Der Judas-Code

Roman

von James Rollins

Buch

Taschenbuch (544 Seiten)

Sprache: Deutsch

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Tief Luft holen - dieser Thriller ist atemberaubend!


Die Gilde - eine weltweit arbeitende Terror-Organisation - entwickelt einen neuen biologischen Kampfstoff auf Basis eines Virus, der bereits Marco Polos Mannschaft beinahe vollständig hinweggerafft hat. Nur Grayson Pierce und die Sigma-Force erkennen die Gefahr und setzen alles daran, die Gilde aufzuhalten. Piraten, Söldner und mutierte Bestien stellen sich ihnen überall auf der Welt entgegen und fordern schreckliche Opfer. Doch Grayson weiß genau: Wenn er versagt, wird die Menschheit zugrunde gehen!


Intelligente Spannung und rasante Action von der ersten bis zur letzten Seite!


Pressestimmen:

Alex Dengler, Deutschlands führender Buchkritiker, denglers-buchkritik.de: James Rollins - das literarisch donnernde Gegenstück zu den Kinolegenden James Bond, Jason Bourne, Indiana Jones & Co. "Der Judas-Code" ist der bisher beste Actionroman aus Rollins Sigma-Force-Reihe.

Produktdetails

Verkaufsrang: 9.323
ISBN-10: 3-442-37216-X
EAN: 9783442372164
Originaltitel: The Judas Strain
Erschienen: 08.02.2010
Verlag: Blanvalet
Einband: Taschenbuch
Sprache(n): Deutsch
Seitenzahl: 544
Länge/Breite: 185mm/117mm
Gewicht: 415 g
Übersetzer: Norbert Stöbe
Reihe: Blanvalet Taschenbücher
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James Rollins

James Rollins, geb. 1961 in Chicago, ist promovierter Veterinärmediziner und hat eine Tierarztpraxis in Sacramento, Kalifornien. Dort geht er auch seinen beiden neben dem Schreiben wichtigsten Leidenschaften nach: Höhlenforschung und Tauchen.

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Kundenrezensionen

  • Der Schatten von Marco Plo.... Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern inaktiv

    von Marion Olßon, am 26.11.2012

    0 von 0 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.

    Ein gefährlicher Auftrag für die Sigma Force : Eine Gilde will die Menschheit dezimieren und nutzt dafür ein Jahrhunderte alten Virus, welcher aus einem Hochsicherheitslabor entwendet worden ist. Diese Geißel der Menschheit hat schon zu Zeiten Marco Polos für entsetzliche Opfer gesorgt. Die Geheimorganisation ist zu allem bereit und Gray Pearce muss all sein Können und sein Wissen einsetzten, damit der Zwischenfall im Indischen Ozean, bei dem der veränderte Virus getestet wurde, nicht noch mehr Opfer fordert. Doch die Zeit läuft gegen ihn und seine Mannschaft, auch er muss Opfer beklagen. Wenn er versagt, wird die Menschheit der Vergangenheit angehören!
    Ein klasse Thriller, im bekannten Stil von James Rollins, packend, temporeich und voller Spannung.

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  • Sigma Force 4 Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern inaktiv Bewertungsstern inaktiv

    von Bianca Dobler, am 10.10.2011

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    Die Terror-Organisation Die Gilde hat eine neue Biowaffe entwickelt: einen Virus. Bereits Marco Polos Mannschaft ist dem Virus zum Opfer gefallen und nun sind die Menschen erneut von ihm bedroht. Doch scheinbar erkennen nur die Männer der Sigma Force, welche Gefahren mit dieser Neuerung verbunden sind. Zahllose Feinde stellen sich ihnen in den Weg und obwohl mit Verlusten zu rechnen ist, ist nichts wichtiger als Die Gilde davon abzuhalten mit Hilfe des Virus die Menschheit auszurotten.
    Leider ist dieser Band nicht ganz so spannend wie die ersten drei Teile, aber trotzdem immer noch ein Page-Turner. Es gibt reichlich Action mit vielen Charakteren aus den vorigen Büchern – es empfiehlt sich also eine chronologische Lektüre. Ein guter Thriller, die spannende Geschichte fesselt wie man das von Rollins kennt.

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  • Empfehlenswert Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv

    von einer Kundin/einem Kunden, am 06.09.2011

    0 von 0 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.

    Bin in die Sigma Force Serie mit diesem Buch eingestiegen und hat mir sehr gut gefallen.
    Clive Cussler Fans wird dieser Roman sicherlich gefallen.

    Hat Ihnen diese Rezension geholfen?

    ja nein

Vorbemerkung zum historischen Hintergrund


Das folgende historische Rätsel ist noch immer ungelöst. Im Jahr 1271 brach der siebzehnjährige Venezianer Marco Polo mit seinem Vater und seinem Onkel zu einer Reise auf, die ihn bis nach China und an den Palast des Kublai Khan führen sollte. Die Reise währte vierundzwanzig Jahre, und ausführliche Berichte legen davon Zeugnis ab: wundervolle Geschichten von unermesslichen Wüsten und Flüssen voller Jade, von wimmelnden Städten und gewaltigen Segelflotten, von brennenden schwarzen Steinen und Papiergeld, von unglaublichen Tieren und bizarren Pflanzen, von Kannibalen und Schamanen.
Nachdem er siebzehn Jahre im Dienste Kublai Khans gestanden hatte, kehrte Marco Polo 1295 nach Venedig zurück, wo seine Erlebnisse von dem französischen Romantiker Rustichello zu Papier gebracht wurden. Der Titel seines Buches lautete Le Divisament du Monde (Die Beschreibung der Welt). Es fand Leser in ganz Europa. Selbst Christoph Kolumbus hatte es dabei, als er zur Neuen Welt aufbrach.
Ein Reiseerlebnis behielt Marco jedoch für sich und beschränkte sich in dem Buch auf einige wenige vage Andeutungen. Bei seinem Aufbruch von China hatte Kublai Khan dem Venezianer vierzehn große Dschunken geschenkt und ihm sechshundert Männer mitgegeben. Nach zwei Jahren auf See erreichten jedoch nur zwei Schiffe und achtzehn Männer die Heimat.
Das Schicksal der übrigen Schiffe und Männer liegt bis zum heutigen Tag im Dunkeln. Liefen sie auf Grund, oder fielen sie Stürmen oder Piraten zum Opfer? Marco Polo schwieg dazu. Als man ihn auf dem Sterbebett aufforderte, entweder nähere Angaben zu seinen Erlebnissen zu machen oder sie zu widerrufen, erwiderte Marco geheimnisvoll: »Ich habe nicht einmal die Hälfte dessen erzählt, was ich erlebt habe.«

Die Pestilenz brach zuerst in der am Schwarzen Meer gelegenen Stadt Kaffa aus. Dort belagerten die mächtigen mongolischen Tartaren die Händler und Kaufleute aus Genua. Die Mongolen bekamen schmerzende Pestbeulen und hatten blutigen Auswurf. Von der Krankheit gezeichnet, schleuderten sie die Toten mit Belagerungskatapulten über die Verteidigungsmauern der Genueser und brachten Tod und Verderben über sie. Im Jahre 1347 nach der Menschwerdung des Herrn setzten die Genueser Segel und flohen mit zwölf Schiffen nach Italien, wo sie im Hafen von Messina anlegten und den Schwarzen Tod an unsere Küste brachten.
Herzog M. Giovanni (1356), übers. von Reinhold Sebastien, Il Apocalypse (Mailand: A. Mondadori, 1924), 34 -35


Weshalb im Mittelalter in der Wüste Gobi plötzlich die Beulenpest ausbrach und ein Drittel der gesamten Weltbevölkerung tötete, liegt nach wie vor im Dunkeln. Tatsächlich weiß niemand, weshalb so viele Seuchen und Grippewellen des vorigen Jahrhunderts - arunter auch die Vogelpest SARS - von Asien ihren Ausgang nahmen. Eines aber ist ziemlich sicher: Die nächste größere Pandemie wird wiederum aus Asien kommen.
United States Centers for Disease Control and Prevention, Compendium of Infectious Diseases, Mai 2006


Mitternacht Insel Sumatra Südostasien


Die Schreie waren endlich verstummt.
Zwölf Feuer brannten draußen auf dem Wasser.
»Il dio, li perdona...«, flüsterte sein Vater, doch Marco wusste, dass Gott ihnen diese Sünde nicht verzeihen würde.
Eine Handvoll Männer wartete neben den beiden am Strand liegenden Langbooten. Sie waren die einzigen Augenzeugen der Scheiterhaufen, welche die dunkle Lagune erhellten. Bei Mondaufgang hatten sie alle zwölf Schiffe, große Holzdschunken, mitsamt den Toten und den wenigen zum Tode verurteilten Lebenden in Brand gesteckt. Wie mahnende Zeigefinger ragten die brennenden Schiffsmasten in den Himmel. Es stank nach verbranntem Fleisch.
»Zwölf Schiffe«, murmelte Masseo, Marcos Onkel, die Faust um ein silbernes Kruzifix gekrampft. »Die gleiche Zahl wie die der Apostel.«
Endlich war das Schmerzgeschrei verstummt. Nur noch das Prasseln und Tosen der Flammen drang an den Strand. Marco hätte sich am liebsten abgewendet, hielt aber stand. Andere waren weniger tapfer als er und knieten mit leichenblassen Gesichtern und dem Rücken zum Wasser im Sand.
Alle waren splitternackt. Sie hatten sich gegenseitig nach Anzeichen der Krankheit abgesucht. Selbst die Prinzessin vom Hofe des Khans, die aus Gründen der Schicklichkeit hinter einem Sichtschutz aus Segeltuch stand, war bis auf ein juwelenbesetztes Diadem unbekleidet. Marco sah ihren schlanken Körper als dunkle Silhouette von den Flammen abgehoben durch das Tuch hindurch schimmern. Ihre ebenfalls nackten Dienerinnen hatten sich zu ihrer Herrin gesellt. Sie hieß Kokejin, die Blaue Prinzessin, und war siebzehn Jahre alt. Marco war ebenso alt gewesen wie sie, als er von Venedig aufgebrochen war. Der Großkhan hatte die Polos beauftragt, sie wohlbehalten ihrem zukünftigen Bräutigam, dem Schah von Persien und Enkel von Kublai Khans Bruder, zu übergeben.
Das war in einem anderen Leben gewesen.
War es wirklich erst vier Monate her, dass die Besatzung des ersten Schiffes erkrankt war und in der Leistengegend und den Achselhöhlen Schwellungen bekommen hatte? Die Krankheit hatte sich ausgebreitet wie brennendes Öl, hatte die Besatzungsmitglieder dahingerafft und dazu geführt, dass sie auf dieser von Kannibalen und fremdartigen Tieren bewohnten Insel hatten ausharren müssen.
Auch jetzt wieder drang das Geräusch von Trommeln aus dem finsteren Dschungel hervor. Allerdings hüteten sich die Wilden davor, sich dem Lager zu nähern, so wie ein Wolf um kranke Schafe einen Bogen macht. Die einzigen Spuren ihrer Anwesenheit waren die Totenschädel, die an durch die Augenhöhlen geführten Schlingpflanzen von Baumästen hingen und die Fremden wohl am weiteren Vordringen hindern sollten.
Die Krankheit hatte die Wilden bislang abgeschreckt.
Damit war nun Schluss.
Jetzt, da mit den brennenden Schiffen auch die letzten Krankheitsträger verschwunden waren, gab es nur noch eine Handvoll Überlebende.
Die Männer und Frauen, die keine geröteten Schwellungen aufwiesen.
Vor einer Woche hatten sie sämtliche Kranken in Ketten gelegt, auf die vor Anker liegenden Schiffe geschleppt und ihnen Wasser und Nahrung dagelassen. Die anderen hatten am Ufer auf neue Anzeichen einer Erkrankung gewartet. Währendessen hatten die auf die Schiffe Verbannten gejammert, um Hilfe gerufen, geflucht und geschrien. Am schlimmsten aber war das Gelächter der Wahnsinnigen gewesen.
Besser wäre es gewesen, ihnen allen den Gnadenstoß zu versetzen, doch sie hatten nicht mit dem Blut der Erkrankten in Berührung kommen wollen. Deshalb hatten sie sie auf die Schiffe gebracht und zusammen mit den Toten dort zurückgelassen.
Abends bei Sonnenuntergang hatte das Wasser um die Kiele zweier Boote herum zu leuchten begonnen. Das Leuchten hatte sich auf der glatten, schwarzen Wasserfläche ausgebreitet wie verschüttete Milch.

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