BuchhändlerInnen im Portrait
aus Bremen
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Tolle Vorlage für einen guten "Road-Movie"Rezension vom 15.01.2011Ich lese diesen Roman und bin sofort im Geschehen. Jede Szene kann ich mir bildlich vorstellen, ein wirklich gelungener (Jugend) Roman! Maik und "Tschick", zwei Jugendliche unterschiedlicher Herkunft, machen sich mit einem "ausgeliehenen" Lada auf eine Reise durch Ostdeutschland, um den fürchterlich langweiligen Sommerferien zu entfliehen. Einiges geht schief, sie lernen Menschen kennen, die die beiden Jungen und auch uns amüsieren, zum Nachdenken anregen und sehr anschaulich und treffend beschrieben werden. Es geht um Freundschaft, um Anderssein und auch darum, die Welt, so wie sie ist, anzunehmen, ohne sich von anderen zu sehr beeinflussen zu lassen; vermeintliche Vorurteile werden zum Teil wunderbar aufgelöst. Mir gefallen besonders die Dialoge. Gerne wäre ich selbst Maik und "Tschick" auf ihrer Reise begegnet.
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Gelungener Auftaktroman einer neuen KrimireiheRezension vom 13.01.2011Johann Friedrich von Allmen ist ein sympathischer Junggeselle, der mit seinem Hausangestellten und Komplizen Carlos aus Guatemala einen Fall um Versicherungsbetrug mit wertvollen Gallé Schalen wie zufällig aufklärt. Soviel zum Ende des Romans. Am Beginn des Romans lernt der Leser von Allmen als etwas exzentrischen über seine Verhältnisse lebenden Erben und kleinen Antiquitätendieb kennen, der von einem besonders hartnäckigen Gläubiger verfolgt wird und sich nun versucht sieht, sich mit zufällig entdeckten wertvollen Gallé Schalen der gemachten Schulden zu entledigen. Die Charaktere sind toll gekennzeichnet und ich bin mir sicher, dass nicht nur Carlos, sondern auch von Allmens "Chauffeur" Arnold, der eigentlich Taxifahrer ist, im nächsten Fall wieder mit von der Partie sein wird. Ich freu mich schon darauf.
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Spannender KunstromanRezension vom 09.12.2010Sie mögen Romane, die sich mit Kunstraub beschäftigen und Sie sind bereit, einem von seiner Frau verlassenen komischen und sehr sympathischen Antiquar von einer Francis Bacon Ausstellung zur nächsten quer durch Europa zu folgen? Dann lesen Sie dieses Buch! Und während des Lesens bitte einen Bildband von Francis Bacon bereithalten!
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Ostdeutsche GeisterRezension vom 09.12.2010Eine etwas unheimliche Geschichte über eine junge Frau, die mit ihrem kleinen Sohn in einem Haus an der Berliner Karl-Marx-Allee wohnt und sich nicht nur mit der Trennung von ihrem Lebensgefährten, sondern auch mit der alten DDR-Vergangenheit auseinandersetzen muss. Wenn sich die Unheimlichkeiten auch nicht auflösen lassen, das Schönste an diesem Roman ist die Sprache, sind die Sätze, mit der mich die Autorin in ihren Bann gezogen hat - bis zur letzten Seite. -
"Im Gehege" von Borger & StraubRezension vom 11.09.2010Jon Ewermann, Anfang Fünfzig, gut aussehend, sportlich und verheiratet, verliebt sich neu in eine junge Lehrerkollegin. Seine Ehefrau liebt er nicht mehr, nach einem Streit stürzt sie die Treppe hinunter und stirbt. Er hat sich in den Kopf gesetzt, dass seine neue Liebe sein ganzes Leben ändern kann und setzt alles daran, diese neue Frau für sich zu gewinnen. Nichts und niemand darf sich diesem Ziel in den Weg stellen. Mit einem gewissen Tunnelblick, alles andere ausblendend, scheint er seinem Vorhaben nahe zu kommen. Borger und Straub verstehen es hervorragend, dem Leser bereits leise Zweifel einzuflüstern. Ewermann verkörpert einen Mann, dessen Beweggründe ausschließlich auf das Ziel gerichtet sind und keine Emotionen zulassen. Die Sachlichkeit des Schreibstils untermauert die Schrecklichkeit der Geschehnisse. Empfehlen möchte ich jedem auch den Roman "Katzenzungen" des Autoren-Duos - sehr lesenswert!
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Mein Lieblingsbilderbuch!Rezension vom 11.09.2010Dieses Bilderbuch gehört zweifellos in jedes Kinderzimmer. Für Lieselotte, die quirlige und einfallsreiche Kuh, gibt es kaum was Schöneres, als den armen gebeutelten Postboten Tag für Tag erneut zu erschrecken. Die humorvolle Geschichte wird durch die wunderbar witzigen Illustrationen bestens ergänzt. Auf jeder Seite finden sich zusätzlich zur Hauptgeschichte kleine Einfälle und Nebengeschichten, die es besonders viel Spaß macht, zu entdecken - auch für Erwachsene! -
Kurzweilig und witzig!Rezension vom 06.09.2010Dieses Buch macht Spaß! Lchen, jenseits der dreißig, hat sich verliebt, leider beruht dies nicht auf Gegenseitigkeit. Der von ihr so geliebte Mann ist zwar regelmäßigem Sex nicht abgeneigt, mehr jedoch will er nicht. Was tun? Lchen beschließt, sich zu entlieben. Was sie dafür alles anstellt und in welche Situationen sie dabei gerät, wird sehr witzig erzählt und von einem Stofftier namens Curd Rock zusätzlich kommentiert. Ja, es hört sich alles authentisch an und manchmal leidet man mit... Und die gute Nachricht: es gibt eine Fortsetzung: Entlieben für Fortgeschrittene!
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Dieser Roman tut gut!Rezension vom 06.09.2010Nur mal kurz hineinschnuppern wollte ich in diesen kleinen Roman - und schwupps hatte mich die Erzählweise dieser Autorin gefangen genommen! Katja ist Mitte dreißig und läuft Gefahr, den Boden unter den Füßen zu verlieren. Auf sonderbare Weise gelangen plötzlich zwei sehr unterschiedliche Männer in ihr Leben: Herr Blank, bereits tot, aber dafür wie seelenverwandt und sehr weise und Feuerwehrmann Armin, der gerne klaut, um seinen Stress abzubauen und ein ausgesprochener Karate-Fan ist. Beide Männer tun Katja gut, jeder auf seine ganz spezielle Weise. Und mir hat der ganze Roman gut getan, was ganz besonders dem Erzählstil aber auch der schönen humorvollen Einfälle der Autorin zu verdanken ist.
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Morde rund um Opa!Rezension vom 25.08.2010In diesem Roman steht Opa Willy Knobel im Mittelpunkt. Als dieser aus seinem Eigenheim zu seinem Sohn Harald und dessen Frau Petra zieht, hoffen diese auf seinen baldigen Tod und das Erbe und scheuen keine Mühen, etwas nachzuhelfen. Enkel Max versorgt den pflegebedürftigen, mit lateinischen Zitaten um sich werfenden Alten derweil liebevoll mit Pudding, Zigaretten und Fischstäbchen, und erleichtert seinen Opa auch nebenbei heimlich um dessen Ersparnisse. Mehrere versehentliche und absichtliche Morde passieren, Opa Willy denkt aber nicht ans Ableben und wird immer munterer. Max verliebt sich, seine Mutter hat einen Liebhaber und sein Vater wird bedroht. Jeder hütet seine eigenen Geheimnisse. Ingrid Noll schreibt herrlich nüchtern und kurzweilig. Mir gefällt besonders die Selbstverständlichkeit und Fürsorglichkeit mit der Enkel Max seinen gebrechlichen Opa umsorgt. Diese schwarze Komödie zeigt ganz nebenbei, dass Jung und Alt durchaus viel Spaß miteinander haben können und auch die Pflege alter Menschen ein Gewinn für das eigene Leben sein kann.













