Die letzte Welt

Die letzte Welt

Roman. Mit einem Ovidischen Repertoire

von Christoph Ransmayr

Buch

Taschenbuch (285 Seiten)

13. Auflage

Sprache: Deutsch

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Weitere Artikelinformationen

Als Christoph Ransmayrs Roman "Die letzte Welt" 1988 erschien, wurde er von der Kritik gefeiert wie kaum ein anderer - wegen seiner poetischen, rhythmischen Sprache, wegen seiner stilistischen Eleganz, aber auch wegen seiner bildmächtigen Traum- und Alptraumwelten. In diesem Roman ist die Verbannung des römischen Dichters Ovid durch Kaiser Augusts im Jahre 8 n. Chr. der historisch fixierte Ausgangspunkt einer phantasievollen Fiktion. Der Römer Cotta, sein - durch Ovids "Briefe aus der Verbannung" - ebenfalls historisch belegter Freund, macht sich in Tomi am Schwarzen Meer auf die Suche: nach dem Verbannten, denn in Rom geht das Gerücht von seinem Tod, als auch nach einer Abschrift der "Metamorphosen", dem legendären Hauptwerk Ovids. Cotta trifft in der "eisernen grauen Stadt" Tomi jedoch nur auf Spuren seines Freundes, Ovid selbst begegnet er nicht. Er findet dessen verfallenes Haus im Gebirge, den greisen Diener Pythagoras und, je komplizierter und aussichtsloser sich die S uche gestaltet, immer rätselhaftere Zeichen der "Metamorphosen" - in Bildern, Figuren, wunderbaren Begebenheiten. Bis sich zuletzt Cotta selbst in der geheimnisvoll unwirklichen Welt der Verwandlungen zu verlieren scheint: die Auflösung dieser "letzten Welt" ist wieder zu Literatur geworden.

Produktdetails

ISBN-10: 3-596-29538-6
EAN: 9783596295388
Erschienen: 19.02.2010
Verlag: Fischer Taschenbuch Verlag
Einband: Taschenbuch
Sprache(n): Deutsch
Auflage: 13. Auflage
Seitenzahl: 285
Gewicht: 206 g
Illustrator: Anita Albus
Reihe: Fischer Taschenbücher Allgemeine Reihe
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Anita Albus

Anita Albus lebt als Malerin und Schriftstellerin in München und in Burgund. Berühmt wurde sie vor allem durch ihre augentäuschenden Naturdarstellungen, die vielfach ausgestelt wurden. Zugleich mit der Malerei hat sich Anita Albus der Literatur gewidmet, einen Roman und Erzählungen geschrieben und mehrfach ausgezeichnete Essays verfaßt.

Christoph Ransmayr

Christoph Ransmayr wurde am 20. März 1954 in Wels, Oberösterreich geboren. Er wuchs in der Nähe von Gmunden am Traunsee auf. Er studierte von 1972 bis 1978 Philosophie und Ethnologie in Wien und arbeitete danach als Kulturredakteur und freier Autor für verschieden Zeitschriften. Ab 1982 lebte er dort als freier Schriftsteller. Er unternahm ausgedehnte Reisen nach Asien, Nord- und Südamerika und Irland. 1994 verlegte er seinen Lebensmittelpunkt nach West Cork in Irland. Er verbindet in seiner Prosa historische Tatsachen mit Fiktionen. Auszeichnungen: 2004 Bertolt-Brecht-Literaturpreis der Stadt Augsburg, 2001 Nestroy-Theaterpreis, 1998 Friedrich-Hölderlin-Preis der Stadt Bad Homburg, 1997 Kulturpreis des Landes Oberösterreich, 1997 Solothurner Literaturpreis, 1996 Prix Aristeion, 1995 Franz-Nabl-Preis, 1995 Franz-Kafka-Preis, 1992 Großer Literaturpreis der Bayerischen Akademie der Schönen Künste, 1988 Anton-Wildgans-Preis.

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Buchhändlertipps

  • Am Ende der Welt

    von Rudy Sturmer, am 30.07.2010 aus der Thalia-Buchhandlung in Wien

    Christoph Ransmayr ist der Poet unter den Schriftstellern. Seine Sprache ist, manchmal bewusst in der antiken Tradition des Schreibens stehend, rhythmischer Gesang und seine stilistische Eleganz erzielt er durch ein ständiges Nachbearbeiten und Zurechtschleifen seiner Textbausteine. Daher muss man bei ihm so lange auf Neuerscheinungen warten. Wie auch schon in seinen anderen Werken spielt Ransmayr mit dem historischen Material. Cotta, dem Gerücht von Ovids Tod nachspürend, findet nur Metamorphosen in Tomi, dieser Stadt am Ende der Welt. Alles scheint sich dort zu verwandeln oder verwandelt zu haben. Dinge gehen ineinander über und nehmen neue Existenzformen an. Das legendäre Hauptwerk Ovids scheint, einem Zauberspruch gleich, Realität geworden zu sein. Zunehmend wird der Suchende, wird Cotta in diesen Bann hineingezogen.
  • Ovid ist tot.

    von Kerstin Tumer, am 18.07.2009 aus der Thalia-Buchhandlung in Wien

    Ovid ist tot.
    Diese Nachricht war vor kurzem nach Rom gedrungen und hatte Cotta dazu bewogen, sich nach Tomi aufzumachen um Ovids letztes Werk, die Metamorphosen, zu suchen. Ein beeindruckendes Buch. Die Handlung der Geschichte ist völlig aus der Zeit herausgehoben, die beschriebene Diktatur beinhaltet Elemente aus vielen uns bekannten der jüngeren Vergangenheit. Besonders beeindruckend an diesem Roman ist die bildhafte Sprache, in die man sich am liebsten verlieren will.
    Ein phantastisches Buch.

Kundenrezensionen

  • Metamorphosen Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv

    von einer Kundin/einem Kunden, am 27.04.2012

    0 von 0 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.

    "Die letzte Welt" ist gewiss keine leichte Lektüre, dafür aber umso inspirierender. Christoph Ransmayr schafft eine Verschmelzung der Antike und der Moderne, die manchmal etwas verwirrt. Dennoch ist der Roman sehr empfehlenswert.

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  • Verwandlungen Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern inaktiv Bewertungsstern inaktiv Bewertungsstern inaktiv Bewertungsstern inaktiv

    von Polar, am 11.08.2007

    0 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.

    Ein Roman, der ein Konvolut an Namen benötigt, die sich auf die Gestalten der letzten wie der alten Welt beziehen, erfordert eine Menge Vorwissen oder Geduld beim Nachschlagen, damit man ihn schätzen kann. Im besten Fall reizt er einen dazu, sich mehr mit der alten Welt zu beschäftigen, Ovid für sich zu entdecken. Ransmayrs Roman ist jedoch ein in sich geschlossenes System, das man erst richtig zu werten weiß, wenn man die Querverweise zu lesen versteht. Seine Sprache ist dabei ein Genuß, aber die Geschichte überfrachtet mit der Idee der Metamorphosen. An manchen Ecken holpert es gewaltig, um das Konzept durchzuhalten. Ein Roman für belesene Liebhaber antiker Welten. Das ist nicht jeder.

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  • Macht Spaß ... Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern inaktiv

    von Martin Pott, am 06.06.2005

    1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.

    auch wenn man Ovids Metamorphosen nicht kennt. Viele der Mythen sind mittlerweile so in den Alltagsgebrauch übergegangen, dass die Verarbeitung in der letzten Welt sehr kurzweilig ist. Wer aber mit den Metamorphosen vertraut ist, dem wird hier ein ganz besonderes Erlebnis geboten. Lust auf den antiken Stoff bekommt man aber auf jeden Fall.

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  • Für jeden Ovid Fan ein Muß Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv

    von einer Kundin/einem Kunden

    0 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.

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