Zum Theater!

Zum Theater!

Roman

von Lili Grün

Buch

gebunden (216 Seiten)

1. Auflage

Sprache: Deutsch

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Weitere Artikelinformationen

Der ambitionierten jungen Schauspielschülerin Loni Holl eröffnet sich mit einem Gastengagement in der Provinz endlich die Chance auf das lang ersehnte Debüt. Die junge Frau ergreift die Möglichkeit, ihrem
tristen Leben in Wien sowie der Kontrolle ihres Vormundes zu entfliehen und schließt sich der Theatergruppe um Direktor Spörr an. In der Kleinstadt findet sich Loni zwischen Probe, Auftritt und ihrem turbulenten Privatleben wieder: Die Rolle muss gelernt, das Zimmer bezahlt und der Hunger gestillt werden. Dazu hat sie sich ausgerechnet in den hitzigen Regisseur verliebt, dessen Verflossene die umschwärmte Diva des Provinztheaters ist. Die EinwohnerInnen von Mährisch-Niedau, allen voran Notar Dr. Liebig, im Nebenberuf Theaterkritiker des
Mährischen Anzeigers, bilden das kritische Publikum, dem sich die bunte Truppe stellen muss.
»Zum Theater!« erschien zum ersten Mal 1935. Zuvor war das Werk als Vorabdruck im »Wiener Tag« erfolgreich und wurde in der zeitgenössischen Kritik als »ebenso klug wie anmutig« gefeiert.

Produktdetails

ISBN-10: 3-932338-47-2
EAN: 9783932338472
Erschienen: 14.03.2011
Verlag: Aviva
Einband: gebunden
Sprache(n): Deutsch
Auflage: 1. Auflage
Seitenzahl: 216
Gewicht: 332 g
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Lili Grün

Lili Grün wurde 1904 als Tochter eines jüdischen Kaufmanns in Wien geboren. Sie machte eine Ausbildung zur Kontoristin, nahm Schauspielunterricht und spielte an der Bühne der Sozialistischen Arbeiterjugend (SAJ). Ende der 1920er Jahre ging sie nach Berlin, wo sie zur quirligen Kabarettszene gehörte und Gedichte und Geschichten im Berliner Zeitgeist-Magazin Tempo und im renommierten Prager Tagblatt veröffentlichte. Zurück in Wien, verarbeitete sie ihre Berlin-Erlebnisse in ihrem Roman "Alles ist Jazz" (Erstauflage 1933 unter dem Titel "Herz über Bord" im Paul Zsolnay Verlag). Die Wiener Presse bejubelte Lili Grüns Debüt; noch im selben Jahr wurde sie - neben Hilde Spiel - für den Julius-Reich-Dichter-Preis vorgeschlagen. Nach einem längeren Aufenthalt in Prag und Paris erschien 1935 der Theater-Roman "Loni in der Kleinstadt". Nach der nationalsozialistischen Okkupation Österreichs im März 1938 hatte Lili Grün als jüdische Schriftstellerin schlagartig keine Möglichkeit mehr zu publizieren. Verarmt und lungenkrank blieb ihr die Emigration ins rettende Ausland verwehrt. Am 27. Mai 1942 wurde sie aus Wien deportiert und sofort nach ihrer Ankunft im weißrussischen Maly Trostinec am 1. Juni 1942 ermordet.

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  • "Zwischenkriegsroman"

    von Roswitha Spiessberger, am 25.05.2011 aus der Thalia-Buchhandlung in Linz

    Lili Grün: Zum Theater!

    Die 1904 in Wien geborene Autorin lebte und arbeitete in den 20er Jahren
    als Schauspielerin in Berlin. Ihr erster Roman "Herz über Bord" erschien
    1933 und wurde 2009 im Aviva Verlag unter dem Titel "Alles ist Jazz" neu
    aufgelegt.
    Nun ist auch ihr zweiter Roman "Zum Theater" (ursprünglicher Titel
    "Loni in der Kleinstadt", 1935) ebenso im Aviva Verlag erschienen.

    Beide Romane spielen im Schauspieler-Millieu in den gar nicht so rosigen
    Zwanzigerjahren. Lili Grün läßt viel Autobiografisches in ihre Romane
    einfließen und läßt uns damit am Zeitgeist und Lebensgefühl der
    Zwischenkriegszeit teilhaben.

    Lili Grün wurde aufgrund ihrer jüdischen Abstammung 1942 nach Maly
    Trostincec in Weißrußland deportiert und ermordet.

    Lili Grün ist ebenso wie Irmgard Keun und Hilde Spiel wert wieder-
    entdeckt zu werden!

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