BuchhändlerInnen im Portrait

aus Erlangen

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Meine Rezensionen

  • Sternchenhimmel
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    Kampf den gierigen Blutegeln, die sich als aufrechte Bürger tarnen
    Rezension vom 07.01.2013
    Die leichtsinnige Cherry Pye wird ihre schlechten alten Angewohnheiten und ihren Hang zu Schmuddelnummern nicht los. Die freche, unerschütterliche Annie DeLusia fungiert als bildhübsches Pop-Stunt-Double. Die kaltblütigen Publicity-Zwillingsschwestern Lucy und Lila Lark mit dem gleichen Wolfslächeln sind auf labile Problem-Promis spezialisiert. Der sabbernde Paparazzo Bang Abbott überbrückt trotz eher schlaffen Gewissens tollkühn die soziale Kluft zwischen Parasit und Wirt. Der angegraute Captain läßt niemals gutes Fleisch umkommen - gelegentlich tun´s die Haustiere unerträglicher Menschen, doch zieht er Überfahrenes vor. Ein klassischer Florida-Schwindel erweist sich bei brachliegendem Immobilienmarkt als sicherer Weg in die ganz besonders eklige Katastrophe.
  • Das Alabastergrab
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    Keine Kirche - keine Hölle
    Rezension vom 31.12.2012
    A dode Leiche im Maa is Chefsache, also ein Fall für den messenscharfen, mitunter ungeduldigen Bamberger Hauptkommissar Haderlein. Unterstützung gibt es vom unersetzlichen Lagerfeld, dem sehr fränkischen Mann fürs Grobe, v.a. wenn es darum geht, den Kriminellen dieser Welt Einhalt zu gebieten. Weiter hilfreich: die gerne strahlende Honeypenny, die sich allerdings einen sinnlosen Spannungsaufbau verkneifen muss. Währenddessen wartet eine professionelle Herausforderung mit viel Geld auf Nikolai und Igor. Eine wunderbare Leichenvermehrung steht bevor.
  • Rostmond
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    Die Welt ist voller Schauspieler
    Rezension vom 27.12.2012
    Unter dem makellos blauen Himmel Australiens kommt in der bescheidenen, kleinen, fürchterlich langweiligen Kleinstadt Waterloo nach dem ziemlich gewalttätigen Angriff auf den Kaplan einer postkolonialen Privatschule einiges an bigottem Mist zum Vorschein. Außerdem kümmern sich Inspector Hal Challis und Sergeant Ellen Destry von der Victoria Police noch um den Mord an einer großartigen, unermüdlichen Frau vom Bezirksplanungsamt, die von ihrem adretten, kultivierten Mann erbarmungslos verfolgt worden war.
  • Der Tod macht Schule
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    Wie charismatisch mittelhessisch ist dieser nervenzerfetzende Kommissar denn
    Rezension vom 21.12.2012
    Im überall grünen Vogelsberg wird die beeindruckende Gesamtschuldirektorin wiederholt angegriffen - ein neuer Fall für Mr. Oberwichtig Henning Bröhmann, Polizeipräsidentensohn und knallharter Rächer der Landstrasse. Als ein Rückfall in sein altes Loser-Lustlos-Muster droht, beweist eine gekonnte Blutgrätsche das Gegenteil. Der Ehrgeiz beginnt zu toben, und dann wird auch noch zurückgeschissen. Aber selbst nach dem Heckenscherenmassaker bei den Schweinebäuchen ist noch nicht Schluss.
  • Die Pforten des Todes
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    Wie unheimlich brillant argumentiert diese trocken humorige Heldin denn
    Rezension vom 13.12.2012
    Als im Jahr 670 AD ein gebräunter Sohn der Erde kurz vor dem Mond der Stoppelfelder unweit der Burg Cashel einen jungen, gutaussehenden Mann tot in einer Furt findet und ein Bruder im Zustand der Volltrunkenheit erstickt wird, weist eine Spur nach Norden, in die Festung einer blauäugigen, mädchenhaften Prinzessin. Diverse Schurken, Dichter, Bauern, Fährmänner, Krieger, Banditen, Männer des Glaubens, Schmiede, Händler, Unruhestifter, Heilkundige, Angeln und keine Sachsen tummeln sich in diesem schicksalträchtigen Fall. Wieder gilt es für die ermächtigte Lady Fidelma etliche Rätsel zu lösen.
  • Tage der Toten
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    Wie grandios erschütternd ist dieses epische, blutige Monument denn
    Rezension vom 01.12.2012
    In Mexiko wütet der Drogenkrieg, mittendrin der gnadenlos grässliche DEA-Berater Keller, der an geltendes Recht glaubt, bevor er ganz tief sinkt. Es geht um Kokain aus Kolumbien, Crack für New York, Mexiko als Trampolin, Waffen für die Contras, die alte Miami-Connection - Typen, deren Stolz und Männlichkeit am Strand der Schweinebucht geblieben sind - und die allgegenwärtige, verächtliche CIA. Die Russen in Nicaragua können nicht geduldet werden, um keinen Preis! Ganz nebenbei bekommt die niederträchtige und zynische katholische Kirche ihr fett ab. Brutale Wirklichkeit - brilliant erzählt.
  • Tage der Toten
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    Wie grandios erschütternd ist dieses epische, blutige Monument denn
    Rezension vom 01.12.2012
    In Mexiko wütet der Drogenkrieg, mittendrin der grässliche DEA-Berater Keller, der an geltendes Recht glaubt, bevor er ganz tief sinkt. Es geht um Kokain aus Kolumbien, Crack für New York, Mexiko als Trampolin, Waffen für die Contras, die alte Miami-Connection - Typen, deren Stolz und Männlichkeit an Strand der Schweinebucht geblieben sind - und die allgegenwärtige, verächtliche CIA. Die Russen in Nicaragua können nicht geduldet werden, um keine Preis! Ganz nebenbei bekommt die niederträchtige und zynische katholische Kirche ihr Fett ab. Brutale Wirklichkeit - brilliant erzählt.
  • Tod in Kreuzberg
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    Es gibt keine guten Bullen
    Rezension vom 28.11.2012
    Musste Rosi sterben, weil sie gegen den Immohai kämpfte und Infos über den Konzern und geschmierte Leute vom Senat hatte? Oder war ihr Mörder ein osteuropäischer Killer im Auftrag der Türkenmafia? Dass sich Dornröschen, die sich mit allem auskennt und meisten recht hat, gerade in der ungnädigen Phase ihrer schnippischen Periode befindet, ist da nicht hilfreich. Und Robespierre, der Unbestechliche, schweigt gnadenlos, während die unkonventionelle Okerstraßen-WG am Rande der Katastrophe steht. Droht ein finaler Shout-out am O. K. Corral? Oder High Noon im Land der Vampire. Allgegenwärtiges Motto: Hauptsache der Alkoholgehalt stimmt.
  • Grießnockerlaffäre
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    Wie grenzenlos niederbayrisch ist diese Provinz denn
    Rezension vom 28.11.2012
    Nachdem ein Kollege - Tyrann, Scherge und Korinthenkacker vor dem Herrn - mit dem Hirschfänger vom Franz abgeschlachtet worden ist, holen sechs bis an die Zähne bewaffnete Hanswursten vom SEK den dringend tatverdächtigen Eberhofer aus seinem Saustall. Ebenfalls verdächtig: die Wahnsinnswitwe, umwerfend schnucklig, aber hart im Nehmen, und ihr ehemaliger Zuhälter. Mit von der Partie: ein Krebs im Endstadium, der überhebliche, zeckenanfällige Rudi, ein brunzender Catweazle, ein mörderischer Fleischklops und die mitfühlende Thin Lizzy. Motto: Jeder kriegt das, was er verdient, gell.
  • Goldstein
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    Wie präzise und komplex ist dieser atemberaubende Plot denn
    Rezension vom 27.11.2012
    Zwei jugendliche Einbrecher werden im KaDeWe erwischt, verpfiffen! Einer von ihnen stürtzt in den Tod. Ihr Hehler wird brutal gefoltert und ermordet. Der rote Hugo, hohes Tier in der Unterwelt, verschwindet. Ein mutmaßlicher Killer aus New York zieht ins Hotel Excelsior und muss beschattet werden. Bei einer Arbeitslosendemonstration mitten in einer Kommunistengegend wird ein Oberwachtmeister erschossen, ein SA-Rottenführer des nachts unter mysteriösen Umständen erstochen. Ganz schön was los im preussischen Berlin Anfang der 30er Jahre. Und mitten drin der sture, graue Kommissar Gereon Rath. Spannend, aufregend, absolut lesenswert.