Vergesst Auschwitz!

Der deutsche Erinnerungswahn und die Endlösung der Israel-Frage

von Henryk M. Broder

Buch

gebunden (175 Seiten)

Sprache: Deutsch

mehr zum Inhalt

Sofort lieferbar

Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern inaktiv Bewertungsstern inaktiv
0
0
0
0
0

€ 17,50

In den Warenkorb

Auf den Merkzettel

  • tolino shine
  • Bookeen Cybook Odyssey
  • Bookeen HD FrontLight
  • Thalia eReading App (erhältlich im App-Store)
Diese Geräte unterstützen den Adobe Kopierschutz
  • tolino
  • alle Thalia eReader
  • Kobo, Sony Reader, andere eReader
  • Thalia eReading App für Android und iOS
  • Windows PC und Mac
  • Kindle und Linux unterstützen den Adobe Kopierschutz nicht
  • Kostenlose Lieferung ab
    € 20 Einkaufswert
  • Bonuscard Kunden bestellen Bücher versandkostenfrei

    Bonuskarte

Verfügbarkeit in Ihrer Thalia- Buchhandlung prüfen

Verfügbarkeit prüfen

Andere Kunden, die "Vergesst Auschwitz!" kauften, interessierten sich auch für:

Weitere Artikelinformationen

Vergesst Auschwitz - bevor es zu spät ist!


Die Deutschen leiden an Hitler wie andere an Schuppenflechte. Aus dem Versuch, sich gegen die eigene Geschichte zu immunisieren, ist eine Autoimmunerkrankung geworden. Ob es um den Einsatz in Jugoslawien oder in Afghanistan geht, um Atom- oder Gentechnik, Stammzellen, Sterbehilfe - immer steht das Nazi-Menetekel an der Wand und fordert seinen Tribut. Das ritualisierte Gedenken verschafft keine Erleichterung, es ist nicht mehr als eine leere Geste, eine Ablenkung von der Gegenwart - oder noch Schlimmeres.

Pressestimmen:

"Vergesst Auschwitz ist eine bitterböse Abhandlung, ein mit Sarkasmus und Spitzzüngigkeit verstärkter Befreiungsschlag, mal aus dem Stand, federnd und witzig, mal mit Anlauf, gemein, fies und unsachlich - aber immer genau gezielt." (Hamburger Abendblatt)

Produktdetails

ISBN-10: 3-8135-0452-2
EAN: 9783813504521
Erschienen: 12.03.2012
Verlag: Knaus
Einband: gebunden
Sprache(n): Deutsch
Seitenzahl: 175
Länge/Breite: 206mm/135mm
Gewicht: 280 g
Nach oben

Henryk M. Broder

Henryk M. Broder, geboren 1946 in Katowice, Polen, ist Journalist beim "Spiegel" und lebt in Berlin und Jerusalem. Er hat zahlreiche Bücher veröffentlicht. 2005 erhielt Henryk M. Broder den traditionsreichen Schubart-Literaturpreis der Stadt Aalen und 2007 den Ludwig-Börne-Preis.

Nach oben

Übersicht der Bewertungen

Bewertung abgeben

Sagen Sie Ihre Meinung!

Rezension schreiben

Buchhändlertipps

Kundenrezensionen

  • Dieses Buch hilft niemandem weiter! Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern inaktiv Bewertungsstern inaktiv Bewertungsstern inaktiv Bewertungsstern inaktiv

    von bookmark, am 16.02.2013

    0 von 0 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.

    Da war dieses:"...aber was der manchmal so sagt, das ist gar nicht so schlecht..."
    Ich kannte Herrn Broder aus dem Fernsehen nur sehr flüchtig.

    Also das Buch geschnappt und mal nachgelesen, was der Herr denn so zu sagen hat.
    Hinterher habe ich dann auch noch lange darüber nachgedacht, habe nochmals intensiv
    über Israel, Palästina, die diversen Kriege, den Holocaust, über Stolpersteine und
    vieles mehr nachgelesen (und ich halte mich schon für informiert) und bin zu dem
    Schluß gekommen, dass man dieses Buch eigentlich gar nicht wirklich rezensieren kann,
    außer man möchte als Leser direkt wieder als Antisemit, Nazi oder Antizionist
    beschimpft werden. So geht das in dem Buch nämlich die ganze Zeit und das sind
    noch die harmlosen Bezeichnungen.

    Herr Broder benimmt sich wie ein wütendes kleines Kind, dass seinen Willen nicht bekommt und
    wie das Rumpelstilzchen, das um das Feuer hüpft, in einer Person. Womit wir gleich bei den
    unsäglichen Metaphern sind, die Herr Broder so zahlreich benutzt, statt ordentliche Argumente
    zu liefern.

    Außerdem liest man, dass wir Deutschen angeblich darunter leiden, dass die "Endlösung" nicht wirklich
    komplett zu Ende geführt wurde und dass man Auschwitz einstampfen sollte, weil wir Deutschen
    zwar sehr gut mit "toten Juden" könnten aber Probleme mit den lebenden Juden hätten.
    Nun könnte man der Argumentation zu Antisemitismus in Deutschland ja zustimmen, aber Herr Broder
    läßt das gar nicht zu. Er fordert "uneingeschränkte Solidarität" mit Israel und alles andere findet
    vor seinen Augen keine Gnade.

    Herr Broder sagt im Vorwort, dass er mit dem Buch gar nichts sagen will und da hätte er
    dieses Buch auch nicht schreiben brauchen.
    Solche Bücher helfen in dieser komplett aus den Fugen geratenen Welt niemandem. Diese Hetze
    ist genau das Problem. Man hört von den Politikern immer nur Vergeltung, Vergeltung, Vergeltung.
    Das ist unterste Schublade und so dumm.

    Hat Ihnen diese Rezension geholfen?

    ja nein

  • Trotz Polemik gut Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern inaktiv

    von Werner Jaroschek, am 27.09.2012

    0 von 0 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.

    Broder: Vergesst Auschwitz!

    Der Buchtitel erschreckt. So eine Aufforderung kann doch unmöglich wahr sein. Aber dann liest man den Namen des Verfassers: Broder. Der ist mittelbar Betroffener des Holocaust, und der schreibt in dem Buch selbst, dass der Antisemitismus in Deutschland seit 1945 geächtet ist. Der ist nicht nur geächtet, man macht sich mit antisemitischen Äußerungen sogar strafbar. Gegen Dummheit kämpfen Götter selbst vergebens, also wird es natürlich auch in Deutschland unbelehrbare antisemitische Narren geben. Broder ist bei dieser Frage hypersensibel Das Problem der Israelis mit den Palästinensern ist groß, und ob nun jegliche israelische Politik in der Palästina-Frage wirklich klug und gerechtfertigt ist, ist durchaus hinterfragbar. Auf der anderen Seite steht aber außer Frage, Israel ist permanent in seiner Existenz bedroht von Politikern, die diesen Staat wieder auslöschen wollen. So gesehen ist es äußerst schwer für Außenstehende, sich zu diesen Fragen zu äußern. Und da bringt Broder nun wirklich viele Beispiele von ungeschickten, ja auch verwerflichen Stellungnahmen. Nun ist er wirklich ein stark polemischer Autor. Sätze wie ‚Und was haben sie (die Deutschen) gelernt? Dass vom deutschen Boden nie wieder ein verlorener Krieg ausgehen darf.‘ Oder:‘ Denn schlimmer, als ein Verbrechen zu verüben, ist es, ist es, ein Verbrechen nicht zu Ende gebracht zu haben. Erinnerungstechnisch wären die Deutschen ….besser dran, wenn die Nazis die ‚Endlösung‘ vollendet hätten, wenn also niemand mehr da wäre, der sie darin erinnert, dass sie versagt haben.‘ Der Eifer, mit dem er Israel und die Juden verteidigt, vor Angriffen bewahren will, sollte ihn sprachlich doch etwas mäßigen.
    . In dem Buch steht sehr Vieles, was lesens-und bedenkenswert ist. Dass es z.B. nicht nur die Palästinenser gibt, sondern dass Tibet und andere Länder, in denen Unrecht geschieht und Menschen unterdrückt werden, einfach übersehen werden. Wer sich über Unrecht beschwert, sollte nicht selektiv vorgehen. Und unsere heutigen jüngeren, verspäteten Widerstandskämpfer erinnert er an das Wort von Johannes Gross: „Je länger das Dritte Reich zurückliegt, umso mehr nimmt der Widerstand gegen Hitler und die Seinen zu.“
    Auch dieses Buch Broders ist durchaus lesenswert, nur sollte man viele Aussagen etwas differenziert betrachten.

    Hat Ihnen diese Rezension geholfen?

    ja nein

  • Für das Heute und gegen das Gestern Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern inaktiv

    von Michael Lehmann-Pape, am 11.04.2012

    0 von 0 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.

    Wer die Worte Auschwitz, Erinnerungswahn und Endlösung zugleich auf seinen Buchdeckel setzt, der will provozieren, keine Frage. Was Wunder auch bei Henryk M. Broder, mit die spitzeste Zunge zumindest deutschsprachiger Publizisten. Und der nimmt auch in Kauf, dass „wohlfeile“ Empörung eine der Reaktionen auf sein Buch sein könnte. Besser Empörung als gar kein aktuelles Gefühl, so könnte man Broders Versuch auch deuten, sich einem Problem der Gegenwart zu nähern.

    Zusammengefasst könnte man sagen, dass es Broder gewaltig gegen den Strich geht, wie den Problemen der Gegenwart ausgewichen wird (auch) durch einen „toten“ Erinnerungskult. Und, folgt man seinen spitzzüngigen Ausführungen, so ganz Unrecht hat er sicherlich nicht, betrachtet man sich die rechtslastige, antisemitische Szene gerade in Deutschland, aber natürlich bei weitem nicht nur in diesem, besonders durch seine Vergangenheit gekennzeichnetem, Land.

    Je mehr nun die Erinnerung, die Erinnerungsrituale, der Erinnerungskult in den Vordergrund (allein) gerückt wird, je deutlicher und klarer demgegenüber Israel in seiner Politik kritisiert wird, desto mehr senkt sich der Schleier über das, was gegenwärtig passiert. Dass eine Frage der „Endlösjung“ bei den direkten Nachbarn Israels, aber auch in den rechten Szenen Europas noch lange nicht „vom Tisch“ ist. Das vielleicht eine Art „Selbsttherapie“ gegen die „Schuld“ gerade der Deutschen durch einerseits aktuelle Kritik an Israels Politik und andererseits ständiger Erinnerung an den Holocaust vollzogen wird, die an den Problemen der Gegenwart auch ein Stück vorbei geht.

    Recht verstanden könnte man Broder somit dahingehend deuten, dass durchaus eine Erinnerung an vergangene Greuel und politische Antisemitismen zu Nutze wären, würden sie die Gegenwart erschließen und den Blick gegen gegenwärtige Ressentiments schärfen. Nicht aber nutzt eine Erinnerung, die im Vergangenen sich aufhält, in der Gegenwart dann faber ür blinde Flecken sorgt.

    Broder sieht zur Zeit eine „Verlagerung“ des Antisemitismus, besser gesagt eine „Ummäntelung“ in dem, was er „Antizionismus“ gerade auch in der deutschen Politik nennt. Eine Haltung, die zur Folge hat, Israel zu schwächen, in Broders Augen. Und as hier oft mit falschen Voraussetzungen und einfach faktisch falschen Zahlen operiert wird, das belegt Broder durchaus.

    Andererseits, anders als polemisch kann man sein Buch nicht nennen. In diesem Tonfall gehen die ein oder andern durchaus nachdenkenswerten Anregungen Broders einfach auch in beleidigendem (und beleidigtem) Tonfall unter.

    Dennoch bleibt zu konstatieren, dass eine tote Erinnerung schlechteres hervorruft als gar keine Erinnerung, dass der Blick auf aktuelle Gefährdungen und auch auf die Fakten der Palästinenserfrage durchaus gelenkt werden sollte und nicht mit einfachen Argumentationen (und Israel macht sich durchaus angreifbar auch durch seine Haltung) das Grundsätzliche an Problematik, an Antisemitismus, an Bedrohung durch den Iran und Palästinenserhass gegen Israel aus dem Blick rückt. Hier schlägt Broder verbal eine breite Bresche in die Hecken, auch wenn er sprachlich das ein oder andere Mal überzieht.

    Hat Ihnen diese Rezension geholfen?

    ja nein