Die Tochter des Töpfermeisters
- Erschienen: Juni 2008
- EAN: 9783794180479
- ISBN-10: 3-7941-8047-X
- Seitenzahl: 208
- Altersempfehlung: 12 - 13
- Sprache(n): Deutsch
- Erschienen bei: Sauerländer
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China im 14. Jahrhundert: XinXin ist ein wunderschönes Mädchen
und die Tochter eines bekannten Töpfermeisters. Von ihm hat sie
die Künste der Kalligraphie und des Dichtens gelernt. Doch seit seinem
Tod lebt XinXin bei ihrer Stiefmutter und der Halbschwester ?
und muss leben wie Aschenputtel. Ihre Halbschwester leidet große
Schmerzen und ist krank. Denn viel zu spät wurden ihr die Füße
gebunden, um sie zu verheiraten. Für XinXin wird kein Ehemann
gesucht. Vielmehr wird sie auf eine Reise voller Gefahren geschickt,
um kostbare Medizin zu beschaffen. Sie kann helfen ? und findet
aus eigener Kraft ihre große Liebe.
Lesefutter für Mädchen ab zwölf.
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"Prinz Zhu Cheng Yun auf der Suche nach der Besitzerin des goldenen Schuhs",
von Asiabuch (01.01.2010)
Töpfermeister Tong war mit zwei Frauen verheiratet. Mit einer bekam er Tochter Xing Xing, mit der zweiten Tochter Wei Ping. Nach dem Tod beider Eltern lebt Xing Xing in der Rolle des Dienstmädchens für Stiefmutter und Halbschwester. Wei Pings Füße werden gebrochen und gebunden; denn für ein Mädchen mit winzigen, verkrüppelten Füßen erhofft sich ihre Mutter einen wohlhabenden Ehemann. Während Wei Ping in der Höhlenwohnung ihre schmerzenden, verunstalteten Füße erleidet, hat Xing Xing Wasser und Feuerholz zu holen und sämtliche Hausarbeiten zu erledigen. Einzige Freude des Mädchens ist ein außergewöhnlich großer weißer Karpfen, den sie jeden Tag beim Wasserholen besucht und in dem sie sich ihrer verstorbenen Mutter nahe fühlt. Xing Xings Vater hatte Wert darauf gelegt, dass seiner Tochter die Füße entgegen der Tradition nicht gebunden werden. Von Xing Xing hatte Tong sich Hilfe in seinem Laden erhofft und er ließ seine Tochter mit ihrem eleganten Kalligraphie-Stil gern Keramik-Gefäße verzieren.
Obwohl Xing Xing in ihrer Familie die Aschenbrödel-Rolle einnimmt, wird sie als fröhlich und optimistisch geschildert, die bemitleidenswerte Figur ist Wei Ping, die ständig Schmerzen hat und das Ofenbett nicht verlassen kann. Wei Pings Zustand ist inzwischen so schlimm, dass Xing Xing in die weit entfernte nächste Stadt geschickt wird, um dort den Doktor zu bitten, Wei Ping zu behandeln. Da der Doktor andere Pläne hat, muss Xing Xing sich selbst um die schlimmen Füße ihrer Schwester kümmern. Die Angelegenheit eilt; denn zum jährlichen Höhlenfest hat sich der junge, gut aussehende Prinz angesagt. Während die Stiefmutter Wei Ping für das Fest in edle Stoffe kleidet, findet Xing Xing gut versteckt im Lagerraum der Töpferei einen grünen Umhang und Schuhe, die ihrer Mutter gehört haben. Sie können sich sicher denken, wie die Geschichte weiter geht: Xing Xing wird auf dem Fest einen goldenen Schuh verlieren und der Prinz Zhu Cheng Yun wird entschlossen im ganzen Reich nach der schönen, klugen Besitzerin dieses Schuhes suchen.
Johanna di Napoli erzählt eine chinesische Version des Märchens vom Aschenbrödel, die sie in der Mingzeit in einer nördlichen Provinz Chinas spielen lässt. Die Figur der Xing Xing, die sich durch ihr schweres Schicksal nicht unterkriegen lässt, macht diese ungewöhnliche Märchenbearbeitung zu einem lesenswerten Jugendbuch.
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