwanger mit ihrer gemeinsamen Tochter Mirabella. Als Leser folgen wir in verschiedenen Zeitsträngen dem Leben dieser drei Hauptpersonen. Mirabella nennt sich in der Zwischenzeit nur noch Mira, arbeitet in Düsseldorf in den Zwanziger Jahren als Serviermädchen und engagiert sich durch ihren Freund für die Kommunisten. Den Maler Ludwig verfolgen wir nach seiner Trennung von Maria nach Berlin, wo er sich den Künstlerkreisen um das „Romanische Café“ aufhält und sich mit Max Pechstein anfreundet, in den ersten Weltkrieg nach Flandern und schließlich in die Schweiz, wo er sich den Dadaisten anschließt.

Die Stärke dieses Buches empfinde ich in der guten Beschreibung dieser sehr schwierigen und entbehrungsreichen Zeit in Deutschland und was sie mit den Menschen angerichtet hat. Schön sind die gut recherchierten Einsprengsel bekannter Persönlichkeiten dieser Zeit. Ich fühlte mich während dieser Lektüre gut unterhalten und habe trotzdem etwas Wissenswertes daraus mitgenommen.

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